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  • Day4

    Mirador de La Escombrera

    October 13, 2016 in Spain ⋅ 🌙 7 °C

    Zunächst fahren wir zu den Parkplätzen an den Bouldergebieten, doch da ist es aussdrücklich verboten zu übernachten. Wir fragen ein paar Jungs ob sie wissen wo der Platz zum Übernachten sei. Sie wissen es auch nicht so genau und wir finden einen Aushang auf dem beschrieben ist, wie man zum Stellplatz für die Nacht kommt.

    Als wir ankommen ist es bereits dunkel. Wir bekommen aber noch einen Platz und sind erstaunt wie sich dieser über Nacht noch gefüllt hat. Scheinbar alles Boulderer, die sich hier ach die nächsten Tage austoben wollen. Es ist ziemlich kalt und wir machen eine fertige Tortilla zum Abendessen mit dem restlichen Salat.

    Am Morgen packen wir unsere Sachen und fahren Richtung Bouldergebiete, die nur ca. 5 min mit dem Auto entfernt sind. Da sind wir früh um neun die ersten auf dem Platz und kochen erstmal noch einen Kaffee. Die Nacht war recht frisch und das Wetter ist eher wechselhaft, was zum bouldern nicht so optimal ist. Mit kalten Fingern und Fußzehen klettert es sich schlecht.
    Wir machen uns an die ersten einfachen Blöcke, um uns etwas warm zu klettern. Die Sonne tut uns auch immer wieder einmal den Gefallen durch zu blinzeln und das Gelände füllt sich auch immer mehr mit Menschen, die die Blöcke bezwingen wollen. Insgesamt sind die Leute aber recht reserviert und man kommt nur schwer ins Gespräch. Aber es geht hier ja auch um den Sport und nicht ums Labern.

    Nachdem wir warm sind geht's an ein paar schwierigere Routen, an denen man sich sehr schön die Zähne ausbeissen kann. Leider fängt es immer wieder mal kurz an zu schauern, was die Tritte und Griffe sehr rutschig macht.
    Als es dann langangaltend regnet, beschließen wir für heute Schluss zu machen und hoffen auf das besser vorhergesagte Wetter morgen.

    Nun nutzen wir die Gelegenheit und schauen uns noch mögliche Routen für den nächsten Tag an. Dabei werden wir auch fündig und kommen ausserdem noch an Höhlenmalereien vorbei, die wohl von unseren Vorfahren stammen.

    Das Gelände und der Wald hier sind sehr besonders. Die riesigen Brocken sind sehr ausgewaschen und weisen teilweise viele kleine Löcher auf in denen früher einmal Stromschnellen von Flüssen gewesen sein müssen. Diese machen dieses Gebiet zu einem prima Bouldergebiet. Ausserdem erscheinen einem die Brocken wie aufeinander gestapelt. Wirklich wahnsinnig beeindruckende Formen.

    Es gibt in den Wäldern auch ganz viele Höhlen, die sich super zum biwakieren eignen würden. Es wäre trocken und man hätte immer frische Luft.

    Nach unserem ersten Bouldertag kochen wir noch einmal leckeren Eintopf und schauen danach noch einmal mit den Bikes in die Stadt. Da findet heute und morgen ein Fest statt, bei dem wir einmal vorbei schauen wollen.

    Nun ja eher ernüchternd, was wir vorgefunden haben. Ein grosses Zelt mit Hüpfburgen auf denen die Kinder gespielt haben und nebenan ein Bierwagen für die Erwachsenen. So sind wenigstens alle beschäftigt. Wir schauen noch im Bouldershop vorbei und fahren bergauf wieder zum Schlafplatz. Wir freuen uns über einen klaren Sternenhimmel und einen hoffentlich sonnigen Tag morgen.
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