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  • Day1

    Olhão-Fischereistadt

    October 26, 2016 in Portugal ⋅ ☀️ 24 °C

    Es riecht nach Fisch. Man kommt quasi garnicht daran vorbei.

    Zugegeben, es ist nicht ganz so schlimm wie es klingt aber vereinzelt steigt dieser typische Geruch schon in die Nase. Hier in Olhão denken wir etwas bleiben zu wollen und schnallen die Bikes ab, um den Strand zu begutachten und die Stadt anzuschauen.
    Zunächst einmal fahren wir den Yachthafen entlang. Hier gibt es eine Vielzahl an Bootsanbietern, die für 20 Euro pro Person eine eine Ausfahrt in den Naturschutzparkt da Ria Formosa unternehmen.

    Wir haben aber Lust auf Strand, also fahren wir weiter entlang des Hafens und kommen schließlich am Fischereihafen heraus. Hier liegen jede Menge Fischereiboote und Reusen mit denen die Meeresfrüchte und Fische an Land gezogen werden. Gleich gegenüber sind die weiterverarbeitenden Industriebranchen und dahinter das Wohnviertel, was nach einer typischen Arbeitersiedlung aussieht.

    Ausser dem Fischfang wird hier ausserdem Meersalz gewonnen, welches in grossen Becken gestaut wird. Der Wasseranteil wird durch die Sonne verdunstet und übrig bleibt das Meersalz. In dieser Region sehen wir immer wieder einmal riesige weisse Salzberge.

    Laut Stadtgeschichte hat die Fischereistadt eine grosse Rolle als Handelsstadt gespielt. Vor allem der Fischfang und die Konservenindustrie florierten. Der Glanz aus alten Zeiten scheint etwas verblasst zu sein. Das Tourismusgeschäft läuft wohl auch nur zur Saison.

    Auf den Strassen sieht man recht viele Menschen. Grösstenteils ältere Menschen, die von schwerer körperlicher Arbeit geprägt zu sein scheinen.
    Sie sitzen an der Strasse oder in kleinen Cafés und unterhalten sich gesellig. Die Innenstadt hat unheimlich viele, kleine schöne Häuschen mit ganz unterschiedlich gestalteten Fassaden. Viele sind leider in den Winterschlaf verfallen und warten mit einem neuen Anstrich aufgeweckt zu werden. In Olhão gibt es ausserdem auch auffällig viele und extrem grossflächige Graffitis zu sehen. Sie bringen etwas bunte Farbe zwischen die ergrauten Fassaden.

    Auffällig oft ist das Schild "Se Vende"=zu verkaufen zu sehen. Sowohl in Spanien als auch Portugal gibt es unheimlich viele Immobilien und Land, welches man kaufen kann. Schon merkwürdig.

    Was uns überraschte ist dass es hier in einer so unruhigen Gegend, mit so vielen Autos und Menschen, Storchenhorste gibt. Sie befinden sich auf Lampen, alten Schloten und sie scheinen sich da auch nicht stören zu lassen.

    Nun ja Strand gibt es hier keinen. Die Stadt haben wir nun auch gesehen und zum schlafen ist es hier auch irgendwie ungemütlich. Wir satteln unsere Bikes und fahren weiter ins Inland, in der Hoffnung da etwas zu finden.
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