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  • Day37

    Von Kalbarri nach Fremantle

    March 22, 2020 in Australia ⋅ ☀️ 28 °C

    Die letzte grosse Etappe betrug heute knapp 600 km was einer ungefähren Fahrzeit von 6.5 Stunden entsprach. Weil es ein weiter weg war und wir am Ende auch noch die Zieldestination Fremantle besichtigen wollten, starteten wir dementsprechend früh. Um 0605 Uhr verliessen wir den Campingplatz. Nur einige 100 Meter später, sahen wir bereits die ersten Kängurus. Es war wie meistens ein strahlend schöner Morgen. Die Sonne schien uns auf unserem Weg entgegen und wir versuchten nochmals all die Eindrücke in uns "aufzusaugen". Heute leerten wir auch noch die beiden Diesel-Reservekanister, damit wir sie wieder leer zurückgeben konnten. Wir folgten Coral Coast Highway, den Hügeln und Büschen entlang, bevor es wieder in eher dürres Gebiet wechselte. Dieser Mix wechselte sich ab und vermischte sich teils ineinander. Plötzlich, mitten im grünen tauchten die verschneiten Hügel darin auf... Moooooment, verschneite Hügel? Dat kann ja net sein. Tatsächlich, es handelte sich selbstverständlich um Sanddünen, welche sich inmitten der Buschlandschaft hervorhoben. Dieser Anblick war erneut, beeindruckend und surreal gleichermassen.Je länger der Tag dauerte umso stärker nahm der Verkehr zu. Um Perth herum durften wir uns, nach fünf Tagen Überlandstrasse endlich wieder einmal mit dem Freeway herumschlagen. Dank unserer Ostküstenerfahrung und doch nicht wenigen Kilometern der Westküste entlang, war aber auch dieser Abschnitt schnell gemeistert.
    Bevor wir aber unseren Camper an seinem vorletzten Hafen einparkten, wollten wir wie zuvor erwähnt noch Fremantle entdecken. Der Vorort von Perth gilt angeblich als kleine Hippikommune. So erkundeten wir die kleinen Strässchen und Gässchen, eines davon war der Cappucino-Stip, welcher seinen Namen wegen der vielen Kaffees erhielt. Erwähnenswert hierbei ist aber, dass es gar nicht so viele Kaffees an dieser Strasse gibt, sondern eher Restaurant an Restaurant. Die Gässchen waren schnell abgeklappert, denn auch hier machten sich offensichtlich die Corona-Regelungen langsam breit. Zudem war es ja Sonntag, und da gönnen wir den Leuten natürlich ihren freien Tag. Nach einem späten Lunch, und nochmals vollgetankt mit Sonne, gings zum Campingplatz. Dieser war offensichtlich das Heim für Camper der letzten Stunde, oder besser gesagt für Heimkehrer. Denn nebst uns, waren diverse Leute ihre mobilen Temporärzuhause am Sortieren, Aufräumen und Putzen. Wir wollten da keine Ausnahme sein, und machten uns an die Arbeit. Unser Vorteil war selbstverständlich, dass wir den Camper bislang erst eine Woche unter Beschlag genommen hatten, und sich somit das Reinigen in sehr überschaubaren Grenzen hielt. Doch auch so ging die Zeit wie im Flug vorbei, und wir verpassten es leider, uns rechtzeitig auf den Weg zu machen, um den letzten Sonnenuntergang in Australien zu erleben. Nichtsdestotrotz, konnten wir das Abendglühn vom Strand aus noch beobachten und uns geistig auf unseren Abschied vorbereiten. Nach einem wirklich sehr überschaubaren Dinner, einem Cider und einem GinTonic, machten wir uns auf den Heimweg. Beim Camper hiess es nochmals, Yatzy raus und loswürfeln. Den gestrigen Eintrag kann ich somit ergänzen. Ich hasse Würfelspiele, vor allem wenn ich gegen Nicole spielen muss. Das macht einfach keinen Spass. Nichtsdestotrotz genossen wir unseren letzten Abend und die letzte Nacht in „unserem“ Zuhause.
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