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  • Day201

    Kratie - Eine schwere Entscheidung...

    March 21 in Cambodia ⋅ ⛅ 34 °C

    Die letzten paar Tage haben wir in Kratie verbracht, einem wunderschönen kleinen Städtchen am Mekong. Der Ort ist fast wie ausgestorben und alles wirkt unheimlich ruhig und friedlich, so dass wir für einen kurzen Moment die ganze Corona-Problematik um uns herum vergessen. Die Stimmung und die Athmosphäre, die der Ort versprüht tun einfach gut... Am ersten Tag unternehmen wir eine Kanutour, um die Flussdelphine zu sehen. Dabei paddelten wir durch wunderschöne und menschenleere Gegenden, sahen unzählige Wasserbüffel, badeten im Mekong und zu guter letzt bekamen wir auch einige der scheuen Flussdelphine zu Gesicht. Aber die waren so schnell, dass es einem kaum gelingt ein gutes Foto zu schießen, weshalb wir beschließen die Kamera wieder weg zu packen und einfach nur den Moment zu genießen ❤️
    In unserem Hotel sind wir gemeinsam mit einem Australier, der jedes Jahr den Winter hier verbringt die einzigen Gäste. Vor zwei Wochen war hier noch alles ausgebucht, erzählen uns die Hotelangestellten, doch jetzt ist die Angst vor dem Virus zu groß. Wir verfolgen jeden Tag die aktuellen Nachrichten und beobachten sehr genau die Zahlen und Maßnahmen der Länder um uns herum, weil sich unsere Weiterreisebedingungen fast stündlich ändern. Als dann Laos die Grenzen schließt und sowohl in Thailand als auch in Kambodscha die Infiziertenzahlen immer weiter ansteigen, beschließen wir schweren Herzens und unter Tränen - nicht nur bei mir, dass es wohl besser wäre die Reise zu unterbrechen 😭💔! Das Nachbarland Vietnam bereitet grade alles für einen Shutdown mit Ausgangsperren vor und schließt Veranstaltungen, Restaurants und Hotels, genauso wie in Deutschland - Die einzig sinnvollen Maßnahmen meiner Meinung nach! Wir sind davon überzeugt, dass Kambodscha und auch Thailand diesem Beispiel folgen werden. Welchen Sinn hat es dann noch zu Reisen und ist unsere Reise noch weiter zu verantworten? Wir haben beschlossen, dass wir nicht dazu beitragen möchten solch einen Virus in einem dritte Welt Land zu verteilen, welches definitiv schlechter dafür gewappnet ist als Deutschland....
    Soweit so gut - Dann bereiten wir mal unsere Heimreise vor! Einen Flug nach Deutschland zu bekommen stellt sich, als ziemlich schwierig heraus. Es gibt kaum Flüge, die wir als Deutsche überhaupt buchen dürfen, da wir in vielen Ländern mitlerweile nicht mal mehr Transit haben dürfen und Preise um die 6000$ sind da absolut keine Seltenheit! Letzten Endes gelingt es uns aber einen Flug über Doha nach München zu buchen, der zwar auch ein halbes Vermögen kostet, aber hoffentlich nicht gecancelt wird... Jetzt heißt es Daumendrücken! Nach Phnom Penh zu kommen, stellt sich ebenfalls als komplizierter heraus, da kaum noch jemand Europäer befördern möchte. Die Leute hier haben wirklich Angst vor uns und man wird teilweise richtig gemieden. Aber es gelingt uns einen privaten Transfer zu organisieren der uns mitnimmt unter der Vorraussetzung, dass wir Masken tragen. In unserem Hostel in Phnom Penh angekommen, treffen wir viele Reisende deren Flüge gecancelt wurden und die jetzt auf folgende Flüge warten, wobei jeden Tag weitere Flüge eingestellt werden - Hoffen wir mal, dass wir nicht so enden!
    Viel schwerer als die Entscheidung die Weltreise zu machen und alles in Deutschland aufzugeben, fällt uns jetzt die Entscheidung die Reise zu unterbrechen, aber ich glaube wir haben uns wirklich noch im letzten möglichen Moment entschieden, dass Land zu verlassen und wir sind immer noch angespannt, ob wir es schaffen....
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