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Unsere Weltreise - Teil 1

"Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon." - Augustinus Aurelius
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  • Day205

    Welcome Home - Worldtrip to be continued

    March 25 in Germany ⋅ 🌙 0 °C

    Heimkehren hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt, doch unter den gegebenen Umständen sind wir heil froh als wir nach 30 Stunden Reise in München am Flughafen zum ersten Mal seit 6 Monaten deutschen Boden unter den Füßen spüren! Dass wir jetzt hier sind, bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad weniger, ist immer noch ziemlich unreal für uns. Viel zu schnell verging die Zeit zwischen dem Entschluss zu unterbrechen und unserer Heimkehr... Dem Flughafen mangelt es ebenso an Menschen, wie den Supermärkten an Toilettenpapier und die 2m Mindestabstand einzuhalten fällt nicht wirklich schwer :P
    Meine Schwester Michelle war so lieb uns am Flughafen, abzuholen damit wir mit möglichst wenig Leuten in Kontakt kommen und hat wirklich den kompletten Tag für uns im Auto verbracht - Vielen lieben Dank noch mal dafür, du bist echt klasse ❤️!
    Das Leben in Deutschland, wie es momentan ist, müssen wir erstmal kennen lernen und uns daran gewöhnen... Es macht uns schon ein wenig traurig zurückzukehren, aber unsere Familien nicht in die Arme schließen zu können. Trotzdem bin ich immer noch der Überzeugung, dass es die richtige Entscheidung war - Flüge aus Kambodscha nach Deutschland zu bekommen ist jetzt nicht mehr möglich! Wir hoffen unsere Reise bald fortsetzen zu können, aber dieser "Zwangsurlaub" von unserer Reise hat auch nicht nur negative Seiten. Mir fallen da zum Beispiel meine Freundinnen Svenja und Vani ein, welche in den nächsten Wochen ihre Babies zur Welt bringen werden, die ich normalerweise erst mit zwei Jahren kennen lernen würde. Oder typisch deutsches Essen, wie richtiges Brot, Mettbrötchen (man habe ich das heute Morgen gefeiert!) und nicht zu vergessen Kölsch. Außerdem können wir so meiner Schwester beim Ausbau ihres Hauses helfen und wir haben außerdem vor uns für den Freiwilligendienst zu melden, denn Hilfe wird momentan überall gesucht. Unsere Pause in Deutschland kann also auch durchaus etwas positives haben und ich finde gerade in so einer schwierigen Zeit, wo wir alle einander nicht nah sein könnnen, ist es umso wichtiger für einander da zu sein!
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  • Day201

    Kratie - Eine schwere Entscheidung...

    March 21 in Cambodia ⋅ ⛅ 34 °C

    Die letzten paar Tage haben wir in Kratie verbracht, einem wunderschönen kleinen Städtchen am Mekong. Der Ort ist fast wie ausgestorben und alles wirkt unheimlich ruhig und friedlich, so dass wir für einen kurzen Moment die ganze Corona-Problematik um uns herum vergessen. Die Stimmung und die Athmosphäre, die der Ort versprüht tun einfach gut... Am ersten Tag unternehmen wir eine Kanutour, um die Flussdelphine zu sehen. Dabei paddelten wir durch wunderschöne und menschenleere Gegenden, sahen unzählige Wasserbüffel, badeten im Mekong und zu guter letzt bekamen wir auch einige der scheuen Flussdelphine zu Gesicht. Aber die waren so schnell, dass es einem kaum gelingt ein gutes Foto zu schießen, weshalb wir beschließen die Kamera wieder weg zu packen und einfach nur den Moment zu genießen ❤️
    In unserem Hotel sind wir gemeinsam mit einem Australier, der jedes Jahr den Winter hier verbringt die einzigen Gäste. Vor zwei Wochen war hier noch alles ausgebucht, erzählen uns die Hotelangestellten, doch jetzt ist die Angst vor dem Virus zu groß. Wir verfolgen jeden Tag die aktuellen Nachrichten und beobachten sehr genau die Zahlen und Maßnahmen der Länder um uns herum, weil sich unsere Weiterreisebedingungen fast stündlich ändern. Als dann Laos die Grenzen schließt und sowohl in Thailand als auch in Kambodscha die Infiziertenzahlen immer weiter ansteigen, beschließen wir schweren Herzens und unter Tränen - nicht nur bei mir, dass es wohl besser wäre die Reise zu unterbrechen 😭💔! Das Nachbarland Vietnam bereitet grade alles für einen Shutdown mit Ausgangsperren vor und schließt Veranstaltungen, Restaurants und Hotels, genauso wie in Deutschland - Die einzig sinnvollen Maßnahmen meiner Meinung nach! Wir sind davon überzeugt, dass Kambodscha und auch Thailand diesem Beispiel folgen werden. Welchen Sinn hat es dann noch zu Reisen und ist unsere Reise noch weiter zu verantworten? Wir haben beschlossen, dass wir nicht dazu beitragen möchten solch einen Virus in einem dritte Welt Land zu verteilen, welches definitiv schlechter dafür gewappnet ist als Deutschland....
    Soweit so gut - Dann bereiten wir mal unsere Heimreise vor! Einen Flug nach Deutschland zu bekommen stellt sich, als ziemlich schwierig heraus. Es gibt kaum Flüge, die wir als Deutsche überhaupt buchen dürfen, da wir in vielen Ländern mitlerweile nicht mal mehr Transit haben dürfen und Preise um die 6000$ sind da absolut keine Seltenheit! Letzten Endes gelingt es uns aber einen Flug über Doha nach München zu buchen, der zwar auch ein halbes Vermögen kostet, aber hoffentlich nicht gecancelt wird... Jetzt heißt es Daumendrücken! Nach Phnom Penh zu kommen, stellt sich ebenfalls als komplizierter heraus, da kaum noch jemand Europäer befördern möchte. Die Leute hier haben wirklich Angst vor uns und man wird teilweise richtig gemieden. Aber es gelingt uns einen privaten Transfer zu organisieren der uns mitnimmt unter der Vorraussetzung, dass wir Masken tragen. In unserem Hostel in Phnom Penh angekommen, treffen wir viele Reisende deren Flüge gecancelt wurden und die jetzt auf folgende Flüge warten, wobei jeden Tag weitere Flüge eingestellt werden - Hoffen wir mal, dass wir nicht so enden!
    Viel schwerer als die Entscheidung die Weltreise zu machen und alles in Deutschland aufzugeben, fällt uns jetzt die Entscheidung die Reise zu unterbrechen, aber ich glaube wir haben uns wirklich noch im letzten möglichen Moment entschieden, dass Land zu verlassen und wir sind immer noch angespannt, ob wir es schaffen....
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  • Day199

    Siem Reap - Einsam durch Angkor wandern

    March 19 in Cambodia ⋅ ⛅ 31 °C

    Erstmal, uns geht es gut! Wir haben kein Corona, sind nicht in Zwangsquarantäne und werden nur leicht sozial ausgegrenzt, obwohl wir aus einem Land kommen, welches nun zum Risikogebiet erklärt wurde. Trotzdem beeinflusst das Corona Virus unsere Reise in ähnlichem Ausmaß, wie euren Alltag zu Hause. Aktuell werden immer mehr Grenzen in Asien dicht gemacht, was unsere Weiterreise erheblich beeinträchtigt. Auch wenn die Zahlen der Infizierten nicht so rapide steigen, wie in Deutschland, gehen sie trotzdem langsam nach oben. Unser Ziel war es eigentlich nach Laos weiterzureisen. In Laos gibt es noch keinen einzigen Corona Fall und aktuell ist die Grenze zu Kambodscha noch offen, was sich aber stündlich ändern kann! Trotzdem ist Laos auch noch eine ganze Ecke ärmer als Kambodscha und wir wissen nicht, ob es ratsam ist weiterzureisen und uns komplett den dortigen Institutionen anzuvertrauen?! Oder wäre es vllt einfach besser an einem Ort zu verweilen, bis sich alles etwas beruhigt hat? Wir wissen es nicht und wie es weiter gehen soll wissen wir aktuell auch nicht. Die nächsten Tage heißt es also Alternativpläne stricken. Unser Visum ist noch über zwei Wochen gültig, was uns ausreichend Zeit gibt, um eine Entscheidung zu treffen. Aktuell werden wir erstmal mit der deutschen Botschaft in Phnom Penh in Verbindung treten, deren Rat einholen und mögliche Rückflugoptionen ausloten. Darüber hinaus bietet die aktuelle Situation aber auch die Möglichkeit für eine NGO im ländlichen Bereich gemeinnützig tätig zu werden - Sofern dort Deutsche noch gefragt sind. Das ist etwas, was wir sowieso vor hatten und wir könnten erstmal zwei Monate isoliert an einem abgelegen Ort verbringen. Hierzu habe ich bereits eine Marineforschungsstation im Süden von Kambodscha angefragt, welche aktuell Taucher sucht, für unterschiedliche Unterwasser Projekte. Eine andere Möglichkeit, die uns in den Kopf kam, wäre nach Australien zu gehen und dort bei der Aufforstung zu helfen, aber die schließen ab Morgen auch ihre Grenzen. Wie ihr seht gehen uns die Ideen nicht aus und wir hoffen, irgendwie einen Weg zu finden, unsere Reise in einem sinnvollen Rahmen weiter fortzusetzen, ohne andere zu gefährden! Wir versuchen langsamer zu reisen und uns auch so gut es eben geht zu isolieren, sowie vermehrt auf Hygiene zu achten...

    So genug von diesem lästigen Thema, hin zu den einfach unglaublichen Tempeln von Angkor, die wir dank des Virus nahezu ganz für uns alleine hatten. Als wir den Haupttempel Angkor Wat besuchten, waren dort kaum mehr als 50 Touristen in dieser riesigen Tempelanlage, während wir vor 3 Jahren an genau derselben Stelle noch mit über 500 Leuten standen. Da wir keinen Zeitdruck hatten, haben Christoph und ich uns ein 7-Tage-Ticket geholt, um ganz entspannt selbst die kleinsten Tempel auf eigene Faust zu erkunden. Die ersten drei Tage wurden wir noch von meinen Eltern begleitet, für die Siem Reap die letzte Etappe auf unserer gemeinsamen Rundreise war.
    Was wir damals mit dem Fahrrad gemacht haben, erledigen wir heute lieber mit dem Roller, denn bei 39 Grad und praller Sonne, ist an Sport draußen nicht zu denken - Es ist einfach unerträglich HOT🥵. Trotzdem war der Besuch der Tempel von Angkor ein wunderschöner Abschluss und es tat ganz schön weh meine Eltern wieder zu verabschieden. In solchen Momenten fragt man sich dann manchmal, ob das alles so richtig ist, aber es ist auch schön zu spüren, wie wichtig einem die Familie und Freunde sind, die zuhause auf uns warten. Vielen lieben Dank nochmal Mama und Papa, dass ihr euch auf dieses Abenteuer mit uns eingelassen habt ❤️!
    Nachdem wir den schmerzlichen Abschied, mit unzähligen 50Cent Bieren verkraften konnten, nutzen wir die verbleibenden Tage um Angkor noch einmal so richtig in der Tiefe zu erleben. Doch die Tempel und auch die schiere Größe und Einzigartigkeit der ganzen Anlagen, ist einfach super schwer zu erfassen. Ich habe hier nur ein kleines Video von Angkor Wat hochgeladen, weil ich über FindPenguins auf 60 Sekunden beschränkt bin, aber unter dem folgenden Link: https://youtu.be/Uh1BYppgV-8 findet ihr einen "Versuch" diesen mystischen Ort in Bildern und Videos festzuhalten. Dieser Shot ist mir glücklicherweise an unserem ersten Tag gelungen. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste ist, dass ich meine liebe Mavi (so nenne ich meine Drohne liebevoll) gar nicht hätte auspacken dürfen 🤣🤭. Am Ticketoffice, gabs zwar ein zwar ein Verbotsschild, aber mit dem Zusatz, dass die kommerzielle Nutzung von Drohnen, einer Genehmigung bedarf - Dementsprechend dachte ich mir, "Super ich will sie ja nur privat nutzen :)"! Leider deckte sich mein Verständnis des Verbots nicht mit der Vorstellung des Sicherheitsbeamten in einem der abgelegeneren Tempel und ich musste alle Videos löschen. Glücklicherweise hatte ich einige Videos bereits gesichert und er gab sich mit 5$ Bestechungsgeld zufrieden, anstatt die Polizei zu rufen. Im Nachhinein habe ich auch versucht eine offizielle Genehmigung zu bekommen, aber wurde dann informiert, dass diese ausschließlich an professionelle Firmen vergeben werden und nicht an Privatpersonen. Es gab wohl in der Vergangenheit einige Unfälle und teilweise kam es sogar zu Beschädigungen an Tempeln. Dafür haben wir natürlich Verständnis, dennoch sind uns einige tolle Aufnahmen geblieben!

    Heute geht's nach Kratie zum Pläneschmieden und um die pinken Flussdelphine zu besuchen 🐬

    Die Video Musik ist von: http://www.bensound.com
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  • Day188

    Mit dem Roller nach Udong

    March 8 in Cambodia ⋅ ⛅ 36 °C

    Heute haben wir Udong die ehemalige Hauptstadt Kambodschas besucht. Da wir aber keine Lust hatten 2 Stunden unser Leben in die Hände eines irren Tuktuk-Fahrers zu legen, beschlossen wir selbst mit dem Roller dort hin zu fahren. Es gibt doch nichts angenehmeres als bei der sengenden Hitze den kühlenden Fahrtwind zu genießen, wobei ich zugeben muss, dass der Verkehr in der Hauptstadt schon ziemlich challenging ist :P
    Bis 1866 war Udong die Hauptstadt Kambodschas, doch von seinem ursprünglichen Glanz ist nicht mehr wirklich viel zu erkennen. Trotzdem finden sich auf dem Tempelberg noch einige Stupas von ehemaligen Königen. Da heute Sonntag ist, herrscht reges Treiben und wir, als so ziemlich die einzigen Touristen dort, sind das Highlight des Tempelbergs. Ein Selfie hier ein Selfie dort - Ich verstehe zwar immer noch nicht was an einem Bild mit einem schweißgebadeten Europäer drauf toll ist, aber die Menschen hier sind einfach so unglaublich putzig ❤️
    Viel interessanter als die Stupas, fanden wir jedoch den Markt am Fuße des Tempelbergs. Hier konnte ich mir eine Hose in 4XL kaufen (und ich dachte es wären nur 2Kg gewesen 🤭🤫😅) und im Anschluss das üpigge Angebot an kambodschanischen Köstlichkeiten bewundern. Hier kommt alles auf den Grill, ob Fisch, Entenbaby, Frosch oder Schildkröte! Ich esse ja schon kaum noch Fleisch, aber wenn ich sehe wie Jemand Schildkröten 🐢 isst, könnt ich glatt zum Schock-Vegetarier werden...
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  • Day187

    Phnom Penh - Kambodschas Hauptstadt

    March 7 in Cambodia ⋅ ☀️ 33 °C

    Unser zweiter Stopp in Kambodscha führt uns nach Phnom Penh, wo ich es endlich geschafft habe meine Mavic Mini zu kaufen. Die Drohne haben wir bei einem deutschen Travellerpärchen in Vietnam kennen gelernt und waren super begeistert von den Aufnahmen. Leider war sie in Vietnam überall ausverkauft, aber hier in Phnom Penh konnte ich einen Laden ausfindig machen und sie ziemlich günstig erwerben :) Die ersten Versuche liefen schon ganz gut, nur leider musste ich feststellen, dass es doch relativ viele Drohnenverbotszonen gibt, was das Üben etwas schwer gemacht hat. Ich freue mich aber schon riesig in Ankor Wat die ersten richtigen Aufnahmen zu machen und mit euch zu teilen 😃!
    Aber zurück zu Phnom Penh: Nirgendwo sonst nimmt man das Gefälle zwischen Arm und Reich so stark war, wie in dieser Metropole. Hier existieren Leute die nicht mehr besitzen als ihren mobilen Straßenstand, gleich neben einer Mercedes Maybach S-Klasse oder einem Rolls Royce. Außerdem sieht man hier erstaunlich viele umzäunte und mit Stacheldraht abgesicherte Wohngebäude - Ein großer Kontrast zu der Weite und dem Freiraum auf dem Land in Kampot.
    Hier besichtigten wir den Königspalast und die S21 Völkermordsgedenkstätte. Im S21, einem ehemaligen Gefängnis, in dem die Roten Khmer Geständnisse erzwangen, wird einem eindrucksvoll über einen Audioguide, die düstere Vergangenheit Kambodschas nahe gebracht. Denn vor gar nicht mal so langer Zeit, von 1975-1979, fand in Kambodscha ein Völkermord statt der jeden vierten Kambodschaner das Leben kostete. Als die Roten Khmer an die Macht kamen, wurden sie zunächst von der Bevölkerung unterstützt - Ihr Ziel: Soziale und finanzielle Gleichberechtigung für alle. Jeder solle gleich viel (wohl eher wenig) besitzen und Kambodscha sollte ein unabhängiger Bauernstaat werden, der sich isoliert von der Welt selbst versorgt. Mit anderen Worten: Die Ablehnung jeglichen Fortschritts, um das Land wieder ins Mittelalter zu katapultieren! Jeder der gläubig oder gebildet war, galt als Feind der Revolution und wurde umgebracht. Als Indizien galten das Tragen von Brillen oder weiche Hände. Natürlich bekam jeder der Verdächtigen einen "fairen" Prozess - In Gefängnissen wie dem S21 wurden die Insassen teilweise bis zu dreimal täglich gefoltert, bis sie falsche Geständnisse abgaben, woraufhin dann die Hinrichtung auf einem der Killingfields erfolgte. Aus Angst vor der Rache der Familienmitglieder wurde die nächste Verwandtschaft, sprich auch Kinder und Babys, ebenfalls hingerichtet - Das wurde dann als die "Auslöschung des Feindes bezeichnet". Allein in S21 wurden ca. 20.000 Menschen verhört und hingerichtet. Aber auch Hunger war zu dieser Zeit eine weitverbreitete Todesursache, denn die Bevölkerung wurde gezwungen, teilweise bis zu 19 Stunden am Tag auf dem Feld zu arbeiten. Zur Stärkung standen jedem Arbeiter zweimal am Tag eine Kelle Reissuppe zu, weshalb es in Kambodscha immer noch gang und gebe ist Insekten und auch Vogelspinnen zu Essen.
    Uns hat der Besuch dort gereicht und wir haben uns die Killingfields nicht noch angesehen. Was uns aber am meisten verstört hat, war die Tatsache, wie so etwas quasi unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg passieren konnte, ohne dass man davon wirklich viel mit bekommen hat?! Deshalb ist es super wichtig, sich jener Vergangenheit zu erinnern, um so etwas für die Zukunft zu vermeiden!
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  • Day185

    Kampot - Welcome to Cambodia

    March 5 in Cambodia ⋅ ☀️ 32 °C

    An der vietnamesischen Grenze werden wir von unserem Busfahrer rausgeschmissen und ab jetzt geht es zu Fuss weiter nach Kambodscha. Mit unserem Gepäck im Schlepptau latschen wir also gut einen Kilometer auf die Grenze zu - Bei sengender Mittagshitze kommt das nicht grade auf die Liste meiner Lieblingsbeschäftigungen! Dort angekommen werden unsere Pässe kontrolliert und wir natürlich dank Corona, auf Fieber! Unsere Impfpässe werden als staatliches Gesundheitszeugnis akzeptiert, aber selbst ohne solches, lässt sich jenes auch unkompliziert für 1$ erwerben. Erscheint mir eher wie eine zusätzliche Einnahmequelle, als eine wirkliche Gesundheitsmaßname :P
    In Kampot fühlen wir uns direkt wohl - Der Ort versprüht einen tollen französischen Charme und die vielen Kolonialbauten erinnern ein wenig an New Orleans. Da die Region rund um Kampot für Pfeffer bekannt ist, steht für uns am nächsten Tag ein Besuch auf einer Pfefferplantage und ein Kochkurs im Khmer Root Cafe an, um uns erstmal mit der heimischen Küche vertraut zu machen :) Mit dem Roller geht es also am nächsten Morgen in die Pampa. Die Straßen sind hier sehr viel schlechter als in Vietnam und den Großteil der Strecke legen wir auf holprigen Lehmpisten zurück. Meine Eltern fühlen sich direkt an Afrika erinnert.
    Das Khmer Root Cafe liegt ziemlich idyllisch direkt an einem kleinen See und verfügt nicht mal über einen Stromanschluss. Anstatt einen teuren Kochkurs zu buchen, bietet das Café an, dass man hier unter Anleitung sein eigenes Gericht zubereiten kann. Quasi ein Low-Budget-Kochkurs, bei dem man lediglich den Preis des jeweiligen Gerichts zahlt, wobei die Gerichte zwischen 2,50-3,50$ kosten. Der Koch kann gutes Englisch und seine beiden Küchenhilfen, welche den ganzen Tag in blauen Gucci-Satin-Schlafanzügen rumlaufen, zeigen uns wie wir was zu schneiden haben. Wir beschließen uns drei verschiedene Gerichte zu kochen: Lok Lak Beef, Gebratene Auberginen und Massamam Curry. Da alle drei Gerichte nicht nur super lecker waren, sondern auch ziemlich schnell, einfach und mit wenigen Zutaten zuzubereiten waren, hab ich unten mal die drei Rezepte reingepackt - Viel Spaß beim Nachkochen 🍽️😋!
    Im Anschluss haben wir uns dann die "La Plantation" Pfefferplantage angesehen, wo man umsonst an einer Führung mit abschließendem Pfeffertasting teilnehmen kann. Die Plantage wurde vor einigen Jahren von einem belgischen Ehepaar gegründet und unterstützt mit Projekten die nahegelegene Schule und zahlt außerdem anständige Löhne, Unterbringung und Essen, sowie die Krankenversicherung der Angestellten. Ein ziemlich cooles Projekt 👍
    Als ob das nicht schon ereignisreich genug gewesen wäre, blieben wir auf unserer Heimreise nach Kampot noch in einer buddhistischen Pagode hängen, die wir am Straßenrand entdeckten! Neben der Pagode lag direkt eine Schule und für die Kids waren wir "Fremde" das absolute Highlight ❤️ Ziemlich schnell kam ich mit einem Mönch ins Gespräch, der einigermaßen Englisch sprechen konnte. Nachdem wir ein Weilchen gequatscht hatten, bot er uns an, uns seine Pagode zu zeigen und uns etwas mehr über den Buddhismus zu erklären! Ein wirklich tolles Erlebnis, von dem wir alle etwas hatten, er konnte sein Englisch aufbessern und wir haben einiges über Buddhas Lehre und sein Leben erfahren 🙏

    Hier die versprochenen Rezepte jeweils für eine Portion - dazu Reis servieren!

    Lok Lak Beef:
    Zutaten - 150g Rindfleisch, 1 Tomate, 1/2 Zwiebel, 3 Zehen Knoblauch, 2 Esslöffel Pfefferkörner, 1 Ei, 2 Kellen Kokosmilch, Salz & Zucker
    Vorbereitung:
    - Zum Garnieren die Tomate in Scheiben schneiden und kreisförmig auf einen Teller legen. -  Zwiebeln in feine Scheiben schneiden und in der Mitte des Tellers platzieren
    - Fleisch in kleine mundgerechte Stücke schneiden
    - Knoblauch hacken
    - Pfeffer in Mörser zermalen
    Zubereitung:
    - Spiegelei braten und auf separatem Teller zwischenparken
    - Den Knoblauch in Öl anbraten bis dieser braun wird
    - Pfeffer und einen Esslöffel Kokosmilch hinzufügen und gut vermengen
    - Fleisch hinzufügen und bei ständigem Rühren anbraten
    - Mit Salz und Zucker abschmecken
    - Nach 2 min köcheln, das Fleisch auf den Zwiebeln drapieren und das Spiegelei darüber platzieren - FERTIG!

    Massamam Curry:
    Zutaten: 1 kleine Zwiebel, 1 Hand voll Bohnen, 1 kleine Aubergine, 1 Kartoffel, 1 Zehe Knoblauch, 1 Stiel Zitronengras, 1 Chilli, 1 Haselnussgroße frische Curcumawurzel, 1 Haselnussgroße frischer Ingwer, 1 Esslöffel Paprikapaste (Zermörserte Paprika), 100ml Kokosmilch, 1 Esslössel Erdnüsse, ein Blatt von der Kaffrelimette, Salz & Zucker
    Vorbereitung:
    - Zwiebel würfeln
    - Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden
    - Aubergine und Katroffel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden
    - Für die Curry Paste: Knoblauch hacken, Zitronengras, Chilli, Curcuma, Kaffreblatt und Ingwer fein schneiden und im Möser zu einer gleichmäßigen Paste zerstoßen
    Zubereitung:
    - Paprikapaste in Öl anbraten
    - Currypaste hinzugeben und mit einem Esslöffel Kokosmilch ablöschen
    - Gemüse hinzugeben, kurz anbraten und mit restliche Kokosmilch ablöschen
    - Mit Salz und Zucker abschmecken
    - 10 min kochen lassen
    - Mit Erdnüssen garnieren und servieren - GUTEN APPETIT!

    Gebratene Aubergine:
    Zutaten - 2 Auberginen, 1 Chilli, 2 Zehen Knoblauch, 1 Frühlingszwiebel, Salz & Zucker
    Vorbereitung:
    - Auberginen über offener Flamme grillen, idealerweise direkt auf den Gasherd, ansonsten geht auch alternativ ein Grill
    - Sobald die Auberginen außen komplett schwarz sind, diese in kaltes Wasserbad geben und die schwarze Außenhaut vollständig entfernen
    - Knoblauch und Chillis hacken und vermengen
    - Frühlingszwiebel in Ringe schneiden
    Zubereitung:
    - Chilli-Knoblauch Mischung in heißem Öl anbraten
    - Auberginen hinzugeben und in mundgerechte Stücke teilen, bis das ganze eine breiige Konsistenz erreicht
    - Mit Salz und Zucker abschmecken
    - Mit Frühlingszwiebelstückchen garnieren und servieren :)
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  • Day184

    Bye bye Paradise - Bye bye Vietnam

    March 4 in Vietnam ⋅ ⛅ 26 °C

    Gestern waren wir genau 6 Monate unterwegs - Krass wie schnell die Zeit vergeht!
    Heute verlassen wir schweren Herzens unser Paradies Phu Quoc und machen uns auf den Weg nach Kambodscha. Hier haben wir die letzten zwei Tage ein wenig die Seele baumeln lassen. Das Wasser ist badewannenwarm und der Sand so fein und weiß, wie ich ihn noch nirgends gesehen habe. Die Insel ist wunderschön und viele Strandabschnitte sind NOCH völlig unerschlossen! Das soll sich jedoch bald ändern, denn geplant ist in den nächsten 5 Jahren der Bau von 25 Luxusresorts mit kompletter Infrastruktur. Die Zielgruppe: Chinesen, Koreaner, Russen und Italiener - Also wenn man mal die Russen außen vor lässt, hätte Phu Quoc aktuell beste Chancen sich als Corona-Qarantäneinsel zu bewerben. Leider wird mit den Megaresorts auch ein Stück des aktuellen Charmes der Insel auf der Strecke bleiben, denn dann wird es schwer für die ganzen kleinen Cafés und Restaurants am Straßenrand. Ich würde sagen wir kamen grade nochmal rechtzeitig, um die Insel in ihrem noch relativ natürlichen Zustand zu erleben.
    Mit dem Roller unterwegs haben wir das Zen Kloster besucht, haben uns den Weg durch überfüllte Fischmärkte gebahnt und an Traumstränden gebadet 🌊🌴☀️
    Heute geht unsere Zeit in Vietnam zu Ende und unser Fazit: Vietnam ist einfach der Wahnsinn und definitiv einen Besuch wert! Nirgendwo sonst haben wir bisher so ein gutes Verhältnis zwischen hoher Qualität und niedrigen Preisen erlebt, wobei wir schon einige Länder in Asien besucht haben. Auch das Reisen hier ist sehr unkompliziert und die Leute sind super hilfsbereit und freundlich. Uns hat Vietnam total begeistert und es war der ideale Start für unsere Reise durch Asien!
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  • Day182

    Das verschlafene Ha Tien

    March 2 in Vietnam ⋅ ⛅ 27 °C

    Ha Tien diente für uns nur als kurzer Zwischenstop. In dem Örtchen gibt es nur wenige Touristen und kaum jemand spricht Englisch. In den Restaurants waren wir dementsprechend immer das Highlight - Vorallem als wir unseren ersten Hot Pot bestellt haben, ohne wirklich zu wissen was wir machen müssen :D Geschmeckt hat es trotzdem! Jetzt geht's mit der Fähre nach Phu Quoc 🛥️....Read more

  • Day180

    Mekong Delta - Die schwimmenden Märkte

    February 29 in Vietnam ⋅ ⛅ 33 °C

    Die letzten beiden Tage haben wir in Can Tho im Mekong Delta verbracht und von hier aus einen Ausflug zu den schwimmenden Märkten unternommen. Früher war das Straßennetz hier wesentlich schlechter ausgebaut als heute, weshalb die heimischen Bauern die unzähligen Kanäle nutzten, um von einem Ort zum nächsten zu fahren und dort ihre Waren anzubieten. Diese Tradition wurde bis heute noch beibehalten und die Boote kommen teilweise aus 200km Entfernung angereist, verbleiben dann für 10 Tage im Mekong Delta und kehren dann zurück, um neue Waren einzuladen. Da die Hauptvekehrszeit auf den Märkten zwischen 5 und 11Uhr morgens liegt heißt es für uns früh aufstehen!
    Um 5:15Uhr werden wir von unserem Guide im Hostel abgeholt, was für mich zwar kein Problem ist, da ich früher auch um die Zeit joggen gegangen bin, aber Christoph ist schon ein wenig grumpy und braucht noch ein Weilchen um wach zu werden....
    An der Bootsanlegestelle in Can Tho herrscht schon reges Treiben und wir fahren von dort aus ca. 30 Minuten zu den schwimmenden Märkten. So langsam geht auch die Sonne auf und wir können hautnah am Leben der Einheimischen teilhaben. Hier putzt sich einer die Zähne, da tollt ein Hund übers Boot, ein Großvater füttert seine Enkel und wir beobachten auch ein Brautpaar bei ihrem Hochzeitsfotoshooting - Das ist eines meiner Lieblingsbilder ❤️! An den Booten hängen lange Bambusstäbe, an denen die angebotenen Waren zu sehen sind, für uns heißt es jetzt aber erstmal frühstücken :) Mama und Papa bekommen ein Banh Mi - Belegtes Baguette und Christoph und ich eine Reisnudelsuppe. Das Suppen-Boot ist gut besucht und unser Guide erzählt uns das hier jeden Morgen ca. 200 Suppen über die Reling gehen, unvorstellbar bei einem Boot, was lediglich Platz für ein paar Töpfe und die Köchin bietet!
    Nach dem Frühstück ist auch Christoph wach und es geht zu einer Reisnudelfabrik, in der wir uns im Herstellen von Reisnudeln üben - Könnte man eigentlich ziemlich einfach automatisieren denken wir uns, aber vermutlich hätten wir Touristen dann weniger Spaß daran :P
    Bei der Rückkehr zu unserem Boot, haben wir dann leider unsere Sorgfaltspflicht etwas schleifen gelassen und Mama hat beim Einstieg in unser Boot ein ungewolltes Bad im Mekong genossen 🤣 Während Christoph, Papa und ich bereits auf dem Boot Platz nahmen, wollte Mama  einsteigen, verpasste es aber sich an der Reling vom Anleger loszulassen. Das Resultat: Mamas Oberkörper und Arme blieben an Land während das Boot auf dem ihre Füße standen wegdriftete... Erst als sie lautstark auf sich aufmerksam machte und schon eine gefühlte Ewigkeit am Planken war, beschloss sie vom Boot abzuspringen und landete platschend im Wasser, doch hielt sich wacker, wie ein MonChiChi (Wer kennt die süßen Dinger noch?) weiter an der Reling fest! Unser Fahrer steuerte natürlich sofort gegen, während der Guide sie von der Reling aus festhielt und es gelang uns eine schnelle Rettung. Bis auf einen blauen Fleck und einer komplett nassen Hose, ist sie aber mit einem Schrecken davon gekommen und hat für einige mega Lacher auf unserer Seite gesorgt - Natürlich erst nachdem wir wussten, dass es ihr gut geht! Sie trug es mit Gelassenheit, genoss die Kühle der nassen Hose, die rasch trocknete und klopfte den Dreck ab :)
    Entschädigt wurden wir dann mit einem abschließenden Besuch auf einer Plantage, wo wir sämtliche Früchte probieren konnten und brachen den Heimweg durch winzige Kanäle an. Da wir viel zu viele schöne Bilder gemacht haben, habe ich ein paar in einem kurzen Video zusammengeschnitten 🎞️🎥

    Die Video Musik ist von: http://www.bensound.com
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  • Day178

    Das Leben als Vietcong - Cu Chi Ben Duoc

    February 27 in Vietnam ⋅ ☀️ 33 °C

    Wenn man Vietnam besucht sollte man sich natürlich auch mit der Vergangenheit des Landes beschäftigen und diese ist maßgeblich geprägt durch den Vietnamkrieg oder wie er hier genannt wird, den amerikanischen Krieg. Beim Besuch des Kriegsreste Museums bekommen wir einen ersten Eindruck, was hier passierte:
    Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg hatte Frankreich nichts besseres zu tun, als seine ehemalige Kolonie Indochina (Vietnam+Laos+Kambodscha) zurück zu erobern. Verständlicherweise wollten die Vietnamesen ihre gerade gewonnene Unabhängigkeit nicht aufgeben und leisteten Widerstand. Da Vietnam ebenso wie heute ein kommunistische Staat war, dauerte es nicht lange und die guten Amerikaner saßen mit im Boot - Die sich dem Kampf gegen den Kommunismus auf die Fahne geschrieben hatten. Während diese anfangs noch das südvietnamesiche Regime unterstützen, war auch diese Beziehung nicht von langer Dauer und  der ganze Konflikt artete in einem sinnlosen Krieg aus, der nur weiter geführt wurde, weil sich keiner eingestehen konnte, dass der Krieg von vornherein sinnlos war! Doch obwohl die  Widerstandskämpfer Vietnams - Der Vietcong - waffentechnisch den Amerikanern weitaus unterlegen waren, nutzen sie den Schutz des Dschungels zu ihrem Vorteil und führten kleine Angriffe aus dem Hinterhalt durch! So entstand z. B. das über 250km lange Tunnelsystem, von dem wir heute in Cu Chi - Ben Duoc einen kleinen Teil besuchten. Die Tunnel dort wurden leicht erweitert, um sie auch für normale Touristen zugänglich zu machen. Ich würde, aber trotzdem Niemandem empfehlen der Platzangst hat - Mama hat sich auch nur mit den Eingängen begnügt! Die Tunnel waren auf bis zu drei Ebenen zu finden und es gab Schulen, Aufenthaltsräume, Küchen und Krankenhäuser, die perfekt in den Dschungel integriert und unauffindbar waren für den Feind. Der Vietcong konnte quasi überall auftauchen und schnell wieder ungesehen verschwinden. In ihrer Verzweiflung vor diesem unsichtbaren Feind griffen die USA zu unmenschlichen Mitteln. Große Teile Vietnams wurden Flächendeckend von B52-Bombern bombardiert, die bis zu 30 Tonnen Bomben auf einmal abwarfen - Das ist wie Kamelle werfen an Karneval und ein wirklich unvorstellbares Bild! Dazu kam der Einsatz von Napalm und was am schlimmsten war, die Verwendung von "Agent Orange". Diese Chemikalie diente der Entlaubung der Wälder und führt noch heute, zwei Generationen später dazu, dass schwer fehlgebildete Kinder zur Welt gebracht werden. Doch da die Chemikalie nicht zum direkten Tod des Feindes führt, galt der Einsatz von "Agent Orange" nicht als chemische Kriegführung. Diese verzweifelten Maßnahmen führten dazu, dass ca. 3 Millionen Vietnamesen in diesem Krieg ihr Leben ließen, wovon jedoch 2 Millionen Zivilisten waren. Und wofür? Teilweise wurden unwichtige Hügel wochenlang umkämpft, welche dann Namen, wie Hamburger-Hill bekamen und wegen ihrer Unbedeutsamkeit kurze Zeit später wieder aufgegeben wurden...
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