October 2015
  • Day5

    Der erste faule Tag

    October 12, 2015 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    Zuerst muss ich mal zurückrudern. Der Tempel den wir an Tag 3 angeschaut haben, ist nicht nur ein Tempel. Das ist der Tempel vom Ubud Palace. In den richtigen Palast konnten wir nicht rein. Sieht nach momentan geschlossen aus. Da laufen auch viele Bauarbeiter rum.
    Was den Markt angeht, auch da habe ich euch fehlinformiert. Der Markt sind nicht die kleinen Boutiquen (die ich vorgestern erwähnt habe), sondern ein eigener Markt mit Ständen. Ähnlich wie die tschechischen Märkte. Ich hab den Eingang in die Gasse vor lauter Fahrzeugen nicht gesehen.

    Nach dem Frühstück waren wir erstmal faulenzen. Aber so gegen ca. 10:30 Uhr sind wir dann dochmal runter in die Stadt. Da hab ich ja auch endlich den Eingang zum Markt gesehen. Den wollen wir aber erst übermorgen anschauen. Bei der Runde ist uns heute auch aufgefallen, das der Tempel von vorgestern, der Palasttempel ist :).

    Schräg gegenüber vom Palast ist ein kleiner Laden mit 2 großen Fischbassins....Fischpediküre! Wir haben sie uns gegönnt. Es kitzelt immer noch!!! Danach sind wir zum Ibu Oka um Babi Guling zu essen. Gede hat uns das gestern empfohlen. Laut diverser Internetforen gehört es beim Baliurlaub einfach dazu ,mal Babi Guling gegessen zu haben. Babi Guling ist schlichtweg zartes weiches Spanferkel. Dazu gibts ne scharfe Soße und Reis. Ich fands schon gut, aber ich esse auch gerne mal etwas schärfer. Danach sind wir wieder zurück...faulenzen.
    Wir müssen ja eine Straße bergauf laufen und es war heute wieder richtig warm. Als wir oben am Homestay waren, dachte ich...ich explodiere gleich vor Hitze. Ich bin mit Klamotten in den Pool gesprungen...herrliche Abkühlung obwohl das Wasser im Pool auch warm ist.

    Heute kommt die Kulturinfo:

    Die Balinesen sind sehr spirituell und religiös. Die Menschen hier leben ihre Religion. Unser Reiseleiter hat uns die Religion hier etwas erläutert.
    Es handelt sich hier hauptsächlich um Hinduisten. Es gibt hier nur einen Gott mit dem für Westler eher unaussprechlichen Namen Sanghyang Widhi. Er hat drei Manifestationen. Brahma, dessen Element Feuer und Tiergestalt eine Gans ist. Vishnu, dessen Element Wasser und Tiergestalt ein Adler ist und Shiva, deren Element Luft und Tiergestalt eine weiße Kuh ist. Deshalb werden auf Bali Gänse, Adler und Kühe als heilig angesehen und nicht gegessen. Kommen alle drei zusammen (Dreifaltigkeit kennt man ja auch aus anderen Religionen) entsteht aus den Abkürzungen der Namen in der balinesischen Sprache das Mantra "ohm". Das wiederum kennen wir ja aus Meditationen, auch wenn wir nicht alle meditieren :).

    Wir hatten ja schon, das jedes Dorf mindestens drei Tempel hat. Es können auch mehr sein, aber mindestens immer drei. Einer ist Brahma geweiht, einer Vishnu und einer Shiva. Shiva hat den Totentempel unter sich. Wenn eine Frau ihre Tage hat, ist sie "unrein" und darf nicht in den Tempel. Es gibt auch keine festen "Gottesdienste" wie bei uns immer Sonntags, sondern die "Gottesdienste" legt der balinesische Mondkalender fest. Der Hinduismus stammt ja ursprünglich aus Indien. Bali hat ihn noch balinesisch modifiziert, könnte man sagen. Dafür haben die Balinesen auch einiges vom Ursprung Indien übernommen. Es gibt hier auch ein Kastensystem, aber ich glaub nur in religiöser Hinsicht. Der Hauptpriester ist immer aus der oberen Kaste und muss sich gut mit den Symbolen und Opfergaben auskennen. Hauptpriester kann aber auch eine Frau sein. Normale Priester können übrigens auch weiblich sein, wie das dann ist wenn sich der Mondkalender mit der Unreinheit beißt, weiss ich aber nicht. Priester sind hier auch verheiratet, sie wohnen nicht im Tempel sondern irgendwo in der Nähe. Es gibt einen Priester pro Tempel, das heißt pro Dorf/Stadt gibt es mindestens 3 Priester. Die Opfergaben hier machen meist die Frauen, Zitat Gede: Männer haben zu sehr Wurstfinger (dabei hat er sich ausgeschüttet vor lachen).

    Unrein ist eine Familie auch, wenn jemand in dem Haushalt stirbt. Die Familienmitglieder dürfen deshalb einige Zeit nicht in den Tempel um zu beten, abgesehen vom Totentempel. Jedes Haus hat einen Altar oder eigenen Tempel. Die meisten Familien beten dann dort. Für die Verstorbenen gibt es eine Verbrennungszeremonie. Das ist recht teuer, deshalb werden die Toten einbalsamiert (Hitzeproblem) und zu Hause gelassen. Wenn es gut geht, ist die Zeitspanne zwischen Tot und Verbrennung zwei Wochen. Wenn nicht genug Geld da ist werden die Toten beerdigt (kein Grabstein) und wenn genug Geld dann da ist, werden die Toten wieder ausgegraben und verbrannt. Für arme Menschen gibt es auch eine Massenverbrennung. Die Asche der Toten (auch bei Massenverbrennungen wird auf sortieren geachtet, damit man die Asche zuordnen kann). Beim verbrennen wird eine Art Scheiterhaufen errichtet und oben darauf wird die Leiche abgelegt mit einem weißen Tuch über den Körper. Das Tuch verbrennt allerdings schnell und man kann die Leiche sehen. Die Asche wir dann im Meer verstreut. Wieder zurück gegeben...im Christentum Asche zu Asche und Staub zu Staub, bei den Balinesen zurück ins Wasser. Es hat auch was mit den drei Manifestationen zu tun..Brahma Wasser (Meer), Vishnu Feuer (Verbrennen), Shiva Luft (die zum verbrennen benötigt wird).

    Bei den Reisfeldern steht auch ein Altar, aus Beton oder Bambus. Er ist der Reisgöttin Dewi Sri gewidmet. Die Bauern beten dort nach dem balinesischen Mondkalender, bei der Saat und der Feldarbeit und geben Opfergaben. Mehr gibts zu Dewi Sri eigentlich nicht zu sagen, bzw Gede hat uns nichts weiter zu ihr erklärt. :).
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  • Day4

    Erster Ausflug mit dem Reiseleiter

    October 11, 2015 in Indonesia ⋅ ⛅ 27 °C

    Es ist 19:29 Uhr Ortszeit und 30 Grad.
    Frühstück hatten wir heute um 8:00 Uhr. Der Orangensaft ist lecker! :)
    Um 8:30 Uhr kam Gede, unser deutschsprachiger balinesischer Reiseleiter. Auf dem Besichtigungsplan für heute stand:
    - Tanah Lot (Tempel im Meer)
    - Einheimischenmarkt
    - Schmetterlingspark
    - Reisterrassen von Jatiluih (Weltnaturerbe seit 2012, das Weltnaturerbe bezieht sich auf die Bewässerungsgenossenschaft der Reisfeldterrassen siehe Wikipedia)
    - Kaffee-, Kakao-, Nelken-, Kokosnussplantage
    - Tempel Taman Ayun

    Gede kann sehr gut deutsch. Manche Wörter spricht er zwar so aus, das man den Sinn überlegen muss, aber er spricht ein gutes verständliches deutsch.
    Zuerst sind wir zum Tempel Tanah Lot gefahren. Massenhaft Touristen dort, hauptsächlich Chinesen. Aber auch andere Nationalitäten. So hat uns ein Mann angesprochen, ob er sich mit uns fotografieren lassen kann. Wir haben zugestimmt, er hat uns dann gesagt das er aus Java kommt und sich sehr bedankt. Ich selbst kenne das ja noch von meinem Chinaurlaub. Auf dem Rückweg vom Tempel haben wir ihn wieder gesehen...da posierte er mit einer anderen westlichen Touristin für ein Foto. Vielleicht hat er eine Wette laufen, wieviele weibliche westliche Touristinnen sich mit ihm fotografieren lassen. :)

    Das bei Tanah Lot massenhaft Touristen sind, hat einen Grund. Mitten auf einem Felsen vor der Küste steht dieser Tempel. Man kommt nur bei Ebbe über ca. 50 Meter nasse rutschige Steine dorthin. Rein architektonisch sind balinesische Tempel für meinen Geschmack sehr ansprechend. Das ganze hat einfach Flair. Dort ist die Felseninsel mit Tanah Lot und rechts davon sind 2 vorgelagerte Klippen...sieht aus wie 2 Felseninseln mit natürlicher Brücke...sie sind ca. genauso hoch wie die Klippe der Küste. Auf der größten ist der Tempel. Zwischen den 2 anderen Felseninseln muss zumindest eine Sandbank oder ein Riff sein, denn dort waren 2 Surfer unterwegs. Keine Ahnung wie die da runtergekommen sind, ich habe keinen Zugang von der Klippe nach unten gesehen. Unten an der Klippe war noch ein schwarzer Sandstrand. Mal abgesehen von den Touristenmassen war es einfach ein toller Anblick.

    Im Anschluss sind wir zum Einheimischenmarkt gefahren. Dort shoppen die Balinesen. Wir waren die einzigen Westler auf dem Markt. Es waren Einheimischenpreise, keine Touristenpreise. Selbst wenn wir einen Touriaufschlag gezahlt haben, war es immer noch billiger als in Ubud auf dem Markt wo mehr Touristen als Einheimische sind.
    Gede hat uns einiges erklärt: Kurkuma gezeigt (sieht aus wie Ingwer in Kleinformat, das "Fleisch" ist aber eher orangefarben), Palmzucker probieren lassen, (sehr süß, sehr lecker, sehr starker Eigengeschmack, im Kaffee z.B. würde der Eigengeschmack den Kaffee fast übertünchen), eine Schlangenhautfrucht für uns geschält (schmeckt ein wenig wie Apfel, hat aber die Konsistenz von weichen Pekanüssen), balinesische Süßigkeiten vorgestellt, rote und grüne Chilischoten und Macadamianüsse, sowie Yak-Früchte gezeigt. Balinesen sind Hindus. Sie leben ihre Religion im Alltag. Sie beten 3x am Tag, zumindest die meisten und geben mit ihren Gebeten zusammen eine Opfergabe. Wer die Opfergaben nicht selbst machen kann oder will, kann diese auf dem Markt auch schon fertig kaufen. Wie die gemacht werden und welche Materialien verwendet werden hat uns Gede auf dem Markt anschaulich erklärt. Die Opfergaben leuchten einfach bunt und sehen meiner Meinung nach auch richtig super aus. Zusammen mit den Opfergaben werden auch Räucherstäbchen angezündet, an dem Stand waren wir dann auch und haben uns durch die Räucherstäbchen durchgeschnuppert. Am Ende haben wir noch 2 große Tüten Kautabak gesehen und sind dann weiter zum Schmetterlingspark.

    Auf den Schmetterlingspark trifft "klein aber fein" zu. Klein aber ettliche Schmetterlinge, ein wunderbarer Garten, ein Kokoonhäuschen in denen die Schmetterlinge ihren Nachwuchs ablegen und auch ein paar Käfer, Tarninsekten (Blatt, Ast, Stamm-Tarnungen) und zwei Gottesanbeterinnen mit Eiern im Käfig und Überresten des Ehemannes am Boden dieses Käfigs. Schmetterlinge zu fotografieren ist nicht leicht! Ich hab ein paar flatternde türkisfarbene erwischt, einige am Netz dass das Dach des Parks darstellt und einen auf einem Bananenblatt. Aber die Blumen, die Farben leuchten total. Eine Orchidee, die sich am Stamm eines Baumes auf ca. Gesichtshöhe angesiedelt hat. Ein paar Hibiskus und massenhaft Seerosen. Es hat einfach gefallen!

    Die nächste Station waren die Reisterrassen. Ich hab massenhaft Bilder gemacht. Ein Motiv schöner als das andere. Reis darf nicht im stehenden Wasser sein, sondern das Wasser muss immer fließen. Man findet im Wasser dort Schlangen und Ratten, wobei da die Schlangen die guten sind, weil sie die Ratten fressen. Es gibt gelegentlich auch mal eine grüne Mamba oder eine Speikobra. Was die Feldarbeit angeht, bei den Terrassen geht alles per Hand und Kuh. Der Pflug wird von der Kuh gezogen, da es eigentlich kaum geeignete Zugmaschinen für die Terrassen gibt. Yamaha hat aber mittlerweile einige Minitraktoren produziert. Das Problem dabei sind die Terrassen, das Teil darf nicht zu breit sein, aber muss auch wendig genug sein um die Terrassen zu bestellen. Im Prinzip gibts nicht soviel zu den Reisterrassen zu sagen...der Anblick reicht aber auch aus.

    Danach gings zur Kaffee-, Kakao-, Nelken- und Kokosnussplantage. Dort zeigten sie uns erstmal die Katzen, die für Kopi Luwak verantwortlich sind. Kopi Luwak ist der Katzenkackekaffee. Es gibt eine Katzenart, die Früchte isst. Unter anderem auch die Kaffeefrüchte. Das Fruchtfleisch verdaut sie ganz normal, die Bohnen da drin scheidet sie unverdaut wieder aus. Dadurch kommt aber ein Enzym auf die Kaffeebohne, welches den Geschmack verändert. Diese Bohnen werden gesammelt, gereinigt und geröstet. Anschließend gemahlen und wie ganz normaler Kaffee aufgebrüht. Aber er schmeckt etwas anders. Und er ist sackrisch teuer. Und auf dieser Kaffeeplantage ist er zu haben!!! Außerdem produzieren sie auf der Plantage auch löslichen Tee, z.B. Ingwertee, Safrantee, Mangohauttee und eben auch Kakao und Kaffeemischungen, die kein Katzenkackekaffee sind. Außerdem gibt es dort Gewürze. Vanille nutzt Bäume als Kletterrankenhilfe, Zimt haben sie dort auch, Muskatnuss, Safran und Kurkuma. Der Shop hat eine riesige Auswahl an Gewürzen und löslichen Tee's und Kaffee's. 300g Katzenkackekaffee haben dort ca. 35 Euro gekostet...und nein, ich habe wirklich keinen gekauft.

    Als letztes waren wir noch im Taman Ayun Tempel, er gilt als einer der schönsten Tempel Balis. Ob er einer der schönsten ist, kann ich nicht beurteilen. Schön ist er aber wirklich. Wunderbare Grünanlagen und auch etliche Gebäude mit 11stufigen Dächern. Viele blühende Bäume und eine Art Tempelgraben. Zumindest kann ich euch dadurch heute Bilder von einem gespaltenen Tor und 11stufigen Dächern schicken.

    Heute gibts mal nur Infos zu den Sehenswürdigkeiten. Ich habe Gede genug ausgequetscht um morgen etwas über die Balinesische Kultur zu schreiben. Da schauen wir wenig an, weil wir einen faulen machen wollen.
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  • Day3

    Akklimatisierung und erste Erkundung in

    October 10, 2015 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    ... Ubud.

    Es ist warm. Ortszeit ist hier 22:18 Uhr und wir haben noch 29 Grad.
    Wir sind es langsam angegangen. Erstmal Frühstück auf der Terrasse um 9 Uhr. Es gab Ananaspfannkuchen und Toast mit Marmelade. Der Kaffee war Pulver in die Tasse und heisses Wasser darübergießen. Wobei Kaffee im Ausland (außer Österreich) meistens gewöhnungsbedürftig ist. Wir haben morgen für Tee bestellt :).
    Der Pfannkuchen war bombastisch lecker, Sandra fand ihn gut...als Saft haben wir Mangosaft bestellt. Vorteil: frisch gepresst und lecker - Nachteil: unverdünnt und dick. Morgen nehmen wir Orangensaft.

    Danach habe ich mich mal hingesetzt und meinen 2-Tagesbericht von der Anreise ins Tablet gehackt. Sandra hats danach "zensiert". :) Gegen Mittag sind wir los Ubud erkunden. Wir brauchen zur Hauptstraße, an der auch der Markt ist ca. 5 Min. Die Straße geht leicht bergab, was wegwärts ja auch ganz nett ist. Der Rückweg ist da anstrengender. :)

    Der Markt in Ubud sind lauter kleine Geschäfte...sofern ich nichts falsch verstehe. Ähnlich wie eine Fußgängerzone in Deutschland, aber mit Autos und Rollern. Wie in Asien üblich muss der Fußgänger aufpassen und sprinten...sonst Matsch! Erster Kauf waren Briefmarken. Ich glaube ich kriege von Sandra eine Postkarte ;).
    Zweiter Halt war ein Spa. Durch das lange und viele sitzen im Flugzeug mit der mangelnden Bewegung und der Hitze hier habe ich etwas dickere Beine bekommen und vor allem hat dann irgendwann mein Rücken geächzt. Deshalb bin ich gleich ins Spa gesprungen und hab mir eine Massage gegönnt. Die traditionelle balinesische Massage die ich bekommen habe war super! Erst gabs ein Fußbad, danach die Massage. Das coole war: die Spa-Mitarbeiterin hat mich erstmal langgedrückt. Das bedeutet, ich lag auf dem Bauch und sie hat eine Hand auf die Schulter, die andere auf die untere Hüfte und mit vollem Körpergewicht runter gedrückt. Sie hat mich quasi auseinander gefalten. :) Das gleiche hat sie noch mit einer Hand an der Hüfte und die andere am Knöchel gemacht. Es hat regelrecht gekracht und geknackt. Dann wurden zuerst die Beine mit den Füßen massiert und das ging dann hoch bis Rücken und Nacken. An manchen Stellen leicht schmerzhaft aber im großen und ganzen toll. Die Frau hat mich so dermaßen entspannt, das ich vor lauter Wackelmuskeln fast nicht mehr von der Massageliege hochkam. Sie hat mir beim aufstehen tatsächlich geholfen. :)

    Im Anschluss haben wir Geld geholt und was gegessen. Danach waren wir in einem Tempel. Man erkennt einen Tempel daran, dass er ummauert ist und noch oben offene Areale haben. Der Himmel gilt als Dach. Sein Eingang bildet meist ein gespaltenes Tor, das von Dämonen bewacht wird. (Ich habe kein gespaltenes Tor fotografiert...noch nicht. Kommt morgen!) Das Tempelinnere besteht aus 3 Höfen, von denen der dritte und heiligste den Bergen zugewandt ist. Hier finden sich die heiligen Schreine mit bis zu elfstufigen Dächern (Elfstufige Dächer hab ich auch noch nicht fotografiert...kommt auch morgen). Jedes Dorf hat 3 Tempel. Den Ursprungstempel (Brahma gewidmet), der Dorftempel steht unter dem Schutz von Vishnu und ist Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Am seltensten wird der dritte Tempel, der Totentempel, aufgesucht welcher Shiva geweiht ist. (Tempelinformationen sind aus dem Marco Polo Reiseführer Bali).

    Nachdem es sooooooo warm ist hier, sind wir dann wieder zu unserem Homestay...den erwähnten Berg hoch....und das ganze zieht sich noch. Ist zwar gut für Oberschenkeltraining und knackige Hintern, aber bei der Hitze verdammt anstrengend und schweisstreibend. Im Homestay haben wir uns in die Badeklamotten geworfen und sind in der Homestayeigenen Pool gesprungen (siehe Bild von gestern). Wunderbare Abkühlung!!!

    Um 19:30 Uhr sind wir zu eine Tanzvorführung Kecak Fire an Trance Dance. Getanzt wurde ein Teil der Geschichte von Ramayana (eine Zusammenfassung könnt ihr bei Wikipedia nachlesen). Die alten Ideen sind immer die besten. Ein wenig erinnert mich die Geschichte von Ramayana an Odysseus, Troja und auch Hamlet. Ich glaube in jeder Kultur gibt es so einen Epos. :)
    Die Karten haben wir von unserem Gastgeber bekommen. Pro Kopf 75.000 IDR, was ca. 5 Euro entspricht. Er erklärte uns, dass er und sein Vater da mittanzen. Außerdem würde der Erlöß der Gemeinschaft der Straße und Parallelstraße zugute kommen. Laut dem Flyer sind das 140 Familien und alle Erwachsenen der 140 Familien sind in der ein oder anderen Weise in der Tanzgruppe involviert. Ich kann nur sagen geil. Super. Hypnotischer männlicher Gesang, der kanonartig war. Nix Playback! Tolle Kostüme, tolles Flair und ein Feuertänzer! Der Mann hat barfuß Feuer auseinandergetreten, Kostüm war eine Art gebogenes Steckenpferd. Mit einfachen Mitteln wahnsinnig gute Aufführung. Ich bin begeistert. Die 5 Euro waren sinnvoll investiert.

    Nach der Aufführung sind wir essen gegangen...der verdammte Fluch der Tomaten! Ich hab sie zwar noch im Essen entdeckt, aber trotzdem Bauchweh. :(((
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  • Day1

    Von München nach Denpasar

    October 8, 2015 in Indonesia ⋅ ⛅ 26 °C

    Es war ein hartes Jahr, das Jahr 2015. Erst stirbt im März meine Oma, 2 Wochen später bringt sich eine Freundin um. Hinweg bin ich über beides noch nicht so ganz. Da tut der Urlaub auf der Insel der Götter vermutlich ganz gut zum Ausgleich, zur Erholung, zum abschalten und damit klar kommen. Außerdem war ich seit 13 Monaten (letztes Jahr September China) nicht mehr richtig im Urlaub. Ich bin schlicht und einfach völlig alle!

    Wie jede Nacht bevor ich in Urlaub fahre, schlafe ich schlichtweg schlecht und unruhig. Mir geht immer durch den Kopf ob ich tatsächlich alles eingepackt habe. Wie sich mittlerweile rausgestellt hat...nein, ich habe natürlich NICHT alles eingepackt. Na ja...ist halt nunmal so und was fehlt lässt sich auch auf Bali kaufen.

    Los gefahren bin ich um kurz vor 6 und habe als erstes Sandra in Coburg abgeholt. Danach sind wir recht entspannt (nicht "nur" Bleifuß) nach München gefahren. Den Parkplatz den ich gebucht habe, haben wir sogar auch gleich auf Anhieb gefunden.
    Von München los geflogen sind wir um 12:10 Uhr. Wir waren sogar pünktlich. Fluglinie gebucht haben wir Etihad. Arabische Fluglinien haben durchaus was für sich. Jeder Sitz hatte eine Decke und ein Nackenkissen. Wein gabs bei der Stewardess übrigends auch (obwohl arabische Fluglinie)...kostenfrei...soll Air Berlin sich davon mal ne Scheibe abschneiden!!! Die Sitze waren wie bei jedem anderen Flugzeug das Langstrecke fliegt durchaus nah zusammen, aber da man am Sitz unten keine Fußstütze hatte, konnte Frau die Beine richtig gut ausstrecken. Zum Essen im Flugzeug gabs Vorspeise, Nachspeise und 3 Hauptgerichte zur Auswahl. Ich hab natürlich lecker arabisch genommen! :)
    Um 20:15 Uhr Ortszeit sind wir pünktlich in Abu Dhabi gelandet. Laut Flugplan hatten wir 6 Stunden und 20 Minuten Aufenthalt. Die wollten wir natürlich nutzen. Geplant war: Scheich-Zayed-Moschee anschauen, da die bis 22 Uhr offen hat und anschließend lecker arabisch essen gehen mit danach was trinken gehen in einer Rooftop Bar...wie das mit den Plänen halt immer so ist: die klappen nicht!

    Da wir wegen des leckeren Essens im Flieger (für Flugzeugessen war es echt lecker, erstaunlich!) keinen Hunger hatten wollten wir das essen gehen auslassen. Zuerst sind wir zur Moschee gefahren. Sie ist laut Reiseführer die größte Moschee der Vereinigten Arabischen Emirate und und hat einen handgeknüpften Teppich der 5627 Quadratmeter groß ist und weil das noch nicht genug ist, ist da drin noch der größte Kronleuchter der Welt...der in München gebaut wurde mit massenhaft Swarovski Kristallen. Das alles wollten wir sehen....beim wollen ist es auch geblieben. Nachdem unser junger indischer betrügerischer Taxifahrer...er hat zumindest versucht uns über den Tisch zu ziehen und uns nur 10 AED zu wenig raus gegeben...uns dort abgesetzt hat, kamen wir nicht rein! Ein Soldat am Eingang für Frauen hat uns gesagt, das die Moschee bereits geschlossen ist. Das war um 21 Uhr. Der zweite Taxifahrer (älter, indisch, nicht betrügerisch, sondern nett und hilfreich) hat uns dann erklärt, dass ein Minister in der Moschee zu Besuch ist und sie deshalb schon geschlossen sei. Also schauen wir uns das nächste Mal in Abu Dhabi die Moschee an. Was ich sagen kann: sie ist weiss, riesig und nachts blau beleuchtet!

    Unser netter 2ter Taxifahrer hat uns dann in eine Mall gefahren. In den Arabischen Ländern sind ja massenhaft Malls und die finden die scheinbar auch ganz toll. Ich steh halt einfach nicht auf Malls. Das zumindest ist mir spätestens seid Abu Dhabi wirklich klar! Vorteil: die hatten einen Starbucks und einen Body Shop da drinnen. Im Starbucks wurde Sandra von ein paar jungen arabischen Mädels angesprochen, ob sie Lehrerin ist. :) Scheinbar sieht sie wie eine arabische Lehrerin aus. Wir finden das recht witzig. Womit ich noch klar kommen muss ist: ich bin der besser englisch sprechende Teil unserer Urlaubsreise. Das ist neu für mich. Blöd ist, das wir Englisch beruflich nicht brauchen und deshalb nicht so geübt sind. Gut ist, das mein Englisch besser ist, als ich immer behaupte. Schwierig ist, das die arabischen und indischen Akzente teilweise echt schwer zu verstehen sind. Weiterflug war laut Plan um 2:35 Uhr. Nach der Mall sind wir mit dem dritten Taxifahrer, wieder Inder aber sehr still, zurück zum Flughafen. Dort haben wir uns das Ticket für den 3. Flug ausstellen lassen. Wir sind ja mit 2 Zwischenstopps geflogen. Beim Online check in bekam ich nur die Tickets für München - Abu Dhabi und Abu Dhabi - Kuala Lumpur. Als ich in München wegen dem 3. Ticket Kuala Lumpur - Denpasar nachfragte, sagten sie mir, dass frühestens 24 Std. vorher das Ticket ausgestellt werden kann und wir in Abu Dhabi bzw. Kuala Lumpur das Ticket bekommen. Also sind wir am Flughafen Abu Dhabi erstmal zum Check in und haben uns das Ticket Kuala Lumpur - Denpasar ausstellen lassen....was gut war. Denn: unser Anschlussflug hatte Verspätung. Statt um 2:35 Uhr wurde Verspätung auf 3:05 Uhr angezeigt, da unser Flugzeug von Kathmandu aus verspätet in Abu Dhabi ankam. Tatsächlich sind wir um 3:35 Uhr los geflogen. Wieder großes Lob an die arabischen Fluglinien. Es gab ein Übernachtflug-Kit. Da waren Socken, Zahnbürste, Zahnpasta, Ohrenstöpsel und eine Schlafmaske drin. Außerdem war auf jedem Sitz wieder ein Nackenkissen und eine Decke. Übrigends die Kopfhörer für Film und Radio waren kostenlos.

    Aufenthalt in Kuala Lumpur waren 1,5 Stunden laut Reiseplan. Also wurde es knapp. Gut das wir schon die Tickets hatten. In Kuala Lumpur sind wir um 15 Uhr gelandet. 15:20 Uhr sollte der Weiterflug gehen. Die haben schon auf uns gewartet und uns direkt durchgeschleust zum anderen Flugsteig. Mit erneuter Sicherheitskontrolle. Wie sich dann rausgestellt hat, waren ca. 20 Leute in unserem Flugzeug, die auch nach Bali wollten. Gebucht war wieder Etihad, bekommen haben wir Malaysia Airlines. Ok...Malaysia fliegt wirklich sehr viele Flüge und nicht jedes verschwindet oder wird abgeschossen. Aber durch 2 krasse Vorfälle kurz hintereinander, hab zumindest ich ein leicht mulmiges Gefühl. Lustigerweise will ich ja was von der Welt sehen, fliege aber eigentlich nicht gern. Angst hab ich nicht, aber ich flieg halt nicht gern. Kurz und knapp in Kuala Lumpur sind wir um 15:35 Uhr losgeflogen und sogar pünktlich um 18:20 Uhr Ortszeit in Denpasar gelandet. Die Verspätung konnten sie aufholen. Unser Gepäck hats auch von München nach Denpasar geschafft, die ATMs funktionieren und wir haben unser Geld aus dem ATM ziehen können. Taxi am Flughafen für Ubud gebucht und um 21 Uhr Ortszeit waren wir dann an unserer Unterkunft. Eingecheckt, ausgepackt, frisch gemacht, essen gegangen, zurück ins Homestay (kein Hotel, sonderen Homestay) und pennen gegangen. Ohne Autofahrt zum Flughafen waren wir 1 Tag und 3 Stunden unterwegs. In der Zeit voraus zu Deutschland sind wir 6 Stunden. Es war zwar eine lange Reise, aber verkraftbar. Der Vorteil am Umsteigen ist, das man sich mal bewegen kann. Gefühlt ist der Unterschied zwischen Direktflug und Gabelflug für mich selbst nicht sehr groß.

    Sandra bekommt den täglichen Bericht zum lesen, was bedeutet: Zensur :) und weniger Rechtschreibfehler. Kommasetzung bitte ignorieren.
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