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  • Day8

    Connemara

    August 18, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 16 °C

    Die nächste Linkskurve führte uns über den Sky Road Loop auf eine kleine Landzunge hinaus. Sich an der Küste entlang schlängelnd, verläuft diese auf einen Hügel zum Sky Road View Point. Hier legten wir eine kurze Pause ein, um unsere richtig gesunden Snack-Packs zu plündern und die atemberaubende Aussicht auf die Inseln, den Ozean und die irischen Wiesen zu genießen.

    Im Anschluss stand noch ein Spaziergang zum Clifden Castle auf der Agenda. Das Herrenhaus im Stil einer mittelalterlichen Burg wurde zwar erst 1818 erbaut, ist aber heutzutage aufgrund sehr unfähiger Mieter eine verfallene Ruine, überwuchert mit Gestrüpp und Dornenbüschen. Ein Schloss wie für Dornröschen gemacht.

    Am späten Nachmittag erreichten wir unser gemütliches Beach Cottage im kleinen Fischerort Cleggan. Nachdem wir den wunderschönen 1,5 Meter hohen, glitzernd leuchtenden Deko-Eiffelturm bewundert hatten, beschlossen wir in Clifden noch etwas essen zu gehen und das für Irland typische "Irish Stew", einen Kartoffel-Lammeintopf zu probieren.
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  • Day8

    Connemara

    August 18, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 15 °C

    Mit Galway im Rückspiegel machten wir uns weiter auf den Weg nach Connemara. Schon Oscar Wilde hat diese Gegend als "a savage beauty", eine wilde Schönheit, bezeichnet. Mit seinen Mooren, rauen Heidelandschaften, abgelegenen Inseln und Meeresausläufern ließe sich das nicht treffender beschreiben. Die ganze Landschaft unterscheidet sich vor allem von der Natur im Gebiet Cork mittlerweile schon merklich. Vielleicht liegt es auch daran, dass man hier einfach weniger Kühe und Schafe zu Gesicht bekommt.

    Ein Highlight der Route war der Trá an Dóilín, auf langweiliges Englisch übersetzt "Coral Beach". Dieser Strand ist etwas ganz Besonderes! Und das bei gutem sowie bei schlechtem Wetter, denn wie sein Name schon vermuten lässt, besteht der Strand nicht aus normalem Sand. Doch wer jetzt an Korallen denkt, ist hier ebenfalls auf dem Holzweg, denn der grobe "Coral Sand" setzt sich hauptsächlich aus angespülten Muscheln, Schneckenhäuschen und mineralischen Ablagerungen von Rotalgen, genannt Maërl zusammen. Wenn man nicht auf die eigenen Schritte achtet, kann es durchaus passieren, dass man auf eine kleine gestrandete Qualle tritt.
    Spannend war hier wieder die Tatsache, dass auch an Tagen mit 15 °C Außentemperatur die Iren (und auch manche irren Touristen) im kristallklaren Wasser fröhlich herum planschten.

    Immer weiter dem Wild Atlantic Way folgend, durchstreiften wir Connemaras Heide- und Moorlandschaft mit Blick auf die Berg- oder wohl eher Hügelkulisse. Links und rechts der schmalen Straße türmen sich fein säuberlich aufgeschichtete Torfstücke. Hier in dieser Einsamkeit wird traditionell der Torf noch oft von Hand gestochen.
    Dass hier vor ca. 100 Jahren, in einer Gegend namens Derrigimlagh, zwei wichtige Ereignisse stattgefunden haben, kann man sich fast nicht vorstellen. 1907 wurde hier mitten im Moor eine Funkstation eröffnet, über die Nachrichten aus London und Dublin über den Atlantik gefunkt wurden. Immerhin leitete dies das nicht so unwichtige Zeitalter der Kommunikation ein. Außerdem landete hier 1919, wenn auch auf abenteuerliche Weise, der allererste Nonstop-Flug über den Atlantik, ein Meilenstein der Fluggeschichte.

    Die Region ist nicht nur bekannt für seinen Torf, sondern auch für geräucherten Lachs. Das fällt auch Unwissenden spätestens dann auf, wenn ihnen der unverfehlbare Räuchergeruch des Connemara Smokehouse in Ballyconneely in die Nase steigt.
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  • Day7

    The Latin Quarter

    August 17, 2019 in Ireland ⋅ ☀️ 15 °C

    Abends wagten wir uns trotzdem nochmal vor die Türe und spazierten bei sehr stürmischem Wind durch den South Park (Oh ja es gibt einen South Park in Galway :-D) und genehmigten uns bei live Musik ein Murphy's Irish Stout in der 1520 Bar im bunten Latin Quarter von Galway.
    In den Straßen dieses Viertels ist Musik sowieso allgegenwärtig, denn alle paar Meter kann man sehr talentierten Künstlern und ihren Instrumenten zuhören, wodurch das sympathische Galway andere Städte Irlands in Sachen Atmosphäre, Quirligkeit und irischem Lebensgefühl um Längen übertrifft. Auf jeden Fall eines der Highlights unserer Reise!
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  • Day7

    Sonne, Regen & Galway

    August 17, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 15 °C

    Die Urlaubs-Halbzeit verbrachten wir in Galway. Nach dem Frühstück in unserer Unterkunft erkundeten wir erst den Galway Market auf der Church Street der immer samstags hier stattfindet. Hier werden hauptsächlich Lebensmittel und alle möglichen leckeren Speisen verkauft. Im 5 Minuten Takt wechselte das Wetter zwischen Sonne und Regen und unser treuer Begleiter war wie immer der Wind.

    Unser Spaziergang durch die Stadt führte uns über die hübsche Salmon Weir Bridge zur Galway Cathedral, in der gerade eine Hochzeit stattfand und vorbei an der NUI Galway, der National University of Ireland. Im Latin Quarter suchten wir uns ein nettes Café und schauten dem Regen und der Sonne beim Wechselspiel zu.
    Zufälligerweise fand heute außerdem die Galway Pride Parade statt, wodurch uns alle paar Meter eine Gruppe sehr bunt angezogener Menschen entgegenkam.

    Nachdem am Nachmittag der nächste Platzregen unsere Shoppingtour durch die bunten Häuserstraßen unterbrach, beschlossen wir, auf dem Markt etwas fürs Abendessen zu kaufen und es uns fürs Erste bei diesem Hundewetter im Appartement gemütlich zu machen.
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  • Day6

    County Clare

    August 16, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 17 °C

    Zur Feier des Tages (Sandras Geburtstag) frühstücken wir in einer kleinen Bäckerei in der Nähe ein paar Scones mit Butter & Jam und dann gings wieder "on the road".

    County Clare hat neben den Cliffs of Moher, die wir ja gestern schon bewundern durften, noch einiges mehr zu bieten. Da wäre die R477, eine Küstenstraße (oder eher Panoramastraße), die einen wunderschönen Ausblick auf den Ozean, auf diverse Klippen (wer hätte es gedacht) und das Burren bietet.

    Das Burren, was übersetzt sehr passend so viel wie "steiniger Ort" heißt, ist eine Karstlandschaft, die sich über 15 km weit erstreckt. Der Mittelpunkt dieser, von Kalkstein gesäumten Landschaft, ist die Corcomroe Abbey, einem abgelegenen, verfallenen Kloster aus dem 12. Jahrhundert. Heute ist das Gebiet ein Nationalpark.
    Interessante Info am Rande: Der berühmte Autor J. R. R. Tolkien besuchte mehrmals den Burren-Nationalpark und könnte dort seine Inspiration für die Landschaft von Mittelerde gefunden haben. Was durchaus nachvollziehbar ist, wenn man zwischen diesen einsamen Steinhügeln herumwandert. Es gibt im Burren eine Höhle, die Gollum aus "Der Herr der Ringe", als Namenspate gedient haben könnte: die Pol na Gollum. Und wer weiß, vielleicht liegt dort auch irgendwo ein Ring herum.

    Inmitten des Gesteins befindet sich der Poulnabrone-Dolmen. Dieser Portal Tomb wurde in der Jungsteinzeit ca. 3800 und 3200 v. Chr. erbaut. Und obwohl die Steine an sich nicht so wirklich monumental wirkten, ist es doch wirklich beeindruckend, wie es die Menschen damals geschafft haben, diese riesigen Steinbrocken aufeinander zu stapeln.

    Am späteren Nachmittag erreichten wir dann die einzige Großstadt am Wild Atlantic Way: Galway! Kunterbunt, lebendig und voller Musik. Nach so vielen mehr oder weniger menschenleeren Landschaften wieder eine echte Abwechslung.
    Den Abend verbrachten wir mit einem gemütlichem Stadtrundgang. Wir bewunderten die bunten Häuser und Pubs, hörten den Straßenmusikern zu und gingen zur anscheinend besten Pizzeria in Galway, den Dough Bros!

    Abends vertrieben wir uns die Zeit damit, eine lichterloh brennende und laut "Happy Birthday" singende Monsterblume wieder zum Schweigen zu bringen. Zum Glück blieben zumindest die Rauchmelder in unserem Airbnb davon unbeeindruckt.
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  • Day5

    Der Tag der Klippen

    August 15, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 16 °C

    Auch die Kilkee Cliffs, zu denen wir eigentlich unterwegs waren, boten einen außergewöhnlichen Ausblick.
    So nebenbei ein kleiner Tipp, wie man schnell zu einer Gänsehaut kommt: In Irland ist das Gras an manchen Stellen ziemlich "soft". Wenn man sich auf diesem flauschigen, grünen Teppich ca. zwei Meter vom steilen Abhang entfernt bewegt, kann das ziemlich aufregend und gleichzeitig auch extrem gruselig sein. Unbedingt Sicherheitsabstand einhalten und ausprobieren!

    Anschließend legten wir einen kurzen Stopp in unserem Last-Minute gebuchten Hotel ein, welches auf Booking.com sehr selbstbewusst als "modern" beschrieben wurde. Naja, modern ist wohl was anderes, aber dafür gehören die Zimmer zu einem Pub - passt!
    Gegen Abend nutzten wir noch das Wetter aus und begaben uns zur absoluten Touristenattraktion Irlands: Den Cliffs of Moher! Kurz und knapp: Die Klippen sind mit ihren am höchsten Punkt 214 Metern zwar sehr beeindruckend, aber auch sehr touristisch aufbereitet und voller Menschen.

    Am Abend setzten wir uns in Cogan's Bar, dem Nachbarn unseres "Übernachtungs-Pubs", in dem wir neben dem unerwartet leckeren Abendessen, auch noch Lollis und ein paar weise Worte vom Barkeeper geschenkt bekamen.

    Alles in allem ein sehr gelungener Tag!
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  • Day5

    Der Tag der Klippen

    August 15, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 17 °C

    An diesem Morgen machten wir uns ausnahmsweise (fast) planlos auf den Weg. Nur eines war auf jeden Fall klar, und das war die Richtung. Diese führte uns weiter auf dem Wild Atlantic Way in Richtung Norden!

    Die Küste und den Ozean im Augenwinkel, führte uns die Straße an Wiesen, Steinmauern und Ruinen vorbei. Oft blieben wir einfach stehen, um das wilde Meer und die grüne Landschaft (und die vielen Steine :-) zu bewundern. An den Bromore Cliffs verkam uns sogar ein Troll, der zum Glück aber gerade sein Tages-Nickerchen hielt.

    Nach der Überfahrt mit der Autofähre von Tarbert nach Killimer bzw. von County Kerry nach Clare überraschte uns Irland wiedermal mit einer unglaublich schönen Klippenlandschaft auf dem Loop Head Drive.
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  • Day4

    Dingle Peninsula

    August 14, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem Restaurant bei den ... man möchte fast sagen "Hinterwäldlern" ;-) und einem schnellen Einkauf im Lidl (Waaaah an Lidl in Irland!) führte uns die Route über den höchsten Pass Irlands, dem Connor Pass, bei dem man einen schönen Blick nach Norden in Richtung Brandon Bay und dem Mount Brandon hat. Der Nebel veränderte heute aber leider minütlich die Sicht auf das Tal und gab nur manchmal einen weiten Blick in die darunterliegenden Täler preis.

    Unser nächstes Hotel war in Tralee, einer recht modernen Stadt und die Hauptstadt von County Kerry. Hier findet jährlich der "Puck Fair" statt, bei dem eine wilde Ziege eingefangen und von einem Schulmädchen, der "Queen of Puck" zum König gekrönt wird. Krönen heißt hier übrigens tatsächlich, dass dem Bock eine Krone aufgesetzt wird! Das Festival geht drei Tage, dann wird der amtierende König wieder in die Freiheit entlassen und regiert Tralee bis zu seiner Abdankung von seinem Landsitz aus. Natürlich war dieses Spektakel vom 10. bis zum 12. August. Also gerade verpasst - sehr schade!

    Zum Ausklang setzten wir uns noch ins Kirby's Brogue Inn, tranken ein wohlverdientes Guinness und genossen einen richtig irischen Abend mit Bar Food und Live Musik im Pub!
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  • Day4

    Dingle Peninsula

    August 14, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 16 °C

    Nach einem leckeren, selbstgemachten Pfannkuchen-Frühstück mit Homemade Three Fruits Marmelade aus Kerry machten wir uns auf den Weg, die Halbinsel Dingle zu erkunden. Der Start erwies sich allerdings als ein bisschen schwierig. Einerseits ließen wir uns vom dicken Max ablenken, dem Katerchen, der es sich jeden Morgen auf unserer Fensterbank gemütlich machte, und andererseits wurden wir von den zwei (etwas aufdringlichen) Hunden unserer Gastgeber aufgehalten. Denn einer davon sprang immer wild mit dem Schwanz wedelnd vor unser Auto, wenn wir den Motor starteten. Schlussendlich war die Lösung folgende: Stöckchen weiiiiiiit wegwerfen und ins Auto springen. Als letztes sahen wir die zwei nur noch im Rückspiegel: Hundeblick, zerbrochenes Stöckchen im Maul und (wahrscheinlich) auch mit zerbrochenem Herzen.

    Achso ja, weiter mit unserem Tagesplan: Dingle Peninsula. Die Halbinsel zeichnet sich durch seine Sandstrände und zerklüftete Felsen aus und gilt offiziell als Hochburg der irischen Sprache und Kultur. In vielen Dörfern wird noch Irisch-Gälisch als Hauptsprache gesprochen und geschrieben.
    Das erste Ziel war der Shea Head Drive, auf dem der westlichste Punkt der Halbinsel liegt: der Dunmore Head. Ganz am Ende davon hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die Devil Horns, die spitzen Felsen, welche dort steil aus dem Wasser ragen. Auf dem Weg sahen wir auch immer wieder Bienenkorbhütten (irisch: clocháin), die manche vielleicht aus "Star Wars" kennen. An vielen Orten in Dingle wurden Szenen für die berühmte Filmreihe gedreht, hauptsächlich für den Teil "Der letzte Jedi".
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  • Day3

    The Ring of Kerry

    August 13, 2019 in Ireland ⋅ ☁️ 16 °C

    Unser dritter Halt am Ring of Kerry waren die Klippen von Kerry mit ihren sehr beeindruckenden 300 Metern Höhe. Die Szenerie war atemberaubend schön und der dichte Nebel über den Hängen spektakulär! Die Fotos sprechen für sich - es war wirklich einzigartig!

    In einem kleinen, augenscheinlich menschenleeren Ort namens Sneem fanden wir ein Pub, das sich für unser Abendessen anbot. Das D O'Shea überraschte mit einer gemütlichen Einrichtung und vor allem jeder Menge Menschen. Das typisch irische Essen - was so viel bedeutete wie unzählige Varianten an Kartoffeln mit Fisch oder Fleisch - war ausgezeichnet!

    Der Rückweg zu unserem AirBnB führte uns durch das Gap of Dunloe und über die Wishing Bridge. Dieser kleine Umweg hatte sich definitiv gelohnt, die hügelige Heidelandschaft kann man wirklich nur als märchenhaft beschreiben. Kleine Steinbrücken über Flüsse, Wasserfälle, alte Bäume und Farne. Wenn in Irland irgendwo Kobolde, Elfen und Feen wohnen, dann hier!
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