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  • Day3

    The Ring of Kerry

    August 13, 2019 in Ireland ⋅ ☁️ 16 °C

    Den heutigen Tag verbrachten wir auf dem Ring of Kerry, einer Panoramaküstenstraße um die Iveragh-Halbinsel im Südwesten von Kerry. Die 179 km lange Rundstrecke führt über teils sehr enge, hügelige Straßen, durch zerklüftete und grüne Küstenabschnitte und fast menschenleere Küstenorte. Die Sonne zeigte sich an diesem Tag nur auf dem zweiminütigen Fußmarsch von unserem Airbnb zum Auto. Doch es gibt bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Wobei uns tatsächlich auch einige Menschen mit Sommerkleidung und/oder Flip-Flops entgegengekommen sind. Die Devise war hier wohl: weniger Kleidung trocknet auch schneller wieder.

    Unser erster Stopp war Rossbeigh Beach, ein langer Sandstrand mit sehr vielen Dünen und einem sehr interessanten Schiffswrack. Zumindest nahmen wir an, dass es interessant war, gefunden haben wir es nur nie. Hinter jeder Sanddüne tauchte nämlich immer wieder eine neue Sanddüne auf, die der ersten verdächtig ähnlich sah. Neben einem wundervollen Blick auf die Halbinsel Dingle, den Meer, den Muscheln und Algen, waren auch die Menschen in Badebekleidung, die bei 15 °C und sehr steifer Brise im Meer herumplätscherten, eine echte Sehenswürdigkeit. Naja, es war doch schließlich irgendwie Hochsommer!

    Eine kurze Autofahrt später erreichten wir ein Gebiet mit zwei Stone Forts. Die Ringforts Cahergal und Leacanabuaile stammen aus der Eisenzeit und wurden im Jahr 600 erbaut. Die eigentliche Attraktion war aber ein rüstiger Schafhirte, der uns ein Jungtier in die Hand drückte, irgendetwas nuschelte, Küsse verteilte und dafür dann Trinkgeld erwartete. Egal - ein Babyschaf! Der kleine Schafbock sah zwar genauso grantig aus wie alle anderen Schafe, die uns bis jetzt über den Weg gelaufen sind. Was bis hierher schon viele waren. Sehr viele.
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  • Day2

    County Kerry

    August 12, 2019 in Ireland ⋅ ☀️ 14 °C

    Nach dem Essen in Skibbereen machten wir noch einen kleinen Streifzug durch den hiesigen Supermarkt, dem SuperValu, um noch rasch unser Frühstück für morgen einzukaufen. Dann führte uns der Weg über Berg und Tal, durch Tunnel, Scha(r)f rechts und links quer durch County Cork nach Kerry! Interessant ist, dass auch auf schmalen, steil bergab führenden Landstraßen meist 80 km/h Geschwindigkeitsbegrenzung gilt. Wir passierten den Gebirgspass Moll's Gap und fuhren durch den Killarney National Park, bei dem uns am Ladies Point eine großartige Aussicht auf den Park und ein sehr gelassenes Reh erwartete. Und ja, es ist lebendig und es geht ihm gut! ;-)

    Da uns unser Navi erst durch einen Fluss schicken wollte, erreichten wir unser idyllisches AirBnB, ein sehr abgelegenes Farmhouse, recht spät. Umgeben von Kühen, einem nicht-prasselnden Elektro-Kamin, Heizdecken und selbstgebackenem Bananenkuchen der Gastgeberin ließen wir den Tag bei einer Tasse Tee ausklingen.
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  • Day2

    Skibbereen

    August 12, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 18 °C

    Um ca. 14 Uhr verließen wir Baltimore, immer noch voller Euphorie aufgrund des genialen Wetters, der Wale und der Delfine, machten zuvor aber noch einen kurzen Abstecher zum "The Beacon", einem sehr markanten Aussichtspunkt auf den dortigen Klippen. Der Baltimore Beacon ist ein weiß gestrichener Signalturm, der den Weg in den Baltimore Harbour kennzeichnet. Hier entdeckten wir auch unseren ersten irischen Geocache!

    In Skibbereen (übersetzt: "kleiner Bootshafen"), der inoffiziellen Hauptstadt von West Cork, aßen wir Thailändisch und Italienisch in einem Restaurant namens "The Church". Und wer hätte es erraten - das Gebäude ist tatsächlich eine umgestaltete alte Kirche. Die Sitzbänke waren aus alten Beichtstühlen gefertigt und die Buntglasfenster gaben dem Raum ein ganz eigenes Flair.
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  • Day2

    Whale Watching West Cork

    August 12, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 14 °C

    Nach einem genialen Frühstück in unserem B&B, bei dem wir zum ersten Mal Irish Brown Soda Bread probierten und Sandra von unserer Gastgeberin den besten Pancake aller Zeiten bekommen hatte, ging es Richtung Baltimore Harbour zu Nic, unserem Guide beim Whale Watching in West Cork! Nic ist Zoologe und nimmt während der Touren genug Rücksicht auf alle Tiere, um sie nicht in ihrem natürlichen Lebensraum zu stören.

    Am Hafen angekommen, teilte man uns mit, dass sich ein Seil im Propeller unseres Bootes verfangen hatte und wir uns vorerst einmal die Zeit mit einer Tasse Kaffee vertreiben sollen. Eine Stunde später ging es dann zur allgemeinen Erleichterung doch endlich los und wir gingen an Bord der "Liscannor Star", mit der wir auf der Suche nach Walen und Delfinen weit auf den Atlantik hinausfuhren.

    Nach ca. einer halben Stunde in Richtung offenes Meer, begrüßte uns als erstes eine neugierige Robbe, die unser Boot kritisch beäugte. Wenig später tauchte neben uns plötzlich eine ganze Delfinschule auf! Die Short-Beaked Common Dolphins (Gemeine Delfine) sprangen direkt neben unserem Boot her, spielten und begleiteten uns dann auf unserer ganzen 4-stündigen Tour.

    Etwas später teilte uns unser Guide mit, dass auf dem Radar etwas ungewöhnliches zu sehen ist und tatsächlich sahen wir zwei Finnwale, die gerade dabei waren, ihr Mittagessen zu verspeisen. Die riesigen Säuger werden bis zu 70 Tonnen schwer und 24 Meter lang. Als kleiner Vergleich: unser Boot hatte "nur" 10 Meter.
    Zum Abschied winkte uns einer der Wale mit seiner Seitenflosse zu und streckte sogar kurz den Kopf heraus. Es war ein wirklich außergewöhnliches Erlebnis diesen Giganten so nah zu sein!

    Übrigens: Sandra hat sich an diesem Tag sogar schon einen Sonnenbrand geholt. Und das am zweiten Tag im eigentlich sehr verregneten Irland! Alle Achtung!
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  • Day1

    County Cork

    August 11, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 17 °C

    Der heutige Tag führte uns quer durch County Cork. Vom typisch irischen Wetter begleitet (Wolken, Sonne, Regen, Wind - und das in ständigem Wechsel) starteten wir in Cork, besuchten in Midleton die Jameson Distillery, fuhren anschließend nach Kinsale und schließlich nach Unionhall - und das alles mit unserem Mietauto, einem "spiegelverkehrten" Opel Astra. Folgendes, was das Autofahren in Irland betrifft:
    Linksverkehr? Okay, immer den Autos nachfahren - geht schon. Dem Linkskommenden Vorrang geben? Funktioniert schon mal. In einen Kreisverkehr ein- und ausfahren? Ähm ... Ja sobald sich Google Maps umgewöhnt hat, geht auch das. Die Iren scheinen es übrigens zu lieben, Kreisverkehre und Mauern zu bauen. Von denen gibt es hier nämlich tatsächlich Unmengen. Aber mit der linken Hand schalten? DAS muss man jedes Mal, wenn man sich hinters Lenkrad setzt, neu lernen. Und das auch noch auf die harte Tour. Man schlägt sich nämlich jedes Mal mit dem Unterarm an der Fahrertür rechts an, wenn man auf der falschen Seite zu schalten versucht.

    Zu Mittag machten wir es uns in einem Bistro in Kinsale, einer kleinen idyllischen Hafenstadt bequem. Leider ist der süße Ort von Touristen überschwemmt. Ein älteres Pärchen, das sich mit einer Eistüte in der Hand im Auto Operngesang anhörte, schien das aber überhaupt nicht zu stören. Die Einheimischen erkennt man auch ziemlich gut: Kurze Hose, Top oder sogar barfuß in einem Sommerkleidchen, während wir Mitteleuropäer mit unseren Fleece- und/oder Wind- & Regenjacken durch die Sträßchen flanieren.

    Weiter Richtung Unionhall waren wir das erste Mal ein Stück auf dem Wild Atlantic Way unterwegs. In der Unterkunft angekommen, war schon mal niemand da. Vorab hatte sich die nette Dame vom Shearwater B&B schon telefonisch entschuldigt, sie müsse noch "shoppen" gehen. Als Entschuldigung gab es dann in dem schnuckeligen, alt-kitschig eingerichteten B&B Kaffee, Tee und Kuchen zum 5-Uhr-Tee. Unter alten schnörkeligen Milchkännchen, die von der Decke hingen und einer traumhaften Aussicht auf den Atlantik konnte man sich so richtig wohlfühlen. Die Gastgeberin war supernett und erzählte uns sogar eine Geschichte über ihren Vater, der mit 102 Jahren leider zu lange darauf gewartet hatte, den Whiskey aufzumachen, den er mit 95 bekommen hatte und für eine 'Special Occasion' aufheben wollte. Den Whisky servierte man dann bei seiner Beisetzung.

    Am Abend machten wir einen kurzen Rundgang durch den Ort und genehmigten uns noch einen Drink in der Dintys Bar. Ach ja, und nicht zu vergessen ist Mama, die von der ganzen Blumenpracht immer wieder aufs Neue begeistert war. Es wächst wirklich alles auf dieser Insel. Von riesigen Büschen blauer Hortensien, Fuchsien, Montbretien bis hin zu Palmen.
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  • Day1

    Jameson Distillery

    August 11, 2019 in Ireland ⋅ ☁️ 15 °C

    First things first: Einen Besuch in der Jameson Distillery in Midleton inklusive Whiskey Tasting. Leider öffnete die Distillery aber erst um 10 Uhr und wir mussten noch ein paar Minuten damit verbringen, nervige Touristen zu spielen und vor dem Eingang ungeduldig auf den Einlass zu warten.
    Während der Tour in dem 200 Jahre alten Gebäude (in dem übrigens nur mehr eine aktive Micro Distillery steht, welche zu Versuchszwecken ein Fass pro Tag produziert - die restliche Produktion wurde in die Fabrik nebenan verlegt), lernten wir den Unterschied zwischen schottischem, irischem und amerikanischem Whisk(e)y, anhand sehr anschaulicher und mehr oder weniger schmackhafter Beispiele, bestehend aus je 3 cl. Außerdem durften wir in einem Lagerraum den "Angels Share" einatmen - jener Teil des Whiskeys, der mit der Zeit durch die Holzfässer verdunstet. Dieser beträgt nach 18 Jahren immerhin 45 % des ganzen Fasses. Fun Fact: Die Oak Barrels der Jameson Distillery werden gebraucht aus Kentucky und Spanien importiert. Zuvor wurde darin Bourbon bzw. Sherry gelagert, was den Fässern einen charakteristischen Geschmack verleiht, der sich bei der dreijährigen Lagerung auf den Whiskey überträgt. Danach werden die Fässer weiter nach Kuba verschifft, um Rum darin zu lagern.

    Whisky oder Whiskey? Die Iren und Amerikaner schreiben ihn mit "e", die Schotten und Kanadier nicht. Das Wort hat sowohl schottische, als auch irisch-gälische Wurzeln. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts gab es auch nur den Whisky, bis sich die irischen Brennereien von der schottischen Konkurrenz unterscheiden wollten und ihre Produkte fortan Whiskey nannten. Und übrigens: Worm Tubs haben nichts mit Würmern zu tun.
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  • Day1

    Dia duit Éire!

    August 11, 2019 in Austria ⋅ ⛅ 17 °C

    Um 6:35 Uhr ging's endlich los! Wir waren bereit, den Hochsommer für zwei Wochen hinter uns zu lassen und die grüne Küstenlandschaft von Irland mit all ihren Klippen, Ruinen, Steinmauern, Schafen, Regenwolken und Leprechauns zu erkunden.
    Unser Flugzeug hob planmäßig vom Flughafen Zürich ab und landete mit einberechneter Zeitverschiebung von einer Stunde um 7:55 Uhr in Cork, Irland. Ausgerüstet mit Trekking-Schuhen und Regenjacken starteten wir den Wild Atlantic Way an der schönen Südostküste der Insel.

    Unsere Reise führt uns die nächsten 14 Tage entlang des Atlantiks bis nach Nordirland, bevor uns der Rückflug am 25. August 2019 vom Dublin Airport wieder zurück in die Heimat bringt. Die Route ist grob abgesteckt, ein Großteil der Unterkünfte bereits gebucht und das Mietauto steht startklar am Flughafen zur Abholung bereit!

    Und ach ja: "Dia duit Éire!" ist irisch und bedeutet "Hallo Irland!"
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    Jasmin Holzmann

    Viel Spaß! ✈️ Sollte ich wirklich nichts mehr von dir hören, starte ich einen Rettungseinsatz 😉😘

    8/11/19Reply
     

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