• Great Ocean Road 1.1.26

    January 1 in Australia ⋅ ⛅ 16 °C

    Nach einer kurzen Silvesternacht holten wir heute Morgen gegen 9 Uhr unseren Mietwagen am Flughafen ab. Kaum war das erledigt, ging es auch schon los Richtung Süden. Über Ballarat und die Straßen B160, C171 und C164 fuhren wir zur berühmten Great Ocean Road bei Peterborough. Die Strecke war mit rund 315 Kilometern zwar lang, bot aber bereits unterwegs erste schöne Eindrücke der abwechslungsreichen Landschaft Victorias.

    Unser Ziel war der Bay of Islands Coastal Park, ein weniger bekannter, aber umso beeindruckenderer Küsten-Nationalpark westlich der bekannten Twelve Apostles. Der Park schützt eine wilde, weitgehend unberührte Küstenlinie mit steilen Klippen, einsamen Stränden, Dünen und spektakulären Felsformationen. Anders als an den touristischen Hotspots ist es hier deutlich ruhiger, sodass man die Natur und die kraftvolle Brandung in fast ursprünglicher Atmosphäre genießen kann. Uns erwarteten traumhafte Buchten, bizarre Kalksteinfelsen und ein ständig wechselndes Farbspiel zwischen Meer, Himmel und Felsen.

    Ein besonderes Highlight entlang der Strecke war die London Bridge (heute offiziell London Arch). Diese markante Felsformation war ursprünglich ein Doppelbogen, der an die berühmte Brücke in London erinnerte. 1990 stürzte der vordere Teil unerwartet ein, während sich noch zwei Besucher darauf befanden – sie wurden glücklicherweise später per Hubschrauber gerettet. Heute steht nur noch ein einzelner imposanter Felsbogen im Meer, der dennoch ein eindrucksvolles Beispiel für die ständige Veränderung dieser Küstenlandschaft durch Wind und Wellen ist.

    Das Wetter blieb den ganzen Tag über trocken, allerdings war es für australischen Hochsommer überraschend kühl: gerade einmal etwa 18 Grad, dazu ein kräftiger, kalter Wind vom Meer. Gegen 17 Uhr erreichten wir schließlich unsere Unterkunft in Port Campbell, wo wir den ereignisreichen Tag entspannt ausklingen ließen und die Eindrücke der Great Ocean Road Revue passieren ließen.
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