Fraser Island
January 14 in Australia ⋅ 🌬 26 °C
Der Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Pünktlich um 07:05 Uhr wurden wir mit dem Bus vom Hotel abgeholt, um zu einem Daytrip nach Fraser Island aufzubrechen. Die Insel ist die größte Sandinsel der Welt, steht auf der UNESCO-Welterbeliste und ist 124 km² groß. In der Sprache der Ureinwohner heißt sie K’gari, was „Paradies“ bedeutet.
Nach der Überfahrt mit der Fähre begann die Erkundung der Insel mit einem Offroadbus. Der erste Stopp führte uns zum Lake McKenzie, einem Süßwassersee mit leuchtend blauem Wasser und einem weißen, feinsandigen Strand. Viele junge Leute nutzten die angenehme Wassertemperatur von etwa 28 Grad zum Baden.
Weiter ging es zur Central Station. Von dort aus führte uns ein Spaziergang durch den Regenwald über einen Boardwalk, der entlang eines kleinen Baches führte. Besonders auffällig war eine Grünpflanze, die an den Bäumen wächst und bei uns als beliebte Topfpflanze bekannt ist – die Monstera.
Mittagessen mit Buffet gab es im K’gari Beach Resort. Anschließend ging es mit dem Bus direkt am Strand entlang, der hier gleichzeitig als Straße dient, zum berühmten Schiffswrack Maheno. In der Umgebung streiften mehrere Dingos umher. Zudem landete eine kleine Cessna am Strand und startete kurze Zeit später wieder – cool.
Ein etwa 40 cm tiefer Bach, der durch den Mangrovenwald fließt und nahe dem Strand eine Schleife landeinwärts zieht war unser nächster Halt, Eli Creek. Neben dem Bach befindet sich ein rund 200 Meter langer Boardwalk mit einer Treppe, die weiter oben in den Creek führt. Von dort lassen sich die Badegäste mit Schwimmreifen oder Luftmatratzen gemütlich bis zum Strand treiben. Allerdings war das Wasser mit einer Temperatur von circa 20° relativ frisch.
Der letzte Stopp bot noch einmal eine kurze Pause für ein Eis oder einen Kaffee im K’gari Beach Resort. Der Busfahrer spritzte in der Zeit den Bus rasch ab, um das Salz von der Strandfahrt zu entfernen und füllte die Reifen wieder auf. Am Strand wird mit reduziertem Druck gefahren. Dann ging es wieder Offroad zurück zur Fähre, die uns in etwa 45 Minuten wieder ans Festland nach Hervey Bay brachte. Das Wetter meinte es den ganzen Tag über gut mit uns – kein Regen, nur Sonnenschein. Wieder ein besonderer Tag, der sicher lange in Erinnerung bleiben wird.
Info zum Wrack…
Die SS Maheno war ein 1905 in Schottland gebauter, großer Passagierdampfer, der zwischen Australien und Neuseeland verkehrte. Während des Ersten Weltkriegs wurde sie für das Rote Kreuz in ein Lazarettschiff umgebaut und half, Verwundete aus dem Gallipoli-Gebiet und später aus Europa zu transportieren. 
1935 war die Maheno am Ende ihrer aktiven Zeit verkauft worden und sollte zum Verschrotten nach Japan geschleppt werden. In einem Zyklon riss die Schleppleine, und das Schiff wurde steuerlos auf die Ostküste der Fraser Island (heute K’gari) gespült, wo es am 9. Juli 1935 strandete. Trotz Versuchen, es wieder flottzumachen, blieb es am Strand liegen und zerfällt dort seit Jahrzehnten als eindrucksvolles Wrack auf dem 75-Mile-Beach. 
Heute ist das rostige Wrack ein bekanntes Fotomotiv und touristischer Anziehungspunkt – ein Zeugnis maritimer Geschichte und Erinnerung an seine Rolle im Ersten Weltkrieg. Read more


























Traveler
unser Offroadbus
TravelerIch hatte schon einen Kommentar geschrieben aber da kam ein Anruf und alles war dahin. Genau diesen Ausflug haben wir auch gemacht. Da kommen schöne Erinnerungen wieder auf. Das Schiff ist natürlich weiter gerostet und auch weiter versunken. Tolle Bilder und Kommentare. Danke für die viele Mühe die du damit hast. Wir freuen uns jeden Tag darüber. Viele Grüße an euch Beiden.