• Whitsunday Island

    January 17 in Australia ⋅ ☁️ 28 °C

    Ziel heute: die legendären Whitsunday Islands, ein Archipel, das wie ein verstreutes Juwelenband im Korallenmeer liegt.
    Drei Fakten, die man über diese Inselwelt kennen sollte:
    - Die Whitsundays bestehen aus 74 Inseln, von denen nur eine Handvoll bewohnt ist.
    - Sie liegen direkt am Great Barrier Reef, dem größten Korallenriff der Erde.
    - Der Sand am berühmten Whitehaven Beach besteht zu 98 % aus Quarz – daher das fast unwirkliche Weiß des Sandes.

    Nach einer kurzen Fahrt zum Hafen erfolgt der Check-in auf den größten Segelkatamaran, der in dieser Region unterwegs ist – ein schwimmender Riese, der dennoch elegant durch die türkisfarbenen Wasser gleitet. Noch vor dem Ablegen erhält jeder Passagier einen Stingersuit. In diesen Gewässern ist das kein modisches Accessoire, sondern Lebensversicherung:
    - Stingeranzug schützt vor den hochgiftigen Tentakeln der Würfelqualle.
    - Essiglösung neutralisiert das Gift auf der Haut.
    - Pinzette dient dazu, Tentakelreste vorsichtig zu entfernen.

    Sobald die Leinen los sind, verwandelt sich das Deck in eine Mischung aus Strandpromenade und Sonnenstudio. Beachdresses, Sonnencreme, Gelächter – Urlaubsstimmung pur.
    Wir sichern uns einen Platz im Trampolinbereich des Katamarans. Unter uns schimmert das Meer in Azur, über uns läuft aus den Lautsprechern mein Lieblingssong Money for Nothing von den Dire Streets. Immer wieder schießen Schnellboote vorbei – vermutlich Wassertaxis nach Hamilton Island. Währenddessen beginnt der Bordservice: heiße und kalte Getränke, frisches Obst, Kekse. Die perfekte Einstimmung auf einen Tag im Paradies.
    Die Szenerie erinnert an frühere Reisen durch die Andamanensee: Inseln wie Perlen an einer Schnur. Doch hier wirken sie sanfter, weniger steil, eher wie kleine Mittelgebirge, die aus dem Wasser wachsen.
    Nach knapp zwei Stunden erreichen wir Whitsunday Island. Der Aufstieg zu mehreren Aussichtspunkten fordert bei tropischer Schwüle seinen Tribut – Wasserflaschen werden zu wertvollen Begleitern. Doch oben angekommen verschlägt es allen die Sprache:
    Eine Bucht wie aus einem Werbeprospekt, Strände in schneeweißem Puder, Wasser in Schattierungen von Türkis bis Smaragd. „Amazing“ ist fast untertrieben.
    Am Strand waten wir durchs seichte Wasser. Kleine Fische huschen um unsere Füße, während wir respektvoll Abstand vom offenen Meer halten – die unsichtbaren Tentakel der Quallen sind Grund genug.

    Nach zwei Stunden bringt uns das Tenderboot zurück an Bord zum Lunch. Es folgte 1 Stunde Schnorcheln. Manuela verweigert den Sprung ins Wasser, trotz Franks Überredungskünsten. Stattdessen bewacht sie die persönlichen Dinge und erklärt sich zum Abend zu einem Besuch des Pools bereit.
    45 Minuten später kehren die Schnorchler zurück – begeistert von vielfarbigen Fischen, farbigen lebenden Korallen und Riesenmuscheln, ca. 25cm breit, mit intensiv blauem Muschelfleisch. Nach einer Dusche mit Süßwasser gibt es ein wohlverdientes Getränk.
    Der Katamaran nimmt Kurs auf Airlie Beach. Die Sonne sinkt, der Wind wird milder, und die Inseln gleiten langsam zurück ins Abendlicht.
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