Great Barrier Riff & Fahrt nach Norden
January 19 in Australia ⋅ ☀️ 34 °C
9:10 Uhr, Abholung zum Flughafen Withsunday. Und siehe da: Der Flug fand statt! Kein Wetterdrama, keine Absage – wir waren fast schon misstrauisch. Im Bus saßen viele junge Leute, offenbar alle mit demselben Plan: einmal über das Great Barrier Reef fliegen und danach Fotos posten. Im Flughafengebäude setzte sich dieses Bild fort. Wir hatten den Eindruck, den Altersdurchschnitt deutlich anzuheben.
Nach einer kurzen Einweisung ging es in eines von mehreren kleinen Flugzeugen, jeweils besetzt mit acht bis neun Passagieren. Der Start war erstaunlich sanft – so sanft, dass man kurz vergaß, dass man sich in einem relativ kleinen Flugzeug befand. Kaum in der Luft, erinnerte uns der Wind daran, dass wir nicht in einer Linienmaschine unterwegs waren. Ein bisschen Geschaukel, nichts Dramatisches. In größerer Höhe wurde es dann wieder ruhig und wir flogen entspannt Richtung Riff.
Die Sicht war eher bescheiden. Bewölkt, diesig, kein Postkartenwetter. Trotzdem: Das Great Barrier Reef von oben zu sehen, selbst unter diesen Bedingungen, war beeindruckend. Die vielen einzelnen Riffstrukturen wirkten wie ein riesiges Puzzle im Meer. Die Landung gestaltete sich etwas wackelig und unruhig, wurde jedoch souverän und professionell durchgeführt.
Danach ging es mit dem Auto weiter Richtung Townsville, unser Sprungbrett nach Magnetic Island. Zuvor wurde noch einmal vollgetankt – eine wichtige Maßnahme, da es auf der Strecke nach Townsville nur etwa alle 100 Kilometer eine Tankstelle gibt. Die Fahrt führte uns an endlosen Zuckerrohrplantagen vorbei, durchzogen von alten Schmalspurgleisen, die noch heute für den Abtransport der Ernte genutzt werden. In den Feldern stand stellenweise noch das Regenwasser der letzten Tage, manchmal waren es kleine Seen.
Die Straße war breit, meist über Kilometer gerade und scheinbar endlos. Kilometer um Kilometer bei konstant 100 km/h – eine echte Herausforderung für die Konzentration und sich einer gewissen Müdigkeit zu wehren.
In Townsville angekommen, erreichten wir das Fährterminal. Da wir noch etwa 90 Minuten Zeit hatten, liefen wir ein wenig durch die Stadt. Der Eindruck war eher ernüchternd: viele leerstehende Geschäfte, Bettler, betrunkene Ureinwohner. Eine Stadt, die ganz offensichtlich schon bessere Tage erlebt hat und im Moment etwas müde wirkt.
Dann endlich die Fähre nach Magnetic Island. Nach dem Check-in war klar: Jetzt hilft nur noch Wasser. Bei 36 Grad Außentemperatur sprangen wir in den Pool, der mit ungefähr 33 Grad eher an eine tropische Badewanne erinnerte als an echte Abkühlung. Aber ganz ehrlich: Mit Palmen, Inselgefühl und dem Wissen, angekommen zu sein, war selbst das perfekt.Read more

























Iris Munske
Hallo Manuela, hallo Frank, das sind ja wieder wunderschöne Bilder, die Ihr mit uns teilt. Genießt weiterhin diese herrlichen Eindrücke und Eure Urlaubstage. Herzliche Grüße von Peter und Iris