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  • Day16

    Mit Auto und Fähre zur Wiege des Fluges

    May 25, 2017 in the United States ⋅ ⛅ 23 °C

    Für heute steht der erste reine Autofahrtag an. Ziel sind ist Kill Devil Hills auf den Outer Banks. Das ist der Ort, an dem die Gebrüder Wright das erste mal mit einem von ihnen gebauten Flugzeug abgehoben sind. Die Winde auf der Insel eignen sich wohl besonders gut dafür. Davon haben wir nun nicht so viel gemerkt, aber ich greife vor.

    Um auf die Outer Banks zu kommen kann man ja eine ganze Weile im Landesinneren nach Norden fahren und dann nach Osten abbiegen und eine Brücke nehmen. Das ist zwar nicht gerade landschaftlich hübsch, aber den Weg schlägt einem das Navi vor. Wenn man ein wenig recherchiert, findet man heraus, dass es von der Halbinsel Cedar Island eine Fähre auf die Insel Ocracoke gibt und man dort am anderen Ende der Insel eine weitere Fähre auf die Hauptinsel der Outer Banks nehmen kann. Die erste Fähre (ca 2h für die Überfahrt) musste man reservieren. So hatten wir einen der ersten festen Termine für diesen Urlaub: 13:00 in Cedar Island um die Fähre zu bekommen.

    Von unserer Unterkunft in Myrtle Beach war es bis dahin etwa 5 Stunden zu fahren. Und so haben wir uns um sieben auf den Weg gemacht um noch Puffer zu haben. Im Hotel hatten wir eine fast komplett ausgerüstete Küche, sodass wir uns noch mit Sandwiches (guuutes amerikanisches Weißbrot mit Schinken oder Marmelade aus der Spritzflasche) eingedeckt haben und losgefahren sind.

    Es gibt zwar Straßen, die direkt am Wasser lang führen, aber da man dort alle 200m an einer Ampel steht, sind wir dann doch über den Interstate gefahren. Der sieht zwar nicht so schön aus (im Grunde wie eine deutsche Autobahn, nur mit 3-8 Fahrstreifen für eine Richtung und einem ca 50m breiten Grünstreifen zwischen den beiden Fahrbahnen).

    Auf der Halbinsel wurde es dann etwas schöner. Kleine Straßen, viel Grün. Am Rand schon einige kleine Wasserbassins, in denen Schilf wächst. Kurz vor der Fähre sind wir dann wieder auf Wohnmobile mit Brötchenholjeeps getroffen 🤦‍♂️.

    Fährüberfahrt war unspektakulär. Es gab Wifi, man konnte sich aufs obere Deck setzen und am Tisch spielen. Draußen war es super windig, da musste ich schon aufpassen, dass der neu erworbene Hut nicht sofort wieder wegfliegt.

    Auf Ocracoke selbst war dann nicht viel zu tun. Von der Fähre runter, 10km geradeaus und auf die nächste Fähre warten. Ich habe mich verzweifelt nach einer Tankstelle umgeschaut, weil ich vermutet habe, dass auf einer Insel, auf die alles per Schiff gebracht werden muss, vielleicht halbwegs europäische Benzinpreise zu finden sind. Leider hab ich keine gesehen.

    Dafür verlief die Straße so zwischen den Dünen, dass man auf der gesamten Fahrt NICHTS vom Meer gesehen hat. Stattdessen war die halbe Straße durch den Wind so sandig, dass wir schon befürchtet haben, gleich über ein von einem deutschen Touristen hingelegtes Handtuch zu fahren.

    Die zweite Überfahrt war nur etwa 45 Minuten lang und so unspektakulär, dass wir nicht mal das Auto verlassen haben.

    In Hatteras angekommen standen dann nur noch ca 2 weitere Stunden im Auto an. Nach einem sehr enttäuschenden Abendessstop bei Wendy's (bei zwei Burgern 3 Sachen zu vermasseln ist schon beeindruckend) und einem Platzregenschauer haben wir dann endlich das Hotel erreicht, in dem wir zwei weitere Nächte bleiben sollten.
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