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  • Day13

    Von Petit Rocher nach Moncton

    September 7, 2019 in Canada ⋅ 🌧 11 °C

    Die zweite Nacht im Auto war viel, viel besser. Die zusätzliche Decke, welche wir für sagenhafte 4 Dollar im Dollarama gekauft haben, hat ihren Zweck erfüllt. Es war die ganze Nacht angenehm warm.
    Als wir dann morgens aufgestanden sind, mussten wir allerdings feststellen, dass die Dame vom Campingplatz recht hatte. Es war sehr stürmisch geworden. Wir hatten gestern Abend unseren Plan schon angepasst und werden wohl erst morgen nach Prince Edward Island fahren. Heute soll es auch den ganzen Tag regnen, daher macht das keinen Sinn. Und da wir eh nächste Woche noch einen Tag nicht verplant hatten, macht es auch nichts aus, wenn wir einen Tag später auf die Insel fahren.
    Also sind wir die Touristenstrasse Richtung Süden gefahren. Die Landschaft ist schon sehr schön, auch wenn es etwa bewölkt war. Die Orte sehen allerdings alle gleich aus und liegen immer an der Straße.
    Da wir viel Zeit hatten, haben wir auch ein bisschen Insel-Hopping gemacht und sind über drei Inseln gefahren. Mittags haben wir dann eine kurze Pause in einem kleinen Restaurant neben einem Leuchtturm gemacht. Mit Blick auf das Meer, wo normalerweise keine Wellen sind. Heute waren allerdings welche da.
    Der Weg weiter nach Moncton wäre bei schönem Wetter bestimmt sehr ansehnlich gewesen. Im Regen sah alles etwas betrübt aus. Und es hat richtig viel geregnet. Und es war windig. Autofahren war teilweise etwas schwierig durch die ganzen Spurrillen, die komplett unter Wasser standen. Aber wir haben es nach Moncton geschafft.
    Der Hurricane bzw. das was von ihm übrig geblieben ist, scheint wohl heute Nacht hier durchzuziehen. Morgen früh soll es dann noch etwas regnen, aber danach soll es besser werden. Schauen wir mal ob wir dann nach Prince Edward Island kommen.
    Für den Abend haben wir uns ein Motel genommen, das macht mehr Sinn als Campingplatz. Direkt gegenüber vom Motel ist eine Mall, wo wir hingegangen sind. Wir sind noch niemals auf so wenigen Metern so extrem nass geworden. Und das zweimal. Der absolute Wahnsinn. Zum Glück ist gegenüber vom Motel auch ein Restaurant. Der Weg dorthin ist kürzer und überdachter. Von daher sind wir auf dem Weg zum Essen nicht so krass nass geworden. Und als wir so gemütlich beim Abendessen saßen, die Kanadierin im Fernsehen gerade die US Open gewonnen hatte, da war auf einmal „zack“ der Strom weg. Nebenan in der Mall die Leuchtreklame war dunkel, die Ampeln waren aus, Im Motel kein Strom. Totalausfall. Der Mann vom Motel meinte, so etwas hätte es noch nie gegeben. Die Bedienung im Restaurant sagt, dass vor 10 Jahren das letzte mal ein Hurricane hierher gezogen wäre. Sieht wohl so aus, als ob wir mal wieder Glück gehabt hätten 🙈🙈🙈
    Und so haben wir den Rest des Abends im dunkeln verbracht...
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