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  • Day19

    Unterwegs in den Süden von Costa Rica

    February 24, 2020 in Costa Rica ⋅ ⛅ 30 °C

    Die zweite Nacht im Wochenendhaus der Freunde war unruhig. Alvin's Freunde reisten am Sonntagabend ab, da sie am Montag arbeiten und die Kinder zur Schule müssen.
    Wir bleiben in dem großen Haus allein zurück.
    Die Tatsache, dass wir uns in einem alarmgesicherten Haus befinden, welches von einer 3 Meter hohen Betonmauer inkl. Stacheldraht, vergitterten Fenstern und 2 Hunden gesichert wird, lässt mich hier eher weniger sicher fühlen. Wer hier Geld hat, lebt offensichtlich nicht ungefährlich und Häuser wie diese wecken Begehrlichkeiten. Bisher habe ich mich, bis auf ein paar Ecken in San Jose, recht sicher überall im Land gefühlt - heute Nacht in diesem rundum gesicherten Haus parodoxerweise nicht. Die Hunde bellen nachts fast ununterbrochen, was mich keine volle Stunde am Stück schlafen lässt und werden erst kurz vorm Sonnenaufgang wieder ruhig.
    Wir reisen etwas gerädert gegen 8.30 Uhr ab.
    Die Fahrt zu unserer letzten Station wird voraussichtlich 3 Stunden dauern.
    Unterwegs halten wir an einer Brücke an, die über einem Fluss verläuft, In dem Krokodile heimisch sind. Die Exemplare, die wir dort sehen, sind schon beachtlich. Eins sticht jedoch mit seiner fast doppelten Größe besonders heraus.
    Je weiter südlicher wir fahren, desto touristischer wird das Bild. Die vielen netten einheimischen Sodas und Obststände, weichen amerikanisch geprägten Restaurants, die uberwiegend Burger, Pizza und andere internationale Standardgerichte anbieten. Wir vermissen hier die Piña- (Ananas) und Pipa(Trinkkokosnuss)-Verkäufer.
    Die Landschaft dagegen wird wieder sehr schön grün und erinnert an afrikanische Savannen. Grünflächen soweit das Auge reicht. Es grasen hier und da ein paar Pferde, aber ansonsten ist das Land unberührt.
    Zwischendurch fallen uns unzählige Palmen auf, die zwar auf den ersten Blick hübsch anzusehen sind, jedoch Plantagen für Palmöl sind. Monokultur auf über 30km, wo früher einmal Regenwald war.
    Die wirtschaftliche Entwicklung in dieser Gegend ist sichtbar. Die Strassen sind neu und teilweise bereits zweispurig und man sieht auch das eine oder andere Unternehmen.
    Die Strände sind im Süden unglaublich schon - weitläufig, breit und bilderbuchartig. Mit den hohen grünen Bergen im Hintergrund sieht das Gesamtbild sehr beeindruckend aus.
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