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  • Day2

    Tag 2 - Abu Dhabi & Reise nach Dubai

    December 27, 2018 in the United Arab Emirates ⋅ ☀️ 24 °C

    Die erste und auch letzte Nacht in Abu Dhabi war ziemlich bescheiden. Trotz großer Müdigkeit konnte ich einfach nicht einschlafen. Das letzte mal schaute ich gegen 2:30 Uhr auf mein Handy, als der Wecker dann um 7:15 Uhr klingelte sagte meine Uhr, dass ich ganze 4:34 Stunden geschlafen habe. Eine super Voraussetzung für einen relativ vollgepackten Tag, da wir im laufe des Nachmittags planten, mit dem Bus nach Dubai zu fahren. Aber dazu später mehr.

    Trotz des Schlafmangels war ich relativ fit, was wohl auch daran lag, dass ich mich extrem auf unseren ersten Ausflug freute. Wenn ich schon in Abu Dhabi bin, muss ich mir auf jeden Fall den Yas Marina Circuit auf Yas Island angucken. Wer damit nichts anzufangen weiß, es ist die Formel 1 Rennstrecke in Abu Dhabi, dort findet jedes Jahr das Saisonfinale statt. Und da ich ein Riesen Formel 1 Fan bin, musste ich mich natürlich auf die Spuren von Sebastian Vettel begeben.
    So haben wir in dem Hotel um 9 Uhr ausgecheckt, die Koffer dort zur Aufbewahrung abgegeben und uns ein Taxi genommen, welches zufälligerweise gerade vor dem Hotel stand. Ziel: Yas Marina Circuit
    An dieser Stelle möchte ich kurz auf die Taxis eingehen. Es ist in Abu Dhabi für Touristen das Fortbewegungsmittel Nr. 1
    Es ist ziemlich günstig, die Fahrer sind sehr freundlich, man hat kostenfreies W-Lan, und sauber sind sie auch.
    Zurück zu dem für mich wohl wichtigsten Ereignis des Tages. Nach gut 30 Minuten kamen wir an der Rennstrecke an und wurden direkt vor dem Gebäude, dem Yas Central, abgesetzt. Nach ein paar Schnappschüssen der Umgebung und dem Dach der Ferrari World, gingen wir hinein und meldeten uns bei unserem Guide an.
    Da noch etwas Zeit bis zum Start war, gingen wir eine Etage rauf, wo wir auf eine Außenterasse konnten und somit einen ersten Blick auf die Rennstrecke bekamen. Ich glaube meine Augen funkelten wie die eines kleinen Kindes. Es war für mich einfach der absolute Wahnsinn, diese Strecke mal in echt zu sehen.
    Nun war es 10 Uhr und wir starteten mit der Tour, welche im Yas Central begann. Denn dort standen einige Autos, mit denen man auch am Yas Drive teilnehmen kann - also selbst fahren. Den Spaß habe ich mir allerdings noch nicht gegönnt. Aber die Betonung liegt auf noch!
    Unser Guide war passenderweise selbst Rennfahrer und auch Instructor für die, die mal selbst fahren möchten. So konnte er uns sehr viele Details zu den einzelnen Autos, Regeln und zur Strecke erzählen. Nachdem wir einige Autos durch hatten, er sich als Aston Martin geoutet hat (da sein Rennwagen einer ist), gingen wir zum Bus, der vor dem Gebäude auf uns wartete.
    Von dort ging es erst einmal nur wenige Meter weiter, mit Sicht auf die Ferrari World, wozu er ein paar Worte verlor. Anschließend stiegen wir aus dem klimatisierten Bus aus und gingen auf die Nordtribüne direkt bei Kurve 7, welche dann auf die längste Gerade aller Formel 1 Rennstrecken führt.
    Dort erzählte er viele interessante Dinge über die Strecke, den Asphalt, die 12 Dieselmotoren, welche die Scheinwerfer versorgen, da die Rennen dort im Hellen beginnen und im Dunklen enden. Es ist unvorstellbar, wie viele Liter Diesel für ein Rennen verbraucht werden, darüber darf man gar nicht weiter nachdenken.
    Nach ein paar Minuten Fotopause ging es anschließend wieder in den Bus, welcher einen kurzen Stop beim Drag Circuit eingelegt hat. Dort werden Meilenrennen gefahren, wo sich jeder für anmelden kann. Weiter ging es zum Fahrerlager, wo es wieder einige sehr interessante Details gab. In Abu Dhabi werden, nicht wie bei fast allen anderen Rennstrecken, keine Team Hospitalitys aufgebaut, sondern der Besitzer der Rennstrecke hat 18 Häuser dort hingestellt, wo jedes Team untergebracht wird.
    Ausserdem bekommen die Mechaniker, welche für die ganze Funktion des Autos, die Boxenstopps etc. verantwortlich sind, eine ganz besondere Beachtung geschenkt. Denn sie rücken bei der ganzen Sache leider viel zu viel in den Hintergrund. Aus diesem Grund darf in Abu Dhabi jeder Mechaniker zwei Leute mitbringen, die auf die Kosten des Veranstalters auf der Rennstrecke untergebracht und verpflegt werden. Diese Geste finde ich einfach unfassbar toll, sodass ich das erwähnen musste.
    Nachdem wir uns ein paar leere Boxen angesehen hatten, die so leer alles andere als spektakulär waren, ging es endlich mit dem Bus auf die Rennstrecke!
    Wir fuhren bei der Start/Ziel-Geraden auf und hielten auch direkt für einen kurzen Fotostop. Anschließend ging es weiter über die Rennstrecke. Da auf dem Südteil der Strecke ein Rennen stattgefunden hat, konnten wir leider nur den Nordteil abfahren, was mich ziemlich geärgert hat. Ich wollte so gerne die ganze Strecke abfahren außerdem wollte ich doch auch unter dem Yas Marina Hotel durchfahren... aber gut, es war leider nicht möglich.
    Nach der etwas enttäuschenden Rundfahrt gingen wir noch in das Gebäude wo die Race Control sitzt, die Driver Briefing stattfinden und wo die Fahrer nachher den Pokal bekommen - auf das Podest. Nachdem wir also erfahren haben, wo der Chef der Rennleitung, Charlie Whiting, sitzt und wir den Driver Briefingroom, der extra zum Abschied von Fernando Alonso umgestaltet wurde, ging es noch kurz auf das Podium. Danach sollte unsere Tour dann auch leider schon zu Ende sein. Auf der Fahrt zurück zum Yas Central wurden uns noch die Parkplätze für die ganzen Formel 1 Fahrer gezeigt. Dort hat wirklich jeder einen eigenen Parkplatz, wo ein Schild mit dem eigenen Namen steht.
    Ich hätte noch Stunden dort bleiben können, da wir aber etwas Programm hatten, nahmen wir uns erneut ein Taxi und machten uns mit diesem auf den Weg zur nächsten Station - die Scheich-Zayid-Moschee.

    Meine Schwester war bereite vor sechs Jahren dort, da ich dieses Bauwerk von Fotos aber auch sehr beeindruckend fand, begaben wir uns dorthin. Da die Emirate ein immer beliebteres Reiseziel werden, wurden dort einige Veränderungen vorgenommen. So kann man nun nicht mehr einfach in die Moschee sondern muss einige hundert Meter vorher in eine unterirdische, trotzdem sehr prunkvolles „Gebäude“. Dort unten waren hunderte (und das ist nicht übertrieben) Menschen, die alle in diese Moschee wollten. Also hieß es fast eine Stunde lang, durch ein Labyrinth von Personenleitsystemen zu laufen. Das gute war, dass man wirklich kaum stand sondern immer in Bewegung war. Hat man diese Schlange hinter sich gelassen, musste man durch eine Sicherheitskontrolle, ähnlich wie am Flughafen. Frauen mussten sich noch eine Art Gewand überziehen und anschließend ging es über Laufbänder weiterhin unterirdisch in Richtung Moschee. Am Tageslicht angekommen, ist der Eindruck von diesem Bauwerk wirklich Wahnsinn. Man kann es kaum mit Worten beschreiben.
    Als wir uns dem Eingangsbereich näherten, mussten wir dann feststellen, dass dort die nächste Warteschlange begann, um in das Innere der Moschee zu gelangen. Da nicht abzusehen war, wie lange das noch dauert, haben wir uns dazu entschieden, die Moschee nur von Außen anzusehen, da wir ja heute noch nach Dubai wollten.
    Also den ganzen Weg unterirdisch wieder zurück und auf in das nächste Taxi!

    Nun hatten wir als Ziel das bekannteste und prachtvollste Hotel in Abu Dhabi. Das Emirates Palace.
    So etwas habe ich zuvor noch nie gesehen. Die Fahrt auf das riesige Gelände und das wirklich große Gebäude war schon eindrucksvoll. Als wir dann aber in der Eingangshalle standen... Gold, soweit das Auge reicht. Persönlich nicht ganz mein Geschmack aber man muss es mal gesehen haben. Neben einem Riesen Weihnachtsbaum und anderen Dingen, die einem einen winterlichen Eindruck vermitteln sollten, machen wir uns nach einem kurzen Einblick wieder raus aus diesem gigantischen Hotel.
    Denn wir hatten beide bisher kaum etwas gegessen und entsprechend mega Kohldampf. Immerhin war es mittlerweile 15:30 Uhr. So liefen wir von dort zur Marina Mall, wo wir uns dann etwas zu Essen holten. Nach einem kurzen Bummel durch die Mall und einem kleinen Einkauf in einem riesigen Supermarkt, nahmen wir wieder ein Taxi. Es ging zurück zu unserem Hotel, das Novel Hotel direkt in der Innenstadt. Dort holten wir nur schnell unsere Koffer und dann ging es auch schon weiter zur Central Bus Station Abu Dhabi. Von dort gelangt man für umgerechnet 6€ mit dem Bus relativ einfach nach Dubai.
    Sowohl meine Schwester als auch ich waren nach diesem Tag, mit immerhin ca. 11 gelaufenen Kilometern bei 25 Grad ziemlich platt, sodass ums bei der knapp zweistündigen Fahrt mehrfach die Augen zugefallen sind.
    An der ersten Haltestelle in Dubai angekommen, stiegen wir auch direkt aus, da diese wiederum nur eine Station mit der Metro von unserem gebuchten Apartment entfernt lag.
    An unserem Apartment angekommen, checkten wir ein, erhielten die Karten für das Apartment und dann kam die große Überraschung.
    Uns war bewusst, dass wir ein Apartment gebucht haben, es war einfach die günstigste Alternative zu den teuren Hotels über Silvester. Dass das Apartment allerdings so riesig ausfällt, das hätten wir nicht gedacht. Ein großes Wohnzimmer mit anschließendem Esszimmer, mit einem kleinen Balkon, einer Riesen Küche, ein großes Bad und ebenfalls ein großes Schlafzimmer erwarteten uns.
    Und so verbrachten wir den Abend zu erst auf der Couch, bevor wir uns dann ins Bett begeben haben.
    Und dort liege ich nun, es ist schon wieder viel zu spät... 00:20 Uhr und morgen wird es sicher auch wieder recht anstrengend. Aber ich muss abends einfach diesen Eintrag schreiben, vorher kann und will ich nicht schlafen.
    Wie ich schon am Tag 1 erwähnte, schreibe ich diesen Blog in erster Linie für mich, weshalb die Erklärung zu dem Ausflug an die Rennstrecke sehr lang geworden ist. Nur sehr wenige wird das vermutlich interessieren. Trotzdem freue ich mich natürlich über jeden, der meine Einträge liest, selbst wenn er ein paar Absätze überspringt.
    Und nun ist es Zeit schlafen zu gehen, der nächste Tag mit vielen neuen Eindrücken ist bereits angebrochen und ich benötige etwas Schlaf, nachdem die letzte Nacht viel zu kurz war.
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