América del sur - Sabbatical I

October - December 2017
October - December 2017
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  • Day64

    Wanderung 1 - Senda Laguna Torre

    December 12, 2017 in Argentina ⋅ ☀️ 25 °C

    Unsere drei vollen Tage hier vor Ort wollen wir ausgiebig nutzen. Der große Vorteil an El Chaltén ist, dass man quasi vom Frühstückstisch aus auf die Wanderwege abbiegen kann. Ein Wanderparadies!
    Das Wetter ist okay heute, die Sonne späht immer wieder durch die Wolken und der angekündigte Regen ist eher ein Witz. Danke Petrus! Die Tage vorher wurde uns noch etwas ganz anderes prophezeit. Aber Wetter ist in diesem Patagonien sowieso ein Kapitel für sich.

    Nach einem knackigen Anstieg am Anfang des Treks, befindet man sich nach kurzer Zeit in einem Tal, welches einen ohne große Anstiege zur Lagune am Fuße der drei großen Berge führt.
    Die Wanderung macht riesen Spaß und so vergehen 3,5 Stunden wie im Flug. Als wir an der Lagune ankommen, haben wir leider keinen wolkenfreien Blick auf die Gipfel, der Ausblick ist aber trotzdem wunderschön. Für uns also Zeit für ein kleines Picknick, bei dem sich auch ein gefiederter Gast zu uns gesellt.

    Nach gut einer Stunde machen wir uns wieder auf den Weg zurück und belohnen uns dann mit einem schönen Burger in der Stadt für unseren 8 Stunden Trip!
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  • Day62

    ElCh Altén

    December 10, 2017 in the United States ⋅ 🌧 1 °C

    Morgens überkommen uns plötzlich Zweifel. Sind 4 Tage in El Chaltén vielleicht zu viel? 🤔 Und ist es da überhaupt schön?
    Na gut. Wir werden es sehen. Nun haben wir und so entschieden. Die Googlebilder lassen wir mal außen vor und lassen uns überraschen.

    Wir haben ein Transfer reserviert, der uns direkt an der Unterkunft abholt. Super komfortable und anfangs sind wir auch die einzigen. Aber uns wird schnell mitgeteilt, dass wir noch umsteigen. Ob die wissen, dass wir Gepäck dabei haben?! 🤔
    Kurze Zeit Gewissheit. Natürlich nicht... Ein wenig tut mir vor allem der Fahrer leid. Kurzzeitig ändert sich seine Gesichtsfarbe, als er unsere großen Rucksäcke sieht. Und so sitzen wir nur einen Tick später in einem engen Transporter mit gratis Ölsardinenfeeling. Aber auch das meistern wir mit Bravour.

    Und dafür werden wir belohnt. Wir fahren knappe 3 Stunden später durch den Eingang des Nationalparks "Los glaciares" in ein wunderschönes Dorf ein. Während der letzten Kilometer sind wir auch schon von ziemlich kompetitiven Emus begleitet worden, die sich doch glatt mit unsrem Transporter messen wollten 🤣.

    El Chaltén hat wirklich unser Herz 😍 im Fluge erobert. Dieses kleine Dorf mit seinen ca. 3000 Einwohnern ist einfach zauberhaft. Und was uns die kommenden Tage erwarten wird, konnten wir nach einer kurzen Wanderung vom Mirador de los Condores bestaunen. Alle Gipfel haben sich in Schale geschmissen und lachen uns bei blauem Himmel und Sonnenschein an.

    Hola El Chaltén, encantados conocerte!
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  • Day57

    AT "Perito Moreno"

    December 5, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach einem überraschend guten Frühstück in unserem Hostel - ja klar, der Kaffee ist wie immer dünn und auch ein herzhafter Anteil fehlt, aber hey: es gibt sogar Pancakes - werden wir vom Shuttleunternehmen abgeholt und brechen Richtung Nationalpark "Los Glaciares" auf. Hier im Süden ist der Perito Moreno-Gletscher die bekannteste Attraktion und auch Grund für unseren Besuch.Read more

  • Day57

    Weil wir Weltmeister sind?

    December 5, 2017 in Argentina ⋅ ☀️ 21 °C

    Encantados conocerte, Chile!

    Nach 3 Wochen verlassen wir heute Chile und fahren in Richtung El Calafate in Argentinien.
    Der Abschied von Julia und Jorge fällt uns mal wieder schwer.
    Wir bekommen ein wenig Marmelade und einen Schmatzer mit auf den Weg und so begeben wir uns in Richtung Busbahnhof. Auch diese Fahrt hat Jorge freundlicherweise für uns gebucht.

    Die Zeitangabe für sie Fahrt variiert im Übrigen stark. Laut Chilenen, weiß man nicht, wie gut gelaunt die Argentinier an der Grenze sind. An schlechten Tagen dauert es dann eben ein wenig länger.
    An der Grenze werden wir dann aber eines Besseren belehrt. So sind es die chilenischen Grenzbeamten, die die Weiterfahrt um eine Stunde verzögern, wohingegen es bei den Argentiniern flott geht. Top! Lediglich der Soldat, der durch den Bus schreitet, ist ein wenig komisch zu uns. Während er mit den Spaniern aus Barcelona noch nett über Messi redet und auch andere Fahrgäste nett "interviewt" ist er bei uns, so unser Eindruck, kurz angebunden, nachdem er erfährt, dass wir aus Deutschland sind. Etwas wegen den Weltmeisterschaft 😋😉.
    Wie auch immer. Wir sind schnell anders beschäftigt. Ein riesiges Schild mit der Aufschrift "Los Malvinas son Argentinos" - die Falklandinseln gehören zu Argentinien - erregt unsere Aufmerksamkeit. Was ist da denn los? Gehören die nicht zu Großbritannien?

    KURZE INFO:
    Die Lösung ist einfach, wie wir später nachgelesen haben. Das argentinische Interesse an der Inselgruppe ist nicht erst seit dem Falklandkrieg 1982 groß. Neu geweckt wurde dieses Interesse jedoch im Jahr 2015, als große Vorkommen an Erdgas und Erdöl rund um die Inseln gefunden wurde. Der neu gewählte Präsident verschwendete natürlich keine Zeit, den argentinischen Anspruch noch einmal zu untermauern.
    Die Vereinten Nationen sorgten mit der Ausweitung des argentinischen Seeterritoriums über die Falklandinseln hinaus für zusätzlichen Diskussionsstoff.
    ABER: Bei einem kürzlich durchgeführten Referendum sprachen sich nahezu alle Bewohner der Inseln dafür aus, weiterhin Großbritannien anzugehören. Spannend, wie es weiter geht.

    Für uns geht es auf jeden Fall im Bus weiter durch eine schöne, aber für uns nicht ganz so schöne Landschaft, wie die in Chile. Sogar das Blau des Himmels scheint hier weniger zu strahlen, es gleicht eher dem verwaschenen Blau der argentinischen Flagge... 🤔 Vielleicht sind wir zu verwöhnt. Zu unserer kritischen Stimmung trägt später zusätzlich bei, dass wir sowohl im Hostel als auch im Restaurant sehr arrogant und unfreundlich behandelt werden.

    Bloß schnell ins Bett und morgen geben wir diesem Argentinien noch einmal eine Chance. 😉
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  • Day57

    Die Torres ⛰

    December 5, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 12 °C

    Für unseren zweiten Tag im Nationalpark haben wir uns die achtstündige Wanderung zur Lagune vor den Torres, den drei Granittürmen, die dem 242.000 ha großen Nationalpark den Namen geben, und zurück vorgenommen.
    Recht motiviert und für jede Eventualität ausgerüstet starten wir bei Sonnenschein und für Patagonien eher mäßigem Wind. Die ersten Kilometer laufen wir fast unbemerkt weg. Doch bereits die erste, als gemächlich ansteigende Serpentinen beschriebene, Passage am Berg wird deutlich anstrengender als wir erwartet hatten. Der Wind nimmt zu und peitscht uns immer wieder Sandverwehungen um die Ohren. Der Weg ist zwar nicht steil, anstregend ist es aber allemal und der Boden dann doch so uneben, dass man die Aussicht kaum genießen kann. Nach nicht einmal 1,5 h hinterfragt zumindest Conny laut fluchend die Sinnhaftigkeit von dieser Wanderung, wenn man die Torres doch auch ohne Anstrengungen schon von unten sehen kann. Wir entschließen uns, bereits jetzt einen Teil unserer Vorräte zu vernichten und stellen danach fest, dass diese Stärkung dringend nötig war und dass sie uns für die weitere Strecke einen wichtigen Energieschub gibt. Der Weg fällt uns nun deutlich leichter. Lediglich die langen Abschnitte, die immer wieder bergab verlaufen, nerven uns, wissen wir doch, dass wir diese auf dem Rückweg mit müden Beine wieder erklimmen müssen.
    Nach ca. zwei Stunden erreichen wir ein Refugio, in dem wir uns am liebsten vor dem Kamin eine Weile aufgehalten hätten, zulang ist aber noch die Strecke, die wir noch vor uns haben. Die nächste Stunde führt der Weg mit nur wenigen steilen Steigungen durch einen Buchenwald, der uns vor dem einsetzenden Regen schützt. Ungefähr einen Kilometer vor der Lagune erreichen wir die Baumgrenze und ein Schild kündigt an, dass wir für diesen Kilometer eine Stunde einplanen müssen. Der Regen schlägt nun in Schnee um und bald schon gleicht der Weg eher einem gigantischen Geröllfeld, auf dem einzelne gelbe Sticks den ungefähren Weg markieren, den man über die Felsbrocken nehmen soll. Es ist kalt, nass und windig, der Schnee peitscht einem nun ungehindert ins Gesicht und gleichzeitig kommt man durch die Anstrengung ordentlich ins Schwitzen. Unter diesen Voraussetzungen werden wir es nicht lange an der Lagune aushalten, ohne auszukühlen.
    Oben angekommen bewahrheiten sich unsere Befürchtungen. Die Wolkensuppe, die zwischen den Bergen hängt, ist so dicht, dass wir die Türme nicht sehen können. Mehrere Wanderer, die mit uns oben ankommen, drehen schnell enttäuscht um. Andere fotografieren den zumindest zum Teil sichtbaren Nachbargipfel "Nido del Condór" in dem Glauben, einen der Granittürme erahnen zu können.
    Aus der Sprache der Aonikenk-Indianer übersetzt bedeutet der Name "Torres del Paine" „Türme des blauen Himmels". Sie mussten einen guten Tag gehabt haben, als sie den Bergen diesen Namen gaben... 🤔
    Wir beschließen, eines Schicht Klamotten zuzulegen, uns mit einer Empanada zu stärken, uns in den Windschutz eines Felsbrockens zu kauern und etwas auszuharren. Die Rechnung geht auf, zwar erleben wir die Türme nicht vor strahlend blauem Himmel, es reißt aber zwischenzeitlich soweit auf, dass wir alle drei Türme sehen können. Der Moment hat dann in der Tat etwas Magisches und lässt einen die Strapazen fast vergessen.
    Beschwingt treten wir den Rückweg an. Es fängt wieder stärker an zu schneien, aber das ist uns vorübergehend egal. Nach der ersten Stunde über das Geröllfeld kommen wir dann auch recht gut voran. Dennoch benötigt man doch 4 Stunden, bis man wieder am Ausgangspunkt ist. Insbesondere die letzten Kilometer ziehen sich sehr und die Knie fangen an zu schmerzen. Gelohnt hat es sich aber, aller Widrigkeiten zum Trotz!
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  • Day57

    Ultima Esperanza...

    December 5, 2017 in Argentina ⋅ ☀️ 22 °C

    Wo haben wir uns da eigentlich gestern eingebucht? 🤔. Wir wissen es nicht. Sind aber gespannt.
    Wenn wir ehrlich sind, hat auch eher Jorge alles für uns organisiert. Jeden Morgen setzt er sich zu uns an den Tisch und plaudert ein wenig mit uns beim Frühstück. Dabei hat er am ersten Tag auch den Vorschlag zu dieser Tour gemacht und auch die Buchung für uns erledigt.
    Da unsere Körper nach der gestrigen Wanderung jedoch leichtere Kost vertragen können, freuen wir uns darauf, durch die Gegend geschippert zu werden.

    Pünktlich um 7.15 Uhr, diesmal wieder bei Sonnenschein und blauem Himmel, finden wir uns am Office der Agentur im Stadtzentrum ein. Wir stellen fest, dass unsere romantisch verklärten Ideen einer Fahrt mit einer kleinen Gruppe nicht ganz zutreffen. Reini dachte sogar, wir fahren alleine 😂🙈. Na gut. Alleine mit 100 anderen Personen dann eben... ✌

    Mit Bussen werden wir zum Hafen gefahren und dort auf ein Boot verfrachtet und schon geht es los über den Fjord Ultima Esperanza - letzte Hoffnung 🤤 - vorbei an Vogelkolonien, einem Wasserfall und Kondoren zum Gletscher Balmaceda.
    Während wir diesen noch vom Boot aus betrachten müssen, legen wir wenig später am Bernardo O'Higgins Nationalpark an, um zu Fuß an den Gletscher Serrano heran zu laufen.

    Die Fahrt ist im Übrigen ein wenig anstrengend. Wir haben Scharen von Italienern an Bord, die Ihrem Ruf alle Ehre erweisen. Laut schreiend und gestikulierend sitzen sie an ihren Tischen und treiben den Guides Schweißperlen auf die Stirn, denn diese müssen bei Ihren Erklärungen immer wieder Ruhe einfordern. Erinnert irgendwie an eine Klassenreise, nur, dass die Armen hier niemanden nach Hause schicken können 😃.
    Am Gletscher dann werden sämtliche Vorgaben missachtet, die vorher mühsam besprochen worden sind. Die Regeln "Fotos nur auf dem (einspurigen) Rückweg machen", "alle zusammen gehen" und "auf den Wegen bleiben" werden sehr frei interpretiert und die Bitte zur Rückkehr zum Boot komplett ignoriert. Erst die Aussicht auf einen Whiskey mit Gletschereis setzt die Kolonne wieder in Bewegung. 😉

    Sind wir froh, dass wir nicht verantwortlich sind. So haben wir Zeit für (vorschriftsmäßige 😉) Fotos und wiederum tolle Blicke auf die Landschaft.

    Auf dem Rückweg gibt es auf der Estancia Perales ein typisch magellanisches Essen mit gegrilltem Lammfleisch und für Conny gab es Hähnchen vom Grill. Wir wurden von einer Gruppe älterer chilenischer Damen "adoptiert" und fortan immer wieder mit leckeren Dingen versorgt. Ein bisschen wie bei Oma. 😊 Zum Nachtisch gibt es dann auch den passenden Dosenpfirsich, ganz wie wir es von unseren Großmüttern kennen.

    Pappsatt, müde und glücklich fallen wir wieder in unsere Sitze auf dem Schiff, um unsere einstündige Fahrt in den Heimathafen anzutreten. Zeit für ein Nicker...😴 NIX DA!!!
    Nun drehen doch tatsächlich die chilenischen Gruppen an Bord auf und singen dem gesamten Boot ein (bis 12) Ständchen. Eine Kettenreaktion setzt sich, unaufhaltsam, wie eine Lawine, in Gang. Natürlich lassen sich die Italiener nicht zweimal bitte und stimmen zum Gegengesang an. Voller Inbrunst, wie sich von selbst versteht.
    Fassungslos starrt uns die Schweizerin, die uns gegenüber sitzt an. 🤣🤣🤣
    Eine Seefahrt die ist lustig,...! Singend schaukeln wir schließlich in den Hafen.

    Laut war es, keine Frage, viel Spaß hatten wir aber trotzdem!!!😊 Basta!
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  • Day57

    The bluest grey ever...

    December 5, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 23 °C

    Alle Welt hat uns in den letzten Tagen vom Nationalpark Torres del Paine vorgeschwärmt. Wenn man berichtet hat, dass man in den kommenden Tagen da sein wird, fingen die Augen Einheimischen an zu strahlen und wir wurden mit einem Schwall aus Adjektiven überschwemmt, die die Einzigartigkeit und Schönheit des Parks verdeutlichen sollten.

    Nun gut, wir waren ein wenig skeptisch ob der Landschaften, die wir in den vergangenen Tagen gesehen haben. Gibt es dazu noch eine Steigerung. Nur äußerst schwer vorstellbar.

    Nachdem wir unseren Mitwagen eingesammelt haben, machen wir uns auf den Weg zum Park. Über eine Schotterpiste dauert es 1,5 Stunden, bis wir da sind und nachdem wir uns am Parkeingang registriert und wir brav Eintritt gezahlt haben, können wir endlich die Erkundung des Parks in Angriff nehmen.

    Erstes Ziel ist der Lago Grey, welcher zum Fuße des gleichnamigen Gletschers liegt. Nach einer Irrwanderung und einigen Extrametern, kommen wir am See an, den wir schon vom Weiten sehen konnten.
    Wir sind sofort verzaubert. Auf dem See tanzen vom Wind geschaukelte, leuchtend blaue Eisstück, wie LED-Eiswürfel in einem Wasserglas.
    So etwas haben wir noch nie gesehen. Wunderschön! Wir wandern ein wenig um den See herum und zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man den Gletscher aus sehen kann. Ständig begleitet von einer "ssteifen Brise".

    Nachdem wir zurück am Auto sind, fahren wir quer durch den Park, vorbei an leuchtend grünblauen Seen und grün bewachsenen Bergen und entschließen uns schließlich noch den Mirador de Condores in Angriff zu nehmen. Ein tollkühnes Unterfangen, wie wir schnell feststellen. Als wir den knapp 100 m hohen Kamm erreichen, den man überqueren muss, um auf den offensichtlich ungesicherten Steinfelsen zu steigen, bläst uns der Wind quasi wieder runter. Wir müssen uns ducken, um nicht weggeweht zu werden und Conny sich gar hinsetzen, und treten dann schnell wieder den Weg nach unten an. Ein Balanceakt an einer schmalen Felskante neben der es weit und steil hinunter geht, erscheint uns dann doch nicht als sinnvoll, zumal wir bereits vorher eine tolle Sicht auf die Landschaft hatten.

    Auf dem Weg aus dem Park heraus wählen wir dann einen anderen Ausgang und können das weitläufige Areal somit noch ein wenig vom Auto aus erkunden.

    Dieses Patagonien kann doch noch immer wieder aufs Neue überraschen. 😍
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  • Day57

    Mission "Find penguins" - not ☹

    December 5, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 24 °C

    Frei dem Namen unserer App nach, haben wir heute eine Mission. Nachdem wir uns gestern ausgiebig bei zwei Agenturen bezüglich der "Pinguinausflüge" erkundigt haben, fiel die Wahl auf die Tour in der großen Fähre und nicht die in den wesentlich kleineren Booten. Die Gründe sind relativ simpel:
    1. 14 Uhr vs. 6 Uhr morgens 😴😫.
    2. Spielball des Windes vs. einigermaßen ruhige Fahrt.
    Also geht es heute morgen wieder mit dem Uber in Richtung Plaza de Armas. Dort um die Ecke buchen wir die Tour zur Isla Magdalena, einer begehbaren Pinguinkolonie. Es ist 12 Uhr, also haben wir noch 2 Stunden Zeit bis zum Ablegen und eine bis zum Check-in. Wir müssen allerdings noch zur Mole kommen und die ist ca. 5 km entfernt. Also noch schnell eingekauft und ab in ein Colectivo. Inzwischen sind wir ja schon alte Hasen, was das angeht. 🐰🐰
    Am Hafen angekommen sind einige Gäste offensichtlich bereits ein wenig aufregt, denn sie scharen sich um den Empfangscounter. Lass sie man...
    Nachdem wir uns erst nichts dabei denken, fragen wir uns dann doch nach einiger Zeit, was denn so aufregend ist?!
    Kurze Zeit später wissen wir es leider: CANCELADO... 😢. Der Fährgesellschaft sind die Bedingungen draußen vor der Inseln zu unstetig und somit haben sie den Ausflug kurzer Hand abgesagt. Kaum zu glauben, bei verhältnismäßig wenig Wind und knalligem Sonnenschein 🌞 hier in der Stadt. 🤔
    Aber da hilft nun mal auch kein Diskutieren. Nachdem wir unser Geld erstattet bekommen haben, machen wir uns zu Fuß wieder auf in Richtung Zentrum.

    Kurzer Hand besuchen wir noch eine Art Freilichtmuseum, an dem wir zufällig vorbei kommen. Denn viele andere Optionen bleiben uns heute leider nicht. Es ist Wahlsonntag und bis auf ganz wenige Ausnahmen ist heute alles geschlossen.
    Also gibt es anstatt kleiner süßer Frackträger heute eine Lehrstunde in Sachen Siedlungsentwicklung und frühere Lebenumstände rund um Punta Arenas. Wirklich interessant, aber mit der Enttäuschung der Absage im Gepäck, fehlt uns am Ende ein wenig die Ausdauer.

    Wir düsen wieder mit einem Colectivo ins Zentrum und nachdem wir ein geöffnetes Café - die Chocolateria - ausfindig machen können, wo es eine leckere heiße Schokolade und ein Sandwich gibt, entscheiden wir uns noch zu einem Spaziergang entlang der Promenade. Die Sonne lacht und die Laune hebt sich.
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  • Day57

    Die Hafenstadt und das Alte Haus

    December 5, 2017, South Atlantic Ocean ⋅ ⛅ 12 °C

    Lange haben wir überlegt, ob wir unsere für mittags geplante Weiterreise um einen halben Tag verschieben und darauf hoffen sollen, dass die Tour zur Pinguinkolonie heute stattfindet. Wir haben sogar die Möglichkeit durchgespielt, mit einem Mietwagen nach Puerto Natales weiterzureisen und auf dem Weg dorthin die deutlich kleinere Kolonie am Seno Otway zu besuchen - zum Glück erfahren wir aber noch rechtzeitig, dass der Besuch dieser Kolonie momentan gar nicht möglich ist. Am Ende bleiben wir bei unserem ursprünglichen Plan und verlassen am frühen Nachmittag Punta Arenas mit dem Bus Richtung Puerto Natales.
    Dort angekommen gehen wir zu Fuß vom Terminal zu unserem Hostal "Altes Haus". Der Eigentümer Jorge hat schlesische Vorfahren und spricht deshalb sogar ein wenig Deutsch. Schnell zeigt sich, dass er und seine Frau Julia dieses kleine Hostal mit sehr viel Liebe führen und wie so häufig macht dies den eigentlich Charme der Unterkunft aus. Man fühlt sich eher wie Freunde, die zu Gast sind.
    Mit der Liste der 10 bestbewertesten Restaurants bei Tripadvisor und einem Stadtplan bewaffnet ziehen wir hungrig los. Da unser Reiseführer Punta Arenas als die schönste Stadt Patagoniens, Puerto Natales jedoch nur als kleine Hafenstadt beschreibt, erwarten wir nicht so viel. Die Stadt besuchen wir wie die meisten Touristen ohnehin eher nur, weil sie der optimale Ausgangspunkt für den Besuch des Torres del Paine-Nationalparks darstellt. Um so überraschter sind wir, wieviel Charme diese kleine Stadt dann doch hat und schnell zieht sie uns in ihren Bann. Viel länger als geplant laufen wir an der Uferpromenade am Fjord entlang und sind schließlich so hungrig, dass die Auswahl des Restaurants fast anstrengend wird.
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