Conny und Mini

... im Sabbatical!
Living in: Hamburg, Deutschland
  • Day24

    Die sexy Frau und der Tag der Toten

    November 2, 2017 in Peru ⋅ ⛅ 21 °C

    Unser letzter Tag in Peru ist angebrochen. Wir stellen beide fest, wie traurig wir sind. Das Land hat uns beiden sehr viel gegeben: Nette Menschen, überwältigende Landschaften und beeindruckende Kulturstätten. Ein Traum. Wir würden jedem empfehlen, wer er/sie die Chance hat, diese beim Schopfe zu greifen.

    Na gut. Genug getrauert. Heute haben wir ja noch einen ganzen Tag und außerdem haben wir noch ein Boleto turístico, mit dem sich hier in Cusco richtig gut was anfangen lässt. But: Coffee first!

    Anschließend wandern wir von unserer Unterkunft aus in Richtung "Saqsayhúaman". Durch die große Anzahl an englischsprachigen Touristen hat die Inkafestung im Übrigen einen eingängigen Spitznamen erhalten. Spricht man den Namen englisch aus, so wird daraus "Sexy Woman". Und so firmiert das ganze dann auch unter diesem Namen in einigen Reiseführer und den "Cuscorianer" ist der Spitzname auch nicht fremd. 😂
    Wie auch immer, diesmal scheitern wir nicht am fehlenden Bargeld und so verbringen wir einige Stunden zwischen Bauten aus riesen großen herausgearbeiteten Steinen, Hügeln und einigen Alpacas, die ein wenig genervt auf der großen Wiese grasen. Zudem hat man einen bombastischen Blick über die Stadt.

    Kurz vor 17 Uhr brechen wir dann wieder auf. Mit einem Taxi 🚕, dass wir nach einigen Anstrengungen ergattern können, wollen wir in Richtung des Friedhofs düsen. Entsprechend seltsam guckt uns der Fahrer bei der Nennung des Ziels dann auch an. Mit der dringenden Mahnung zur Achtsamkeit und dem Hinweis, dass sich viele fremde Unholde in der Stadt aufhalten würden, lässt er uns direkt am Platz vor dem Friedhof aussteigen. Dass wir dieses außergewöhnliche Ziel ausgewählt haben, hat natürlich einen Grund. Heute ist "Día de los muertos" 👻💀🎭, der Tag der Toten, und die Einheimischen strömen in Scharen in Richtung Friedhof, um diesen mit ihren dahingeschiedenen Verwandten zu feiern. Den Tipp dafür haben wir von Rhomina erhalten, der Besitzerin der Capilla Lodge.
    Leider stellen wir fest, dass der Friedhof bereits offiziell geschlossen ist, ein wenig Hoffnung macht uns jedoch, dass das Eingangstor von einer Schar Menschen belagert wird, die mit einigen Polizisten darum kämpfen, doch noch Zutritt zu erhalten. Wir beobachten die Lage eine Zeit lang und mit ein bisschen Geschick und einer gehörigen Portion Glück gelingt es uns doch noch, Zutritt zu erhalten.
    Nun können wir auch bestaunen, wie die Menschen hier feiern. Bewaffnet mit Stühlen, Essen und Musikinstrumenten, singen, tanzen und picknicken sie vor den Gräbern ihrer Verwandten und feiern sie. Dies ist wirklich schön anzuschauen. Diese Art mit dem Tod umzugehen hat etwas sehr positives. Anders, als wir es bisher kennengelernt haben. Irgendwie schön.

    Nach einem kurzen Zwischenstopp "zu Hause", gehen wir dann ein letzten Mal in Peru aus. Wir könnten uns nichts besseres vorstellen, als noch einmal peruanisch zu Essen und einen Pisco Sour zu trinken. 🍜🍲🍸🍸
    Unsere Wahl fällt auf ein etwas teueres Restaurant, wie sich aber herausstellt, eine vorzügliche Wahl. Neben dem wieder herausragenden Essen, bekommen wir unseren Cocktail mit einer kleinen Show direkt an unserem Tisch zubereitet. Ein wenig Zirkusatmosphäre mitten im Restaurant. 🤡🙈

    Mal wieder glücklich und pappsatt fallen wir uns Bett. Ein letztes Mal: Gute Nacht Peru!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day23

    Goodbye Paradise!

    November 1, 2017 in Peru ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute hieß es Abschied nehmen - von einer Unterkunft, in der man sich einfach zu Hause fühlen konnte. Dies lag nicht zuletzt an der unfassbar herzlichen Art von Rhomina, der Eigentümerin der Loge. Sie kochte für uns, hatte immer ein offenes Ohr, gute Tipps und stand uns mit Rat und Tat bei unsere kleineren gesundheitlichen Beschwerden zur Seite. Sie wird definitiv einer dieser Menschen sein, die wir im Herzen von der Reise mit nach Hause nehmen werden. Auch den unfassbar tollen Garten, die Tiere und die beeindruckende Landschaft im Valle Sagrado werden wir vermissen. Hier konnte man durchatmen - und das nicht nur, weil hier die Abgase und der Feinstaub von Cusco in weite Ferne rückten.

    Nun sind wir zurück in Cusco. Hier haben wir seit über einer Woche unseren ersten Kaffee getrunken (unsere Mägen haben sich endlich soweit erholt) - hoffen wir, dass wir mit dem Koffein noch klar kommen! 😉
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  • Day22

    Machu Picchu-Hangover

    October 31, 2017 in Peru ⋅ ⛅ 22 °C

    Aua! Der Machu Picchu Ausflug steckt uns noch in den Knochen, besonders der Montaña Machu Picchu hat es uns angetan. Müde und mit ersten Anzeichen von Muskelkater kommen wir heute nur schwer in die Gänge und verlassen deswegen erst gegen Mittag die Unterkunft. Zudem wird Conny heute von den Mückenstichen von gestern geplagt und ihre Hand schwillt auf eine beachtliche Größe an, dass selbst Frank Rost vor Neid erblassen würde.
    Unser heutiges Ziel: Handwerksmarkt und Inkaruinen von Pisac.
    Mit Motortaxi und Colectivo erreichen wir nach knapp zwei Stunden Pisac. Auf dem Weg dahin müssen wir darüber schmunzeln, wie selbstverständlich wir inzwischen die hiesigen Verkehrsmittel nutzen und Fahrpreise verhandeln - "¿3 Soles?" (0,80 € für 18[!]km) - "¡Es mucho!" (Haben wir das gerade ernsthaft gesagt? 🙈🤦‍♂️🤦‍♀️).
    Bei einem Tee und einer Suppe stellen wir fest, dass uns der Sinn gar nicht so Recht nach einer Besichtigung der Ruinen steht. Also schlendern wir über den Markt und zeigen anschließend noch einmal unser gesamtes Können als Colectivofahrer.
    Nach einem tollen Essen in Urubamba schauen wir uns anschließend noch das rege Halloweentreiben auf dem Plaza de Armas an.
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  • Day21

    Straßenhändler lügen nicht...! ☝️

    October 30, 2017 in Peru ⋅ 🌙 25 °C

    4 Uhr morgens... 😪. Ein bekannter Ton reißt uns aus dem Schlaf. Heute geht es los. Der Höhepunkt für viele Perureisende erwartet uns: MACHU PICCHU! Leider zu einer unchristlichen Zeit, da wir ja nicht, wie viele Reisende, in unmittelbarer Nähe, in Aguas Calientes, übernachten. Wie wir gelesen haben, ein Ort, der touristischer nicht sein könnte. Dann übernachten wir doch lieber in unserer kleinen stillen Oase.
    Im Vorwege waren wir aufgrund der neuen Regelungen - angebliche Schonung des UNESCO Weltkulturerbes - verunsichert, wie lange Zeit wir überhaupt vor Ort haben. Neben der Besichtigung der Stadt Machu Picchu wagen wir uns nämlich zusätzlich auch noch an den Montaña Machu Picchu. Wie sich später herausstellen sollte, eine gute Ticketwahl, da man nicht an die beiden neuen Timeslots gebunden ist 🙆‍♂️🙆‍♀️.
    Bewaffnet mit einem Frühstückslunchpaket geht es nach Ollantaytambo, von wo uns Peru Rail per Bahn nach Aguas C
    alientes bringt.
    Für große Verwunderung sorgt bei uns das Angebot der Straßenhändler: Neben Regenponchos - wir lehnen ab, denn wir sind ja nicht doof: Regenjacke ist dabei 👏 - werden Mosquitorepellents groß angepriesen. So ein Quatsch, brauchten wir bisher auch nicht. Warum heute...?!
    Nach einer komfortablen Bahnfahrt durch eine beeindruckende Landschaft und einer weiteren Busfahrt erreichen wir endlich die Inkastätte. Wir biegen sogleich auf den Pfad Richtung Montaña Machu Picchu ab. Kurz vor dem Betreten des Treks, für den man sich mit Pass ein- und ausschreiben muss, fallen uns all die Leute auf, die sich akribisch mit dem Moskitoschutz einsprühen. 🤔 Uns überkommt ein ungutes Gefühl und so fragen wir ein nettes Paar, ob es uns mit etwas "Stoff" aushelfen könnte - "Claro!".
    Gut gerüstet - denken wir - streben wir zügig und beschwingt die Stufen hoch tanzend in Richtung Gipfel... für genau 100 m. Dann werden wir von der dünnen Höhenluft auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Keuchend schleppen wir uns anderthalb Stunden lang den Berg über teils beängstigend ungesicherte und schmale Wege, angefeuert von den wieder Absteigenden - "It's worth it" - hoch. Und sie sollten Recht behalten. Am Gipfel erwartet uns ein Wahnsinnsblick über Machu Picchu und die spektakuläre Landschaft.
    Weitere 1,5 Stunden später machte sich langsam die intensive Sonnenstrahlung bemerkbar, leider überfielen uns an jedem Schattenplatz Schwärme von Blutsaugern. Und die Moral von der Geschicht? "STRAßENHÄNDLER LÜGEN NICHT!"
    Etwas erschlagen, geplagt von unzähligen Stichen und auf dem Trockenen sitzend hatten wir nun ein Glück doch noch, anders als angenommen, genügend Zeit, die Ruinen der Stadt Machu Picchu zu besichtigen. Auch aus der Nähe betrachtet ist die Inkastätte imposant und es ist schwer zu begreifen, was bereits im 15. Jahrhundert von Menschenhand und ohne maschinelle Hilfe in 2430 Metern Höhe erschaffen wurde.

    Fazit: Aufgrund der insgesamt über 200 USD p. P. und der Tourimassen, die dort hin strömen, erwarteten wir das "Disneyland" Perus, doch der Besuch war jeden einzelnen Cent wert.
    Ob Natur und Weltkulturerbe das auch so sehen, steht auf einem anderen Blatt... 😞
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  • Day20

    Maras y Moray

    October 29, 2017 in Peru ⋅ ⛅ 18 °C

    Auch am nächsten Morgen ist von den Lodge-Besitzern, von denen wir so viel Positives gelesen haben, nichts zu sehen. Aber die Señora, die uns das Frühstück zubereitet, ist deutlich interessierter an uns und hat auch ein paar Tipps für uns parat. Außerdem bietet sie uns nun doch die Möglichkeit an, abends hier zu essen. Dies, die Tatsache, dass wir gestern im Zimmer noch eine kleine Mappe mit wichtigen Hinweisen zu Umgebung und Fortbewegungsmöglichkeiten gefunden haben, und das liebevoll zubereitete Frühstück, das wir alleine in der gemütlichen Landhausküche essen, vetreiben die letzten Sorgen vom Vortag. Wir fühlen uns nicht mehr wie im Nirgendwo gestrandet...
    Für heute haben wir uns zwei Ziele gesetzt: die kreisförmigen Inka-Terrassen in der Nähe von Moray und die Salzterrasse außerhalb von Maras.
    Bereits die Anfahrt ist ein kleines Abenteuer, da wir eher ungefähre Angaben haben ("Sagt, ihr wollt da hin ..." oder "Fragt nach..."), wo wir das "Fahrzeug" wechseln müssen, als eine exakte Verbindung mit Haltestellen. Mit dem Motortaxi geht's zum Busbahnhof nach Urumbamba, von dort weiter mit dem Bus bis zur "Abzweigung Maras und Moray". Da wir nicht wie die anderen Fahrgäste gebuchte Tickets mit reservierten Plätzen haben, diese aber auch nicht mehr kaufen können, sitzen wir vorne beim Busfahrer. An der besagten Abzweigung finden wir schnell ein "Mini-Colectivo", das uns bis zur den Inka-Terrassen fährt. Unsere Mitfahrer sind ein Deutscher, der wie wir eine berufliche Auszeit macht und während dieser ehrenamtlichen in einem peruanischen Kinderheim arbeitet, ein Jugendlicher aus diesem Heim und drei weitere Backpacker, die kurzerhand in den Kofferraum verfrachtet werden. Die geschäftstüchtigen Peruaner fahren wirklich niemals (!!!) los, bis nicht alle Plätze besetzt sind, eine Überbelegung ist dabei durchaus willkommen. Der Fahrer will uns gleich auch eine für ihn sehr lukrative Weiterfahrtmöglichkeit andrehen. Unser jugendlicher Mitfahrer, der sich auf das Gespräch mit dem Fahrer einlässt, gerät in die unangenehme Situation, eine Konsens zwischen dem aufdringlichen Fahrer auf der einen Seite und uns Sturköpfen auf der anderen Seite erzielen zu wollen. Doch wir bleiben dabei, wir kommen da schon weg und zwar günstiger.

    Ausgiebig und ohne den Zeitdruck, der durch einen wartenden Fahrer entstanden wäre, schlendern wir über die Anlage. Leider spielt das Wetter nicht richtig mit: Es pfeift uns ein kalter Wind um die Ohren und treibt den Nieselregen von allen Seiten auf uns zu.
    Die wie ein Ufo-Landeplatz anmutenden Inka-Terrassen sind dennoch beeindruckend und insbesondere die Vorstellung, die Inka hätten diese als ein landwirtschaftliches Forschungszentrum betrieben - so lautet zumindest eine verbreitete Theorie bzgl. der einstigen Nutzung. Demnach herrsche auf jeder Stufe ein anderes Mikroklima, welches das Wachstum unterschiedlicher Anbauprodukte begünstige; Erkenntnisse, die sich auf den Anbau in unterschiedlichen Höhenstufen anwenden ließen.
    Unsere Weiterfahrt erfolgt natürlich nicht ohne harte Verhandlungen und einer Wartezeit von fast 45 min (angekündigt wurden uns 20 min - "hora peruna"). Etwas genervt sind wir schon, dass man uns Touristen permanent viel zu viel abknüpfen will und man häufig unsicher ist, welcher Preis nun tatsächlich angemessen ist - denn den sind wir ja auch gerne bereit zu bezahlen. Nachdem wir nach fast einer Dreiviertelstunde lauthals den Antritt der Fahrt fordern, fährt unser Fahrer tatsächlich los, ohne den letzten Platz belegt zu haben - bei acht zahlenden Fahrgästen und vier Fahrrädern auf dem Dach, die jeweils auch mit dem halben Fahrpreis berechnet wurde, ist das aber auch wirklich kein Verlust. Unterwegs gabelt unser Fahrer, dann aber doch noch drei Chicas auf und zaubert noch zwei weitere Klappsitze hervor. Uns soll es egal sein, wir erreichen immerhin ohne weiteres Umsteigen die Salzterrassen.
    Auch diese haben ihren Ursprung in der Inka-Zeit und noch heute werden die ca. 3000 Felder, die sich in einem Canyon erstrecken, von den Salzbauern in alter Inka-Tradition bewirtschaftet. So sehen wir tatsächlich hier und da Familien bei der Arbeit. Das Wetter hat sich in zwischen deutlich verbessert und das Salz glitzert in der Sonne, so dass die Salzterrassen sich äußerst pittoresk präsentieren.
    Wir haben uns entschieden, am Ende der Salzfelder nicht umzudrehen, sondern den Weg durch den Canyon fortzusetzten. Dieser Weg wurde auf einem großartigen Peru-Blog vorgeschlagen und uns am Einlass auch bestätigt. Irritiert sind wir dann aber doch als bereits vor dem Ende der Salzfelder ein "Durchgang verboten"-Schild steht und der angebliche Weg nur noch ein 30 cm breiter Salzpfad gesäumt von mit Wasser gefüllten Salzbecken ist. Zweimal erkundigen wir uns, der Weg wird uns aber wieder bestätigt. So ignorieren wir das Schild und die blöden Kommentare andere Touris, die sich darüber beschweren, dass wir uns nicht an "die Regeln" halten und balancieren den Weg entlang. Tatsächlich finden aber nicht einmal die Salzbauern, deren Scheune eir durchqueren müssen, unser Audtauchen merkwürdig und mach einiger Zeit erreichen wir tatsächlich den Pfad, der durch den Canyon führt.
    Abends lernen wir dann auch Romina, die Besitzerin der Lodge, kennen. Sie hat für uns gekocht und dabei besonders auf Reini Rücksicht genommen, der sich Probleme mit dem Magen eingehandelt hat. Mit ihrer offenen, warmherzigen und fürsorglichen Art ist sie wirklich sie Seele des Hauses und das Puzzleteil, das noch fehlte, um sich hier so zu fühlen, wie es viele Rezensionen versprochen hatten.
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  • Day19

    Der Garten Eden und das heilige Tal

    October 28, 2017 in Peru ⋅ ⛅ 18 °C

    Wie kommt man am Besten in das heiligen Tal? Das ist hier die Frage... Ziel Urubamba.
    Wir sind uns ganz sicher, Indiana Jones weiß es. Wir allerdings, müssen es noch (genauer) herausfinden.

    Als Tipps haben wir gelesen, dass es drei Optionen gibt: mit einem Taxi, einem Linienbus oder mit einem Collectivo, einem Kleinbus, voll wie eine Sardinenbüxe und das Gepäck kommt auf's Dach. Einen Vorteil hat die dritte Variante, sie ist unschlagbar günstig, umgerechnet ca 2-3€ p.P.. Der Bus soll sogar noch günstiger sein, scheidet aber aus, da das Reisegepäck ein Problem wäre. Das Taxi, so erfahren wir später im Hotel, kostet hingegen 35-40€.

    Wir beschließen, uns die Collectivos mal aus der Nähe anzuschauen, denn heute ist Regen angesagt, und wer mag schon mit nassem Gepäck irgendwo ankommen. Also laufen wir die 2 km zur Collectivohaltestelle. Dort angekommen werden wir sogar von diversen Männern umgarnt, die uns eine Fahrt schmackhaft machen wollen. Diese sind schnell mit der Info runter gekocht, dass wir unser Gepäck noch im Hotel hätten und ganz bestimmt jetzt nicht direkt fuhren. Als wir dann den Verladevorgang beobachten dürfen, reift so langsam die Entscheidung, dass wir eine Alternative brauchen. Gepäck wird nicht, wie versprochen, mit einer Plane abgedeckt und auch nur halbseiden mit einem Netz gesichert. Fazit: Günstig, aber ob das Gepäck ankommt? Könnte am Ende also eine Milchmädchenrechnung werden. Naja, erstmal geht es zurück ins Hotel.

    Dort angekommen, finden wir, wie erwähnt, den Fahrpreis für ein Taxi heraus. Die Zentrale scheint aber weniger gewillt einen Fahrer zu entbehren. Für die letzten 2 km soll ein Aufschlag von über 5€ drauf kommen, denn der Weg sei schwierig zu befahren...

    Nach einem kurzen "Lagerfeuer" fällt Conny dann Variante D ein: ein(?) Uber. Kurz den Preis gecheckt (ca. 15€) und bestellt ist's.

    Die Fahrt durch die schöne Landschaft verläuft, bis auf ein Angebot zum Sightseeing in Chinchero und dem entsprechenden Umweg über das "Dorf" in dem ein internationaler Airport entstehen soll, relativ unspektakulär. Die Landschaft ist jedoch mal wieder beeindruckend schön.
    Am Hotel "La Capila Lodge" (ein Tipp von einer Freundin, die sich hier sehr wohl gefühlt hat) angekommen passiert es dann aber. Reini sieht noch die offizielle Abrechnung mit vorhergesagten ca. 15€ aufblinken, da ist sie auch schon, laut Fahrer, in eine Zahlung von ca. 20€ umgewandelt. Da wir kein mobiles Internet haben und nicht wissen ob Zuschläge hinzu kommen, bezahlen wir und geben auch noch ein wenig Trinkgeld, wir sind ja gut erzogen. Ein ungutes Gefühl bleibt jedoch. Wie sich später zeigt, zu Recht. Aber wir sagen uns, dass uns 5€ nicht weh tun und da Uber uns sogar eine Gutschrift über den Betrag schenkt, ist der Frust bald verflogen.

    Das Hotel ist auf den ersten Blick ein Traum. Ein wunderschöner Garten und eine durchdachte Anlage mit kleinen, niedlichen Zimmern, jeweils mit eigenem Zugang zum Garten und kleiner Terasse. Empfangen werden wir von einer Dame, die offensichtlich nicht die Besitzerin ist, und einem super jungen Schäferhund. Leider kann die Dame uns keinerlei Auskünfte geben und weiß auch nicht wirklich Bescheid. Zudem sieht das Grundstück auf den zweiten Blick so aus, als wenn der Betrieb vor einiger Zeit eingestellt worden ist. Stühle und Tische mit dickerer Staubschicht, eine leergeräumte Bar etc. Sind wir hier richtig?

    Um nicht weiter darüber nachzudenken, fahren wir mit einem Tuktuk ins Dorf, in ein hervorragendes Restaurant. Dieser hervorragende Tipp, muss man dann ehrlich zugeben, kam allerdings doch von der (nicht ganz so) ahnungslosen Frau. Später erhalten wir sogar noch das Passwort für das WLAN von ihr und sie hatte uns extra einen Computer organisiert, mit dem wir ins Internet konnten (den wir aber gar nicht wollten, sondern nur WLAN). Eine sehr herzliche Person...
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  • Day18

    Gleis 9 3/4 & der einsame Planet

    October 27, 2017 in Peru ⋅ ⛅ 20 °C

    Machu Picchu wirft seinen Schatten voraus. Klar, noch stehen wir nicht im Dunkeln, aber so langsam wird es mal Zeit. In der Hauptsaison ist eine Buchung Monate voraus unumgänglich, um nicht enttäuscht dazustehen, aber nach eigenen Recherchen und Gesprächen mit diversen Touristen sowie Peruanern und einem Check der Onlineticketbörse, sind wir dann doch ziemlich entspannt.
    Bauchschmerzen bereiten uns dann aber die neuen Regelungen, die seit Juli 2017 am Weltkulturerbe gelten:
    • Betreten nur noch mit Guide (gute Sache, damit die Touris nicht überall drauf krabbeln). 👍
    • Zwei Tagesschichten mit jeweils 3000 Personen; vorher waren es 5000 insgesamt (unserer Meinung nach scheinheilige Geldmacherei im Mantel eines Schutzes der Inkastätten, denn die UNESCO fordert eine Begrenzung auf 3000 Personen und zwar pro Tag!!!). 🖕
    • Unklare Zeitangaben in Bezug auf einen vorherigen Besuch des Montaña Machu Picchu. 🤙

    Die Buchung der Fahrt nach Machu gestaltet sich ähnlich schwierig, wie die Suche nach Gleis 9 3/4. Das hat zur Folge, dass wir erst einmal diverse Male wie aufgescheuchte Hühner 🐔🐓 zwischen der offiziellen Ticketverkaufsstelle und zwei Perurail Offices 🚞 hin und her laufen, um alle Termine in Einklang zu bringen.
    Nicht final klären können wir am Ende die Zeit-Geschichte. Wir gehen einfach davon aus, dass wir morgens starten und bis 15 Uhr bleiben dürfen.
    Alles in allem eine teure Angelegenheit. 110€ p.P. für den Zug von Ollantaytambo nach Aguas Calientes, 55€ p.P. für Montaña Machu Picchu sowie die Inkastätte selber, ca. 20€ p.P. für den Bus von Aguas Calientes zum Eingangsportal und zurück. Aber wie textete schon ein berühmter deutscher Poet? "Aber scheiß drauf, Machu Picchu ist nur einmal im Jahr 🎶".
    However: Tagesziel 1 erledigt ✔

    Anschließend begeben wir uns auf einem Stadtrundgang, der in unserem Lonely Planet vorgeschlagen wird. Dieser führt uns über wunderschöne Plätze, einen Handwerksmarkt, an historischen Gebäuden vorbei zu einem einheimischen Markt, gelegen in der Straße Tupac Amaru. Sind die Einwohner von Cusco etwa HipHopper? 🤔 Nee, offensichtlich hat sich der amerikanische Rapper nach dem letzten Sapa Inka benannt. Na gut, wieder mal etwas gelernt.
    Weiter geht es in Richtung San Blas, ein hippes Künstlerviertel, auf einer Anhöhe gelegen, und anschließend in Richtung der Ruine der Inka-Festung Sacsayhuamán, wo der Pfad anschließend endet. Zwischendurch, in San Blas, machen wir einen Zwischenstopp, um uns mit einer Suppe wieder zu stärken.
    Tagesziel 2 erledigt ✔

    Bei Tagesziel 3 scheitern wir dann leider krachend an unseren Bargeld-Reserven. Ausgehend davon, dass man die 35€ p.P. für das Boleto Touristico, welches einem Zutritt zu verschiedenen historischen Stätten in Cusco und dem heiligen Tal gewährt, mit Karte zahlen kann, werden wir am Eingang leider enttäuscht. Nun gut, nicht so wild, da die Stätten sowieso in einer Stunde schließen werden. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

    Pünktlich zum Abendessen in einem Café am Plaza de Armas setzt dann ein kräftiger Regen ein 🌧. Der erste ernsthafte auf unserer Reise, wenn wir uns recht entsinnen können. Dies hält eine Parade in den Straßen allerdings nicht davon ab, mit lauter Musik, tanzend um den Platz zu ziehen. 💃🕺 Ein netter Abschluss des Tages.
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  • Day17

    Willkommen in Cusco, dem Nabel der Welt

    October 26, 2017 in Peru ⋅ ⛅ 19 °C

    Ein schnell erzählter Fahrtag: Diesmal in den VIP-Sitzen von Cruz Del Sur. Diese sind gefühlte 2m breit und die Lehnen lassen sich auf 160° kippen. Nur gegen Holperpiste scheint noch kein Patentrezept gefunden zu sein. Geschüttelt und nicht gerührt kommen wir wieder nach 6 Stunden Fahrt in Cusco an. Wortwörtlich in Quechau "der Nabel der Welt".
    Zumindest der Nabel der Perutouristenwelt, wie wir feststellen. Eine wunderschöne Stadt, die nahezu keinen Wunsch eines Touristen offen lassen dürfte. Reiseagenturen, tolle Cafés und Outdoorgeschäfte reihen sich rund um den Plaza der Armas aneinander. Hinzu kommen die tollen Gebäude und Straßen, die die Handschrift der ehemaligen Bewohner, den Inkas, tragen. Nach einem Spaziergang durch die Stadt stärken wir uns noch bei einem tollen peruanischen Essen. Hier kann man sich wohl fühlen, in der Stadt.
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  • Day16

    Doch keine strickenden Männer

    October 25, 2017 in Peru ⋅ ☀️ 18 °C

    Als um 5 Uhr morgens der Wecker klingelt, schrecken wir beide hoch. Nach einer recht schlaflosen Nacht, in der wir beide mit Anzeichen von Atemnot zu kämpfen haben, fühlen wir und diesmal nicht wie Dampfloks, sondern als wären wir unter selbige geraten. 😱
    Schnell wird uns klar, dass uns heute die Energie und die Luft fehlen, um einen tagesfüllenden Ausflug zu unternehmen. Also schlafen wir weiter. Die Insel Taquile, bekannt für ihre strickenden Männer, müssen wir also leider auslassen. Man muss aber auch mal auf seinen Körper hören. ☝️Eine weise Idee, wie wir später merken.
    Gegen halb neun sitzen wir beim Frühstück, Conny bekommt keinen Bissen runter. Vorher hat sie sich schon mit Schüttelfrost unter die Dusche geschleppt. Nach dem Essen wird Fieber gemessen: Über 38° C. 🤤 Neuer Plan ist es einen Arzt zu konsultieren.
    Aufgrund unser viel zu niedrigen Sauerstoffsättigung im Blut verpasst uns dieser eine Dosis Sauerstoff. Anschließend geht es uns besser und so beschließen wir nachmittags doch noch die Schilfinseln zu besuchen.
    Ein Taxi holt uns am Hotel ab. Ein Fahrgast sitzt bereits drin und nach kurzer Zeit unterhalten wir uns auf Deutsch, denn Josip, kroatischer Deutschlehrer, erkennt direkt unseren deutschen Englischakzent. Als dann auch noch Larissa einsteigt, eine in der Schweiz lebende Brasilianerin, ist unsere "deutschsprachige" Reisegruppe vollständig. 🇩🇪
    Mit dem Taxi geht es zum Hafen und von da per Boot zu den Inseln. Diese sind von ihrer Bauweise wirklich beeindruckend, jedoch bestätigt sich schnell, was wir im Vorwege bereits gelesen haben. Es geht nicht um die Präsentation der Lebensumstände und der Inselkonstruktionen, sondern vielmehr darum, möglichst viele Gegenstände, Lebensmittel und (Boots-)Touren an den Mann/die Frau zu bringen. Wie sagt Larissa noch gleich: "Touri-nap". Trotzdem sind wir froh, dass wir einmal auf den Titicacasee waren, denn schon für morgen haben wir eine Fahrt nach Cusco gebucht.
    Zurück im Hafen verabreden wir uns alle später zum Essen und bei Reis und Hähnchen verbringen wir ein paar gesellige Stunden mit den beiden anderen.
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  • Day15

    Einmal 4700 m und (fast) zurück

    October 24, 2017 in Peru ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute ging es mal wieder weiter. Nachdem wir ja beschlossen hatten, den Colca Canyon auszulassen, waren wir gespannt, wie wir die Fahrt über den ca. 4700 Meter hohen Imata-Pass nach Puno vertragen. Von unserem Lieblingsmitarbeiter im Hotel bekommen wir morgens noch eine 2,5l-Flasche Kokatee mit, das Wundermittel der Einheimischen gegen Soroche, die Höhenkrankheit. Bei Aufstiegen in große Höhen ist nämlich neben der langsamen Akklimatisierung eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig! Also bewaffnen wir uns zusätzlich noch mit Wasser. Und ab geht's! 🚌💨
    Unterwegs begegnen uns neben der beeindruckenden peruanischen Pampa-Landschaft noch diversen Herden von Alpacas und Vicuñas, die es sich teilweise eindach auf der Straße bequem gemacht haben. Vor allem über die Sitzbarrikaden der Vicuñas ärgern wir uns wahrlich nicht, denn eigentlich wurde uns mitgeteilt, dass diese eher im ausgelassenen Canyon zu Hause sind. 😊
    Nach ca. sechs Stunden erreichen wir endlich Puno, welches auf 3800 m Höhe liegt. Das merken wir auch relativ schnell, denn beim Treppen steigen schnaufen wir wie Dampfloks. 🚂 Also alles schön langsam.
    Als wir los wollen, fühlt sich Reini nicht wohl, also streuen wir eine einstündige Schlafpause ein. Conny geht es besser, die hat sich allerdings auch fleißig zwei der zweieinhalb Liter Kokatee reingestemmt. Brav so. Nach wie viel Kokatee wird man eigentlich high...??? 🤔🤣
    Nach dem Nickerchen geht es besser und wir bummeln ein wenig durch die Gegend. Das reicht dann bei der Dunkelheit und der Kälte auch recht schnell. Wir gehen pünktlich ins Bett, denn morgen früh um 6 Uhr wollen wir eine Tagestour zu den Uros, schwimmende Schilfinseln, und der Insel Taquile machen.
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