Henning Schaefer

Joined March 2019
  • Day90

    Ipiales

    June 18 in Colombia ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute morgen beim Frühstück prasselte der Regen gegen die Scheiben. Es war windig und kalt. Zudem sagten alle in Ipiales sei es kalt. Sie hatten recht, es ist kalt und meine Finger sind taub. Ich liege im Bett und versuche mich unter einer dicken Decke aufzuwärmen. Die Strecke war wieder einmal sehr schön und nicht so anstrengend wie gestern. Obwohl Pasto auf 2.500 m liegt, bin ich nochmal 15 km aufwärts gefahren. In Mexiko war es auf dieser Höhe nicht so kalt. Ipiales liegt auf einer Höhe von 2.900 m.
    Jetzt sind es nur 5 km bis zur Grenze, aber dann nochmals 5 km bis zur nächsten Stadt. Lieber fahre ich morgen ausgeruht über die Grenze.
    Gestern habe ich den Zeitungsartikel aus Pereira gelesen. Aufgrund des Interviews hatte ich einen anderen Artikel erwartet, aber der Reporter hat wahrscheinlich mehr an seine Leserschaft gedacht und hat unter anderem auch etwas über die Entwicklung des Fahrrads geschrieben. Heute bei meiner Ankunft in Ipiales bin ich schon wieder einem Reporter über den Weg gelaufen. Dieser war aber vom Radio und hat mich, nachdem ich nach dem nächsten Hotel gefragt habe, über meine Eindrücke über Kolumbien befragt. Bis das gesendet wird, bin ich in Ecuador. Vielleicht erhalte ich einen Zusammenschnitt und werde mich dann ganz tief verbuddeln.
    Morgen besuche ich die katholische Kirche Santuario de las Lajas 5 km außerhalb von Ipiales. Teile der Kirche sind über einen Fluss gebaut. Am Mittwoch weiß ich dann mehr. Und dann geht es nach Ecuador, vorbei an den langen Schlangen von Venezuelanern, die in das Nachbarland einreisen wollen. Durchreisende wie ich werden durchgewunken.
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  • Day89

    Pasto

    June 17 in Colombia ⋅ ⛅ 16 °C

    Mir war heute Morgen klar, dass dieser Etappenabschnitt sehr anstrengend wird, aber ich dachte, ich hätte schon einige anstrengende Etappen hinter mich gebracht, da werde ich diese auch meistern. Cumbitara liegt auf 1.722 m, Pasto auf 2.527 und Rosas auf 1.582 m. Wenn man diese Höhen sich ansieht, dann wirkt das Alles ganz unspektakulär, leider liegen zwischen diesen Orten tiefe Täler. Etwas ganz besonderes sind Tunnel. Ich bin mir nicht ganz sicher, inwieweit die anderen Verkehrsteilnehmer auf mich eingestellt sind, denn ich bin der einzige Radfahrer, der da lang fährt.
    Da brennen die Beine trotz des Elektromotors. Nach 40 km war die 1. Batterie leer und bei der 2. musste ich die Batterieladung sehr Strecken. Trotzdem waren Batterien 10 km vor dem Ziel leer gefahren.
    Muskelkater kriege ich seit der 2. Reisewoche nicht mehr, aber manchmal sind die Beine schrecklich müde. Landschaftlich bin ich von dieser Region begeistert und würde mir wünschen, dass auch andere diese Besonderheiten erleben könnten. Bei den kleinen Ortschaften muss man Abstriche in Bezug auf Schönheit und Sauberkeit machen, die Hotels würde ein deutscher Reiseveranstalter nicht mal mit keinem Stern bewerten, aber die Menschen sind sympathisch und offen. Vielleicht kriegen sie das mit dem Müll auch noch hin.
    Heute, vielleicht die letzte Übernachtung in Kolumbien, habe ich ein Hotel gewählt, in dem es auch Heißwasser gibt. Seit den USA endlich wieder warm Duschen, wunderbar.
    Abends ist es auf dieser Höhe erstaunlich kalt. Um ein bisschen in der Stadt herumlaufen zu können, musste ich meine dickere Jacke anziehen.
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  • Day87

    Cumbitara

    June 15 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute gegen 8.20 Uhr ging es auf der anderen Seite des Berges über 20 km bergab. Leider hatte sich das Vorderrad etwas verschoben und machte komische Geräusche bei der Abfahrt. Bis ich die Ursache herausgefunden hatte, war ich schon einige Kilometer weiter unten. Dann habe ich auch gleich die Hinterradbremsen ausgetauscht.
    Oben in Rosas war es empfindlich kalt, unten in Tal angenehm warm. Die Fahrt war anstrengend und lang, obwohl ich lange Abfahrten hatte. An solchen Tagen vergesse ich zu essen. Am Morgen habe ich keinen Hunger und denke mir 'in ein paar Stunden wird dann richtig gefrühstückt', aber dann vergesse das Essen und bin dann auf einmal am Ziel. Hier habe ich dann auch keinen Hunger, weil ich so fertig bin. Aber ich muss mich dann zwingen eine vernünftige Mahlzeit einzunehmen. Das Trinken geht leichter. Wenn der Mund trocken wird, ist es höchste Zeit für das Getränk.
    Gegenüber des Hotels habe ich dann gespeist und konnte somit auch die Tankstelle beobachten.
    An Tankstellen und an Ampel laufen immer Leute mit einem hölzernen Knüppel herum, und wenn man nicht aufpasst, dann schlägt der Betreffende auf die Reifen und überprüft so den Reifendruck, Pkws werden meist verschont. Andere laufen mit einem Eimerchen herum und säubern während der Ampelrotphase die Windschutzscheibe. Beide Tätigkeiten wollen natürlich bezahlt werden. Diese Helfer wissen genau wie viel Zeit sie haben.
    Dieses Hotel hat ein Schwimmbad. Ich warte nur bis die meisten Badenden gegangen sind, dann kann ich in aller Ruhe meine Bahnen schwimmen. Das lockert meine Beinmuskultur.
    Ich war schwimmen. Das Becken entsprach genau meinen Vorstellungen. Leider meinen einige Besucher, dass der Pool auch zur Müllentsorgung gedacht ist, und schmeißen Flaschen und Becher hinein. Wenn Kinder da machen, sollten die Eltern etwas sagen, bzw den Scheinkram rausfischen. Der Besitzer meinte resigniert, dass das jeden Tag vorkommt.
    Die letzten Bilder sind vom morgigen Tag.
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  • Day87

    Rosas

    June 15 in Colombia ⋅ ⛅ 20 °C

    Die gestrige Entscheidung nicht mehr weiterzufahren war richtig. Einen Kilometer nach dem Hotel begann eine 60 kilometerlange Strecke, bei der ich das Gefühl hatte, es gehe mehr aufwärts als abwärts. Auf diesem Teil wurde ich mit einer schönen Landschaft belohnt, auch wenn nach eineinhalb Stunden der Akku leer war. Ich befürchtete schon nach 3 Stunden meinen Fahrradtag beenden zu müssen, aber dann konnte ich einige längere Abfahrten genießen. Leider sind die LKWs auf der Abfahrt zu langsam, und ich habe keine Lichthupe. Somit musste ich öfters bremsen. Zu Recht traue ich den hiesigen Strassen nicht. Immer wieder sind größere Löcher im Strassenbelag vorhanden. Bei höheren Geschwindigkeiten kann das für einen Radfahrer recht unangenehm werden.
    Pünktlich zum Nachmittag konnte ich dann den 20-minütigen Regen begrüssen. Er ist gerade so lang, dass ich nass werde. Hier in Rosas bin ich mit den letzten 7 % meiner 2. Akkuladung angekommen. Jetzt sitze ich hier in einem Hotel, in dem ich nicht frierend aus der Dusche steigen musste. Es kommt kein Wasser aus der Brause. Vielleicht ändert sich das noch im Laufe des Abends.
    Rosario liegt auf dem Bergrücken zwischen zwei Tälern. Wenn die Himmel klar ist, keine Wolke die Sicht versperrt, dann kann ich zu beiden Seiten grüne Berge sehen. Draußen ist es frisch, aber für einen kleinen Spaziergang reicht es noch.
    Ich fahre die ganze Zeit in Stasse 25 in Richtung Pasto. Dieser Ort liegt 2.300 m hoch, Quito liegt noch etwas höher bei 2.850 m. Aber nachdem ich mit dem Fahrrad schon über 3.000 m war, werde ich das auch bewältigen.
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  • Day86

    Cachmibal

    June 14 in Colombia ⋅ ☁️ 25 °C

    Cachmibal liegt 10 Kilometer hinter Santander de Quilichao bzw 80 Kilometer vor Popayán. Dies ist keine Ortschaft, sondern eine Tankstelle hinter der ein einfaches Hotel liegt. Drei Gründe führten dazu hier zu übernachten. Ich hatte schon 150 Kilometer in den Beinen und vor mir erhoben sich etwas kleinere Berge, dann war ungewiss wie weit der nächste Ort ist und letzendlich hat der Wind aufgefrischt und es regnete auf der anderen Seite. Das Hotel kostet 22.000 Pesos und ist somit günstiger als das letzte Hotel für 35.000 Pesos (8 $ zu 12 $). Dieses Hotel ist sehr schlicht und WLAN funktioniert bei Wind nicht. Eins haben alle Hotels gemein. Es wird behauptet, dass sie auf Warmwasser verzichten können, da es übers Jahr gesehen warm genug ist. Ich bin ein Warmduscher und freue mich in Deutschland mit nicht zusammengepressten Lippen unter den Wasserstrahl gehen zu müssen.
    Deshalb werde ich mir den Luxus erlauben etwas teurere Hotels zu nehmen. Kaum eines hat ein Swimmingpool, aber mache servieren ein Frühstück. Das erspart mir morgens den Weg nach draußen. Mittlerweile hat der Regen und das Gewitter unsere Seite der Berge erreicht. Mein Nachbar telefoniert in einer Lautstärke, dass ich das Gefühl habe, er sitzt neben mir im Bett. Die Schalldämmung ist nicht optimal.
    Zur Strecke: flach, schnell und im Hintergrund sind leichte Erhebungen zu sehen. Die Sonne scheint, ohne dass es heiß ist.
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  • Day85

    Tuluá

    June 13 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    In den letzten 3 Tagen habe ich mich recht gut von den Strapazen der Berge erholt. Das Fahrrad wollte auch in der Ebene nicht richtig schnell werden. Ich dachte, dass irgendein Teil der Mechanik schleift oder der Motor einen Defekt hat, ich habe alles überprüft und nichts gefunden. Nicht ganz, heute habe ich den Störfaktor gefunden. Es waren meine Beine, die so müde waren, dass fast nicht mehr ging, denn heute lief das Fahrrad wie am 1. Tag. Nachteil einer längeren Pause ist, dass sich der Körper wieder ans Radfahren gewöhnen muss. Deswegen habe ich für den heutigen Tag auch eine kürzere Strecke gewählt, um mich einzufahren. Nach 5 Stunden hatte ich Tuluá erreicht.
    Gestern wurde ich mich mit einem Kirchgang und einem guten Essen auf die nächsten Etappen verabschiedet. Ich war gerührt, wie besorgt die Mutter einer Freundin war.
    Das Problem ist immer, wenn man von überall hört was alles passiert ist und was passieren kann, dann möchte man gar nicht emehr losfahren. Aber die Strassen sind breit und sauber, die meisten Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoll, es gibt einen breiten Seitenstreifen, und die Menschen sind freundlich. Vielleicht sieht die Situation auf Nebenstraßen anders aus. Trotzdem passe ich höllisch auf. Das gilt nicht nur für den Verkehr. Wenn ich zu Fuss unterwegs bin, achte ich immer darauf, dass ich Abstand zu anderen Personen habe, in kein Gedränge gerate und meine Wertsachen an unterschiedlichen Stellen untergebracht habe.
    Die heutige Stadt, ich habe ein Hotel im Zentrum, ist sehr hektisch und die Grünflächen sehen auch nicht besonders toll aus. Morgen möchte ich Cali hinter mir lassen.
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  • Day83

    Pereira 2

    June 11 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Gestern war auf der Plaza der Fototermin für den Artikel, der in der hiesigen Zeitung am Wochenende herauskommen soll. Dann werde ich schon wieder auf dem Fahrrad sitzen und in Richtung Cali unterwegs sein und muß mir keine Gedanken machen was in dem Artikel steht. Ich hatte am Vortag eine nette Unterhaltung mit dem Reporter und war mir nicht klar wie er aus den wenigen Informationen, die er von mir bekommen hat eine Reportage machen will. Es ist sein Beruf, und ich wollte ihm nicht dazwischen reden. Gestern hatte ich noch einen weißen Bart, heute nach dem Friseurbesuch sehe ich nach gekürztem Bart jünger aus.
    Heute ging es in eine Ferienhaussiedlung aufs Land. Hier ist die Musik nicht so laut.
    Wenn man ein paar Kilometer aus der Stadt heraus fährt wird die Vegetation wieder dichter und die großen Blätter der Bäume hängen in die Strasse hinein. Aufgrund des Fahrstils der Bus- und Lastwagenfahrer müssen die nicht gekappt werden.
    Hier leben die Menschen mit der Befürchtung jederzeit von anderen bestohlen zu werden. Die Türen werden mit mehreren Schlössern gesichert, aber die Scharniere sind nicht die besten. Im Bus sichert man seine Taschen und packt sie zwischen die Beine. Ansonsten sichert man sich immer mit einem Blick ab.
    Aufgrund meiner Größe und der Hautfarbe werde ich als Ausländer schnell erkannt. Ich habe auch schon diesen Blick.
    Morgen, also Donnerstag geht es weiter. Laut meiner Planung könnte ich in 1 1/2 Wochen in Quito sei. Dies entspricht etwas mehr als 900 Kilometern. Mein abgefahrener Hinterreifen ist ersetzt. Nun muss ich sehen wie gut sich dieser fährt. Mittlerweile weiß ich auch, dass ich meine Tagesetappen bis 16.00 Uhr beendet haben muss, sonst werde ich naß.
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  • Day81

    Pereira 1

    June 9 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    Die Strassen von Medellín nach Pereira wird ausgebaut. Das heißt unzählige Baustellen und somit viele schlechte Strassenabschnitte führten zu langen Warteschlangen vor jedem Bauabschnitt. Mit dem Fahrrad mußte ich mich nicht hinten anstellen, sondern bin gleich nach vorn gefahren. Somit habe ich immer wieder die anderen Fahrzeuge eingeholt. Die Strecke war wieder ein einziges Hoch und Runter, aber nicht so schlimm wie an den anderen Tagen
    Die Landschaft gefällt mir nicht mehr so gut, wie am den letzten Tagen.
    Heute kam ein befreundeter Reporter ins Haus. Für die nächste Wochendausgabe will er eine einseitige Reportage über mich schreiben. Den Artikel kann ich mir dann über das Internet herunterladen. Morgen sollen noch ein paar Bilder gemacht werden. Hoffentlich schaffe ich es ein einigermaßen intelligenten Gesichtsausdruck hinzukriegen.
    Falls jemand den in Spanisch lesen will, ich kenne da eine sympathische Spanischlehrerin.

    Ich werde für ein paar Tage das Schreiben zurücksetzen und mit meiner Gastgeberin einiges unternehmen.
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  • Day80

    Irra

    June 8 in Colombia ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute morgen ging es wieder 20 Kilometer den Berg hoch, um dann in den Wolken auf einem Berggrat durch verschiedene kleine Städte zu fahren. Landschaftlich wieder wunderschön. Zwischenzeitlich habe ich mir überlegt doch meine Jacke anzuziehen, weil es oben in den Bergen recht frisch ist. Wenn man ins Tal fährt, merkt man sehr deutlich wie die Temperaturen mit jedem Meter Runterfahren ansteigen. Wenn der andere Baustil nicht wäre, könnte man sich teilweise in die Alpen versetzt fühlen. Heute haben die Bremsbeläge wieder eigenwillige Geräusche gemacht. Es war Zeit die alten gegen neue zu ersetzen.
    Während ich das schreibe, sitze ich im 2. Stock des Hotels und blicke auf die Plaza, die auf der anderen Straßenseite liegt. Um 6 Uhr hat ein Laden die Plaza mit wahnsinniger Lautstärke beschallt. Mittlerweile um 8 Uhr sind es mindestens 5 Schallquellen. Jedes Mal bitte ich in den Hotels um ein ruhiges Zimmer. Immer scheitere ich. Heute nicht. Es ist überall unmenschlich laut. In Räbke könnte ich die Fahrzeuge zählen und wenn jemand etwas lauter Musik macht, dann informiert er die Nachbarschaft. Hier ist das unnötig. Alle drehen ihre Anlage bis zum Anschlag auf.
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  • Day79

    Caldas

    June 7 in Colombia ⋅ ⛅ 20 °C

    Mir wurde zugesichert, dass die Strecke von San Jerónimo nach Medellin flach sei. Ergebnis: 20 Kilometer steil Bergauf, und dann wurde ich vor einem Tunnel aufgehalten. Der ist über 5 Kilometer lang und besitzt keine Be- und Entlüfungsanlage und alle Halter von offenen und langsamen Fahrzeugen dürfen auf Grund einer eventuellen Erstickung den Tunnel nicht befahren. Also bin ich in einen Bus gestiegen und habe mich bis nach Medellin fahren lassen. Mit dem Fahrrad wäre ich schneller gewesen.
    Der 1. Eindruck von Medellin war nicht positiv und hat sich in den folgenden Stunden nicht geändert. Vielleicht liegt es daran, dass ich große, laute und schmutzige Städte nicht mag und dann schon abwinke und der Stadt keine Chance mehr gebe. Zumindest habe ich im Zentrum Bremsbeläge für das Fahrrad gekauft, denn die alten musste ich bei der gestrigen Abfahrt austauschen, als sie komische Geräusche machten.
    Auch die Hotels haben mir nicht gefallen. Wenn alle mir sagen, ich solle bloß aufpassen, sonst werde ich bestohlen, hat meinen Eindruck nicht verbessert. Ich wollte nur noch raus aus der Stadt. Spätestens seit Mexiko-City komme ich mit 8-spurigen Strassen zurecht. Da ich wie alle 2-rädrigen Fahrzeuge die Auto rechts oder links überhole, bin ich im Verkehr teilweise schneller als Busse.
    Also, von Medellin gibt es keine Bilder, aber bis zum Tunnel schon.
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