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  • Day1

    Putre

    February 11, 2018 in Chile ⋅ ⛅ 26 °C

    Seit sechs Tagen bin ich in dem Dorf Putre am Rand des Lauca Nationalparks. Hier wohnen 1500 Menschen. Es ist für die Bewohner der umliegenden Dörfer die wichtigste Versorgungsstation. Eine Tankstelle gibt es hier nicht. Dazu muss man nach Arica fahren, was drei Stunden Fahrzeit bedeutet. Es gibt aber eine Schule, in der die Kinder nach Bedarf auch in der Sprache Aymara unterrichtet werden. Die Lehrerin kommt dann extra aus Arica. Der gleichnamige Stamm der Indianer ist in vielen kleinen Dörfern auf dem Altiplano noch vertreten.
    Geografen nennen das hier eine semi-aride Zone. Die Temperaturen schwanken ganzjährig zwischen 20-25 Grad von Nacht zu Tag. Wir hatten ca. 5 Grad nachts. Die Vegetation ist nicht üppig aber durchaus genügend für eine reiche Vielfalt an Tieren.
    Mein Anlass hier zu sein war die Höhe (3550m) und die Anpassung daran. Dies Abenteuer dauerte auch bis vorgestern an und wird immer wieder spannend, sobald ich etwas körperlich anstrengendes unternehme. Der 1.Tag führte mich auf den Cerro Pitacane. Unterwegs entdeckte ich Felszeichnungen der Aymara. Vom 2.Tag am Lago Chungará berichtete ich. Am dritten unternahm ich eine Wanderung zu einem Wasserfall mit dortigem Picknick. Am 4.Tag machten wir bei ungünstigen Wetterverhältnissen eine Rundfahrt über den Altiplano mit erstmaligem Überschreiten der 5000m. Heute bin ich zu den Termas de Jurasi gegangen, um auf 4000m in heißem Wasser zu baden. Ich war mittags fast allein. Dabei ist Baden oder Schwimmen in Chile nicht so selbstverständlich wie bei uns, weil die Dichte mit Gelegenheiten fehlt.
    Für mich waren die Tage entspannend, weil es angenehme Kontakte gab und ich schöne Landschaften in einer erhofften Andersartigkeit begehen durfte. Danke, Putre.
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