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  • Day13

    vergessenes Juwel im Westen?

    June 2 in Ireland ⋅ 🌧 12 °C

    Clifden ist als die Hauptstadt der Region Connemara ausgegeben, auch wenn sie nicht sehr zentral darin liegt - lediglich eine kleine Bucht trennt sie vom Atlantik, der sich nach einigen kleinen Kurven um die Bucht wieder in voller Pracht offenbart.

    Das Dorf oder vielleicht auch Dörfchen hat aber alles, was man zum Leben braucht - 3 Supermärkte, Feinkostladen, Souvenirläden, Restaurants, Friseursalons usw. Auch zwei Kirchen, dessen Spitzen das Stadtbild entscheidend prägend, sind in Clifden zu finden.

    Wir entscheiden uns, zuerst die nähere Umgebung rund um das Clifden Castle (seit der Hungersnot Mitte des 19. Jahrhunderts dem Zerfall freigesetzt) zu erkunden. Das Wetter ist, im Vergleich zum Vortag eher wieder irisch, das tut aber der schönen Route, die westlich an der offizielle WAW-Strecke entlang führt keinen Abbruch. Nachdem wir durch Schafe, die Connemara Ponys und zahlreiche Wiesen und Wege gelaufen sind, entdecken wir Clifden Castle etwas versteckt, jedoch mit Blick auf die bereits angetönte Bucht gerichtet, hervorragen. Der Efeu und die Zeit hat am Bauwerk seine Spuren hinterlassen, was auch bei den ca. 100 Meter entfernten Stallungen der Fall ist.
    Ich werde den Gedanken nicht los und frage mich, ob das Castle nicht Sinnbild für die ganze Region und die Stadt Clifden selber ist? Auch unser Hotel (in dem wir uns wunderbar wohl gefühlt haben) könnte man in diese Fragestellung einbinden - ist es ein Juwel, das vergessen ging? Während Corona? Über die Zeit? Auf jeden Fall scheint es mir, als das die "goldenen Zeiten", wo hier wohl der Höhepunkt der Konjunktur war und die Touristen in Massen gekommen sind (so die Annahme) vorbei sind und die Region dringend neue Wege gehen sollte, um den Tourismus wieder zu beleben.

    Das Städtchen ist wie gesagt sehr schön und auch idyllisch angelegt, es wirkt nicht hektisch, alles geht seinen Gang. Sonja findet eine Schmuckmanufaktur, die direkt auch wunderschöne Ketten, Ohrringe, Broschen usw. verkaufen, Wir essen wunderbare Muscheln, die aus dem Killarey Harbour nördlich stammen und auch ohne "Sauce" vortrefflich schmecken.

    Zum Hotel zurück sind es nur ca. 10 Gehminuten, der Weg schön in die Landschaft eingebettet. Auch die Umgebung des Hotels (vgl. Bild 3) scheint mir so, als dass man noch nicht wirklich in der neuen Zeit angekommen ist. Tischtennisspielen wäre es schwieriges unterfangen gewesen, den hoteleigenen Heilport hat wohl seit Jahren niemand mehr benutzt.

    Wir gehen an die Hotelbar und holen uns ein kühles Getränk - Essen gibts erst jeweils um 19.00 - dies aber immer mit tollem Ausblick auf den Garten und die Bucht. Wir hoffen und sind guter Dinge, dass Clifden und die Region einen Weg in die Moderne finden wird und so das Juwel wieder zu altem Glanz erstrahlt.
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    😃 Das sieht aber edel aus [Beat von Dach]

    6/4/22Reply
    Traveler

    oh ja und alles Handarbeit✨️

    6/4/22Reply

    Schön [Beat von Dach]

    6/4/22Reply
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