Pläne ändern sich... Irgendwann auf dem Landweg von Südostasien nach Hause.
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  • Day121

    Zelve

    Yesterday in Turkey ⋅ 🌬 19 °C

    Auf dem Heimweg von unserem Besuch der Untergrundstädte hat uns der deutsch sprechende Busfahrer empfohlen, auch Zelve anzuschauen. Ein sehr guter Tipp, wie sich heute herausstellt.
    Es ist windig heute, und Sand und Staub fliegt bereits in Göreme durch die Strassen. Ein Bus bringt uns zu einer Abzweigung, von wo aus wir die letzten drei Kilometer nach Zelve zu Fuss bewältigen.

    Das Freilichtmuseum erstreckt sich über drei kleine Täler und ist komplett mit den uns bekannten Höhlen versehen. Neben Kirchen und Moscheen befindet sich auch ein grösserer Klosterkomplex darin. Mehrere Wege führen durch die Täler und wir können an vielen Orten in den Fels hineingehen. Leider sind einige Felsbauten eingestürzt und nicht mehr zugänglich; einige Wege sind auch abgesperrt. Darunter auch ein 100m langer Tunnel, der die beiden grösseren Täler verband. Aber auch so sind wir einmal mehr beeindruckt!

    Auf dem Heimweg schauen wir auch noch kurz in Paşabağı vorbei, ebenfalls ein Freilichtmuseum. Hier gibt es wieder einige Feenkamine zu bestaunen. Inzwischen ist das Licht diffus geworden und bei der Rückfahrt nach Göreme kommt es uns vor, als wären wir in der Wüste. Mit den Heissluftballons wird es wohl definitiv nichts...
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    Luzia Iten

    sehr beeindruckend was die Leute früher leisten

     
  • Day120

    Noch mehr Täler

    November 29 in Turkey ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach der Wanderung vom ersten Tag wollten wir uns gestern eigentlich schonen. Wir haben allerdings unterschätzt, wie anstrengend das Erkunden zweier Untergrundstädte sein kann und heute merken wir das bei jeder Treppenstufe. Darum machen wir heute nur eine kleine Tour von Göreme aus.

    Das "Sword Valley" beginnt etwa 2 km ausserhalb von Göreme. Wir gehen davon aus, dass der Name von der engen Schlucht kommt, die ein kleiner Bach über Jahrtausende in den Fels geschnitten hat. Durch das trockene Bachbett geht dann auch der Pfad hindurch. Es gibt einige Kletterpartien und ein paar renovationsbedürftige Leitern müssen auch genutzt, bis wir das Ende der Schlucht erreichen.

    Weiter geht es ins "Rose Valley". Hier bietet sich uns eine surreale Landschaft mit an Blumenblätter erinnernden Felsformationen und die Farben der verschiedenen Gesteinsschichten scheinen nicht von dieser Welt. Allgegenwärtig sind weiterhin auch die Räume und ganze Wohnungen, die in den Fels gehauen wurden.

    Übrigens: Wer die für Kappadokien üblichen Fotos von Heissluftballons vermisst, muss sich noch gedulden. Aufgrund der windigen Wetterlage konnten diese in den letzten Tagen nicht starten. Und morgen sieht es ebenfalls nicht so optimal aus.
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  • Day119

    Derinkuyu und Kaymakli

    November 28 in Turkey ⋅ ⛅ 15 °C

    Nicht nur in die Tuffwände hinein wurde gegraben, sondern auch in den Boden. Wir besuchen heute die beiden Untergrundstädte Derinkuyu und Kaymakli. Beide sind von Göreme aus gut mit dem Bus erreichbar und da das Wetter heute eh ein bisschen nass sein soll, eignet sich das wunderbar als Schlechtwetterprogramm.

    Derinkuyu ist die grössere der beiden Städte. Hier wurden acht Stockwerke in das Gestein gegraben, 85m tief. Hier soll es Platz für bis zu 20'000 Menschen samt Vorräten und Vieh gegeben haben. Gedacht war die Stadt vor allem als Zufluchtsort bei Angriffen. Runde Steintore konnten an bestimmten Stellen geschlossen werden und Ventilationsschächte und Brunnen sorgten für frische Luft und Wasser.
    Viele Räume können über enge Schächte und Treppen erkundet werden. Das geht nur ohne Platzangst; vielfach geht es nur gebückt und zwischen zwei Felswänden eingeklemmt vorwärts, um den Rundweg abzulaufen. Das hier alles von Menschenhand aus dem Stein gehauen wurde, ist schon erstaunlich.

    Die Untergrundstadt in Kaymakli ist zwar kleiner ("nur" vier Stockwerke sind öffentlich zugänglich), wirkt aber ein bisschen freundlicher. Fast alle Räume und Winkel sind beleuchtet, was uns die engen Verhältnisse besser ertragen lässt. Auch hier geht es viele Treppenstufen hinunter, zu Räumen verschiedenster Grösse. Mehrere grössere Höhlen sind offenbar als Weinlager verwendet worden; so schlecht kann es hier unten also doch nicht gewesen sein.

    Auch ohne Klaustrophobie sind wir beide Male froh, wieder an der frischen Luft zu sein. Aber der Tagesausflug hat sich gelohnt, auch wenn es anstrengender war als gedacht.
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  • Day118

    Täler-Wanderung

    November 27 in Turkey ⋅ ☁️ 13 °C

    Kappadokien ist vor allem für seine spezielle Landschaft bekannt. Durch Vulkanausbrüche entstandenes mehrschichtiges Tuffgestein, das durch Erosion unterschiedlich stark abgetragen wird, formt hier einzigartige Felsformationen. Bei einer Wanderung von Göreme nach Uçhisar und wieder zurück sehen wir uns das heute an.

    Das "Pidgeon Valley" gleich südlich von Göreme erhielt seinen Namen wegen der Taubenschläge, die von der Bevölkerung während der Antike überall in die Felswände geschlagen wurden, um Tauben anzulocken. Die Vögel wurde als Nahrung und für das Überbringen von Nachrichten verwendet. Ihr Kot diente dazu noch gut als Düngemittel für die umliegenden Felder. Hier wie auch auf dem Rest der Wanderung begegnen wir nur selten Touristen; wir geniessen deshalb die Ruhe hier in der Natur.
    Auf der Höhe der Burg von Uçhisar verlassen wir das Tal und machen eine Pause in einem Café, das hier halb in den Fels gehauen wurde.

    Nach der Burgbesichtigung und einer kleinen Stärkung in Uçhisar geht es auf einem anderen Weg zurück nach Göreme. Zuerst auf dem rechten Hang des "White Valley" entlang, bis wir dann ins Tal selbst hinuntersteigen. Der durch starke Erosion geformte Fels erinnert hier an Wellenbewegungen. Nicht selten queren wir auch das Bachbett oder laufen einige Meter darin weiter. Es fängt jetzt auch an, ein bisschen zu regnen.

    Gleich nach diesem Tal kommen wir ins "Love Valley", das heute vielleicht die markanteste Landschaft bietet. Die sogenannten Feenkamine, die uns in kleinerer Form bereits in den beiden anderen Tälern begegneten, sind hier die grössten und eindrucksvollsten. Bei diesen Formationen schützt eine Schicht härteres Tuffgestein die unten liegenden Schichten vor Erosion und so entstehen massive Felskegel, die in Gruppen oder einzeln im Tal stehen.
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    Hoi Unterägerer, ja die Türkey ist sehenswert und immer eine Reise wert! Gute Heimreise und gruäss vom Burehof [Burehof]

    Luzia Iten

    das erratet wohl niemand woher der Name Love Valley stimmt Super schön .

     
  • Day118

    Uçhisar Kalesi

    November 27 in Turkey ⋅ ☁️ 14 °C

    Statt wie üblich einer Burg auf einem Fels erwartet uns in Uçhisar eine in den Fels gehauene Festung.

    Das weiche Tuffgestein erlaubte es, zahlreiche Räume und Passagen in einen 60 Meter hohen, freistehenden Berg zu hauen. Hier sollen einst 1'000 Menschen gelebt haben! Heute sind nicht mehr alle Räume zugänglich, aber dafür können wir die Felsburg aussenherum bezwingen. Nach einer kurzen Tunnelpassage beim Eingang geht es viele Stufen hinauf bis nach ganz oben. Dabei können wir uns einige der noch zugänglichen Räumen und Gänge der Burg ansehen.

    Ganz oben haben wir dann einen atemberaubenden Ausblick auf die farbenfrohe Landschaft. Von hier oben sieht man aber nur ganz grob, was Kappadokien so speziell macht. Wie wir später feststellen, ist hier vieles in den Tälern verborgen.
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  • Day116

    Konya, tropisch feucht

    November 25 in Turkey ⋅ ☁️ 9 °C

    Als Kontrastprogramm zum kalten Sille statten wir dem Tropikal Kelebek Bahçesi einen Besuch ab, dem Schmetterlingsgarten und Tropenhaus der Stadt Konya. Das architektonisch interessante Gebäude beherbergt eine grosse Sammlung an verschiedensten Schmetterlingen, die in der grossen Halle zwischen Tropenpflanzen umherschwirren. Wieder einmal etwas Abwechslung bei den Fotomotiven!

    Wer oben auf die Karte klickt und nah genug heranzoomt, kann sich das Gebäude noch aus der "Schmetterlingsperspektive" ansehen 😉
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  • Day116

    Sille, herbstlich grau

    November 25 in Turkey ⋅ ☁️ 7 °C

    Über einen Blogbeitrag haben wir von Sille erfahren, einem eigentlich historischen Örtchen etwas ausserhalb von Konya, das zur Touristendestination aufsteigen will.

    Mit dem Bus 47 fahren wir bis zur Endstation, einem Stausee oberhalb des Dorfes. Hier gäbe es zumindest in der Hauptsaison jede Menge Restaurants und Freizeitaktivitäten zu bestaunen. Jetzt hat jedoch alles zu und die grossen Parkplätze sind leer.
    Wir laufen deshalb gleich wieder runter ins Dorf und merken langsam, dass sich die Temperaturen hier im Inland der Türkei wohl auch eher schweizerischen Werten annähern. Helen montiert vorsorglich schon die Handschuhe.

    Eine zum Museum umfunktionierte Kirche, der fotogene Überrest eines Viadukt (Şeytan Köprüsü oder "Teufelsbrücke" genannt), viele Cafés am künstlich angelegten Kanal und noch mehr gibt es im Dorf selbst zu sehen. Alles schön zurecht gemacht, aber irgendwie wirkt es ein bisschen erzwungen, gerade ohne grossen Touristenaufmarsch. Auf der einen Strassenseite wird sogar bereits der nächste Boulevard hochgezogen.

    Von der langen Geschichte des Orts zeugen auch die in den Stein gehauenen Kirchen und Gräber, deren Überreste wir an einem Hang von Nahen betrachten können. Während der byzantinischen und römischen Zeit war Sille ein wichtiges Glaubenszentrum, da es auf dem Weg nach Jerusalem lag.
    Hier lebten bis 1922 Türken und Griechen friedlich nebeneinander, nachdem der bereits bei Konya erwähnte Poet und Mystiker Rumi an diesem Ort Zeuge eines Wunders wurde und die Türken bat, den Griechen kein Leid anzutun. So sagen es zumindest die Überlieferungen.
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  • Day115

    Konya, fortgesetzt

    November 24 in Turkey ⋅ ☁️ 12 °C

    Die Stadt, in der wir uns gerade befinden, gilt als Ursprung einer der bekanntesten Sufi-Bruderschaften. Der Mevlevi-Derwisch-Orden basiert auf den Lehren und Worten des berühmten persischen Poeten Dschalal ad-Din ar-Rumi, der vor allem in der Türkei und im Iran noch immer ein hohes Ansehen geniesst. Hier in Konya wurde der Orden durch seinen Sohn gegründet und die sterblichen Überreste von Mevlana, wie er auch noch genannt wurde, liegen zusammen mit denen seiner Nachkommen und vielen anderen Amtsträgern des Ordens, in einem Mausoleum auf.

    Dieses Mausoleum sowie das Mevlana-Museum schauen wir uns heute an. Leider wird die (wahrscheinlich wunderschöne) Gartenanlage sowie ein Turm gerade renoviert und einige Abschnitte des Museums sind wegen Corona gerade geschlossen. Aber nichtsdestotrotz ein interessanter Besuch, bei dem wir viel über das tägliche Leben eines praktizierenden Anhänger dieses Ordens gelernt haben. Wir hoffen, irgendwann noch eine Vorführung des "Sema" zu sehen, des rituellen Tanzes der "Drehenden Derwische".

    In der Stadt gibt es natürlich auch noch mehr zu sehen. Hier gibt es diverse Moscheen, die wir uns von innen und aussen anschauen. Die Alâeddin-Moschee zum Beispiel, die von der Seite her, wie wir sie betreten haben, sehr klein und unbedeutend aussieht. Aber die unüblich niedrige, dafür umso grössere Gebetshalle und die umliegenden Gebäude zeugen von der langen Geschichte dieses 1150 begonnenen Bauprojekts.
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  • Day113

    Konya

    November 22 in Turkey ⋅ 🌙 10 °C

    Von Afyon aus geht es mit dem Bus weiter ins Landesinnere, nach Konya. Das Wahrzeichen der Stadt, das Mausoleum von Rumi, besuchen wir heute noch kurz nach Sonnenuntergang. Morgen erkunden wir die Stadt dann richtig!Read more

    R E

    ...haben uns dort mal heftig verlaufen und die Hotel-Suche war auch nicht einfach - interessante Stadt. Wollt ihr nach Kappadokien?.

    Helen

    Genau, nach Konya geht es weiter nach Kappadokien.

    Immer super ,üchi Bricht [Barbara]