A 12-day adventure by Autonom unterwegs
  • Day5

    Willkommen an Bord

    August 13, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Auf der Suche nach dem Fährhafen lernten wir die mehr oder minder dunklen Ecken der Rostocker Banlieues sowie eine Horde rauchender Frühpubertiere kennen, die uns den korrekten Weg wiesen. So kamen wir trotz aller Irrungen und Wirrungen recht entspannt an. Ob wir auf die angebotenen "Auspeitschungen" (siehe Bild unten) wirklich zurückgreifen wollen, lasse ich erst mal offen. Unser sozio-kommunikatives Zwischenergebnis : Wir hatten bisher ausschließlich mit sehr freundlichen Menschen zu tun.
    In Rostock hatten wir noch ein schönes Essen mit Irene und Martin, unseren Schweizer Radfreunden mit der ähnlichen Sozialisation und viel Humor.
    Hallo ihr beiden, wir nehmen das schon als Versprechen, dass ihr uns mal besucht. Vielleicht wäre ja auch Regensburg eine Reise wert. Es muss ja nicht mit dem Fahrrad sein.
    Jetzt haben wir unsere Schlafsitze bezogen und ich werde mich mal aufmachen und das Schiff erkunden.
    Read more

    Benedikt Feja

    Göteborg!!! :)

    8/13/18Reply
     
  • Day5

    Ausmoränt und fast auf der Fähre

    August 13, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach einem kleinen Stadtspaziergang in Güstrow, mussten wir feststellen, dass der frühe Vogel vielleicht den Wurm fängt, aber in keine der Güstrower Kirchen kommt, die anscheinend vor 10 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit beorgelt werden.
    Von günstigen Winden unterstützt kamen wir nach Bützow, wo uns Herr von M., die Kirchenaufsicht, seine nicht allzu schöne Lebensgeschichte sowie seine Trauer darüber, dass die jungen Leute das flache Land in Mecklenburg-Vorpommern verlassen, mitteilte. Immerhin wusste er von einer aktiven Kirchengemeinde zu berichten, die sich auch aus Insassen der örtlichen Justizvollzugsanstalt rekrutiert.
    Rostock erreichten wir in der größten Hitze, wir kauften ein und Wolfgang flickte den ersten Platten. Wir besichtigten noch die Marienkirche, bei der sich mir drei Fragen stellten: Kann man da überhaupt einen Gottesdienst abhalten? Liegt Schönheit wirklich nur im Auge des Betrachters? Ist es dann oft nicht einfach besser, wenn man sich die Augen zuhält ?
    Read more

  • Day4

    Von Bellin nach Bellin...

    August 12, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    sollte dieser Beitrag jetzt heißen, aber es klappte einfach nicht, weil das Schild des Ortes Bellin, kurz vor Güstrow, vor dem wir posieren wollten,, geklaut war. Wieder ein guter Gag verpufft.
    Die Erkenntnis des Tages : Bloggen ist großartig und noch besser ist es dazu Videos zu machen, weil man so wildfremde Menschen ansprechen kann und es meist lustig wird - siehe die Interviews mit Martin und Irene aus St. Gallen in der Schweiz, die wir morgen in Rostock wieder treffen werden (sie sind etwas schneller, weil sie früher starten und auf die kulturellen Highlights verzichten 😉)
    Die Höhepunkte des Tages? Der Möritz Cup der Dressur- und Springreiter. Es gibt kein Video davon, weil wir nur Siegerehrungen gesehen haben. Skurril war die Ehrung der Viertplatzierten der jüngeren Dressurreiter(innen), die ohne Pferd zur Ehrung erschien, dafür aber mit Mutter.
    Dann ruderten wir noch auf dem Krakower See bei Krakow und besuchten die Dorfkirche von Bellin. Den Schlüssel erhielten wir vom ehemaligen Messner, der uns auch noch die Kirche als Pappmodell präsentierte. Die Kirche war großartig. Daher die vielen Bilder unten. An alle Historiker, die diesen Blog lesen: Findet mal das Patrozinium der Kirche heraus. Der Ex-Messner wusste es nicht und ich habe keine Zeit dafür. Ich muss schließlich radeln.
    Read more

  • Day3

    Gegen Naturgewalten und Kalorien

    August 11, 2018 in Germany ⋅ 🌙 15 °C

    Wir sind jetzt in Neu-Gaarz auf einem ganz besonderen Anwesen gelandet. Hier ist eine verfallene Domäne zu neuem Leben erwacht und die Erwecker sind Hans Schneider und seine Ute. Das Ergebnis: eine nicht ganz übersehbare Ansammlung von Hotel-- und Hostelzimmern sowie Ferienwohnungen. Da Herr Schneider etwas zu genau geplant hat, haben wir keine Hostelzimmer, sondern ein Apartment.
    Gegessen haben wir viel, weil wir großen Hunger hatte und hier der allgemeine Grillabend war.
    Jetzt haben wir eine charmante Tischdame: Theresa vom Prenzlauer Berg, die ein Pony hat und in Australien Kängurus füttert. Sie hat sich ebenso interviewen lassen wie ihre Mutter Friederike.
    Read more

  • Day3

    Es hätte noch unangenehmer werden könne.

    August 11, 2018 in Germany ⋅ 🌬 19 °C

    ... meinte Wolfgang und er dachte dabei, dass zum heftigen Gegenwind auch noch Regen kommen könnte. So gesehen war der Tag bislang anstrengend, ein bisschen weniger kulturell als gestern und doch sehr abwechslungsreich.
    Das Wichtigste : die Havelquelle (die von einer Wasserleitung versorgt wird 😉) und das Schliemann-Dorf Ankershagen mit einer ehemaligen polytechnischen Oberschule, einem nachgebauten trojanischem Pferd und einer wunderschönen Dorfkirche.
    Jetzt machen wir Pause am Marktplatz von Waren an der Müritz und genießen das Treiben. Und siehe da: es kommt der Regen.
    Read more

  • Day2

    Erkenntnisse über Erkenntnisse

    August 10, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Wir haben unsere 75 geplanten Kilometer gut geschafft. Bei den letzten 15 km meinte es der Wind besonders gut mit uns und blies von hinten.
    Die geografische Erkenntnisse des Tages? Entgegen meiner ersten Annahme, dass es späteste nach dem Thüringer Wald nur noch flach Richtung Meer geht, ist es hier ausgesprochen hügelig : Moränenland. Entgegen meiner zweiten Annahme, dass spätestens nach dem Thüringer Wald alle größeren Flüsse von Süd nach Nord fließen müssten, fließt die Havel von Nord nach Süd. Gerade sind wir in Neustrelitz in der Müritzseenlandschaft, die im weiteren Sinne zum Havelbereich gehört. Wir sind auf 83 Metern NN, Berlin ist auf 30.
    Ansonsten ist vieles geradezu klischeehaft: Viele mit Bäumen gesäumte und Katzenkopf gepflasterte Chaussee. Schmucke Siedlerhäuschen neben verfallenen LPG-Ruinen. Die Kneipe heißt Dorfkrug. Und Aal gibt es in Aspik zu hervorragenden Bratkartoffeln.
    Was verwundert ist, dass es zwei NETTO Discounter gibt. Der eine ist so wie bei uns, der andere hat einen schwarzen Hund im Signet. Beide sind meist fast benachbart.
    Übrigens : Es herbstelt hier. Der Himmel ist knallblau und die Backsteinkirchen heben sich in einem kräftigen Rot dagegen ab.
    Wie es in den nächsten zwei Tagen mit dem Bloggen wird, weiß ich noch nicht, weil wir zumindest morgen in einem etwas abgelegenen Hostel absteigen. WLAN ungewiss.
    Read more

  • Day2

    Herrliches Radelwetter

    August 10, 2018 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach einer Nacht im Gasthof "zur Fähre" in Burgwall, wo ein Gewitter für die erhoffte Abkühlung sorgte, geht es nach einem ausführlichen Frühstück an der Havel weiter. Die sog. "Fahrradstraßen" sind perfekt ausgebaut und wir können angenehm dahin sausen. Besonders interessant waren bislang ein üppiger Brombeerbusch, eine Havelschleuse in Funktion, eine ehemaliges Zisterzienserkloster als Freizeitpark und das uns bis jetzt unbekanntes Mädchen-KZ neben dem KZ Ravensbrück.
    Roberts Gepäcktasche-Konstruktion machte gestern noch Probleme, weil die Taschen bei jedem Randstein aus der Halterung sprangen. Das ist jetzt behoben
    Read more

  • Day1

    Endlich geht es los oder auch nicht...

    August 9, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    Wolfgang ist seit gestern an Bord. Er ist zum Auftakt von Biengarten bei Höchstadt nach Hirschau geradelt - 120 km durch 33 Grad Hitze. Ich zerfließe. Das nicht nur wegen dieser, sondern auch aus Bewunderung. Bilder von seinem Start gibt es hier unten.
    Wir haben zum Abschied noch die Oberpfälzer Gastronomie (Kreuzerwirt) beeehrt und mit Freund und Nachbarn Dieter in der Nacht den Fahrradträger montiert, dem mein Dank gebührt.
    Jetzt sind wir in Amberg im FlixBus und warten auf den zweiten Fahrer, der gerade angekommen ist.
    Gestern waren wir noch bei einem der besten Nachbarn der Welt, bei Robert, der mit seinem handwerklichen Geschick meine krude Ideen umsetzte: Mein Kollege Christoph hatte mir nämlich erklärt, dass ich bei meinem Gewicht - das hat er höflicherweise nicht gesagt - das Gepäck sinnvollerweise möglichst auf dem Vorderrad lasten soll. Die Lösung : Lowrider und die großen Taschen nach vorne. Jetzt war aber die Aufhängung zu schmal. Also bastelte und schweißte Robert an einer stabilen Konstruktion. Siehe Bild. Danke, Robert.
    Mein Dank geht auch noch an Lolo, der uns heldenhaft nach Amberg chauffiert hat und jetzt wahrscheinlich noch eine Runde schläft.
    Read more

    Benedikt Feja

    Sportlich! Viel Erfolg bei der ersten Etappe! Göteborg hat heute Sonnenschein, aber die nächsten zwei Tage Unwetter. Dann wird es wieder besser.

    8/9/18Reply