Joined August 2021 Message
  • Day7

    Beeindruckende Natur :)

    October 19, 2019 in Israel ⋅ 26 °C

    Heute starten wir unseren zweiten Versuch uns die Wüste Masada und das Tote Meer anzusehen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, haben wir uns eine Tour gebucht, die schon bei Sonnenaufgang beginnt.
    Tel Aviv liegt ca 200 Kilometer von unserem ersten Ziel entfernt, und so beginnt unser Ausflug bereits um zwei Uhr morgens. Nach nur eineinhalb Stunden Schlaf quälen wir uns aus dem warmen Bett. Leicht gerädert, als hätten wir die Nacht durch gefeiert, machen wir uns im Halbschlaf fertig, packen unser Lunchpaket ein, und fahren mit dem Taxi zum Treffpunkt. Die neunzig minütige Fahrt in die Wüste nutzen wir um noch ein bißchen zu schlafen, auch wenn das bei dem Verkehr und den Straßenbedingungen nicht immer ganz leicht ist.
    Bevor unsere Wanderung den Berg hinauf beginnt, heißt es erstmal warten, bis die Gruppe vollständig ist. Wir vertreiben uns die Zeit mit einem Cafe, bis es wenig später endlich losgeht. Zu Beginn ist der Weg noch leicht, doch nach und nach wird die Route immer steiler und anspruchsvoller. Und obwohl in den frühen Morgenstunden noch angenehm kühle Temperaturen herrschen, kommen wir dabei ganz schön ins Schwitzen. Allmählich beginnt der Sonnenaufgang, und
    etwa eine Stunde später haben wir es dann endlich geschafft und werden mit einem fantastischen Ausblick über die Wüste bis hin zum Toten Meer belohnt.
    Uns bleibt nicht allzu viel Zeit, bis wir zum nächsten Programmpunkt aufbrechen müssen, und so gehen wir zur Seilbahn Station, um zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Unglücklicherweise ist sie nicht in Betrieb, ob aus technischen Gründen oder aufgrund der frühen Morgenstunden kann ich nicht in Erfahrung bringen. Es bleibt uns nichts anderes übrig als zügig den ganzen Weg zu Fuß zurück zu gehen, um unseren Bus nicht zu verpassen. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern hetzen wir in schnellem Laufschritt den Berg hinab und kommen dabei dermaßen aus der Puste, das wir fix und fertig beim Treffpunkt ankommen. Die nächste halbe Stunde verbringen wir schweigend im Bus.... zu erschöpft für jegliche Konversation. Als wir beim nächsten Stop ankommen, verlassen wir zwar den Bus, doch uns fehlt die Motivation und so nutzen wir einfach die Zeit bis zur Weiterfahrt für eine kleine Verschnaufpause an der frischen Luft.
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  • Day5

    Ein Missverständnis :)

    October 17, 2019 in Israel ⋅ 27 °C

    Heute mieten wir uns ein Auto, um das Land in unserem eigenen Rhythmus zu erkunden, ohne uns einer geführten Tour, und dem damit verbundenen festen Zeitplan zu unterwerfen.
    So weit so gut, nach ein bißchen Recherche im Internet, haben wir die verschiedenen Möglichkeiten verglichen, und machen uns auf den Weg zur Autovermietung. Selbstverständlich mit Hilfe unseres neuen Lieblings Verkehrsmittel, dem E-Scooter. Vor Ort angekommen sind die Formalitäten schnell erledigt, so das unserem Ausflug nichts mehr im Weg steht, und nach ein paar Versuchen sich mit der Automatik des Wagens vertraut zu machen, wagen wir den Schritt ins Abenteuer. Obwohl wir dem Navigationssystem folgen, fällt es uns ein bißchen schwer sich im hektischen Straßenverkehr zu orientieren, und so kommt es wie es kommen muss, wir verfahren uns und landen promt auf einer Ausfahrt für LKWs, auf der wir nichts zu suchen haben. Doch dank der netten Hilfe eines älteren Mannes, finden wir dann doch noch den richtigen Weg, und biegen auf die Autobahn ab. Eine halbe Stunde später halten wir für einen kurzen Stopp und haben anschließend Probleme damit, das Auto erneut zu starten. Alle Versuche bleiben erfolglos, und so bleibt uns nichts anderes übrig, als die Hotline anzurufen. Ein paar Standardfragen und eine Erklärung der Situation in englischer Sprache später, einigen wir uns darauf zu warten, bis ein Techniker vorbeikommt, um sich den 'Schaden' anzusehen. Jetzt heißt es warten, und zu Beginn sind wir noch sehr optimistisch, das es schnell weiter geht, doch je mehr Zeit verstreicht, desto mehr Zweifel haben wir an einer schnellen Lösung. Mittlerweile ist es Mittag geworden, und die Sonne brennt erbarmungslos herunter. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen etwas abseits, von wo aus wir einen guten Blick auf das Fahrzeug haben, und halten uns mit Situationskomik bei Laune. Hin und wieder verirrt sich ein Auto auf dem angrenzenden Parkplatz, doch von Europcar keine Spur. Nach guten zwei Stunden melden wir uns ein weiteres Mal telefonisch beim Dienstleister, wo uns mitgeteilt wird, das der Kollege bereits unterwegs ist. Doch es vergehen weitere Stunden, ohne das etwas passiert, und uns wird klar, das es möglicherweise doch keine einfache Lösung für unsere Situation gibt, und wir uns von unseren Plänen für heute verabschieden müssen. Langsam verlässt uns die Hoffnung, und Ungeduld und Ärger machen sich breit. Ich greife erneut zum Hörer, wähle die Nummer der Autovermietung, beantworte zum wiederholten Male die selben Fragen, doch bevor ich ein weiteres Mal vertröstet werden kann, mache ich meinem Gesprächspartner klar, das wir nicht mehr warten werden. Da es schon bald dunkel wird, unser Handy Akku kurz davor ist den Geist aufzugeben und sich unsere Essensvorräte leeren, haben wir beschlossen das Auto stehen zu lassen und mit einem Taxi zurück nach Tel Aviv zu fahren. Dort werden wir ein wenig überrascht empfangen, da wir das Auto eigentlich bis morgen früh gebucht hatten. Wir beginnen nacheinander mit aufgebrachter Stimme von unserem turbulenten Tag zu berichten, und zu erklären, warum wir das Auto stehen gelassen haben. Bei unserem Gespräch kommen Christine unweigerlich die Tränen und mit ihnen wird der Stress des Tages fort gespült. Es folgt ein Telefonat mit dem Kundendienst, und nach einer hitzigen Diskussionen und Unverständnis seitens des Typen der Hotline bieten die Kollegen vor Ort uns an, gemeinsam zurück zu fahren, um sich selbst ein Bild zu machen. Beim Auto angekommen stellt sich dann heraus, das der erste Tipp der Mitarbeiter dann doch für das ganze Chaos verantwortlich war, die fehlende Eingabe der Pin hat dazu geführt, das sich das Fahrzeug nicht mehr starten ließ. Sicher hätte man das auch bei unserem ersten Telefonat klären können, doch ich schiebe dieses Missverständnis mal auf die sprachliche Barriere. Auf dem Weg zurück ins Stadtzentrum machen wir uns darüber Gedanken, was wir mit dem restlichen Tag noch anstellen können, jetzt wo wir mit unserem Mietauto klar kommen, stehen uns ja alle Möglichkeiten offen. Das Rennen macht letzten Endes dann doch Tel Aviv, wo wir den Tag in Ruhe bei einem Sonnenuntergang am Strand ausklingen lassen wollen. Wir spazieren auf der Suche nach dem Nachtbazar durch die Altstadt, und kommen an einem Lokal vorbei, das unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Durch das offene Tor gelangen wir in den belebten Hinterhof, und sind umgeben von vielen Tischen, an denen die Leute gesellig zusammen sitzen und den Abend genießen. Den ganzen Tag über haben wir so gut wie nichts gegessen, und so langsam knurrt uns beiden der Magen, so das auch wir uns einen Platz suchen, um das typische israelische Gericht 'Shakshuka' zu probieren. Kaum haben wir uns hingesetzt, werden wir auch schon von einem der Kellner überschwänglich begrüßt, und in ein Gespräch verwickelt. Es folgen die klassischen Fragen, ob wir hier das erste Mal Urlaub machen, was wir schon alles angeschaut haben, wie lange wir in Israel bleiben und wo es als nächstes hingeht. Als die Unterhaltung auf unsere Heimat kommt, strahlt er über das ganze Gesicht und beginnt, uns von einer deutschen Kochshow “Kitchen Impossible“ zu erzählen, in der sein Chef mitgewirkt hat. Da mir die Sendung nicht unbekannt ist, lausche ich interessiert seiner Geschichte, bis wir wenig später unser Essen serviert bekommen, Shashuka in einer großen Gusspfanne mit vielen verschiedenen Beilagen, ähnlich den spanischen Tapas. Und während wir uns das Abendessen schmecken lassen, bringt der Kellner einen Mann an unseren Tisch, der wie sich herausstellt, genau dieser Koch des Hauses ist. Wir machen ein paar Erinnerungsfotos, um diesen Moment festzuhalten und genießen noch den restlichen Abend, bis es Zeit ist in unser Hotel zurückzukehren.Read more

  • Day4

    Ein Stück Geschichte

    October 16, 2019 in Israel ⋅ 27 °C

    Um dem größten Ansturm zuvor zukommen, entscheiden wir uns, das Frühstück im Hotel zu canceln und stattdessen schon am frühen Morgen nach Jerusalem aufzubrechen. Zwar ist die Altstadt in Jerusalem überschaubar, doch wir verweilten gestern immer wieder an dem ein oder anderen Highlight, so das wir nicht alles sehen konnte, was wir uns vorgenommen haben.
    Unterwegs zur Klagemauer kehren wir noch schnell in einer Bäckerei ein und decken uns mit Proviant ein. Vor Ort angekommen, müssen wir leider feststellen, das wir nicht die einzigen Touristen sind, die auf ein bißchen weniger Andrang in den frühen Morgenstunden gehofft hatten. Naja, ein Versuch ist es definitiv wert gewesen. Von hier führt auch die Holztreppe, das sogenannte 'Marokkanertor', für alle nicht Muslime hinauf zum Tempelberg, wo der eindrucksvolle 'Dome of the Rock' ( Felsendom ) steht. Dieses Bauwerk ist eines der umstrittensten heiligen Orte, denn es ist für jede der drei Weltreligionen von Bedeutung. Da es mittlerweile in 'islamischer Hand' ist, dürfen 'Nichtgläubige' es leider nicht von innen besichtigen, doch auch von außen ist es definitiv einen Besuch wert, und verzaubert uns mit seinen eindrucksvollen Verziehrungen entlang der Mauern. Nach ein paar Fotos geht's weiter zum bekannten Ölberg, und der Weg hinauf gestaltet sich ganz schön anstrengend. Endlich oben angekommen bin ich schon ein wenig enttäuscht, bis auf die Aussicht hat sich der Aufstieg nicht wirklich gelohnt. Um auf dem Rückweg nicht unnötig durch die Gegend zu irren, fragen wir eine Gruppe junger bewaffneter Männer vom Militär die an einer Bushaltestelle sitzen, nach dem Weg. Ob aus Spaß oder Unwissenheit kann ich nur mutmaßen, denn sie geben uns zwar die richtige Richtung zurück zum Damaskustor, doch die Zeiteinschätzung ist komplett falsch. Und so brauchen wir statt der veranschlagten viertel Stunde ganze dreißig Minuten in der heißen Mittagssonne bis zum Zentrum. Zurück in der Altstadt nehmen wir uns die Zeit für ein paar weitere Stationen des Kreuzwegs. Dazu gehört die wohl bekannteste Kirche 'Church of the Holy Sepulchre', der Ort an dem Jesus Grab sein soll, und somit auch der letzte Teil des Weges. Nur ein kleiner Bereich der riesigen Kirche ist für die Öffentlichkeit zugänglich, für mich reicht das jedoch vollkommen aus. Nachdem man den Eingang hinter sich gelassen hat und nach links abgebogen ist, steht man auch schon vor dem heiligen 'Salbungsstein', der von den vielen Gläubigen in Beschlag genommen wurde. Man sagt ihm nach, das er alle Gegenstände, die man mit ihm in Berührung bringt segnet.
    Von den insgesamt vierzehn Stationen des Kreuzweg, sind die meisten überwiegend auf der 'Via Dolorosa' zu finden. Diese Gasse führt mitten durch den Kern der Altstadt, und verbindet die vier Quartiere (jüdisch, muslimisch, deutsch und armenisches ) miteinander. Doch bei den Massen, die durch die kleinen und verwinkelten Gassen drängen, belassen wir es bei ein paar Schnappschüssen im Vorbeigehen. Vorletzter Stopp ist die Südliche Mauer, die den Altstadtkern umgibt. Für ein paar Euro kann man einen Rundgang machen, und so bekommen wir einen grandiosen Blick auf die Umgebung. Bevor es jedoch zurück nach Tel Aviv geht, machen wir noch einen Abstecher nach Yad Vashem, einem Museum, das dem Holocaust gewidmet ist. Zu Anfang war mir gar nicht klar wie umfangreich das Gelände ist. Um sich jedem einzelnen Bereich im Hauptgebäude zu widmen, bräuchte man wahrscheinlich Wochen. Die Ausstellung beginnt mit dem Leben der Juden vor dem zweiten Weltkrieg, weiter geht's mit der Verfolgung, Verhaftung und Ermordung. Das ist nicht immer leicht zu verdauen, zumal es auch sehr detailliert geschildert wird, mit Bild- und Tonbandaufnahmen, und auch mit Hilfe von Originalgegenständen wie beispielsweise Schuhe, Klamotten, Bahngleisen oder Schubkarren. Man taucht ein in die Geschichte und ist betroffen und sprachlos. Gut, und auch wichtig finde ich, das es sowohl für die Täter, als auch für die Helden in dieser Zeit einen Bereich gibt. Hier werden all die Verantwortlichen, mit Bildern und Erinnerungen der Opfer, für ihre unfassbare Taten öffentlich an den Pranger gestellt, was viel zu oft untergeht. Und auch die mutigen und riskanten Handlungen der Helfer und Unterstützer bekommen hier eine Anerkennung.
    Dieses 'Mahnmal der Geschichte' ist authentisch, traurig und auch sehr bewegend.
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  • Day3

    Jerusalem :)

    October 15, 2019 in Israel ⋅ 28 °C

    Für Tag zwei unseres Urlaubs haben wir uns für einen Ausflug nach Jerusalem entschieden.
    Mit dem Bus gestaltet sich die Fahrt dorthin sehr leicht, denn nicht weit von unserem Hotel entfernt liegt der Busbahnhof, und es fahren alle zehn Minuten Busse nach Jerusalem.
    Um uns einen ersten Überblick über Jerusalem zu verschaffen, nehmen wir an einer 'Free Walking'- Tour teil. Ich kenne es schon aus meiner Zeit in Südamerika, das Prinzip ist das Gleiche, nur mit dem hiesigen Ansturm habe ich tatsächlich nicht gerechnet. Umringt von hunderten von Leuten hoffen wir noch einen der begehrten Plätze zu bekommen ... und wir haben Glück. Während der Tour bekommen wir viele geschichtliche Hintergründe und religiöse Zusammenhänge zu hören, doch all die baulichen Highlights sind nur von weitem zu sehen, was mich ein wenig enttäuscht. Am Ende der Führung ist es jedem Teilnehmer überlassen, wie viel Trinkgeld er für die Tour zahlen möchte, und ich bin ehrlich gesagt eher wenig begeistert, und gebe deshalb nur das Minimum. Nachdem wir nun einen groben Überblick haben, starten wir damit, unsere persönlichen Highlights aus der Nähe zu erkunden. Den Touristen folgend, führt uns der Weg hinein ins Herz der Altstadt. Momentan ist 'Sukkot', ein jüdischer Feiertag, der eine ganze Woche lang zelebriert wird, und so quetschen wir uns mit all den anderen Urlaubern zentimeterweise vorwärts. Das dieses Gedränge nicht allen Anwohnern gefällt, wird uns durch einen der Händler deutlich gezeigt, der seinem Ärger darüber lautstark Luft macht. Ich kann das zum Teil sogar verstehen, doch darf man nicht vergessen, das der Tourismus auch viel Geld in die Kassen spült.
    Die Geschichte ist hier allgegenwärtig, mitten durch die alten Gewölbe führt der original Kreuzweg, und dank Christine bekomme ich ein paar interessante Informationen zu den einzelnen Stationen. Anschließend geht's weiter zur nicht weit entfernten Klagemauer, ein 'Must-See' für all diejenigen, die Jerusalem besuchen. Der größere Teil ist unterirdisch noch erhalten, und es gibt sogar die Möglichkeit eine Tour durch die alten Gemäuer zu machen, doch der wohl bekannteste Teil ist oberirdisch zu sehen. Und auch wenn ich gar nicht gläubig bin, zieht es mich unwillkürlich dorthin. Über gepflasterte, enge und verwinkelte Gassen finden wir dank der Ausschilderung unser Ziel, und sind überwältigt von den vielen Menschen. Kaum habe ich mich durch die Menschemassen vor der Klagemauer manövriert, um meinen Zettel im Mauerwerk zu platzieren, öffnet sich der Himmel, und der Regen prasselt auf die Erde nieder. Ein paar hartnäckige Gläubige bleiben an der Mauer stehen, betend so wie man es hier tut, mit der Stirn und den Handflächen die Steinmauer berührend.
    Mir kommen unweigerlich die Tränen, und als eine Passantin das mitbekommt, fordert sie mich auf zu Beten, meine Wünsche auszusprechen, da die Pforte zum Himmel nun geöffnet ist. Es ist ein bewegendes Gefühl, und es berührt mich sehr. Es scheint so richtig .... vielleicht war meine Mama genau in diesem Moment hier bei mir an meiner Seite.
    Mittlerweile ist es Nachmittag geworden, und wir stärken uns in einem der kleinen Lokale im Herzen der Altstadt mit landestypischen Falafel, bevor wir uns auf den Rückweg nach Tel Aviv machen, um die zahlreichen neuen Eindrücke zu verarbeiten.
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  • Day2

    Erste Eindrücke von Tel Aviv :)

    October 14, 2019 in Israel ⋅ 28 °C

    Nach einer erholsamen Nacht, und einem leckeren Frühstück in unserer Unterkunft für diese Woche, machen wir uns auf den Weg in Richtung Strand. Von dort führt eine Promenade direkt nach Old Jaffa, dem Viertel, das den Ursprung des noch jungen Tel Aviv's begründet. Die drückende Hitze macht uns trotz der kühlen Meeresbriese zu schaffen, doch die Neugier auf die unbekannte Stadt treibt uns voran, und wenig später erreichen wir den alten Hafen von Jaffa. Der auf den ersten Blick wie eine Geisterstadt wirkt. All die verlassenen Lagerhallen und schäbigen Gebäude, als auch die vielen kleinen und bunten Fischerboote erzählen von längst vergangenen Zeiten, doch abends kann man den Wandel hin zu neuem Glanz in all den kleinen Boutiquen und Bars schon erkennen.
    Unser Weg führt uns weiter zum 'Abrasha' Park, von dessen Hügel sich uns ein grandioser Blick auf das typische 'Postkartenmotiv' der Stadt bietet. Noch etwas weiter oben überqueren wir eine kleine Fußgängerbrücke, deren Legende besagt, das Jeder einen Wunsch frei hat, wenn er die Hände auf sein, an dem Geländer angebrachten Sternzeichen legt, während er seinen Blick auf das Meer richtet.
    Das probiere ich natürlich gleich aus :) Mittlerweile ist es abend geworden, und wir stärken uns in einem kleinen Lokal im alten Viertel Jaffa mit landestypischen Hummus und Cocktails. Man bekommt hier schon einen kleinen Eindruck vom angrenzenden Stadtteil Florentin, auch hier sind an vielen Hauswänden Graffitis in bunten Farben zu sehen. Bereits den ganzen Tag sind uns die vielen E-Scooter aufgefallen, sie scheinen hier ein gängiges Fortbewegungsmittel zu sein. In der Heimat gehen mir die Hipster mit ihren E-Rollern tierisch auf die Nerven, doch wie mit so vielen Dingen, die einen im Alltag nerven, erscheinen sie in der Unbeschwertheit des Urlaubs plötzlich sehr reizvoll. Und was kann ein Versuch schon schaden ... bei über einer Stunde Fußweg zurück zu unserem Hotel, entscheiden wir uns spontan dazu, das einmal auszuprobieren. Kurzerhand laden wir uns die App aufs Handy, registrieren uns und schalten das Gerät frei. Doch die erste Fahrt gestaltet sich etwas holprig, da wir offenbar zwei kaputte oder nicht mehr aufgeladene Scooter erwischen, die nicht wirklich funktionieren. Kurzerhand entscheiden wir uns, sie wieder zu deaktivieren und suchen neue Roller, und siehe da, beim zweiten Versuch klappt es dann auch endlich. Unerfahren wie wir sind, probieren wir erstmal verschiedene Gänge aus, und machen uns mit dem Scooter vertraut, bevor es zurück ins Hotel geht. Der Weg dorthin führt uns erneut am Strand entlang, und während es dort am Tag schon sehr geschäftig zuging, ist die Stimmung am Abend richtig ausgelassen. Alle paar Meter erfüllt andere Musik die Nacht, überall passiert etwas, jeder genießt den Abend. Die Einen genießen das beruhigende Rauschen der Wellen beim gemütlichen Strandspaziergang, die Anderen das gemeinsame Musik machen... hier ist soviel Leben draußen, ganz im Gegensatz zu der Heimat.
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