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  • Day2

    Beau Vallon

    August 26, 2018 on the Seychelles ⋅ ⛅ 27 °C

    Eine Busfahrt kostet hier ca. 30 Cent pro Person und man kann solange fahren wie man will. Also rein in den örtlichen Bus und mit Vollgas geht es entlang von Abhängen und riesigen Wassergräben neben der Straße zum Strand. Wir würden Beau Vallon jetzt nicht als den schönsten Strand von Welt bezeichnen, aber er ist gut mit dem Bus zu erreichen und es gibt genügend Versorgungsmöglichkeiten drumherum. Der Blick auf die Insel Silhouette ist leider durch Wolken und Dunst eingeschränkt, so macht sie jedoch ihrem Namen alle Ehre. Streetfood (Barbecue), Cafes und Restaurants finden wir entlang des Strandes, so ist für jeden Geldbeutel was zu finden. Denn jetzt zeigt sich, dass die Seychellen kein billiges Land mehr sind. Die Preise für Nahrungsmittel und Restaurantbesuche sind ähnlich oder deutlich teurer als in Europa. Das war in den 80igern noch deutlich anders. Bis zu Zusammenbruch von Sowjetunion und DDR erhielten die Seychellen große Finanzhilfen, da sie ihr Staatssystem sehr am Sozialismus ausgerichtet hatten. Kostenfreie Ausbildung bis zum Uniabschluss, kostenfreie medizinische Versorgung und eine staatlich gesicherte Grundrente gibt es daraus immer noch, aber 2008 kam es zu einer Finanzkrise, die zu einer 60%igen Entwertung der vorhandenen Geldmittel und einer gleichzeitigen Verdopplung der Preise geführt hat. Die fehlenden Finanzmittel versucht man heute durch Einnahme aus Tourismus und Privatisierung zu erhalten. Das ist aber noch ein langer Weg.
    Wir genießen einfach den Strand, spazieren entlang der Hotels, Restaurants und Barbecues und genehmigen uns einen Lemongrass Icetea an einer Strandbude (sehr lecker 😋) und einen Kaffee auf der Terrasse des mondänen Savoy-Hotels. Wir bleiben bis zur einbrechenden Dunkelheit und schlendern durch die Straßen auf der Suche nach einem Restaurant für den Abend, welches uns ein einheimisches Pärchen im Bus empfohlen hat, das Sun Coco. Dort angekommen müssen wir feststellen, es gibt alles was sie beschrieben haben, aber ausschließlich zum Mitnehmen 😕. Dann eben in das Nachbarhaus und wir essen creolisch, Red Snapper und Spare Ribs 👍.
    Danach fährt der Bus nicht mehr und so lassen wir uns mit dem Taxi zurück zu unserem Apartment chauffieren.
    Morgen fliegen wir auf die zweitgrößte Insel, Praslin.
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