Jules Bue

Joined April 2018
  • Day192

    Doubtful Sound: Fjorde und Mee(h)r

    September 20 in New Zealand

    Da andere Reisende und auch Leanne und Richard von einer Reise zum Doubtful Sound geradezu schwärmten und wir gerade noch Glück hatten die günstigeren Winterpreise zu erhaschen, gönnten wir uns einen Overnight Cruise im Fjordland. Die Sonne schien und so ging es am Freitag morgen zunächst über den Manapuri Lake, den schönsten See des Landes, dann über den Wilmot Pass, die teuerste Straße des Landes (2NZD/cm auf 22km) und dann in den Doubtful Sound, den größten Fjord des Landes. Nachdem wir unsere Viererkabine eingecheckt und den Brgrüssungstee und -muffin vertilgt hatten, befanden wir uns schon inmitten des Fjordes und staunten über die Landschaft, Flora und Fauna. In einem der Seitenarme ankerten wir und machten uns in Kayaks auf das Gewässer zu erkunden. Einige verrückte sprangen danach noch ins 8 Grad kalte Wasser ๐Ÿ’ฆ, doch wir bevorzugten Tee mit grandioser Aussicht. Wir fuhren Bus zum Ende des Fjords und da das Meer relativ ruhig war (relativ, weil uns doch ein bisschen schlecht wurde), fuhren wir hinaus aufs Tasmanische Meer wo einst Thomas Cook anlegte, um Neuseeland zu erkunden. Auf einem Felsen nahe der Küste hatten es sich einige Fur Seals (eine Art ‚FellRobben‘) bequem gemacht, die sich von uns auch nicht stören ließen. Im Sonnenuntergang ging es zurück in den Fjord, um über Nacht in einem ruhigen Arm zu Ankern. Das Abendessen war ein riesiges Dinner Buffet, das keine Wünsche offen ließ. Wir teilten uns den Tisch mit einem kanadischen Paar und aßen und plauderten bis wir beinahe platzten. Nach dem Essen gab es noch einen Vortrag zur Geschichte und Flora und Fauna des Fjordlandes und danach fielen wir todmüde ins Bett.
    Um 6.30 Uhr am nächsten Morgen wurde der Anker gelichtet und der Motor angeschmissen und nach und nach versammelten sich alle am riesigen Frühstücksbüffet. Das Boot stoppte plötzlich und der Kapitän ließ verlauten, dass es auf einer der vielen kleinen Inseln zwei der Gelbaugenpinguine zu sehen gäbe. Wir liefen nach draußen und konnten die seltenen Tiere beobachten bevor sie wieder im Gebüsch verschwanden. Unsere Tour führte weiter durch einen Arm Richtung Norden wo wir schneebedeckte Berge und einen riesigen, durch ein Erdbeben entstandenen Riss im Gestein sehen konnten. Der Motor stoppte und rings um uns herum konnten wir Wasserfälle und verschiedenste Vogelarten hören.
    Danach machten wir uns auf den Rückweg und konnten gar nicht glauben, dass unser schöner Ausflug schon vorbei war.
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  • Day188

    Te Anau: Ruhe und ein Schaf

    September 16 in New Zealand

    Letzten Samstag kamen wir in Leannes und Richards kleinem Paradies ๐ŸŒบ๐ŸŒณ๐ŸŒทnahe Te Anau an. Der Frühling ist bereits in vollem Gange und es war Zeit die Gemüsebeete auf Vordermann zu bringen und zu sähen. Wir verstanden uns super mit unseren Gastgebern und genossen die Nächte im gefühlt 3m breiten Bett ๐Ÿ›. Nicht schlecht staunten wir als wir Montag morgen aus dem Fenster sahen: wo gestern noch alles grünte und blühte, war alles weiß und verschneit โ„๏ธ. Es war kalt und nass und so beschloss Leanne, dass wir uns einen faulen Tag vorm Kamin machen sollten ๐Ÿ“š ๐Ÿ”ฅ.
    Da die beiden Dienstag für ein paar Tage nach Christchurch auf eine Konferenz fuhren, lag es bei uns die vielen Hühner ๐Ÿ“ ๐Ÿ“ und das Schaf ๐Ÿ‘ Clara zu füttern. Am ersten Tag ‚allein zuhaus‘ verlief auch noch alles ruhig, doch als sich Jule am zweiten Morgen aufmachte, um Clara zu füttern, war diese nicht zu sehen und kam auch nicht wie gewohnt zum Zaun gehopst. So stieg Jule über den Zaun und kämpfte sich durch einiges Gebüsch ๐ŸŒณ๐ŸŒณ, doch von Clara ๐Ÿ‘ keine Spur. Dann sah sie im Zaun zur Nachbarweide ein großes Loch und ihr fielen auch die vielen Kuhfladen im Schafgatter auf. Clara war verschwunden doch hinter der nächsten Hecke hatten es sich ein paar Kühe ๐Ÿ„ ๐Ÿ„ mit ihren Kälbern ๐Ÿฎ bequem gemacht. Jule lief zurück und entdeckte Clara endlich auf der anderen Seite des Gartens - die Arme hatte sich vor den großen Kühen so sehr erschrocken, dass sie ausgebüchst war. Wir riefen Richard an, der wiederum den Nachbarn informierte und nach ein paar Minuten traf dieser auch ein. Er und Chrissi trieben die Kühe ๐Ÿ„ von der einen Seite Richtung Loch im Zaun, Jule lief zu Clara, die ihr vor Angst vor den herannahenden Kühen am Liebsten in den Arm gesprungen wäre. Doch als Jule den Kühen entgegen lief, überkam auch Clara der Mut und sie spurtete neben Jule zum Kampf um ihre Wiese ๐Ÿƒ๐Ÿผ‍โ™€๏ธ๐Ÿ‘. Alle Kühe verließen den Garten und der Nachbar machte sich gleich daran den heruntergefallenen Ast eines riesigen Baumes ๐ŸŒณ zu beseitigen und den Zaun zu reparieren. Auf den Schreck bekam Clara natürlich eine kleine Sonderbehandlung von uns und durfte den ganzen Tag über im Garten ๐ŸŒบ๐ŸŒณ๐ŸŒทverbringen.
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  • Day186

    Southland: Meer und Schafe

    September 14 in New Zealand

    Den nächsten Tag verbrachten wir an der Colac Bay ๐Ÿ - einem verschlafenden Örtchen westlich von Invercargill.
    Auf unserem Weg dorthin fiel uns auf wie sehr uns die hiesige Langschaft an unser geliebtes Irland erinnert: grüne Wiesen soweit das Auge reicht, Schafe ๐Ÿ‘, Hügel โ›ฐ, die Küste ๐ŸŒŠ und noch mehr Schafe. Das Wetter war super โ˜€๏ธ und so beschlossen die 2km vom Kostenlosen Campingplatz am Meer in den kleinen Ort zu laufen, um dort irgendwo ein Eis ๐Ÿฆ zu finden. Vorbei ging es an Schafen mit kleinen Lämmern und den rauschenden Wellen bis wir auf einmal vor einem kleinen - und auch wahrscheinlich dem einzigen - Laden des Ortes standen: zu Chrissis Freude war es ein kleiner Wollladen, der von einer alten Dame ๐Ÿ‘ต๐Ÿป betrieben wurde. Es gab gewebtes, gestricktes und gehäkeltes ๐Ÿงฆ๐Ÿ‘š๐Ÿงคzu kaufen, nur Wolle hatte die gute Dame leider nicht im Angebot. Dafür war sie in Plauderlaune und erzählte uns einiges über die ‚Schafwirtschaft‘ ๐Ÿ‘ des Landes. Außerdem gab sie uns den Tipp in der Taverne nach einem Eis ๐Ÿง zu fragen und so verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Weg. 10 Minuten später hatten wir das größte und leckerste Eis ๐Ÿจ seit Ewigkeiten in der Hand und bummelten zurück zu Stan, um den Rest des Tages mit lesen ๐Ÿ“– und häkeln zu verbringen.
    Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Norden, um pünktlich am Samstag in Te Anau anzukommen. Wir verbrachten noch eine Nacht am Monowai Lake ๐Ÿ’ฆ und machten einen kleinen Spaziergang durch den Wald zu den ‚versunkenen Bäumen‘. Wie wir später erfuhren sind die ‚versunkenen Bäume‘ ๐ŸŒณ ๐ŸŒณ die Folge von Dammbauten zur Stromgewinnung und der daraus resultierten Anhebung des Seespiegels, was in der Bevölkerung zu viel Ärger und Protest führte und andere Dammbauprojekte auf Eis legte.
    Wir stoppten noch am Gemstone Beach, wo es wunderschöne Edelsteine geben soll, und am Aussichtspunkt McCracken‘s Lookout.
    Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns auf den Weg nach Te Anau, um dort erst das Städtchen und dann unser Zuhause ๐Ÿก ๐Ÿ‘ für die nächste Woche zu erkunden.
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  • Day184

    Curio Bay: Pinguine und Fossilien

    September 12 in New Zealand

    Von Queenstown aus ging es ins 2 Stunden entfernte Invercargill, um dort die günstigste heiße Dusche ๐Ÿšฟ Neuseelands zu genießen bevor es weiter zur Curio Bay an der Küste ging. Hier soll man Delfine ๐Ÿฌ, Seelöwen und auch Pinguine ๐Ÿง beobachten können. Wir liefen also erst zu dem Punkt an dem es Delfine und Seelöwen zu sehen geben soll, um festzustellen, dass alle ausgeflogen waren. Dann warteten wir in der Bucht, in der die Pinguine nisten, bis zum Sonnenuntergang und hofften ein paar von ihnen aus dem Meer watscheln zu sehen. Kurz vor Sonnenuntergang ๐ŸŒ… wurde es ganz schön voll am Beobachtungspunkt und da ein älteres Paar meinte sich genau vor dem Tunnel nieder zu lassen durch den die Pinguine ihre Nester erreichen, sahen wir an diesem Abend keinen einzigen ๐Ÿ˜ข. Wir haben uns wirklich über diese dummen Leute geärgert, die genau das nicht tun worum auf allen Schilder gebeten wird: Abstand halten damit die Tiere sich aus dem Wasser ๐Ÿ’ฆ trauen und ihre Babies in den Nestern etwas zu fressen bekommen. Dank dieser ignoranten Leute sahen wir also weder Delfine ๐Ÿฌ noch Seelöwen und auch keine Pinguine ๐Ÿง . Wir hoffen allerdings, dass dort nicht jeden Abend dumme Menschen den Tieren den Weg versperren und dass die Pinguine später noch zu ihren Nestern watscheln konnten, um ihre Babies zu füttern. ๐Ÿคฌ
    Interessant war die Bucht allerdings auch ohne Pinguine, da sie komplett aus Waldfossilien entstanden ist: Vor 170 Mio Jahren wurde die Asche von nahegelegenen Vulkanen ๐ŸŒ‹ durch Regen hier her gespült. Der Siliziumreiche Schlamm bedeckte den hiesigen Wald ๐ŸŒณ und versteinerte ihn dadurch geradezu. Wenn man sich das ‚Gestein‘ in der Bucht etwas genauer ansieht, kann man die Struktur der einzelnen versteinerten Bäume gut erkennen.
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  • Day180

    Queenstown: Panorama 2.0

    September 8 in New Zealand

    Queenstown, die Stadt in der das Bungee jumping geboren wurde, hat einen Adrenalinkick nach dem anderen zu bieten. Da wir zwei jedoch nicht so viel von überteuerten Jetbooten ๐Ÿšค und dergleichen halten, freuten wir uns bereits bei unsrer Ankunft auf dem Campingplatz darauf unser Geld nicht in Action sondern seit langem mal wieder in Essengehen zu investieren. ๐Ÿ˜‹ Unser erster Stopp galt daher dem berühmten Ferg Burger Laden, an dem man Schlangesteht, um einen der riesigen Burger zu bekommen. Da es in der Stadt und auf der Südinsel generell nur so von asiatischen Touristen ๐ŸŽwimmelt, konnte Chrissi beim Schlangestehen mit anhören wie die netten Mädels im Burgerladen fließend Mandarin sprachen, um die Touristen mit dem Bestellsystem vertraut zu machen. Nach kurzer Wartezeit, teilten wir uns einen riesigen und echt leckeren Falafelburger und eine große Portion Pommes mit Knobi-Sauce ๐Ÿ” ๐ŸŸ. Zum Nachtisch gab es einen Nutella-Crêpe ๐Ÿฅž am See und dann konnten wir auch echt nicht mehr...
    Ein Stück hinter Queenstown führte uns eine wunderschöne Panorama-Route entlang des Sees zum entlegenen Glenorchy. Hier gab es zum Glück nicht so viele Touristen wie in Queenstown - wenn auch doch mehr als erwartet. Auch hier gönnten wir uns einen kulinarischen Leckerbissen: den berühmten ‚Mrs Wooly‘s Full Monty‘ - eine Eiskombination mit Schokodrops und Himbeeren ๐Ÿง.... Lecker! Wir übernachteten am See und genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit dort.
    Da unser nächster Wwoofingplatz erst für das kommende Wochenende geplant war, entschieden wir zunächst zur Südküste der Insel zu fahren bevor wir dann ins Fjordlamd nach Te Anau weiterfahren würden.
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  • Day177

    Wanaka: Panorama und Sonnenschein

    September 5 in New Zealand

    Wir nahmen Abschied von der Westküste am Haast Beach ๐Ÿ und dann ging es über den Haast-Pass Weiter ins Landesinnere nach Wanaka. Chrissi hatte ein bisschen Bammel davor Stan über den Pass โ›ฐ zu jagen, da sie eine Art Brenner-Pass erwartete. Aber gerade als wir uns fragten wann es denn wohl endlich steil bergauf gehen würde, fuhren wir an dem Schild vorbei, das uns darüber informierte, dass wir den höchsten Punkt erreicht hatten.
    Wir erreichten Wanaka bei schönstem Sonnenschein โ˜€๏ธ und spazieren ein wenig am See und den kleinen Geschäften entlang. Jule hatte sich in den Kopf gesetzt den Rob Roy Gletscher Zu besuchen und so machten wir uns nach einem gemütlichen zweiten Tag in Wanaka auf, um den Parkplatz für unseren Trip zu erreichen. Nachdem die Straße endete und es nur noch eine sehr bucklige Kiespiste gab, taten sich vor uns die schönsten Panoramablicke ๐Ÿžunserer bisherigen Reise auf: Schafe ๐Ÿ‘, Kühe ๐Ÿ„ und Wild ๐ŸฆŒ graste auf den grünen Wiesen, das türkise Wasser ๐Ÿ’ฆ glitzerte im Sonnenschein und nicht weit entfernt glänzten die schneebedeckten Berggipfel ๐Ÿ”. Da wir die letzte Zeit Glück mit dem Wetter hatten und es quasi nie regnete, waren auch die kleinen Flüsse, die man mit dem Auto durchqueren musste, nicht sehr hoch und so schafften wir es unversehrt ans Ziel zu gelangen.
    Am nächsten Morgen ging es dann den Wanderpfad hinauf, der uns teilweise ganz schön aus der Puste ๐Ÿ’จ kommen ließ. Wir liefen nur bis zum unteren Aussichtspunkt, da uns gesagt wurde, dass weiter oben Lawinengefahr โ„๏ธ bestünde - gerade jetzt im Frühling. Oben angekommen genossen wir die Aussicht auf den Gletscher und machten uns dann auf den Rückweg, um am Auto noch die Sonne und den wunderschönen Ausblick ๐ŸŒ„ genießen zu können.
    Nachdem wir und vor allem Stan die Rückreise über die Huckelpiste gut überstanden hatten, sollte es für uns weiter nach Queenstown gehen.
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  • Day172

    Nach all den touristischen Orten, an denen man hier vor allem jede Menge Asiaten antrifft, hatten wir mal wieder Lust auf Natur โ›ฐ und Abgeschiedenheit. Da das Wetter jedoch für nur zwei Tage gut aussah, entschieden wir uns den kurzen Cattle Track zu gehen und eine Nacht in der kleinen Blue River Hut ๐Ÿก zu verbringen. Gesagt, getan - und so liefen wir Freitag knapp zwei Stunden über einen teilweise ziemlich matschigen und steinigen Waldweg vorbei an bemoosten Bäumen ๐ŸŒณ๐ŸŒด๐ŸŒณ, dem tosenden Blue River und über eine ziemlich wackelige Hängebrücke.
    Außer uns war niemand in der Hütte und so gingen wir gleich nach Ankunft zum nahegelegenen Blue Pool, um uns zu erfrischen ๐Ÿ’ฆ. Während Jule sich todesmutig in das bitterkalte Wasser stürzte, reichte es Chrissi sich bis zu den Knien abzukühlen ๐Ÿ™„.
    Nach dem Essen, machten wir es uns vor dem Kamin ๐Ÿ”ฅ gemütlich und lasen ๐Ÿ“š und häkelten.
    Nach einer für Jule guten und für Chrissi eher schlaflosen Nacht ๐ŸŒ™ frühstückten wir in Ruhe und lasen noch ein wenig bevor wir unsere Rucksäcke ๐ŸŽ’ wieder packten und zurück marschierten.
    Auf der Suche nach einer Bleibe für die nächste Nacht entdeckte Jule den Monroe Beach an dem man bei Sonnenuntergang die kleinen Fjordland-Pinguine ๐Ÿง aus dem Meer kommen sehen kann. Nach einer halben Stunde Fußmarsch durch einen wunderschönen Wald kamen wir gegen 5 am Strand ๐Ÿ an. Wir wollten es uns gerade auf 2 Steinen bequem machen, um zu warten, als Jule schon die ersten beiden Pinguine ๐Ÿง๐Ÿง vom Strand in eine der Höhlen watscheln sah. Kurze Zeit später sahen wir ein kleines schwarzes Köpfchen, das erst angespült, dann wieder ins türkis -blaue Meer ๐ŸŒŠ zurück gezogen und mit der nächsten Welle weiter den Strand hinauf gespült wurde bevor es sich dann erhob und ein weiterer Pinguin ๐Ÿงin die Höhle lief. Danach verließ uns unser Glück leider und in der nächsten Stunde, die wir noch ausharrten bevor es dunkel wurde, zeigte sich uns kein weiteres Tier. Wir wissen nicht, ob wir die ersten oder die letzten Rückkehrer des Tages gesehen hatten, aber es war schon cool einmal Pinguine außerhalb des Zoos zu sehen.
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  • Day169

    Montags verließen wir die Farm und stoppten in Ross und am See Lanthe Matai, um dort zu übernachten.
    Ross war einst eine DER Goldgräberstätte ๐Ÿ’ฐ und auch heute wird dort noch Gold abgebaut. Jule konnte es sich also nicht nehmen lassen hier noch einmal ihr Glück zu versuchen. Wir trafen Gemma, eine Reisende aus England ๐Ÿด๓ ง๓ ข๓ ฅ๓ ฎ๓ ง๓ ฟ und während Jule im Wasser ๐Ÿ’ฆ schürfte, unternahm Chrissi einen Spaziergang mit der neuen Bekannten über den historischen Goldpfad.
    Auf dem Campingplatz trafen wir Gemma wieder und auch ein weiteres Mädel aus Frankreich ๐Ÿ‡ซ๐Ÿ‡ท hatte dort Ihr Nachtlager aufgeschlagen. Am Abend saßen wir alle zusammen und quatschten bis uns die fiesen Sandflies (kleine schwarze Fliegen, deren Bisse einen mehr quälen als Mückenstiche) in unsere Autos ๐Ÿš™ zwangen.
    Am nächsten Morgen setzten wir unsere Reise fort und erreichten den Franz Josef Gletscher ๐Ÿ—ป. Knapp 1 Stunde läuft man heute vom Parkplatz Richtung Gletscher, um ihn aus relativer Nähe sehen zu können. Erschreckend waren die Bilder, die zeigten wie sehr er in den letzten 10 Jahren zurück gegangen ist. Am liebsten wäre Chrissi mit dem Helikopter ๐Ÿš hinauf ins Eis geflogen, aber da davon der Gletscher noch schneller schmilzt und auch die Preise ๐Ÿ’ต für einen Flug unverschämt hoch sind, begnügten wir uns mit dem Anblick von unten. Dafür gönnten wir uns eine Nacht auf einem richtigen Campingplatz mit Küche und heisser Dusche ๐Ÿšฟ und fuhren am nächsten Tag weiter nach Fox. Geplant war auch hier die knappe Stunde zum Fox Gletscher โ›ฐ zu laufen, aber da es regnen sollte und Chrissi sich nicht so gut fühlte, fuhren wir stattdessen zum Spiegelsee Matheson, um dort den regnerischen Nachmittag ๐ŸŒง gemütlich und kreativ im Souvenirshop und im Auto ๐Ÿš™ zu verbringen. Ein paar sonnige Bilder vom See, in dem sich die südlichen Alpen - wie die schneebedeckte Bergkette ๐Ÿ”๐Ÿ—ป๐Ÿ” genannt wird - spiegeln, konnten wir jedoch noch erhaschen.
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  • Day161

    Wir fuhren weiter südlich, um in Hokitika, DEM Pounamu Ort des Landes, eine Woche auf einer Permakultur Farm zu wwoofen. Empfangen wurden wir von Rory, dem schottischen Bildhauer ๐Ÿ—ฟ , mit dem wir erstmal bei Tee โ˜•๏ธund Keksen ๐Ÿช quatschten. Am Nachmittag kam Hilke, die von der Südheide um Hannover stammt und auch schon - Eichsfelder aufgepasst!- in Bischausen gewohnt hat, von ihrem Job als Kindergärtnerin ๐Ÿ‘ฉ‍๐Ÿ‘ง‍๐Ÿ‘ฆheim. Unsere Aufgaben für die Woche sollten sein: einen Kiesweg in eine Drainage zu bauen, einen wild gewordenen Holunderstrauch abzuschlagen, Mulch und Hühnerkacke ๐Ÿ“ zu verteilen, das Gewächshaus zum Bestücken mit neuer Folie vorzubereiten und zwei weitere Drainagen von Laub, Gras und Schlamm ๐Ÿƒ๐Ÿ‚ zu befreien. Alle Aufgaben waren super anstrengend doch am meisten waren wir es leid uns mit dem schweren Kies abzumühen: erst schaufeln, dann schieben, dann im Matsch stecken bleiben, dann mühselig die Karre aus dem Matsch schieben/drücken/ziehen, dann abschütten ohne umzukippen und dann alles feststampfen ohne die Gummistiefel ๐Ÿ‘ขim tiefen Matsch zu verlieren. Chrissis Oberschenkel sind von der Schubkarre grün und blau, denn ohne die Hilfe der Beine hätte sie die Schubkarre nicht aus den vielen Schlammlöchern gestemmt bekommen. ๐Ÿค•
    Der wahrscheinlich einzige Grund warum wir die Woche durchhielten war, dass wir am Wochenende zusammen mit Hilke kayaken ๐Ÿšฃ๐Ÿป‍โ™€๏ธ gehen wollten. Wir hatten überlegt kayaks zu leihen, doch da die Familie zwei besaß, nahmen wir das kostenlose Angebot natürlich gerne an.
    Vor‘m kayaken mussten wir aber natürlich noch ordentlich ranklotzen, denn Hilke half uns “...damit wir auch mal richtig was schaffen...”. Pff! ๐Ÿคจ. Nach 2 Stunden Kies schüppen und 2 Stunden Schlammbewältigung schwanden ihre Kräfte allerdings auch und nach dem kayaken gab sie zu, dass wir selbst sie KO bekommen hatten ๐Ÿ’ช๐Ÿป.
    Beim Abendessen quatschen wir über Reisen ๐Ÿ—บ , Wanderungen โ›ฐ , die Umwelt- und Milchbetriebsprobleme ๐Ÿ„ Neuseelands und vieles mehr.
    Irgendwie war unsere Zeit dort eine komische Mischung aus Hilkes zweideutigen Kommentaren zu den was wir geschafft bzw. ihrer Meinung nach nicht geschafft hatten, und echt guten Gesprächen und Wandertips am Abend.๐Ÿ™„
    Unsere freie Zeit nutzten wir, um Stan ๐Ÿš™ ein wenig aufzumöbeln, denn bald steht der TÜV an, den wir hoffentlich bestehen werden ๐Ÿ™ˆ. Außerdem machten wir uns am Strand von Hokitika erneut auf die Suche nach Pounamu ๐Ÿ’š und besuchten eine Art Höhle in der es Glühwürmchen zu sehen gab.
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  • Day159

    ShantyTown: Dampf und Gold

    August 18 in New Zealand

    Auf dem Weg zu unserem neuen Ziel Hokitika stoppten wir in Shantytown, einer nachgebauten, alten Goldgräberstadt. Kurz nach unserer Ankunft ging es mit einer alten Dampfmaschine ๐Ÿš‚ gemächlich in den Urwald wo wir bei einer Pause die Lok unter die Lupe nehmen konnten. Nach der Fahrt ging es durch ein nachgebautes Sägewerk und eine alte Bar und vorbei an Goldwaschplätzen. Im Dorf gab es mehrere Geschäfte, eine Schule๐Ÿ“š, ein Krankenhaus ๐Ÿฅ, eine Feuerwehr ๐Ÿš’, eine Kirche โ›ช und vieles mehr im alten Stil zu besuchen. Außerdem gab es ein Kino ๐Ÿ“ฝ, in dem über das Leben der Arbeiter in einem kurzen Beitrag berichtet wurde. In Chinatown ๐ŸŽŽ lebten die Asiaten, die nach Neuseeland gekommen waren, um ihr großes Glück ๐Ÿ’ฐ zu finden.
    Es war sehr interessant zu erfahren, wie die ganzen Einwanderer, die die Hoffnung auf ein besseres Leben hier her gebracht hatte, hier um 1850 lebten.
    Jule war am allermeisten vom Gold begeistert und beschloss an einem der bekannten Flüsse in der Nähe auf die Suche zu gehen. Und während Chrissi es sich auf der Brücke in der Sonne โ˜€๏ธbequem machte, um am Projekt ‚Neuseeland-Decke‘ weiterzuarbeiten es, watete Jule unter ihr bewaffnet mit Spaten und Goldwaschpfanne durch den Fluss.
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