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  • Day401

    Chitwan Safari I: Krokodil, Affe und Co

    April 17, 2019 in Nepal ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute morgen war es dann endlich soweit: Safari Time! Wir hatten uns gestern ein wenig beraten lassen und uns für zwei Safaris entschieden: morgens mit dem Kanu den Fluss hinab und zu Fuß zurück durch den Dschungel und am Nachmittag entspannt auf dem Jeep.
    Um 6 gabs Frühstück und um halb 7 Nepali time waren wir startklar für unseren Spaziergang durch die Wildnis. Es dauerte natürlich wie immer ein wenig bis die Nepalis alles arrangiert und organisiert hatten (auch wenn sie das hier jeden Tag immer wieder gleich tun 😬) aber dann saßen wir bald in einem traditionellen Kanu 🛶, dass in einem Stück aus einer Art Baumwollbaum gefertigt wird, und bewegten uns langsam flussabwärts. Unser Guide Tula erzählte uns einiges über den Park, die Flora und Fauna und erwies sich als exzellenter Ornithologe 🐦. Im Park gibt es 600 verschiedene Vogelarten, ganz Nepal hat 900. Unsere Lieblingsvögel sind der Eisvogel (ja genau der aus der Bierwerbung) und der Nashornvogel. Die Krähe heißt hier übrigens internationaler Vogel - gibt’s ja schließlich überall 😉. Im Wasser leben hier über 200 verschiedene Tiere - davon 2 Krokodilarten: ein Fischfresser und ein Allesfresser, der natürlich weißes Touristen-Fleisch bevorzugt, die Nepalis sind ihm zu scharf 😂. Uns begegneten natürlich beide Arten und zum Glück hatte Nummer 2 bereits gefrühstückt 😉.
    Nach Ankunft im Park trafen wir auf unseren zweiten Guide Mamba und bekamen die Einweisung: was ist zu tun, wenn uns Tiger und Co begegnen?
    Nashorn 🦏: rennen, auf einen Baum 🌳 klettern, mindestens 2m hoch.
    Lippenbär 🐻: ruhig stehen bleiben und mit Stöcken auf den Boden schlagen
    Elefant 🐘: rennen und irgendeinen (kleineren) Abhang hinunter springen
    Tiger 🐅: still stehen bleiben, auf keinem Fall den Rücken zudrehen und zeigen, dass wir der Stärkere sind. Hierzu muss ich kurz sagen, dass Waffen im Wald verboten und die Guides einzig und allein mit Bambusstöcken bewaffnet sind. 🤨
    Nach der Einweisung ging es los und das mit gemischten Gefühlen: wir hofften natürlich am besten alle Tiere im Park zu sehen, aber irgendwie wär uns aus sicherer ferne auch lieber als aus zu naher Nähe 😬. Wir liefen am Fluss entlang und da es am Vortag geregnet 🌧 hatte, konnten wir die Spuren 🐾 von Wild, Nashörnern und Tigern leicht erkennen, die wohl am Morgen zum trinken an den Fluss gekommen waren. Ab und zu stoppte unser Guide und blickte sich um. Plötzlich hieß es: ich rieche einen Tiger 🐅 und er ging nur sehr langsam weiter. Chrissi machte sich mit leicht erhöhtem Herzschlag schon einmal mit dem Gedanken vertraut gleich einem solchen gegenüber zu stehen, vor allem als wir ihn ein paar Meter weiter selber riechen 👃 konnten. Es blieb jedoch still. Chrissi sah weiterhin den Tiger vor sich, Jule kümmerte die etwaige Begegnung natürlich null. Weiter ging es durchs dichte Gebüsch entlang der Spuren, die zum Wasserloch führten. Hier hatten wir auf Badende Nashörner 🦏 gehofft, doch da es heute nicht so heiss ☀️ war wie sonst, trafen wir niemandem an. Wir liefen weiter und immer weiter - ein Guide voran, ein Guide hinter uns - und unsere erste Entdeckung heute sollte ein Pfau 🦚 sein. Ab und zu stoppten wir, um zu lauschen oder Spuren zu begutachten zu denen übrigens neben Fuß-bzw Hufabdrücken 🐾 auch frischer Dung und Kratzspuren an Bäumen zählen. Ein paar Affen 🐒 flitzten noch durch die Baumkronen und nachdem wir 3 Stunden durch den Wald gelaufen und weder Nashorn noch Bär oder Elefant begegnet waren, kamen wir ein wenig enttäuscht an der Bootanlegestelle des Parks an. Wir wissen ja, die Wildnis ist kein Zoo und der Wald inklusive Nervenkitzel ist schon toll, aber etwas mehr als Pfau 🦚und Affe 🐵 hatten wir uns schon gewünscht... Wir versuchten also nicht allzu enttäuscht zu sein, wir hatten ja noch die Jeep Safari am Nachmittag, und so erholten wir uns vom Dschungelmarsch bei kalter Cola (gibt’s hier übrigens in Glasflaschen 👍), Chowmein 🍝 und Dhal Bat 🍲.
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