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  • Day183

    Segeln von Kolumbien nach Panama

    May 11, 2018 in Panama ⋅ ☀️ 5 °C

    Wir haben ein Hotel in der Innenstadt in Catagena bezogen welches nah der eigentlichen Altstadt lag( 5 geh Minuten) aber weit genug entfernt das man nicht die reichlich überzogenen Touristen Preise zahlen musste. Von unseren brasilianischen Container-Partner haben wir erfahren das es die Möglichkeit gibt auch mit einem Segelschiff nach Panama über zusetzen und bekamen auch gleich einen Kontakt der Agentur. Dolly hatte dann auch gleich angefangen Informationen einzuholen zu besagten Segelschiffen. Am Samstag Morgen haben wir uns dann gleich mal einen Platz auf einem Katamaran reserviert der wie sich herausstellte nicht voll ausgebucht war(10 statt 18 Personen). Während unserem Aufenthalt in Cartagena wurden Museen besucht und mal wieder nicht viel gemacht da wir uns einen Ausflug auf die vorgelagerten Inseln durch unseren Segel Turn ja sparen konnten. Ein treffen am Sonntagabend mit dem Captain und den Mitreisenden war eine nette Einstimmung bevor es dann am Montagabend um Acht auf's Boot ging. Auf dem Treffen, trafen wir dann auch einen alten bekannten wieder, Peter der Bruder der Kanadischen Familie von unserem Strandurlaub in Kolumbien war einer der mitreisenden. Neben ihm waren noch ein weiterer Deutscher ein Österreicher, eine Norwegerin, eine Holländerin, drei Briten und die Crew die aus dem Französischem Kapitän David, dem Argentinier Luise, dem Kuna Oliver ( Kuna sind die indigenen Ureinwohner der San Blas Inseln) und der Schiffköchin Kate aus Kanada/Frankreich bestanden. Also konnte es ja losgehen. Am Abfahrts Tag mussten wir um 13 Uhr aus unserm Hotel raus, davor wurden die Rucksäcke schon Wasserdicht verpackt und ein kleiner Rucksack für die Kabine gepackt. Wir verbrachten dann nach einem Mittagessen und einer kurzen Taxifahrt ca. 6 in der Nähe der Marina von der aus wir ablegen sollten, als Peter dann ankam gingen wir auf ein Bier in die Marina um kurz darauf etwas Proviant in Form von Bier und Rum für die Überfahrt zu kaufen. Nach und nach trafen dann auch der Rest der Truppe ein und wir wie auch unser Gepäck wurde mit dem Dingi auf unseren Katamaran auf Zeit gebracht. Nach einer Einweisung und der Kabinenverteilung legten wir ab. Es ging aus Dem Hafen von Cartagena auf's offene Meer. Da wir uns in der Regenzeit befinden war mit wenig Wind zu rechnen was den Kapitän dazu brachte mit Motor zu fahren anstelle von Segeln zu können. Wir hatten relativ ruhige See (glücklicherweise, Dolly ging's trotzdem nicht so Prächtig da es in der Kabine stickig und ein ganz schönes geschaukel war) was nichts daran geändert hat das wir wie betrunken auf dem Schiff rum schaukelten. Das stetige festhalten beim bewegen an Bord war wichtig und beim Benutzen der Gypsy- Toilette ( von Bord Pinkeln) verlangte das Bescheid geben seines Vorhabens um nicht unbemerkt über Bord zu gehen. Die erste Nacht mit wenig schlaf überstanden ging es Dolly auch wieder besser. Uns stand ein Tag auf offener See bevor, und ein Stop im Nichts um ein Bad zunehmen auf Hoher See.😎 Nach diesem Erlebnis mussten wir oder durften wir dann wieder den restlichen Tag ausspannen. Während der Nacht legten wir dann an und hatten unser Ziel erreicht die San Blas Inseln. Eine Vorgelagerte Inselgruppe von Panama. Hier leben die Indigenen Ureinwohner die Kuna. Die Inseln sind in Privat Besitz der einzelnen Familien und sind zum größten Teil Bewohnt, der Tourismus ist eine Einnahmequelle, doch soll der ein oder andere auch hier den Drogenhandel unterstützen und seine Insel als Zwischenlager nutzen bevor es ans Festland geschafft werden kann. Für uns allerdings war das nicht von Interesse, wir wollten hier Schnorcheln, Baden und entspannen. Das Glasklare Wasser mit guten 26°C bot die besten Voraussetzungen für unsere Wünsche. Die weiteren Tage verbrachten wir mit eben diesen Beschäftigungen begleitet von gutem Essen. Leider haben die Langusten gerade Schonzeit so das es diese nicht gab. Die Sichtungen von Rochen, Seesternen, ab und zu mal einer Schildkröte und auch Langusten die sich versteckten halfen uns diesem Umstand nicht weiter zu beachten. Es gab immer wieder während des Tages Landgänge auf kleinen Inseln auf denen die Einwohner Bier , Cola und Hand gefertigte Stoffe und Schmuckstücke ( Perlenketten aus Bunten Plastik Perlen die diese auch trugen, nicht aus Religiösen gründen Nein sie dienten als Kleidungsstücke da die Spanier früher der Meinung waren man könne nicht Unbekleidet herumlaufen) verkauften. Die meisten dieser Kuna Inseln waren Wunderschön wie man sich eine Einsame Karibikinsel so vorstellt mit weißen Sandstränden, türkies blauem Meer umgeben und jede Menge Kokospalmen. Trotz das wir in der Regenzeit sind hatten wir bis auf eine Tag nur gutes Wetter, an diesem Tag wurden die Einreise Formalitäten erledigt und als kleine sonder Tour zeigte uns Oliver die Insel seiner Familie ( eine der dichter bewohnten Inseln) und erklärte uns das Leben und die verschiedenen Gebäude die es hier gibt, das verkaufen von Souvenirs blieb natürlich nicht aus. Bemerkenswert war allerdings das ca. 90% der Kuna Solaranlagen auf ihren Inseln hatten und so auch die Moderne Einzug auf diesen Eiländer hält. Die restliche Strecke zum Festland ( 6 Stunden Fahrt) wurde wieder Nachts zurückgelegt so das wir Morgens um 4.30 Uhr in Puerto Lindo vor Anker gingen und unser Trip mit einem Frühstück in diesem Karibischem Hafen zu Ende ging. Die erste Nacht in Panama verbrachten bevor es über Porto Belo einem der größten und ältesten Häfen ( damals als noch die Piraten mit den Spaniern Spielten) nach Colon. Zu Colon gibt es nicht viel zu Sagen und die “Warnungen “ von einheimischen und Leuten die hier schon waren haben sich dann auch bestätigt die Stadt ist eine heruntergekommene Bruchbude in der man Nachts nicht auf die Strasse möchte und auch am Tag sieht man sich automatisch immer wieder über die Schulter um.Read more