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China 2025

Peking, Provinz Gansu, Xi'an, Chengde Read more
  • Trip start
    October 21, 2025
  • Erster Abend in Peking

    October 22, 2025 in China ⋅ ☁️ 7 °C

    Einreise und Koffer in 20 Minuten!!!
    Geld tauschen, E-SIM aktivieren und mit dem Express Flughafen-Zug in die Stadtmitte. Dann noch 2 Stationen mit der Metro und 600 m zu Fuß zum Hotel im Bensi Hutong im Viertel Dongcheng.
    Nach einem Tee und Dusche suchen wir uns ein Restaurant und werden gleich auf der anderen Straßenseite unseres Hutongs fündig. Die Speisekarte hat viele schöne Bilder und eine englische Übersetzung. Wir kämpfen ein wenig mit glitschigen Pilzen und Sojabohnenteigplatten in die das Fleisch gewickelt werden soll, aber hat für den ersten Abend super geklappt.
    Im Spirituosen-Laden noch einen Schnaps zur "Desinfektion" gekauft und dann hundemüde zurück ins Hotel.
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  • Himmelstempel

    October 23, 2025 in China ⋅ ☁️ 12 °C

    UNESCO Weltkulturerbe

    Die Anlage und der Park sind riesig, im Zentrum liegt der Himmelstempel, bzw. die Halle des Erntegebets. Hier betete der Kaiser für gutes Wetter und eine reichliche Ernte. In einem Gebäude umgeben von zwei Wassergräben, verbrachte der Kaiser drei Fastentage, um dann das feierlichen Ritual abzuhalten.
    Es gab einen extra Pavilion für Tieropfer und einen Doppelpavillon der für ein langes Leben steht. Besonders hier wird in bunter kaiserlicher Tracht posiert und fotografiert.
    Auf einem 9 (ungerade Zahlen gelten als himmlisch) stufigen Altarplatz bilden 9 Steinplatten einen Kreis. wer hier beten möchte, muss anstehen.

    An die Massen von Menschen müssen wir uns erst noch gewöhnen.
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  • Viertel Dongcheng

    October 23, 2025 in China ⋅ ⛅ 12 °C

    Die Einkaufsmeile Wangfujing mit der Fußgängerzone ist ein wenig in die Jahre gekommen und wird an vielen Ecken renoviert und aufgehübscht.
    Showrooms der großen Marken, v.a. chinesischen, wie Huawei, sind hier zu finden.

    Wir schlendern zurück zum Hotel und sind erstaunt über die doch "ruhige" Stadt auf Grund der vielen Elektro-Autos, -Busse und -Scooter.

    Ein leckerer Geruch nach Gebäck führt uns noch zu einem Geschäft, in dessen Schlange wir uns einreihen. Dazu einen Tee und erst einmal Füsse hochlegen!
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  • Sommerpalast

    October 24, 2025 in China ⋅ ⛅ 13 °C

    UNESCO Weltkulturerbe

    Die Anlage des Sommerpalastes diente den Kaisern als Rückzugsort vor der Sommerhitze. Nachdem englische und französische Truppen im 2. Opiumkrieg den Palast zerstörten, baute Kaiserin Cixi 1888 diesen wieder auf. Der Palast liegt auf dem Berg der Langlebigkeit und hat einen wunderschönen Blick auf den Kunming-See.

    Am Eingang drängen sich die Menschen und wir versuchen ihnen ein wenig zu entkommen, in dem wir die Besichtigung gegen den Strom der Tourgruppen beginnen.
    Wir laufen direkt zur Insel im See und nehmen eines der Schiffe, die uns ans Nordufer bringt. Hier liegt das Marmorboot,der Kaiserin Cixi, wahrscheinlich war sie seekrank!?, denn dieses Boot fährt nirgendwo hin.
    Über einen schier endlosen wunderschön bemalten Wandelgang am Ufer entlang, geht es dann hinauf zum Palast, mit seinen vielen Seitengebäuden und buddhistischen Tempeln. Hier wird wieder angestanden, um an bestimmten fotogenen Orten zu posieren, in der Tracht der Kaiserin.
    Wir erklimmen den Berg der Langlebigkeit, dessen Gipfel der tibetisch-buddhistische Tempel des Meeres der Weisheit krönt. Die Mauern zieren 1100 Buddha-Statuen. Vier Stupas stehen für die Himmelsrichtungen.
    Nach 5 Stunden sind wir am Nordausgang angekommen, was für ein Ausflug. Total begeistert und müde geht es mit der Metro zurück.
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  • Hutong

    October 25, 2025 in China ⋅ ☀️ 13 °C

    Von unserem Hotel aus schlendern wir durch das benachbarte Hutong. Was für ein Gegensatz zu den vielen Hochhäusern. Viele der Häuser hier haben keine Sanitäranlagen deshalb gibt es einige öffentliche Toiletten. Kleine Geschäfte, Restaurants und Supermärkte sorgen für das tägliche Leben. Alles in allem sehr rumpelig und nicht sehr sauber. Wahrscheinlich die günstigste Art in dieser Metropole zu wohnen. Einige Eingangstüren sehen aber so aus, dass hier eine wohlhabendere Familie wohnt.
    Dann stoßen wir auf den Zhihua-Tempel aus dem 14.Jh., dieser ist ein Museum, hier wird nicht mehr gebetet. Wunderschöne Buddha-Statuen und eine besondere Form zur Aufbewahrung von Schriftstücken.
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  • Sanddünen und Mondsichelsee

    October 26, 2025 in China ⋅ ☀️ 11 °C

    Was für ein Anblick, solche Sandberge hatten wir zuletzt in der Rub Al Khali in Saudi!!!
    Vor den Toren Dunhuang türmen sich Sanddünen auf, deren Spitzen auf 1750 Meter Meereshöhe liegen. Es ist erstaunlich ruhig heute morgen und wir genießen es nicht von hunderten Menschen umringt zu sein.
    Der Mondsichel See speist sich aus einer unterirdischen Quelle, Mönche hatten hier vor langer Zeit einen kleinen Tempel gebaut. Heute ein Laden für Souvenirs. Wir erklimmen die Düne, aber verzichten auf die grellen neonfarben Gamaschen. Sand schreckt uns nicht in den Schuhen!
    Was sehr angenehm ist, kein Dunebashing, kein Lärm, außer einer musikalischen Berieselung.
    Und natürlich gibt es die Karawanen für die Touristen auf den Trampeltieren. Viel massigere Tiere, als die arabischen Kamele.
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  • Magao Grotten

    October 26, 2025 in China ⋅ ☀️ 16 °C

    UNESCO Weltkulturerbe

    Wir hatten uns schon zu Hause über trip.com Tickets für den Nachmittag gebucht, da pro Tag nur 6000 Besucher eingelassen werden.

    Oberhalb eines Flussufer wurden in verschiedenen Dynastien 700 Grotten in die Felswand gehauen. 400 davon sind prächtig und detailreich ausgemalt und mit Buddha-Statuen bestückt. Der Buddhismus kam aus Indien hier in den Norden nach China und breitete sich dann bis in die Mongolei aus.
    Die Besichtigung läuft genau nach Plan ab, damit nicht zu viele Besucher in den kleinen engen Grotten sind. Fotografieren ist absolut verboten.
    Im Besucherzentrum müssen wir uns das eigentliche Ticket holen, alles wird wie immer mit dem Reisepass verknüpft.
    Wir werden einer Reisegruppe aus Vietnam zugeordnet und bekommen Kopfhörer für die Übersetzung ins Englische.
    Dann gibt es einen Film über die Seidenstraße und ihre Entwicklung, denn Dunhuang als Oase war ein großer Knotenpunkt am Rande der Wüste. Als nächstes gibt es einen 360 Grad Film aus den schönsten und prächtigsten Grotten. Unglaublich!!!
    Uns wird klar, dass wir das so im Detail nicht zu sehen bekommen.
    Mit dem Shuttle Bus geht es 16 km zu den Grotten.
    Unsere Besichtigung beinhaltet 8 Grotten und auch wenn es manchmal eng ist und wir auf Einlass warten müssen, ist es unbeschreiblich. Diese Details und Farben, über 1000 Jahre alt. Welch ein Reichtum wurde hier mit dem Handel entlang der Seidenstraße erwirtschaftet.
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  • Jiayuguan

    October 27, 2025 in China ⋅ ☀️ 7 °C

    Mit dem Schnell-Zug sind wir in guten zwei Stunden in Jiayuguan. Am Bahnhof klappt alles mit den bei trip.com gekauften Tickets. Wie immer ist der Reisepass das wichtigste Dokument in dieser digitalen Welt. Im Zug verkauft ein Mann "Pferdebalsam" gegen rheumatischen Schmerzen und Verspannungen. Der Markenname ist tatsächlich auf deutsch!

    Nachdem wir heute ohne Frühstück aus dem Hotel sind, geht es erst einmal zum Mittagessen. Wir werden in einem Nudel- Restaurant fündig. Die Nudeln werden hier für jeden frisch "gezogen" und kommen dann direkt ins kochende Wasser. Der Koch muss dann auch erst einmal ein Selfie mit uns machen, wahrscheinlich kommen nicht so viele westliche Touristen in sein Restaurant. Mal wieder schade, dass wir uns nicht verständigen können.

    Am Nachmittag nehmen wir ein Taxi zum Anfang, oder Beginn, je nach Ansichtssache, der großen Mauer. Hier am Ufer des Flusses Taolai steht der erste Wach- und Signalturm wenn man aus Westen kommt und die Mauer zieht sich dann durch den Hexi-Korridor. Diese enge Stelle zwischen zwei Gebirgen im Norden und im Süden war strategisch ein guter Ausgangspunkt, um sich zu verteidigen und die Händler auf der Seidenstraße zu kontrollieren. Als Baumaterial diente Lehm, Sand und Stroh, da hat die Zeit seit dem 13. Jh. ihre Spuren hinterlassen.
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  • Jiayuguan Fort und große Mauer

    October 28, 2025 in China ⋅ ⛅ 17 °C

    Unser Frühstück heute morgen müssen wir selbst improvisieren. Im Hotel werden wir mit einem Voucher ins benachbarte "Beef Noodle Soup" Restaurant geschickt. Dafür sind wir einfach noch nicht lange genug in China. Wir nehmen zwei gekochte Eier mit und sind froh, dass wir gestern Abend noch Obst und ein chinesisches "süßes Stückle" gefunden hatten in einen der kleinen Läden. Wasserkocher und Tee gibt es immer auf dem Zimmer.

    Mit dem Taxi geht es dann zum Fort. Dieses war der erste große Wachposten, wenn man aus Westen kam. Durch den Hexi-Korridor mit seinen umgebenden Gebirgen mussten alle, die nach Osten weiter ziehen wollten. Die Mauer schirmte die geologische Engstelle ab. Hier endete das Reich der Ming und Qing, tausende Kilometer von Peking entfernt.
    Das Fort ist sehr beeindruckend und sehr gut restauriert. Man kann sich gut vorstellen, wie hier die Händler auf ihrem Weg durchzogen und rasteten. Das Fort diente natürlich auch der Verteidigung und war durch 3 Gräben und hohen Mauern geschützt.

    Der nördlich des Forts gelegene Teil der grossen Mauer ist dann doch ein wenig anstrengend zu erklimmen. Der Blick auf die Stadt von oben zeigt die Verschmutzung der Luft durch die vielen Eisenerzwerke und Stahlproduktionen. Es riecht den ganzen Tag nach verbrannter Kohle. Dadurch ist leider auch der Blick auf das Gebirge, mit seinen bereits schneebedeckten Gipfeln, getrübt.
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  • Dafo Tempel, Zhangye

    October 29, 2025 in China ⋅ ☁️ 15 °C

    Mit dem Zug sind wir in knappen zwei Stunden in Zhangye. Wieder so eine riesige Stadt in der Provinz mit 1,2 Millionen Einwohnern.

    Wir machen uns auf, bei herrlichem Herbstwetter, zum Dafo Tempel. Gebaut 1098 und als Besonderheit eine riesige Halle für den größten liegenden Buddha in China. Er besteht aus einer Unterkonstruktion aus Holz und die endgültige Form wurde mit Lehm modeliert. Der 34,5 Meter lange, friedvoll liegende und gütig lächelnde Buddha begeistert. Er ist im Nirvana angekommen!

    Die gesamte Tempelanlage besticht durch ihre alte Holzarchitektur, Schnitzereien und geschwungenen Dächern. Wir lassen uns treiben und genießen einen Tee in der Sonne.

    Als weitere Besonderheit erhebt sich im hinteren Teil der Anlage eine weiße Stupa in den Himmel. Die Glöckchen an der Spitze klingeln im Wind. Was für eine friedliche Stimmung.
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  • Zhangye Eindrücke

    October 29, 2025 in China ⋅ ☁️ 14 °C

    Im Supermarkt, anstatt auf einem Markt, holen wir uns Eindrücke der täglichen Versorgung. Bisher haben wir immer nur sehr kleine Läden gefunden und uns gefragt, wo kaufen die Menschen ein für ihren täglichen Bedarf?

    Restaurants und Nachtmärkte mit Essensständen gibt es immer und überall. Die Chinesen essen gerne und rund um die Uhr.
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  • Rainbow Mountains

    October 30, 2025 in China ⋅ ☀️ 12 °C

    Verschiedene Minerale im Boden und die tektonischen Bewegungen der Indio-Australischen und der Eurasischen Platte formen hier diese Berge und lassen sie in verschiedenen Farben leuchten.
    Daraus entstand der Daxia Geological Park, 30 km außerhalb von Zhangye.

    Wir fahren mit dem öffentlichen Bus bis ins Besucherzentrum, dann geht es mit dem Shuttlebus in einem "Hop off - Hop on" System zu vier Plattformen. Jede Plattform bietet andere Eindrücke. Alles in allem sehr anstrengend, gefühlt sind wir tausende Stufen hinauf und hinunter gelaufen. Je später der Nachmittag desto schöner die Farben.
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  • Xining, Provinz Quinghai

    October 31, 2025 in China ⋅ ☀️ 12 °C

    Weitere zwei Stunden mit dem Zug erreichen wir Xining, Hauptstadt der Provinz Quinghai. Wir fahren über ein Hochplateau, im Hintergrund schneebedeckte Berge. Da Xining auf 2300 m Meereshöhe liegt muss das Hochplateau deutlich höher liegen. Auf dem Plateau stehen keine Bäume, nur weite Graslandschaft für nomadische Viehwirtschaft.

    Xining ist eine Großstadt, ca. 2 Millionen Einwohnern. Unser Hotel liegt am Fluss und wir blicken vom 14 Stock auf einen Teil der Stadt.

    Am Abend lassen wir uns mit dem Taxi zur Dongguang Moschee fahren. An der Stelle an der uns das Taxi rauslässt steht aber ein anderes Bauwerk, als das wir im Internet gesehen haben. Keine weiß-grüne Moschee im Mogulstil, dafür ein neuer Holzbau in chinesischer Architektur. Wir sind etwas verwirrt. Im Innenhof geht es zu einer kleinen Gebetshalle. Es stehen Schuhe auf der Treppe davor und innen wird gerade das Freitagsgebet abgehalten. Als dieses beendet ist kommen wir mit ein paar Männern ins Gespräch und zeigen ihnen ein Bild der Moschee, die wir suchen. Diese gibt es nicht mehr, wurde abgerissen und dafür hat die muslimische Gemeinde das neue Gebäude bekommen. Passt irgendwie ins Bild von China!

    Wir schlendern zurück zum Hotel und kommen an einigen muslimischen Geschäften vorbei. Diese Stadt hat eine spannende Mischung aus Han-Chinesen, muslimischen Hui und Tibetern.

    Im Park vor unserem Hotel treffen wir auf ein paar tanzenden Gruppen. Jede zu ihrer Musik und Tanzstil. Auch steht noch eine Vitrine in der die gedruckte Tageszeitung hängt, wie vor Jahrzehnten. Und eine Sängerin singt Samstagmittag Peking-Opern Arien.
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  • Tibetisches Kulturzentrum

    October 31, 2025 in China ⋅ ☀️ 13 °C

    Am Nachmittag nehmen wir ein Taxi zum Tibetischen Kulturzentrum. Hier gibt es zum einen ein Museum für tibetische Medizin und zum anderen ein Museum zur tibetischen Kultur. Ein riesiger Bau mit drei Etagen. Zu sehen gibt es interessante Exponate über das Leben der Tibeter. Am schönsten sind die Trachten der einzelnen Volksstämme in Tibet.
    Und dann gibt es ein Thanka, ein 618 m langes und 2,3 m hoches gewundenes Stoffstück im oberen Stockwerk. Bemalt mit Szenen aus dem Leben, der Kultur und Religion der Tibeter. Unglaublich aufwändig und detailliert. Wir lesen dass hieran 400 Künstler ganze 27 Jahre lang gearbeitet haben.
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  • Kumbung Kloster

    November 1, 2025 in China ⋅ ☁️ 9 °C

    30 km südlich von Xining befindet sich das Kumbung Kloster. Der Gründer der Gelbmützen Sekte oder auch Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus genannt, ist hier geboren. Von daher besitzt das Kloster große Bedeutung, da auch der Dalai Lama dieser Schule angehört. 800 Mönche leben im Kloster. Der älteste Tempel datiert von 1357 und danach wurde das Kloster bis heute immer erweitert .Wir tauchen ein in die religiöse Welt der Tibeter, mit ihren goldenen Buddha-Statuen, unzähligen Bildern von Mönchen, Heiligen und Göttern.
    Viele Tibeter aus ländlichen Regionen sind an diesem Samstag angereist um zu beten und zu opfern. Wir werden manchmal angestarrt, als hätten sie noch nie eine "Langnase" gesehen.
    Am Eingangstor zum höchsten Heiligtum liegen Matten auf dem Boden auf die sich die Betenden immer wieder auf- und niederlegen. Dies ein Zeichen von Demut gegenüber dem Göttlichen.
    Fotografiert darf in den farbenprächtigen Tempeln nicht, aber ein paar Bilder haben wir dann doch heimlich gemacht.
    Eine friedliche Stimmung in dieser riesigen Anlage. Nach 3 Stunden sind wir so voll mit Eindrücken, Farben und Gerüchen, dass wir erst einmal eine Pause und Stärkung brauchen. Als tibetische Spezialität gibt es Momo's, mit Hackfleisch gefüllte Nudeltaschen. Sehen den georgischen Khinkali sehr ähnlich und schmecken auch genauso gut.
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  • Lanzhou

    November 2, 2025 in China ⋅ ☀️ 15 °C

    Mit 247 km/h fährt uns der Schnellzug in einer Stunde nach Lanzhou, Provinzhauptstadt von Gansu mit 4,3 Mio. Einwohnern.

    Unser Hotel liegt an der Hauptattraktion, der alten Eisenbrücke von 1907 über den Gelben Fluss. Heute eine Fußgänger-Brücke mit roten Lampions behängt, früher eine wichtige Überquerung des reißenden Flusses. Im Museum finden wir ein Modell der Flussüberquerung vor der Zeit der Brücke. Zusammengebundene Boote, über die Holzplanken verlegt wurden. Muss eine ganz schön schaukelige Angelegenheit gewesen sein.

    Wir schlendern durch die Stadt, die am Sonntagnachmittag ziemlich voll ist. Am Flussufer wird flaniert und Tee getrunken.
    Uns interessiert die Moschee und wieder sieht sie anders aus, als die Bilder im Internet. Die vier Minarette gibt es nicht mehr. Von außen wirkt sie modern, innen sehr schlicht.

    Am Abend probieren wir uns mal wieder durch den Nachtmarkt. Es gibt ein großes Angebot von Grillfleisch und Eintopf mit Schafsköpfen und gefüllten Innereien.
    Uns ist heute eher nach vegetarischem Essen und werden fündig bei einem jungen Mann der uns gebratene Nudeln mit Gemüse und Ei frisch zubereitet. Wir können ihn gerade noch abhalten die Chili-Soße unter die Nudeln zu mischen, war schon so würzig genug.
    Nahezu alle Stände werden von Moslems der Volksgruppen der Hui betrieben. Die frisch gebackenen und mit irgendetwas gefüllten Fladenbrote müssen wir unbedingt probieren, sehr lecker. Und zum Nachtisch probiert Joachim noch heisse Milch, die mit Zucker, Stärke und einem verquirltem Ei verrührt wir. Wenn das Ei gestockt ist, kommen oben drauf Sesam, Rosinen und Erdnüsse. Irgendeine mongolische Spezialität und Joachim hat's geschmeckt.
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  • Berg der weißen Pagode

    November 3, 2025 in China ⋅ ☀️ 13 °C

    Wir schlendern gemütlich über die Brücke über den Huang He und erklimmen am anderen Ufer den Berg der weißen Pagode zum Baita Tempel. Der ganze Berghang ist eine Parkanlage mit kleinen Pavillons und Tempeln, tollen Blicken über den Gelben Fluss und die Millionenstadt Lanzhou. Oben angekommen finden wir einen schönen Platz für einen Tee. Dieser wird in einer Emaille-Tasse mit Deckel angeboten, verschweißt in Folie. Der Inhalt: Grüne Teeblätter, getrocknete Aprikosenscheibe, Berberitzenbeeren, zwei getrocknete unbekannte Früchte und ein großes Stück Kandiszucker. Alles wird mit heißem Wasser übergossen. Sehr fruchtig und richtig lecker. Die Tassen haben Bauern- und Arbeiter-Motive im kommunistischen Stil und waren im Preis inbegriffen. Nehmen wir als Souvenir doch gerne mit.Read more

  • Bingling Si Grotten Tempel

    November 4, 2025 in China ⋅ ☀️ 10 °C

    Wir haben für die nächsten drei Tage ein Auto mit Fahrer gemietet, da die kommenden Sehenswürdigkeiten noch nicht mit dem Zug erreichbar sind.
    Auf dem heutigen Programm steht der Bingling Si Tempel, der nur über den Gelben Fluss erreicht werden kann.
    Wir steigen in ein kleines Speedboot und fahren ca. 25 min über den Bingling Stausee und dann in den in den Stausee auslaufenden Gelben Fluss hinein.
    Die Anlage ist zwischen 300 und 700 nach Christus entstanden. In 183 Höhlen und Nischen, stehen hunderte von Stein- und Lehmstatuen aus verschiedenen Dynastien. Nicht alle sind der Öffentlichkeit zugänglich. Der Stausee hat mit seinen Sedimentablagerungen auch einige unerreichbar gemacht.
    Über einen Pfad wird man an den schönsten Nischen vorbei geführt. Und es zeigt sich mal wieder, wie gut es ist, dass wir in der absoluten Nebensaison unterwegs sind. Mit Ticket Nummer 9 und 10 am Mittag können wir in aller Ruhe die farbenfrohen Statuen und Wandmalereien bewundern und fotografieren.
    Der Höhepunkt ist der 27 m hohe und aus dem Fels gehauene sitzende Maitreya Buddha aus der Than-Dynastie.
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  • Xiahe

    November 4, 2025 in China ⋅ 🌙 5 °C

    Die Stadt Xiahe, gelegen in der autonomen tibetischen Provinz Gannan auf 2900 m Meereshöhe. 90 000 Einwohner, deren größter Teil Tibeter der Amdo Volksgruppe sind und die auch das Stadtbild prägen. Weitere Ethnien stellen die Han-Chinesen und die muslimischen Hui, die jeweils in eigenen Viertelen leben.

    Hier in Xiahe dreht sich alles um das große buddhistische Labrang Kloster mit seinen 2000 Mönchen. In vielen Geschäften werden die roten Roben der Mönche, mit Fell gefütterte Stiefel und die gelben Mützen genäht. Galerien stellen Thankas her, Wandbehänge, die Szenen der buddhistischen Mythologie in bunten Farben zeigen.
    Es gibt Teekannen und Butterlampen zu kaufen, dazu die passenden kleinen Eimer mit Yakbutter für die Lampen in den Tempeln.
    Zu kaufen auch Tüten gefüllt mit Zampa (geröstetes Gerstenmehl), Thujazweige, Gerstenkörner und eine Art von Dattel zur Verbrennung vor den Tempeln.

    Und dann bietet der Ort auch eine gewisse touristische Infrastruktur, nette Cafés und Restaurants. Einige sind schon im "Winterschlaf" und geschlossen, aber wir werden doch fündig zur Erholung nach all den vielen Eindrücken.
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  • Kloster Labrang

    November 5, 2025 in China ⋅ 🌫 2 °C

    Kloster Labrang, 1709 erbaut und eines der sechs größten Klöster der Gelug Schule oder auch Gelbmützen-Sekte genannt. Für die Amdo Tibeter ist es das bedeutendste Kloster und daher sind hier auch sehr viele Pilger. Das Kloster umgibt einen 3 km langen Pilgerweg, die Kora. Ca. 2 km bestehen aus überdachten Gängen in denen sich insgesamt 2000 Gebetsmühlen befinden sollen. Ich habe nur einen kleinen Teil davon gedreht!
    Mit dem Eintrittsticket bekommen wir von einem englisch sprechenden Mönch eine Führung in die wichtigsten Tempel. Er versucht uns die philosophische Ansicht des buddhistischen Lebens als Mönch nahe zu bringen. Wir steigen hier leider gedanklich aus und für größere Diskussionen spricht er zu schlechtes Englisch.
    Er verabschiedet sich nach seiner Führung und wir können durch diese kleine Klosterstadt alleine umherstreifen.
    Vor einem Tempel liegen sehr viele Stiefel und es dringen die kehligen Gesänge der Mönche nach draußen. Innen werden ca. 400 Mönche mit Buttertee während ihrer Rezitation versorgt. Wir stehen am Rand und lassen diese besondere Atmosphäre auf uns wirken. Und dann springen auf einmal alle nach draußen, einige erleichtern sich erst einmal über einem Kanalisationsguly oder laufen zur nahen öffentlichen Toilette. Dann stehen sie in Gruppen noch in der Sonne und verteilen sich. Tolles Erlebnis!
    Am Nachmittag mischen wir uns unter den nie endenden Strom der Pilger und laufen mit ihnen den Pilgerweg. Einige sind richtig zügig unterwegs, andere haben Mühe die 3 km zu schaffen und jede Gebetsmühle wird gedreht und immer wird das Mantra "Om Mani Padme Hum" leise gebetet.
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  • Fahrt über das Zoige Grasland

    November 6, 2025 in China ⋅ ☀️ 10 °C

    Von Xiahe fahren wir über das Zoige Grasland, eine Hochebene auf über 3000 m. Unzählige Yak- und Schafherden werden hier über die jetzt herbstlich gelben Weiden getrieben. Im Hintergrund ragen schneebedeckte Berge auf, die um die 4000 m hoch sein müssen.

    An einem Aussichtspunkt mit einem Kranich-Monument, lässt uns Jumee, unser Fahrer, aussteigen. Von hier aus hat man einen tollen Blick in die weite Graslandschaft in der sich kleine Flüsse schlängeln.

    Und dann kommen wir immer wieder an den Baustellen für die neue Autobahn und der Zugtrasse vorbei, die hier in die Landschaft gebaut wird. Wir fragen uns: wieder so eine Autobahn auf der keiner fährt, für was? Und was wird aus dieser Region, wenn hier erst einmal der Zug hält? Chinesische Touristen werden die Orte überrennen, aber die Tibeter kommen auch schneller in andere Städte. Es ist immer ein für und wieder, wenn ländliche Regionen "entwickelt"werden.
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