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  • Day45

    Camagüey nach Santiage de Cuba

    January 10, 2018 in Cuba ⋅ ☁️ 20 °C

    Santiago wird unsere vorletzte Station werden, bevor wir wieder nach Varadero fahren. Was mir in Camagüey und auch in Trinidad aufgefallen ist - man darf sich nicht durch die schlechten und unscheinbaren Fassaden der Häuser täuschen lassen; oftmals verbergen sich dahinter recht eindrucksvolle Einrichtungen und Innenhöfe mit Gartenanlagen. Sehr eindrucksvoll konnte man das bei dem Österreicher in Camagüey, aber auch beim Schweizer (Daniel?) in Trinidad sehen. Gestern habe ich endlich auch mein zusätzliches Loch in den Gürtel bekommen. Faktisch bedeutet das; ich habe seit meiner Abreise aus Deutschland am 27.11.2017 ca. 4-6 cm Bauchumfang verloren.

    15:45h:
    Wir sind angekommen in der "Casa Raul y Kathy" Santiago de Cuba, Calle Heredia 610. Die Anfahrt war wie üblich - chaotisch. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h, um nicht von irgendeinem Schlagloch verschluckt zu werden. Heidi: "Wir sind um 9.00 Uhr los und haben 333 km um 16.00 Uhr geschafft. Bis auf 40 km war alles Landstraße. Die "Autobahn" konnte man aber als solche nun wirklich nicht erkennen. Überhaupt waren die Straßen nach Santiago sehr schlecht. Es gibt Schlaglöcher, da könnte das halbe Auto verschwinden. Ich bin trotzdem total entspannt beim Autofahren. Lasse mich von LKW überholen, wende in Sackgassen, rege mich über nichts auf".

    16:20h:
    Wir gehen essen auf einer Dachterasse (La Terraza). Heidi hatte guten Lobster. Und ich esse fast täglich Lamm, was in Kuba generell das beste Fleisch ist. Kann ich mich direkt an die Seidenstraße gewöhnen. Dort gibt es wahrscheinlich auch nur Lamm. Das wird hart für meine Heidi - sie mag nämlich kein Lamm. Heidi: "Das Lokal hätte man als solches nie erkannt. Es war wieder eine Empfehlung aus dem Reiseführer" und nicht weit von unserer Casa entfernt."

    19.00 Uhr:
    Nach einem längeren Spaziergang auf der Fußgängerzone und einem Kaffee auf der Terrasse des Grand Hotel mit schönem Blick auf die Hauptkirche der Stadt, sitzen wir an einem Café außen, nehmen einen (oder auch zwei) letzte(n) Absacker auf dem Plaza Dolores und werden von mehreren wechselnden Straßenmusikanten beschallt, die so auf ein Trinkgeld hoffen. Nach dem dritten Gedudel reicht es mir dann auch. Ich will nur in Ruhe meinen Cocktail trinken. Wenn man hier eine Feinstaubmessung nach deutschem Maßstab machen würde, käme man sicher zur Erkenntnis, dass die Plaza und vermutlich die ganze Stadt unbewohnbar ist. Denn 70 Prozent aller kubanischen Autos blasen ihre Abgase total ungefiltert raus. Und die Verkehrsdichte ist in dieser Stadt höher als sonst in Kuba.

    20:20h:
    Sind wir wieder in der Casa mit ihrer extrem steilen Innentreppe und dem Gitter vor dem Fenster. Erinnert mich irgendwie an Indien. Heidi: "Was man immer im Reisegepäck haben muss: Ohrstöpsel! Die zu vergessen, kann einem den ganzen Urlaub versauen. Im Gegensatz zu unserer Casa in Havanna liegt die hier in Santiago an einer viel befahrenen Kreuzung. Und bellende Hunde runden den Sound ab. Überhaupt gibt es auf Kuba extrem viele Hunde ohne Besitzer, die versuchen, ihren Hunger durch Nahrungssuche im Abfall auf der Straße zu stillen.

    Editiert am 08.03.2018
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