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  • Day56

    Heidi's Fazit

    January 21, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 22 °C

    Tja mein Fazit zu Kuba:
    Die 14-tägige Rundreise war anstrengend und nicht nur deshalb, dass ich die 1.800 km allein gefahren bin. Die Straßen waren teilweise gut, aber häufig so schlecht, dass ich rückwärtsgefahren bin, um zu überlegen, ob das linke oder rechte Schlagloch ungefährlicher ist. Autobahnen sind keine Autobahnen wie wir sie kennen. Trotzdem möchte ich die Rundreise nicht missen. Kuba kann man nur so kennenlernen, auf eigene Faust mit Mietwagen, auch wenn die Casas für die Nacht vorgebucht waren. Die waren von unterschiedlichen Standard. Kuba ist total ungefährlich. Die Menschen unwahrscheinlich freundlich und hilfsbereit. Obwohl sichtbare Mangelwirtschaft herrscht, machen die Kubaner nirgends einen unzufriedenen Eindruck. Sie lieben das Leben, die Zigarre und natürlich den Rum. Häufigstes Transportmittel auf dem Land, aber auch in Großstädten ist immer noch ein Pferdefuhrwerk. Von den besuchten Städten hat mir Havanna und Trinidad am besten gefallen. Santiago fand ich zu laut und chaotisch. Wer viel von guten Essen hält, ist auf Kuba falsch. Unterwegs könnte es schon passieren, dass man mit einer großen Speisekarte in ein Lokal gelockt wird und dann feststellen muss, dass es an dem Tag eben nur zwei Gerichte gibt. Wir haben uns dann nur an den Empfehlungen im Reiseführer orientiert und dann klappte das mit dem Essen auch ganz gut. Havanna würde ich bei auf einen erneuten Trip nach Varadero noch einmal für 3-4 Tage besuchen. Und die Stadt kann sich bis dahin ruhig verändern. Es gibt noch so viele Kolonialbauten, die restauriert werden müssen, bevor sie komplett zerfallen. Wäre wirklich schade! Ich weiß nicht, warum der Reiz Kubas jetzt größer sein soll, als in ein paar Jahren. "Besucht Kuba, bevor es sich verändert", den Slogan kann ich nicht nachvollziehen. Ich hatte in meinem Leben zu viel Sozialismus und kann deshalb mit den vielen Propagandatafeln auch nichts anfangen. Für Wessis ist das vielleicht eine neue Erfahrung.

    In den Hotels in Varadero erlebt man eine Parallel-Gesellschaft. Herrscht außerhalb der Hotels Mangel an allem (außer Rum), gibt es hier alles, was ein Urlauber braucht (oder auch nicht braucht). Das Blau Varadero hat westlichen Standart und man kann sich sehr wohlfühlen. Der Strand ist breit und lang wird täglich gesäubert. Das habe ich an anderen Stränden schon anders erlebt, Strandurlaub würde ich bevorzugt nur noch hier verbringen.

    Editiert am 12.03.2018
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