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  • Day124

    Wellington- die windigste Stadt der Welt

    December 6, 2019 in New Zealand ⋅ 🌬 18 °C

    Unser Trip in Neuseelands Hauptstadt beginnt nach einer nur 3-Tage-Arbeits-Woche am Donnerstagmorgen. Sarah und ich fliegen morgens los und haben Plätze nebeneinander am Fenster. Um in Wellington zu landen müssen Piloten eine extra Ausbildung haben, da das Landen dort wegen dem Meer auf allen Seiten und dem böigen Wind besonders schwierig ist. Ich finde der Landeanflug ist wirklich spaßig- ein bisschen wie Achterbahn fahren aber Sarah und ich halten uns trotzdem die ganze Zeit an der Hand- sicher ist sicher. Angekommen werden wir mit einem Shuttle eingesammelt um unseren kleinen roten Mietwagen abzuholen. Alles klappt reibungslos aber wir müssen wir uns trotzdem erstmal ausruhen und fahren in den botanischen Garten. Wir gucken die Rosen- und Dahliengärten an und spazieren durch die Grünanlagen bis zu den berühmten roten Cable Cars. Dann checken wir in unserem Hostel ein und sind positiv überrascht- wir haben Frühstück und Abendessen kostenlos inklusive. Mit der Erwartung einer kleinen Vorspeise gehen wir mit unseren Vouchern ins benachbarte Restaurant und bekommen dort überraschenderweise ein volles warmes Abendessen (Beef- oder Vegetablepie) mit gemischtem Salat. Voll gegessen machen wir uns dann, mit einer nettem Spanierin die wir im Hostel kennengelernt haben auf den Weg in die Stadt. Wir laufen die Promenade am Meer entlang, schauen uns das Parlament von Neuseeland an, gucken uns in den beleuchteten Einkaufsstraßen um und machen uns mit der Innenstadt vertraut.

    Am Freitag morgen backen wir uns Pancakes (auch dafür steht alles im Hostel bereit) und fahren zum Mount Victoria, von dem man eine tolle Aussicht auf die Stadt, das Meer und die wirklich sehr kurze Landebahn hat. Dann geht es auf die Fahrt rund um die Ostspitze von Wellington. Wir fahren am Meer entlang, bewundern Häuser die wir gerne als Ferienhaus hätten und machen mehrere kleine Wanderungen über Felsen, durch Wälder und an Stränden entlang. Zurück im Hostel machen wir uns frisch, gehen zum Abendessen (diesmal Nudeln und Salat) und fahren dann an den Strand um den Sonnenuntergang zu sehen. Abends holen wir Sophia und Frauke am Flughafen ab und verbringen den Abend am Hafen.

    Zu viert backen wir uns Samstagmorgen wieder Pancakes und fahren dann los zum südlichsten Punkt der Nordinsel. Am Cape Pallisier angekommen klettern wir die 252 Stufen zu einem sehr sehr umwindeten Leuchtturm hoch und bestaunen die Robbenkolonie die rund um das Kap lebt. Die Robben haben gar keine Angst von uns und heben nur den Kopf als wir näher kommen und vor allem die Neugeborenen bewundern, weil sie einfach so süß sind. Anders als die Asiaten, die in einem großen Reisebus ankommen als wir fahren, versuchen wir aber logischerweise nicht die Tiere zu streicheln sondern schießen nur ungefähr 100 Fotos auf denen die Robben alle aussehen als wären sie Steine. Dann geht es zu den Pinnacles- einer Steinformation zu der wir ein paar Stunden (ziemlich bergauf) hinwandern und die komisch geformten Felsen, die auch in der „Herr der Ringe“ mitspielen bewundern. Zurück geht es dann durch ein Geröllfeld und über viele kleinere und größere Flüsschen. Wieder in Wellington gibt es für Sophia und Frauke zum ersten Mal das Abendessen in benachbarten Restaurant und dann geht es in die Innenstadt. Wir gehen zu einem (enttäuschend kleinen) Nightmarket, verbringen den größten Teil des Abends dann in einer netten Bar und setzen uns hinterher mit Keksen und Kartenspiel ins Hostel.

    Sonntag ist schon unser letzter Tag. Nachts werde ich mehrfach von einem Gewitter geweckt- der Donner klingt als würde das Haus zusammenbrechen und auch am nächsten Morgen regnet es noch aus Eimern. Wir fahren mit den obligatorischen Cable Cars und gehen dann ins Te Papa. Das Te Papa ist das neuseeländische Nationalmuseum und viel interessanter als erwartet. In der Ausstellung über den ersten Weltkrieg gibt es zum Beispiel täuschend echte riesige Wachsfiguren, bei der Kunst können wir unsere Gedanken zu den Exponaten an die Wände schreiben und in der Abteilung über Naturkatastrophen können wir ein Erdbeben nachfühlen. Immer noch im strömenden Regen gucken wir uns noch einen Underground-Market an bevor es zurück zur Autovermietung geht. Als der Shuttle uns dann schließlich am Flughafen absetzt sind wir klitschnass und hungrig. Wir ziehen uns Leggings, Jogginghosen und alle Pullis die wir mithaben übereinander und veranstalten ein Picknick. Im Flieger nach Hause haben wir dann Fernsehre, sodass ich einen meiner Lieblingsfilme: den Weihnachtsfilm „Tatsächlich Liebe“ gucken kann und abends gelaunt wieder zurück bei meiner Gastfamilie in Auckland bin.
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