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  • Day30

    "Row, row, row your boat..."

    April 7 in New Zealand ⋅ 🌧 12 °C

    Auf der Fahrt nach Rotorua hab ich Lea kennengelernt, eine andere deutsche Reisende, mit der ich mich gut unterhalten konnte. Wir haben uns zusammen die Stadt angeschaut und zufälligerweise auch das selbe Maori-Village zur selben Zeit besucht.

    Das Mitai-Maori-Village gehört einer der ältesten Maori-Familien des Landes und ist eins von mehreren, die man in Rotorua so findet. Wenn man gerne von riesigen Kerlen angebrüllt wird und Essen aus einem Loch isst, wie ich, verbringt man hier echt einen tollen Abend.

    Das Village war einem authentischen Maoridorf nachempfunden. Wir hatten sehr coole Guides mit viel Humor. Eine Frau, die authentische Maoritrachten (oder wie sie es genannt hat, einen besseren Kartoffelsack) getragen hat, hat uns eun Kanu gezeigt, dass ihre Familie selbst geschnitzt hat. (Nein, das ist nicht der Grund für den Titel dieses Footprints.)
    Danach haben wir uns unser Abendessen angeschaut, ein traditionelles Hangi, das in einem Loch im Boden gekocht wird. (Hygienischer als es klingt.) Unser Guide hat uns dann in einen kleinen Wald (oder eher Mini-Dschungel) geführt. Durch die vulkanischen Aktivitäten hat das Wasser hier die merkwürdigsten Farben.
    Auf einem Fluss kamen die Krieger angerudert und haben sowas wie Schlachtrufe aufgeführt. (Nein, auch das ist nicht der Grund für den Titel dieses Footprints.)

    Und dann war da noch die Show, wo die ganze Familie aufgetreten ist, Tänze und Gesänge vorgeführt haben und uns einiges über ihre Kultur erklärt haben.
    Das lustige daran war, das per Zufall einer der Besucher ausgesucht wurde, der unseren gesammten "Stamm" bei einer Friedenszeremonie als Häuptling vertreten sollte. Das war bei uns ein alter Typ aus Ohio, der das echt gut gemacht hat. Tradition ist es, dass bei solchen Anlässen Lieder ausgetauscht werden. Die Maori-Familie hat also ein Freundschaftslied gesungen, was sehr schön klang... gefolgt von etwas, dass sich Haka nennt und Respekt einflößen soll. Bei einem Haka wird etwas aufgeführt, dass ich nur als koordinierten "Brüllgesang" bezeichnen kann, mit viel Gestampfe und Grimassenziehen. Die Frauen lassen ihre Augen hervorquellen und die Männer zeigen die Zunge (Was wohl laut unserem Guide sowohl "Hallo!" als auch "Du siehst lecker aus!" heißen kann... eine sehr missverständliche Form der Kommunikation.) Das, zusammen mit der Körperbemalung und den Muskelbergen aus denen Maori für gewöhnlich bestehen, flößt tatsächlich viel Respekt ein. Kein Wunder, dass sich die Briten mit denen lieber nicht angelgt haben. (Später habe ich von einer Geschichte gehört, laut der, während des zweiten Weltkriegs, Maori-Soldaten mit so einem Haka wohl eine ganze Gruppe Nazis in Afrika kampflos in die Flucht geschlagen haben.)

    Dann kam unser Häuptling aus dem fernen Lande Ohio zu Wort und hat mit seiner Familie zusammen "Row, row, row your boat" vorgesungen. (DAS ist der Grund, für den Titel dieses Footprints.)
    Der Maori-Häuptling war von der Darbietung beeindruckt und so gab es Frieden zwischen unseren Völkern. (Ich persönlich hätte ja "O-ooh Child" vorgesungen...)

    Dann haben wir unser Hangi/Lochessen verspeist, was ziemlich gut geschmeckt hat und ich hatte noch die Chance mir Kiwis anzuschauen. (Die erstaunlicher Weise nicht nach der Frucht benannt wurden, sondern andersrum. Na sowas...)

    Mehr Fotos im nächsten Footprint und sobald ich wieder Internet hab versuch ich auch Videos von der Show auf Facebook hochzuladen.
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