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  • Day10

    La Miel (Panamá)

    February 8, 2019 in Panama ⋅ ⛅ 27 °C

    Oh wie schön ist Panama

    Sapzurro liegt nah an der Grenze zu Panamá, tatsächlich ist es die letzte Stadt Kolumbiens und hat auch einen Grenzübergang. Auf, wir gehen nach Panama. Ich komme an eine ellenlange Treppe. Das schaffe ich nicht denke ich mir, bin ich doch immernoch angeschlagen von meinem Schrecken im Wasser durch die starke Strömung, meine Beine fühlen sich an wie Pudding und ich kann nicht mal das Ende der treppe sehen, die im Zick Zack nach oben geht.
    Ich nehme eine Stufe, dann die nächste, irgendwie muss ich nach oben kommen, ich mache langsam, ich muss Pausen einlegen, es geht nicht. Dann wieder eine Stufe und die nächste.
    Als ich oben ankomme, sind dort Militärs aus Panamá, ich darf nach kurzer Kontrolle passieren. Oh wie schön ist Panamá geht mir der Satz von Janosch unaufhörlich durch den Kopf.
    Von oben bietet sich eine spektakuläre Sicht auf die Bucht, auf Panamá. Ich muss hinabsteigen, ich bin erschöpft, ich brauche ein Mittagessen. Oh wie schön ist Panamá. Ich komme im Dorf an, aber ich kann den Strand nicht finden. Der Ort sieht irgendwie verlassen aus, auch wenn ein paar Leute vor ihren Häusern sitzen und mit Kindern in den Gassen spielen. Jedes dritte Haus hat eine Renovierung nötig. Ich sehe keine Verkäufer, keine Stände, alle Restaurants sind geschlossen, haben die Rollläden heruntergelassen. Keiner scheint hier Gäste zu erwarten.
    Ein Pferd steht auf einem Bolzplatz und grast, spielt hier noch jemand?
    Eine ganze Horde Bote liegt am Wegesrand, sie scheinen von niemandem mehr gefahren zu werden.
    Ich komme an den Strand, er ist klein und leer, nur ein junger Mann schwimmt im Wasser. Er kommt an den Strand und wir unterhalten uns. Er heißt Juritz und ist aus Holland. Vor acht Jahren kam er nach Kolumbien und war absolut begeistert. Vor zwei ein halb Jahren kam er wieder und hat ein Unternehmen gegründet um Avocado anzubauen und nach Europa zu exportieren. Er reist mit seiner Mutter um ihr ein bisschen von Kolumbien zu zeigen, sie ist 75.
    Wir machen uns unterwegs zurück nach Kolumbien. Das Dorf wirkt immer noch verlassen, es ist lediglich ein Ort um Präsenz an der Grenze zu zeigen, es scheint sonst nicht viel zu geben. Oh wie schön ist Panama?

    Wieder muss ich die Stufen hoch, ich brauche unbedingt ein Mittagessen. Es ist gut das Juritz da ist, das Unterhalten lenkt mich ab. Wieder in Kolumbien kommt mir Sapzurro plötzlich absolut idyllisch vor. Die Gärten sind gepflegt, Häuser schön gestrichen, Dekoration hängt von den Balkonen. Juritz will in die Schule, angeblich soll es dort zwischen vier und sechs Internet geben und er muss ein paar Anrufe erledigen, ich zweifle ob das was wird.
    Wir verabschieden uns, an einem der ersten Restaurants lasse ich mich in einen Stuhl fallen. Ich bekomme Reis, Kidneybohnen, frittierte Kochbanane und Maracujasaft. Ich esse alles auf.

    Ich bin wieder auf dem Weg, mit neuer Energie. Abwärts sprinte ich halb, mache Heck-Sprünge über Wurzeln , Gräben und Steine. Brüllaffen veranstalten irgendwo links von mir einen Höllenlärm, um ihr Territorium zu markieren. Die einheimischen sagen außerdem dass sie den Regen ersingen, mit ihrem Heulen, nach zu langer Zeit der Trockenheit.
    Nach einer Stunde komme ich erschöpft am Hostel an. Ich habe 5 neue Zimmergenossen aus England, die mich so herzlich begrüßen, dass ich mich zuerst frage ob wir uns schon kennen.
    Den Rest des Abends bin ich Hundemüde verbleibe lesend in der Hängematte und mümmel etwas von meinen Erdnüssen, der Hund kommt mich besuchen, ich lese noch etwas, dann, Schlafenszeit.

    How beautiful is Panama

    Sapzurro is close to the border with Panama, in fact it is the last city in Colombia and also has a border crossing. . I come to some endless stairs. I can not do that, I'm thinking, I am still weak of my fight with the water due to the strong current, my legs feel like pudding and I can not even see the end of the stairs, which goes up in a zigzag.
    I take one step, then the next, somehow I have to get up there, I'm slow, I have to take breaks, I can't do it. Then again one step and the next.
    When I arrive at the top there's military from Panama, I am allowed to pass after a short check. Oh, how beautiful is Panamá, Janosch's sentence from the kids book goes on and on in my head.
    From the top, there is a spectacular view of the bay, Panamá. I have to go down, I'm exhausted, I need some lunch. How beautiful is Panama. I arrive in the village, but I can not find the beach. The place looks somehow abandoned, even if a few people sit in front of their houses and play with children in the streets. Every third house needs a renovation. I see no sellers, no stalls, all restaurants are closed, have lowered the shutters. Nobody seems to expect guests here.
    A horse stands on a football field and grazes, does anyone still play here?
    A bunch of boats lies on the roadside, they seem to be no longer driven by anyone.
    I come to the beach, it is small and empty, only a young man swims in the water. He comes to the beach and we talk. His name is Juritz and he is from Holland. Eight years ago he came to Colombia and was absolutely thrilled. Two and a half years ago he came back and started a business growing avocado and exporting it to Europe. He travels with his mum to show her a bit of Colombia, she is 75.
    On the way back to Colombia the village is still deserted, it is just a place to show presence at the border, there does not seem to be much else. How beautiful is Panama?

    Again I have to go up the stairs, I really need a lunch. It's good that Juritz is there, distracting me a bit. Back in Colombia, Sapzurro suddenly seems absolutely idyllic. The gardens are well-kept, the houses are nicely painted, decoration on the balconies. Juritz wants to go to the school. They said there's Wi-Fi between four and six he needs to do some phone calls, I doubt that there's any connection that good.
    We say goodbye, and at of the first restaurants I fall into a chair. I get rice, kidney beans, fried plantain and passion fruit juice. I eat everything.

    I am on my way back again, with new energy. Downhill I sprint halfway, jump over roots, ditches and rocks. Howler monkeys make a hell of a noise somewhere to my left to mark their territory. The locals also say that they sing for rain, with their howling, after too long droughts.
    After an hour I arrive exhausted at the hostel. I have 5 new roommates from England who greet me so warmly that I first try to remember if I already know them.
    The rest of the evening I'm really tired, and stay in the hammock reading and munching some of my peanuts, the dog comes to visit me, I read for a bit longer, then it's bedtime.
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