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  • Day6

    My little sweet house

    September 24, 2019 in Slovenia ⋅ ⛅ 13 °C

    Wie versprochen, noch ein paar Worte zu meinem kleinen Häuschen.
    Die Entscheidung fiel zwei Wochen vor Reisebeginn, da die Nachttemperaturen auch in Slowenien heftig unter die 10 Grad Grenze gefallen sind.
    Auswahlkriterien, Nähe Bled und Lowbudget. Ich habe bei Airbnb und Booking gesucht und das Hotel bei Booking gefunden, welches auch diese Hütte anbot. Kosten für diesen Zeitraum, dreißig Euro pro Nacht inklusive Frühstück. Gebucht!
    Die Anreise - etwa dreißig Kilometer von Bled und die letzten zwölf in Serpentinen den Berg bis auf 1000 Meter hoch.
    Als ich hier ankam, sah das alles etwas unbewohnt und unfertig aus und ich musste meine Gastgeber erst mal suchen.
    Anhand der Anzahl der Tische und Bestuhlung, muss hier in der Saison richtig was los sein. Das Lokal wirkt wie eine Skihütte.
    Ich habe dann mein kleines Haus bezogen Die Ausstattung ist wirklich sehr einfach. Wer Luxus und Styl sucht, ist hier falsch. Ich war happy.
    Die einfache und etwas in die Jahre gekommene Ausstattung wird durch die Gastgeber aufgewertet.
    Zum Frühstück habe ich nicht im riesigen Gastraum gesessen, ich war der einzige Gast, sondern im kleinen Schankraum, welcher auch Rezeption und wohl auch Wohnzimmer der beiden ist. Ein riesiger Kaminofen und ein großer Flachbildschirm.
    Zum Frühstück haben die beiden mich schon erwartet und dann ordentlich auf getafelt. Wirklich ordentlich.
    Beim Frühstück wurde ich immer gefragt, ob ich zum Dinner komme, die Uhrzeit spiele keine Rolle.
    Total süß, wenn ich dann gegen 20 Uhr zurück kam, haben die beiden schon entspannt das Fernsehprogramm genossen. Es wirkte so ein wenig, wie Mutti und Vati warten darauf, dass das Kind zum Essen nach hause kommt. Auch das Essen, recht einfach, aber richtig lecker. Ich habe mich richtig wohl gefühlt. Sie spricht sehr gut englisch und die beiden waren immer bemüht, mir ein wenig slowenisch beizubringen.

    Was war nicht so toll- der Wasserdruck. Das Wasser in der Dusche ist fast nur getropft, das war ein wenig nervig, da man ewig zum Duschen benötigt.
    Weitere Bewohner in der Hütte. Über Spinnen brauchen wir nicht reden, die habe ich auch mal im Zelt.
    Hier war es am ersten Abend so, dass ich gemütlich im Wohnraum meine Bilder sortiert hatte, als es am Fenster raschelte. Ich dachte, da schleicht jemand draußen rum und starrt durchs Fenster. Es gab nichts zu sehen, ich war ordentlich angezogen und habe auch nicht in der Nase gebohrt. Komisch war es schon. Am anderen Tag habe ich mir das von draußen angesehen. Da kann keiner ohne Fußbank reinsehen. Ok, war dann wohl der Wind. Am zweiten Abend wieder rascheln. Jetzt hörte es sich so an, als käme es vom Dachboden. Da war aber niemand. Meine Vermutung, in der Zwischendecke lebt mindestens eine Maus. Es raschelte jeden Abend.

    Ihr wollt jetzt immer noch dahin?
    Dann müsst ihr euch beeilen…
    Auch mein Plan war es wieder zu kommen. Ich träume ja immer noch von Silvester in einer einsamen Hütte im Schnee. Ok, ein Kamin gehört zu meinem Traum…
    Aber auch wenn die Hütte keinen Kamin hat, im Schankrum steht einer.
    Gestern Abend habe ich das dann hinterfragt. Geht das an Silvester, ist die Straße vom Schnee geräumt. Kann ich schon mal für Silvester 2020 buchen… NEIN!
    Die beiden betreiben diesen Gasthof seit vierzig Jahren und hören im April 2020 auf.
    Das Objekt wird zwar verpachtet, aber ich vermute mal, dann wird der Kommerz einziehen und der Charme geht verloren.
    Also wenn ihr diese einfache Hütte mit diesen liebenswerten Gastgebern noch besuchen wollt….
    Man muss es aber mögen, es ist wirklich sehr einfach. Dafür direkt in der Natur und der Sternenhimmel- wow.
    Ich vermisse es jetzt schon, auch wenn ich meine Wohnung sehr mag.
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