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  • Day27

    Einmal die Trollleiter hinauf

    August 22 in Norway ⋅ ⛅ 10 °C

    Die Nacht in der Hütte war schön erholsam und als ich beim Gang zur morgendlichen Körperhygiene meinen Atem auch sehen konnte, wusste ich...japp...es war gut dass wir in der Hütte geschlafen hatten 😬. Nach dem Frühstück verließen wir leider schon wieder den Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark, wir müssen zugeben...wir haben ihn unterschätzt und wären gern länger geblieben. Aber hey...die nächsten schönen Momente warten schon. Die nächsten 2 Tage wollen wir den who is who der norwegischen Sehenswürdigkeiten besuchen. Wir stehen solchen Spots immer sehr ambivalent gegenüber. Warum - weil hier wirklich jeder Bus bzw. jedes Kreuzfahrtschiff halt macht und alles auf Umsatz und Tourismus ausgelegt ist. Nun ja, wir geben dem Ganzen mal eine Chance. Zu erst kamen wir an der Trollveggen vorbei, sie ist die höchste senkrechte Bergwand Europas und gilt mit ihrem zackigen und häufig Wolken ergangenen Gipfel (1800m über der Talsohle) in Bergsteigerkreisen als ultimative Herausforderung. Die Trollveggen gehört zum Ort Åndalsnes, in welchem wir anschließend erstmal Mittag aßen. Gestärkt ging es nun auf, die bekannte Trollstigen (Trollleiter) zu erklimmen. Diese verschlungenen Straße ist wohl das bekannteste Stück Asphalt in ganz Norwegen. Sie wurde 1936 erbaut und führt durch elf Haarnadelkurven mit einer Steigerung von 10% den Berg hinauf oder herunter. Da standen wir nun davor und es galt unseren Pavel, samt uns, dort hoch zu bekommen. Und tschacka...auch diese Hürde meisterte unser Pavel ohne mit der Wimper zu zucken. Als wir oben ankamen hätte das Wetter kaum schlechter sein können, 11Gtad, Wind und Regen, aber wir liefen dennoch zur Aussichtsplattform, um einige Schnappschüsse zu machen. Am Ende können wir festhalten, wir sind schon viele Serpentinen gefahren, diese hier waren echt besonders. Aber...extra nur deswegen in diese Region fahren muss man nicht. Es fehlt der Zauber, weil gefühlt jeder mit dir gerade dort ist.
    Wir beschlossen noch ein Stück in Richtung der morgigen Fähre zu fahren und uns einen kleinen Campingplatz zu suchen, denn es sind leider keine Wildcampingstellen zu finden. Wir wurden auch fündig. Bei einem kleinen Spaziergang am Fluß entlang, fanden wir noch einen Johannesbeerstrauch welcher gerade voll mit den reifen Früchten hing. Zackizacki waren sie gepflückt und werden in den nächsten Tagen im Müsli verspeist 😊. Am Abend machten wir uns ein schönes Lagerfeuer, dazu gab es Folienkartoffeln aus der Glut und Gemüse-Fetapäckchen mit Knackwurst vom Grillrost drüber - lecker 😋. Als es dann gegen 22 Uhr zu regnen anfing, verkrochen wir uns, wie fast jede Nacht in unseren Pavel.
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