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  • Day3

    Singapore Zoo Night Safari

    July 17, 2019 in Singapore ⋅ ⛅ 29 °C

    Am Abend machten wir uns auf den Weg zum Zoo von Singapur, denn wir hatten eine Night Safari gebucht.

    Die Night Safari ist ein separater Bereich des Zoos, für den man eine extra Eintrittskarte benötigt und der nur abends zwischen 19:15 und 00:00 geöffnet ist. Wie immer in Singapur ist auch hier alles klar strukturiert und der Menschenfluss wird von den örtlichen Guides in geregelte Bahnen gelenkt. So wurden wir zunächst am Park vorbei zur "Creatures of the Night Show" geschickt, da die Schlange an der Tram schon ewig lang war.

    Die Show fand in einem kleinen Amphitheater statt. Dabei lief unter anderem ein Dachs über die Bühne und sammelte Futter ein und zwei Eulen flogen geräuschlos über die Zuschauer. Auf dem hinteren, abgetrennten Teil der Bühne bekam man eine Wildkatze und eine Hyäne, die einen großen Stock wegtragen konnte, zu Gesicht. Außerdem durften zwei freiwillige Zuschauer eine ziemlich große Würgeschlage auf den Armen tragen und streicheln. Mein Highlight waren allerdings zwei Otter, die Müll auf der Bühne einsammelten und nach Plastik und Metall in zwei Mülleimer einsortierten. Die beiden waren wirklich knuffig, wie sie mit den kleinen Pfoten die Dosen in die Behälter fummelten.

    Nach der Show ging es zur Night Safari Tram. Auf einem 40-minütigen Rundweg fuhren wir einmal durch den gesamten Park und ein Audio-Guide erzählte uns alles mögliche zu den verschiedenen Tieren. Dabei mutete es etwas seltsam an, dass zum einen eindringlich um Ruhe in der Bahn gebeten wurde, um die Tiere nicht zu erschrecken, andererseits aber der Audio Guide laut aus der Tram schallte und die Tram mit ihrem Dieselmotor ordentlich Krach machte (unsere Tram war die einzige mit Elektromotor und offensichtlich das neueste Modell). Kopfhörer für jeden, wie in einem Stadtrundfahrtbus wären hier wohl angebrachter gewesen (zumal es die Buchsen dafür sowieso an jedem Platz gab, um eine andere Sprache als Englisch zu hören). Für das Betrachten der Tiere blieb leider auch zu wenig Zeit, da die Tram fast nie wirklich zum Stillstand kam und immer zügig weiterfuhr (auf dem Rundweg waren etliche Trams hintereinander unterwegs).

    Zum Glück gab es zusätzlich zur Tram-Rundfahrt noch einen Rundweg, den man zu Fuß ablaufen konnte. Dieser sollte ungefähr 80 Minuten dauern, was am Ende ziemlich genau stimmte. Der Rundweg schlängelte sich durch den Park und kreuzte immer wieder die Tram-Strecke. Teilweise kam man viel näher an die Gehege heran oder lief mitten hindurch und konnte in Ruhe schauen, beobachten und die Infotafeln lesen. Außerdem sahen wir noch viel viel mehr kleine Tiere, da von der Tram aus verständlicher Weise nur die großen Tiere, wie Löwe, Hyäne, Elefant, Flusspferd und Tiger, gezeigt wurden. Die Gehege waren alle relativ offen gehalten, oft ohne sichtbare Zäune. Auch die Hyänen waren nur durch einen ca. kniehohen Draht und einem Graben von den Besuchern getrennt. Die Kängurus hüpften völlig frei in ihrem Gehege direkt neben dem Weg umher. Um die Tiere zu trennen waren nicht die Besucher von den Tieren getrennt, sondern die einzelnen Abschnitte untereinander mit Zäunen und Gitterplatten, über die, die Tiere anscheinend nicht laufen konnten. Auf den kleinen, gewundenen Wege durch den Park fühlten wir uns ein bisschen wie im Dschungel auf einer Nachtwanderung, wo es hinter jeder Kurve etwas Neues zu entdecken gab. Ganz besonders gut gefielen mir die Riesenfledermäuse, die gerade dabei waren eine Banane zu verspeisen. Außerdem konnten wir eine Bengal-Katze aus nächster Nähe sehen, die ganz still hinter ihrer Glasscheibe saß - so eine will ich auch mal haben, wenn ich groß bin!

    Am Ende des Rundgangs gab es noch einen kurzen Teil, auf dem der Weg und ein paar Höhlen wunderschön beleuchtet waren - ein kleiner Sneakpeak auf einen anderen Teil des Singapore Zoo: Rainforest Lumina. Diese Lichterwelten haben mich schon bei den Supertrees total begeistert - das müssen wir uns wohl für's nächste Mal merken.

    Gegen 22:20 nahmen wir den letzten Bus zurück in die Stadt und kamen eine Stunde später wieder am Hostel an. Dort checkten wir noch für den Flug nach Phuket am nächsten Tag ein und verbrachten die letzte Nacht in unserer Space Capsule.
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