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  • Day17

    Reisetag & Ko Kradan

    January 18 in Thailand ⋅ ☀️ 30 °C

    Gegen 8.15 Uhr gingen wir frühstücken. Dieses Mal hatte ich nicht ganz so gut geschlafen, wie zuvor die Nacht.
    Es waren sogar recht viele Gäste beim Frühstück, hatten wir doch die Vermutung, dass wir fast die einzigen Gäste waren, die im Bulone Viewpoint Resort gebucht hatten. Heute Morgen gab es Buffet. Das war etwas besser als das American Breakfast, das wir gestern morgen bekommen hatten.
    Die Chefin des Resorts sprach uns an, wie wir nun weiterreisen würden. Man sah ihr den Ärger an, als wir sagten, dass wir unsere Tickets bereits oben im Restaurant gekauft hätten und gleich hier abgeholt würden. Kurze Zeit später telefonierte sie und lief hektisch nach oben. Wir hatten den Eindruck sie würde oben jetzt erstmal ein Donnerwetter loslassen, weil die es gewagt haben uns die Speedboot Tickets zu verkaufen. Gegen 9.15 Uhr kam die kleine Thai aus dem Restaurant, um uns abzuholen und uns mitzuteilen, dass die Abholung mit dem Longtail wegen des Wasserstandes nicht klappen würde. Das hatten wir uns schon gedacht. Stattdessen schnallte sich ein Thai unsere beiden Rucksäcke auf und fuhr sie mit seinem Moped rüber auf die andere Seite in die Bucht zum Bulone Resort.
    Gleichzeitig mit der kleinen Thai kam die Hotelmanagerin angeschossen und sagte wir müssten rüberlaufen. Es sah so aus, als ob die kleine Thai uns gerne begleitet hätte, aber dass die Hotelmanagerin es ihr verboten hat. Stattdessen lief sie selbst vor uns her, quasi als Begleitung, obwohl das total überflüssig war!
    Wahrscheinlich hat sie den Restaurantbesitzern das Geld, dass wir bezahlt hatten, wieder abgeknüpft. Gegen 9.30 Uhr kamen wir am Whitesand Beach an und trafen dort die beiden Schweizerinnen aus unserer Unterkunft, die wir gestern dort gesehen hatten, sowie einen Kanadier. Die drei warteten auch auf das Speedboot und wollten nach Ko Muk.
    Kurze Zeit später bestiegen wir alle mit noch weiteren Gästen ein Longtailboot. Nach wenigen Minuten Wartezeit legten neben uns zwei Speedboote unterschiedlicher Anbieter an. Wir bestiegen unser Boot und nach ca. 1 1/4 Std legten wir bereits um 11.15 Uhr in Ko Kradan an.
    Ein junger, schmächtiger Thai vom Kradan Beach Resort schnallte sich unsere Rucksäcke auf und trug sie strammen Schrittes ein paar Meter über den Strand bis zu unserer Unterkunft. Wir wurden nett von Maria an der Rezeption empfangen, die uns mitteilte, dass unser Bungalow noch nicht fertig sei. Also zogen wir uns die Badesachen an und gingen erstmal schwimmen.
    Ko Kradan ist schon wesentlich touristischer als Ko Bulon Leh. Auf der einen Seite des Strandes reihen sich unzählige Longtails aneinander und Ausflugsschiffe liegen vor Anker.
    Mein erster Eindruck: hier ist mir schon zu viel los!
    Als wir nach 12 Uhr hatten, checkten wir ein und bezogen unseren Bungalow. Obwohl dieser etwas günstiger war, als die Unterkunft auf Ko Bulon Leh, war er schon besser, aber noch immer kein Knaller.
    Wir packten die Strandtaschen. Während Chris die Insel erlaufen wollte, machte ich es mir im Schatten am Strand gemütlich. Als Chris am Nachmittag zurück kam, schnorchelten wir noch gemeinsam im Wasser. Danach gingen wir duschen und liefen zum „Paradise Lost“ Restaurant, um zu Abend zu essen. Von dort aus war es über einen kleinen Trampelpfad nicht mehr weit bis zum Sunset Beach oder besser gesagt zum Aussichtspunkt oberhalb des Sunset
    Beach, von dem aus wir den Sonnenuntergang beobachteten und einen super Blick auf den Strand hatten. Die kleine Bucht hatte es mir angetan. Chris hatte nach seiner Wanderung schon angedeutet, dass er für morgen einen Plan hätte. Und ich freute mich darauf!
    Nach dem Sonnenuntergang liefen wir wieder runter zum „Paradies lost“, um dort noch ein Dessert zu essen und ein Bierchen zu trinken. Dann wechselten wir in unsere Unterkunft Kradan Beach Resort, wo unsere Rezeptionistin Maria mit ihrer Band ein paar Klassiker zum Besten gab. Sie sang wirklich toll. Neben uns am Tisch saß ein italienisches Pärchen, Georgia und Igly, mit denen wir ins Gespräch kamen. Der Abend war sehr nett und wir tranken ein paar Cocktails. Und die einheimische Thai Trommel Gruppe gab sein Können zum Besten. Als die Trommeln verstummten und Maria ihr letztes Lied gesungen hatte, steuerten wir unseren Bungalow an. Bevor wir allerdings schlafen gehen konnten, mussten wir im Badezimmer erstmal auf Kakerlakenjagd gehen und zwei Kakerlaken in zwei 360° Apartments stecken, was gar kein leichtes Unterfangen war. Fast wäre eine der beiden noch ins Schlafzimmer gehuscht, ich konnte es aber gerade noch unter Einsatz meines Lebens und heftigen Wedeln der Fußmatte verhindern. Kein schönes Gefühl die beiden nebenan zu wissen und gleichzeitig nicht zu wissen, ob sie noch weitere Freunde eingeladen hatten. Wenn ja, hätten wir ein Problem. Wir hatten nämlich keine Gläser mehr! Die Nacht blieb ruhig und unsere Freunde „Bonnie & Clyde“ blieben artig in ihren Apartments in unserem Badezimmer. Lediglich eine kleine Eidechse zwängte sich durch einen Schlitz in unserer Decke in unser Schlafzimmer. Chris versicherte mir aber, dass die sicherlich mehr Angst vor uns hätte, als wir vor ihr haben müssten. Damit ich nichts um mich herum mit bekam, steckte ich mir wieder Ohropax in die Ohren und zog mir erneut mein Buff über die Augen. Gute Nacht, Ko Kradan!
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