Januar 2020
  • Day1

    Thailand wir kommen!

    January 2 in Germany ⋅ ☀️ 32 °C

    Nachdem ich die Nacht fast durchgearbeitet hatte, klingelte um 7.30 Uhr der Wecker. Letzte Vorbereitungen, alles einpacken und dann ging‘s gegen 9.15 Uhr los zum Flughafen. Alles lief wie am Schnürchen und gegen 11.15 Uhr waren wir bereits durch die Sicherheitskontrollen und am Gate angekommen. Leider verzögerte sich der Flug und wir starteten mit gut 30 Minuten Verspätung Richtung Bangkok.
    Der Flug war zäh, die Sitznachbarn speziell und gewöhnungsbedürftig. Aber da mussten wir ja nun durch. Viel Schlaf, trotz Nachtflug, haben wir leider nicht bekommen.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day2

    Sawadee kha Bangkok!

    January 3 in Thailand ⋅ ☀️ 33 °C

    Gegen 6.30 Uhr landeten wir in Bangkok. Ein paar Minuten mussten wir am Gepäck-Karusell warten und kurz erschlich uns ein Anflug von Sorge, dass unsere Rucksäcke vielleicht nicht mitgekommen waren. Aber dann kamen sie doch.
    Und Zack standen wir mit unseren Rucksäcken beladen in der Empfangshalle des Flughafens. Kurz orientiert, gingen wir zur Wechselstube, um Euro in Baht zu tauschen. Nächste Amtshandlung war uns eine thailändische SIM Karte zu holen, damit wir erreichbar bleiben und das Internet nutzen können.
    Während eines Kaffees bei Starbucks überlegten wir uns, wie wir nun in die Stadt kommen würden.
    Wir nahmen die Cityline des Flughafens und kamen mit einmal umsteigen gegen 10.00 Uhr am Hauptbahnhof Hua Lamphong an.
    Gegenüber des Bahnhofs befindet sich das Gebäude von 12GoAsia, über die wir das Nachtzug-Tickets nach Chiangmai gebucht haben. Diese holten wir dort bereits ab, um uns den Stress am Abreisetag zu ersparen und weil wir eh noch genügend Zeit hatten, bis wir in unsere Airbnb Wohnung einchecken würden können.
    Es war bereits unerträglich heiß und spätestens jetzt wurde uns schmerzlich bewusst, dass wir wieder mal viel zu viel eingepackt hatten. Die Rucksäcke waren echt schwer und jedes Kilo macht sich bei dieser Hitze mehr als bemerkbar.
    Ein wenig verloren und überfordert von all den Gerüchen, Abgasen und Eindrücken, nicht so recht wissend, was wir machen sollten und wo hin mit den Rucksäcken, steuerten wir erstmal wieder einen Starbucks an. Dieser rettete uns heute schon mal zum zweiten Mal. Bei einem weiteren Kaffee orientierten wir uns und machten einen Schlachtplan.
    Ganz in der Nähe befand sich der Wat Traimit, der Tempel des goldenen Buddas. Trotz Rucksäcken machten wir uns auf den Weg zu unserer ersten Tempelbesichtigung und quälten uns in sengender Mittagshitze mit unserem Gepäck die Treppen hinauf. Dieser Tempel war schon beeindruckend, aber wir wussten, da werden noch einige folgen, die mit Sicherheit noch beeindruckender sein würden. Nach der Besichtigung fanden wir einen kleinen Japaner in einer Seitengasse und aßen eine Kleinigkeit bevor wir unser erstes TukTuk ergatterten und uns zum The Berkeley Hotel, unserem Treffpunkt für die Schlüsselübergabe unseres Apartments, fahren ließen. Kurze Einweisung und schon hatten wir unser Domizil für die nächsten zwei Nächte bezogen. Den Schlafmangel versuchten wir mit einem kurzen Schläfchen auszugleichen, bevor wir uns mit dem Taxi zur River City Bangkok begaben, wo wir die 3 Stunden Nighttour mit Co van Kessel auf dem Rad beginnen würden.
    Mit unserer Tourguide Pim und ihren zwei Assistentinnen schlängelten wir uns durch die schmalen Gassen Bangkoks und insbesondere dem Stadtteil Chinatown, wo wir ein kurzes Gebet zu Budda für Glück einlegten und wo’s die ersten Insekten zum Testen für uns gab. Zudem überquerten wir mit der Fähre den Fluss, um uns den Tempel Wat Arun anzusehen, der tagsüber unglaublich überlaufen ist, ist es doch einer der berühmtesten und auch der älteste Tempel Bangkoks.
    Gegen 21 Uhr kamen wir wieder, um einige Eindrücke des realen Lebens in Bangkok reicher, am Startpunkt an.
    Die Müdigkeit und die Vernunft siegten. Also ging es mit dem Taxi direkt nach Hause, sollte für uns am nächsten Morgen um 7.00 Uhr doch direkt die nächste Fahrradtour starten.
    Dennoch legten wir noch einen kurzen Stop auf dem Neon Talad Nightmarket direkt gegenüber unserer Unterkunft ein, um ein paar Klassiker wie Pad Thai und Sticky Mango Rice zu essen.

    Kòbkûn kráb, Bangkok, für den ersten Tag!
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  • Day3

    Bangkok by Bike | 360° Pool | KhaoSan Rd

    January 4 in Thailand ⋅ ☀️ 32 °C

    Heute klingelte der Wecker sehr früh, denn wir mussten schon um 6.30 Uhr bei Co van Kessel sein, wo unsere zweite Bike-Tour, dieses Mal bei Tag und mit 5 Stunden Dauer, um 7 Uhr beginnen sollte. Wir waren eine buntgemischte Truppe: ein Paar aus Holland, eine alleinreisende Belgierin sowie ein in Bangkok lebender und arbeitender Spanier mit seiner ihn besuchenden Cousine und seinen zwei Kids. Und wir natürlich, zusammen mit unserer Guide Mink und ihrem Assistenten Mr New York.
    Die ersten 1 1/2 Stunden waren von der Route her ähnlich, wie die Nachttour am Vorabend, was aber nicht weiter schlimm war, zeigte sich die Stadt uns doch wieder von einem anderen Gesicht.
    Dieses Mal hielten wir aber an einem von außen recht unscheinbaren Tempel names Wat Kanlayanamit Woramahawihan, der unter Touristen nicht bekannt ist, da er an für sich ausschließlich für die Einheimischen vorgesehen ist. In ihm „versteckt“ sich ein 16 Meter hoher, goldener Budda und sehr beeindruckende Wandmalereien, für die 3 Personen ganze 2 Jahre benötigt haben. Auf dieser Tour fuhren wir auch mit unseren Fahrrädern auf einem Longtail-Boot, dass uns in einen abgelegeneren und ruhigeren Teil Bangkoks, in die „grüne Lunge“ brachte. Auf schmalen Wegen cruisten wir durch die tolle Landschaft und auch vom Boot aus sahen wir Bangkok nochmal aus einer ganz anderen Perspektive. Unglaublich schön, hatten wir die Stadt für uns doch schon insgeheim als für uns Dorfkinder viel zu laut und hektisch abgestempelt.
    Als wir erneut vom Longtail-Boot von Bord gingen, erwartete uns ein unglaublich leckeres Thai-Essen, von dem wir alle nicht genug bekamen. Sogar einen Schleusgang nahmen wir auf der Rückfahrt mit, bis wir schließlich wieder in der River City mit den Fahrrädern ankamen.
    Ziemlich k.o., da mittlerweile schon wieder hohe Temperaturen erreicht waren, fuhren wir mit dem Taxi zurück in die Unterkunft. Dort verbrachten wir den Nachmittag bis zum Sonnenuntergang auf der galaktischen Dachterrasse im 360° Pool und ließen die Seele baumeln.
    Nachdem wir frisch geduscht waren, machten wir uns mit einem „Grab“-Fahrer zur berühmt, berüchtigten Khao San Road auf.
    Die Khao San Road ist bei den Backpackern wohl die beliebteste Straße in Bangkok.
    Hier erhält man an Straßenständen Kleidung, Leckereien, sämtliche Mahlzeiten (auch gebratene Insekten), Obst, Pad Thai, Sticky Rice mit Mango, Kebab, Pancakes, Fisch, frisches Kokoseis und noch vieles mehr. Stark im Trend scheint momentan eine Portion Lachgas zu sein, bekamen wir dies doch mehrfach angeboten.
    Die Straße ist gesäumt von vielen Bars und Restaurants, in denen viele Menschen feiern. Ab 17 Uhr ist die Straße für Fahrzeuge gesperrt und die Party kann beginnen. Allerdings haben wir die Strasse als sehr nervig empfunden, drängeln sich doch Touristenmassen hintereinander her, während sich die Bars mit der Lautstärke ihrer Musik gegenseitig übertrumpfen wollen. Die Musik ist so ohrenbetäubend laut, dass einem fast das Trommelfell platzte. Wir aßen kurz was und fuhren dann zum Packen zurück zum Airbnb.
    Nachdem wir nach langer Diskussion endlich festgehalten hatten, wie und welche Tasche wir für unsere 3 Tage/2 Nächte Dschungeltour in Chiangmai packen würden, endete auch dieser erlebnisreiche Tag für uns.

    Gute Nacht, Bangkok!
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  • Day4

    Bangkok | Must do‘s

    January 5 in Thailand ⋅ ☀️ 32 °C

    Heute Morgen sind wir wieder recht früh aufgestanden und hatten uns per „Grab“ einen Fahrer für 7.30 Uhr bestellt, damit wir zeitig bei zwei der meist besuchten Sehenswürdigkeiten in Bangkok ankamen, sobald sie öffneten.
    Zunächst besuchten wir den Tempel Wat Pho.
    Mit seinen 99 Pagoden, die in allen Farben erstrahlen und mit unzähligen Mosaiksteinchen besetzt sind, ist er der größte und älteste Tempel in Bangkok, der im 16ten Jahrhundert erbaut wurde.
    Die meisten Besucher kommen hier her, um den großen, liegenden Buddha zu sehen. Mit 46 m Länge und 15 m Höhe, liegt er in einem schmalen Gebäude, aufgestützt auf seinem Arm. Der Buddha besteht im Inneren aus Ziegelsteinen und die Außenfläche wurde mit Gips überzogen, der wiederum mit Blattgold verziert wurde. Die Füße des Buddhas sind mit Perlmutt geschmückt und mit 108 Glück verheißenden Merkmalen des Buddhas (lak sa na) gekennzeichnet. In der Tempelanlage befinden sich zudem viele Thai-Massagepavillons. Angeblich ist What Pho der Geburtsort der Thai-Massagen.
    Der riesige Budda war wirklich beeindruckend und da wir bei Öffnung direkt unter den Ersten waren, die rein durften, hatten wir die Möglichkeit noch recht gute Fotos zu machen.
    In nur wenigen Gehminuten erreicht man von Wat Pho aus den Königspalast und Wat Phra Kaew.
    Schon von Weitem sieht man die gold schimmernden Dächer des Palastes, der direkt am Fluss Chao Phraya liegt. Das große Gelände besteht nicht nur aus dem eigentlichen Königspalast, sondern auch aus mehreren Thronhallen, Tempelanlangen und Regierungsgebäuden. Zudem findet man mehrere Bibliotheken, Galerien und einen beeindruckenden Nachbau der Angkor Wat Tempelanlage aus Kambodscha in Miniaturformat.
    Als wir zum Eingang kamen, pressten sich bereits riesige, meist asiatische Reisegruppen durch den Eingang. Also ließen wir uns mehr oder weniger durch die Anlage schieben, machten ein paar Fotos und suchten dann das Weite. Ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie schlimm das Gedrängel und Geschiebe sein muss, wenn man die Anlage später besucht. Bis zu 80.000 Personen besichtigen den Königspalast pro Tag!
    Wenige Meter vom Palast entfernt, nahmen wir unser „Frühstück“, das bei uns eher einem Mittagessen gleicht, in einem Restaurant ein.
    Danach ging‘s zurück in die Unterkunft, die wir um 12 Uhr verlassen mussten. Von dort aus liefen wir zum nahegelegenen Einkaufszentrum Big C, wo wir unsere Rucksäcke abgeben konnten.
    Chris hatte in der Nähe eine mit 5 Sternen bewertete Thai-Massage gefunden, die wir dann aufsuchten. Ganz versteckt in einem Hinterhof wurden wir fündig und freundlich begrüßt. Wir gönnten uns 1 Std Thai-Massage und 1 Std Fußmassage. Und was sollen wir sagen: wie kann etwas so weh tun und gleichzeitig so gut tun?! Nach der Massage fühlten wir uns wie neu geboren. Wir liefen noch etwas umher und aßen etwas auf einem Weihnachtsmarkt. Ja, ihr habt richtig gelesen! Bei den Thai ist scheinbar noch nicht angekommen, dass Weihnachten bereits rum ist. Überall war noch weihnachtlich dekoriert und auf dem Weihnachtsmarkt mit Essensbuden liefen noch die fetten Weihnachtslieder. Von dort aus nahmen wir ein Taxi zum Hua Lamphong Hauptbahnhof und kamen kurz vor 17h dort an. Wir hatten Glück, dass unser Nachtzug sogar schon bereit stand. So konnten wir schon Platz nehmen. Im Zug lief die Klimaanlage auf Hochtouren. Davon hatten wir bereits gelesen, dass der Zug einem Kühlschrank gleicht. Pünktlich um 18.10 Uhr fuhr der Zug los. Gegen 19 Uhr fingen die Zugbegleiter an die Betten zu bauen und so machten wir es uns bequem. Schnell wurde es dunkel draußen und ich nutze die Zeit, um die überfälligen Berichte zu schreiben. Mal sehen, wie die Nacht im Zug so sein wird. Auf Wiedersehen Bangkok... bis in Kürze Chiangmai.
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  • Day5

    Ankunft Chiang Mai | Ab in den Dschungel

    January 6 in Thailand ⋅ ☀️ 27 °C

    Um 6.00 Uhr wurden wir vom Zugbegleiter geweckt, aber wir waren schon von alleine wach geworden.
    Nun hatten wir zwar insgesamt 13 Stunden Zugfahrt und rund 11 Stunden Ruhezeit hinter uns, viel Schlaf haben wir aber nicht bekommen. Das Bett war recht hart und der Zug schaukelte stark. Jede Schienennaht war spürbar, hatte man doch das Gefühl man läge mit dem Kopf direkt auf dem Gleis. Allerdings war es die richtige Entscheidung jeweils zwei untere Betten nebeneinander zu buchen, sind die unteren Betten doch um einiges größer als die oberen. Zudem hat man ein Fenster, kommt leichter aus dem Bett und kann aufrecht sitzen. Das Schwanken des Zuges ist vermutlich unten auch leichter zu ertragen als oben. Wir waren also sehr froh über unsere Wahl.
    Nachdem der Zugbegleitet alle Betten wieder in Sitzplätze verwandelt hatte, gab es gegen 6.45 Uhr Frühstück. Wir hatten uns für eine Reissuppe entschieden, die auch ganz ok war. Die restlichen Sachen, die‘s dazu gab, waren es nicht. Aber das war ok. Wir waren auch nach der Suppe satt.
    Pünktlich um 7.15 Uhr erreichten wir Chiang Mai. Vor dem Bahnhof stand ein Mitarbeiter von Chiang Mai Trekking, der uns freundlich begrüßte und an eine Songthaew-Fahrerin „übergab“, die uns dann zu ihrem feuerwehrroten Sammeltaxi brachte. Mit dem Songthaew ging’s zu Chiang Mai Trekking. Dort konnten wir schnell noch unseren Rucksack umpacken und stiegen dann auf einen bereits mit 6 weiteren Personen besetzten Pick-Up auf die Ladefläche. Von dort aus fuhren wir auf einen kleinen Markt, über den wir streiften und uns die Ware der Einheimischen anschauten, während unser Tourguide die Lebensmittel für unseren Dschungel-Aufenthalt einkaufte. 30 Minuten später fuhr unser Pick-Up weiter bis wir beim Mok Fa Wasserfall ankamen. Dort konnten wir uns im wirklich kühlen Wasser erfrischen und legten ein gemütliches Päuschen ein. Eine weitere 3/4 Std später stoppten wir an einem Restaurant und nahmen dort ein leckeres Mittagessen ein. Wenige Fahrminuten später erreichen wir unser finales Ziel mit dem Pick-Up. Ab jetzt hieß es „Rucksäcke auf und ab in den Dschungel“. Unser Guide „Pa“, der zum Stamm der Karen gehört, gab uns immer mal wieder interessante Infos, entweder zu Pflanzen oder auch zu seinem Stamm. Im Laufe der Wanderung erfuhren wir u.a., dass er keine Schule besucht hat, sondern sich Englisch mehr oder weniger selbst und durch das Betreuen von Touristen beigebracht hat. Das erklärte, warum sein Englisch nicht perfekt und es mit der Verständigung das ein oder andere Mal auch etwas schwierig war. Wir liefen mit kurzen Pausen etwa 2 1/2 Stunden bis wir im Dorf der Karen namens Bakaula, das mit Sicherheit anders geschrieben wird, ankamen. Dort wurden wir herzlich begrüßt und konnten unser Bettenlager beziehen und uns unter einer spartanischen Dusche frisch machen. Wieder bekamen wir ein leckeres Essen serviert, bei dem wir sogar mithelfen durften es zu kochen. So kamen wir mit den einheimischen Karen in Kontakt. Nach dem Essen entzündeten die Karen ein Feuer für uns und wir lernten, dass dies eins der größeren Dörfer war in dem rund 47 Menschen leben. Es wurde schnell dunkel und ich war müde vom langen Tag und dem wenigen Schlaf im Zug. Also ging ich früh zu Bett. Denn morgen erwartete uns ein weiterer Tag im Dschungel.
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  • Day6

    Dschungel Tag 2 & Elefanten-Camp

    January 7 in Thailand ⋅ ☀️ 28 °C

    Ab 6 Uhr schien es lauter im Karen Dorf zu werden und nach und nach wurden wir alle wach.
    Die Nacht war im wahrsten Sinne des Wortes hart. Die dünnen Matratzen in unserem Bettenlager fühlten sich an, als ob man direkt auf dem Holzboden liegen würde. Jeder Knochen im Körper schmerzte. Dennoch fühlte ich mich ausgeruht.
    Normalerweise muss ich nachts sonst nie zur Toilette. Diese Nacht um halb 3 war es anders. Wahrscheinlich sollte mir das Abenteuer, mich im Stockdusteren aus dem Bettenlager bis zur spartanischen Dschungel-Toilette zu schleichen, nicht erspart bleiben.
    Um 8 Uhr standen wir dann alle auf und bekamen ein recht europäisiertes Frühstück mit French Toast, Ei und Marmelade. Bevor wir aufbrachen, durften wir noch einen Blick ins Karendorf werfen, nahmen dann aber Kurs zu Fuß auf das Elefanten-Camp. Die Wanderung dort hin war schon teilweise anstrengend, wurde es doch bereits recht heiß und mussten wir doch einige wirklich steile Berge hinauf und wieder runter. Nach rund 3 Stunden erreichten wir das Elefantencamp. Und dann sahen wir die beiden Elefanten. Ein Geschwisterpärchen, Männchen und Weibchen. Das Weibchen stand etwas abseits, aber mit dem Elefantenbullen konnten wir zum ersten Mal auf Tuchfühlung gehen. Er stand neugierig am Tor und ließ sich bereitwillig fotografieren und sogar anfassen. Nachdem wir ein paar Fotos mit ihm gemacht hatten, gönnten wir uns eine Abkühlung im Fluss bevor es Mittagessen gab. Nach unserem Mittagessen kamen auch die Elefanten nicht zu kurz und wir durften sie mit Bananen und Zuckerrohr füttern. Es war zu süß, wie sie mit ihren Rüsseln näher kamen, das Futter ansaugten und Zack in den Mund schoben. Ihre Haut fühlte sich so faltig aber gleichzeitig auch stark an. Man konnte sehen, dass es ihnen dort gut zu gehen scheint, dürfen sie sich doch an für sich frei bewegen. Tagsüber werden sie zwar für die Touristen ins Camp geholt, sind dort aber nicht angebunden und auch nicht eingesperrt und können sie doch jederzeit aus dem offenen Gehege zum Fluss. Nachdem wir alles verfüttert hatten, brachte der Mahout seine zwei Elefanten zum Fluss und ließ sie sich ins Wasser legen, so dass wir die Tiere streicheln und waschen konnten. Das war ein ganz besonderes Erlebnis und es war schön, den Tieren so nah zu sein, kennt man Elefanten sonst doch nur aus dem Zoo und aus weiter Entfernung.
    Wir blieben noch eine Weile im Camp und konnte dann entscheiden, ob wir weitere 2 Stunden laufen oder lieber mit dem Bambus-Floß zum Dorf der Lahu wollten.
    6 der 8 Personen aus unserer Gruppe entschieden sich zu laufen. Oliver und Mia bevorzugten das Floß. Auf einem schmalen Pfad, der oberhalb des Flusses verlief, hangelten wir uns durch den Wald. Pa erzählte uns noch ein paar Dinge und wir sahen auch eine Wasserbüffelmutter mit ihrem Jungen in unmittelbarer Nähe. So lang brauchten wir auch gar nicht und kamen bereits nach ca. 1 1/4 Std im Dorf der Lahu, wo wir heute übernachten würden, an. Auch dort erwartete uns ein großer Schlafsaal für unsere Gruppe und die Matratzen waren sogar noch dünner als im Dorf der Karen. Nachdem wir alle unter die Dschungel-Dusche gesprungen waren, gab‘s Abendessen. Tagsüber hatte Pa erzählt, dass wir uns massieren lassen könnten. Also fragte wir nach dem Abendessen, da 6 von uns das Angebot gerne annehmen wollten. Kurze Zeit später kamen 6 Frauen in unsere Unterkunft und wir sollten uns in unseren Schlafsaal auf unsere Matten legen. Dort begannen sie mit der vermeintlichen Massage. Schnell wurde uns klar, dass keine der Damen so richtig wusste, was sie da tut. Dennoch wurde fleißig an uns rumgeknetet und lauthals dabei geschnattert. Wünscht man sich sonst die Thai-Massage solle nie enden, war das hier das Gegenteil. Eine Stunde kann dann schon mal lang werden, zumal es definitiv keine Thai-Massage war. Dennoch überlebten wir es alle, waren aber schon recht enttäuscht darüber und um eine Erfahrung reicher. Die meisten von uns hatten danach auch bereits die nötige Bettschwere, auch wenn es erst 20 Uhr war. Also machten wir uns bettfertig und gingen schlafen. Im Dschungel war ja eh der Hund begraben und auch dieser Tag war ereignisreich, anstrengend aber unglaublich schön. Gute Nacht aus dem Lahu-Lager!
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  • Day7

    Bamboo-Rafting & back to Chiang Mai

    January 8 in Thailand ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute früh wachten wir auf und waren ziemlich gerädert. Im 5 Minuten Takt haben wir uns die ganze Nacht von einer Seite auf die andere gedreht, weil das Bettenlager so unglaublich unbequem war. Aber auch diese Nacht überstanden wir. Als wir am Frühstückstisch saßen, war es noch recht kalt. Arthur‘s Uhr maß um die 15°. Das Dorf lag noch im Nebel, da es nicht weit vom Fluss entfernt war. Die Sonne ließ noch auf sich warten, kam aber dann gegen 10.00 Uhr raus, pünktlich als wir gerade aufbrechen wollten. Unsere Rucksäcke wurden auf ein Gestell auf dem Bambusfloß gehängt, damit sie nicht nass wurden. Wir nahmen mit jeweils 4 Personen plus zwei Thai, die das jeweilige Floß steuerten, auf zwei Floßen Platz. Daraus ergab sich zufällig ein Floß mit deutscher und eins mit kroatischer Besatzung :-). Los ging‘s flussabwärts und wir hatten schwer Spaß. Im Schatten noch recht frisch, genossen wir die Fahrt in der Sonne in vollen Zügen, hatte die Idylle um uns herum doch fast schon etwas Meditatives!
    Nach der Hälfte der Fahrtzeit von insgesamt 2 Stunden, hielten die Thai die Floße an. Schnell begriffen wir, warum. An dieser Stelle hatten sie ein Seil gespannt, mit dem man sich über das Wasser schwingen und in den Fluss fallen lassen konnte.
    Das ließen sich einige aus der Gruppe nicht zweimal sagen und trauten sich.
    Dann ging‘s weiter und wir machten uns einen Spaß daraus das deutsche Floß gegen das kroatische fahren zu lassen. Im Endeffekt kamen wir aber alle zeitgleich an unserem Ziel an. In einem kleinen Dorf im Nirgendwo kehrten wir erneut in einem Restaurant ein, um ein letztes Mal gemeinsam zu speisen. Es gab Pad Thai - eine sehr leckere, thailändische Spezialität.
    Danach bestiegen wir den Pick-Up, machten ein letztes gemeinsames Foto mit der kompletten Gruppe [ aus Kroatien: Oliver, Ana, Mia und Mira; aus Deutschland: Julia, Arthur, Christian und ich; aus Thailand bzw vom Karen-Stamm: Pa ] und fuhren dann Richtung Chiang Mai.
    Auf der Rückfahrt war die Stimmung etwas getrübt, wussten wir doch, dass sich unsere Wege bald trennen würden. Irgendwie hatte der Trip uns alle zusammen geschweißt und es hatte sich eine tolle Gruppendynamik entwickelt. Allen war bewusst, dass die Truppe irgendwie perfekt zusammen passte und nur ein einziger, nicht passender Charakter alles hätte ändern können. Je näher wir der Stadt kamen, um so schlimmer wurde es mit dem Verkehr und logischerweise auch wieder mit den Abgasen. Schnell sehnten wir uns alle in den Dschungel zurück, wo’s ruhig und die Luft sauber war.
    In Chiang Mai angekommen, hieß es nach und nach Abschied nehmen ;-(. Jeder ging nun wieder seine eigenen Wege, auch wenn man sich das noch nicht so recht vorstellen konnte.
    Chris und ich wurden als Letzte zu unserer Unterkunft gefahren, nachdem wir unser restliches Gepäck bei Chiang Mai Trekking by Piroon abgeholt hatten. Das Astra Condo hatten wir über Airbnb gebucht und der Check-In klappte reibungslos.
    Nachdem wir das Gepäck in unser Apartment 613B im 6. Stock abgelegt hatten, suchten wir den Pool auf der Dachterrasse für eine Abkühlung auf.
    Wie bereits in Bangkok hatten wir vom Pool eine tolle Aussicht, auch wenn man den Smog der Stadt nun richtig erkennen konnte.
    Am Abend liefen wir ins Stadtzentrum und kehrten dort in ein vegetarisch und veganes Restaurant namens Bubbles ein. Chris aß ein Red Curry und ich bestellte mir ein Massaman Curry. Beides schmeckte sehr lecker, hatte aber auch gehobeneres Preisniveau. Danach tingelten wir weiter durch die Altstadt, hatten allerdings Schwierigkeiten eine geöffnete Bar zu finden und hatten den Eindruck, dass hier abends die Bürgersteige hochgeklappt wurden. In einem Restaurant tranken wir noch was und machten Pläne, was wir wann die nächsten Tage unternehmen würden. Als wir gerade gehen wollten, kamen zufällig Julia und Arthur um die Ecke. Die Wiedersehensfreude war groß, also beschlossen wir noch zusammen irgendwo einen Absacker zu trinken. Ein paar Straßen weiter fanden wir eine kleine Eckbar und bestellten uns einen Cocktail. Die Bedienung schien etwas verpeilt, hatten wir doch den Eindruck sie wäre selbst ihr bester Kunde bzw. dass sie irgendetwas eingeworfen hatte. Wir spielten zwei Runden Jenga und ließen die letzten Tage nochmal gemeinsam Revue passieren. Dann trennten sich unsere Wege wieder und wir sagten erneut Lebewohl. Mit dem TukTuk ging‘s zurück ins Astra Condo.
    Zuhause in der Unterkunft sahen wir, dass das Reisebüro trotz später Stunde noch geöffnet hatte. Also gingen wir rein und buchten kurzerhand um 00.15 Uhr einen Tagestrip nach Chiang Rai zum Weißen Tempel, Blauen Tempel und zum Schwarzen Haus. Unglaublich diese Arbeitszeiten der Thai 😳. Im Apartment angekommen, rief das Bett ganz laut nach uns. Gute Nacht, Chiang Mai. Wir sind gespannt, was wir morgen mit dir erleben!
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  • Day8

    Exploring Chiang Mai

    January 9 in Thailand ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute Morgen haben wir es etwas entspannter angehen lassen. Wir hatten gestern Abend die dreckige Wäsche aus dem Dschungel zusammengepackt und uns diese unter den Arm geklemmt. Zu Fuß ging’s dann zu einer Reinigung in unserer Nähe, wo wir die Wäsche abgaben.
    Danach standen ein paar kulturelle Besuche diverser Tempel in Chiang Mai auf dem Programm. Die Stadt besitzt über 100 Tempel. Der Wichtigste ist wohl der Wat Chedi Luang. Zunächst liefen wir aber zum Tha Phae Gate, dem Haupttor in die Stadt. Von dort aus liefen wir dann durch die Stadt bis zum Wat Chedi Luang. Im Anschluss liefen wir noch zum Wat Pra Sing.
    Die Altstadt von Chiang Mai ist quadratisch angelegt und wird von einem Wassergraben umgeben. Die früheren Stadtmauern sind teilweise nach konstruiert. Die quadratische Grundordnung entspricht der im Buddhismus bedeutsamen Mandala-Kosmologie: Das Wat Chedi Luang im Stadtkern symbolisiert den heiligen Berg Meru, das Zentrum des Universums, während die acht wichtigsten, an den Kardinalpunkten der Innenstadt erbauten Tempel die um ihn kreisenden Planeten abbilden.
    Nach der Erkundung der Altstadt gönnten wir uns ein wirklich leckeres und zudem günstiges Mittagessen bei Mr. Kai. Chris bestellte ein schmackhaftes Khao Soi, eine für Nord-Thailand typische cremig-scharfe Hühnersuppe, deren wesentlichen Bestandteile Curry, Kokosmilch, flache Eiernudeln und obendrauf knusprige Nudeln und eingelegter Kohl sind. Ich aß erneut Wasserspinat, der auch Morning Glory genannt wird, mit Reis. Der hatte mir bei unserem zweiten Bike-Ausflug in Bangkok im Restaurant so gut geschmeckt.
    Gut gesättigt, entschieden wir uns kurzerhand dazu uns nochmal massieren zu lassen, da die letze Massage im Dschungel ja eher ein Reinfall war. Wir fanden eine kleine Massage-Oase namens „Time to Massage“ in der Altstadt. Auch hier tat die Thaimassage so richtig gut und wir hatten danach wieder neue Energie. Da unsere Wäsche noch nicht fertig war, als wir sie abholen wollten, tranken wir noch einen Iced Matcha Latte bzw ein Chang Bier im „Once Coffee and Bar“ ganz in der Nähe der Wäscherei. Für 3,5kg Wäsche bezahlten wir für Reinigen und Trocknen rund 3,50 Euro und erhielten fein säuberlicu zusammengelegte ubd gut duftende, saubere Wäsche zurück! Grandios!
    Zurück ging‘s mit dem TukTuk und in der Unterkunft direkt wieder auf die Dachterrasse in den Pool. Abends fuhren wir zum Essen mit dem TukTuk ins „Dash“, das Fabi und Nina uns empfohlen hatten. Leckeres Essen, aber das Restaurant ist schon sehr europäisiert und preislich im Vergleich zu richtigen Thai-Restaurants um einiges teurer. Thais sucht man hier unter den Gästen vergeblich. Dafür wird man aber nett von der Inhaberin begrüßt und sie erklärte uns, wie und woraus unser Bananen-Blüten-Salat gemacht wird und dass dieser in Thailand sehr beliebt ist. Er schmeckte in der Tat sehr lecker!
    Nach dem Abendessen fuhren wir mit dem TukTuk wieder ins Astra Condo. Für morgen hatten wir im Reisebüro ja unseren Ausflug nach Chiang Rai gebucht. Uns erwartete also ein langer Tag mit viel Autofahrerei....
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  • Day9

    Chiang Rai | Himmel & Hölle

    January 10 in Thailand ⋅ ☀️ 28 °C

    Bei unserem Café im Astra Condo holten wir uns schnell einen Kaffee und Schoko-Croissant auf die Hand und wurden dann gegen 7.30h von einem Mini-Van abgeholt. Nachdem wir die anderen Gäste in ihren Unterkünften eingesammelt hatten, fuhren wir zunächst einmal zu den Hot Springs, da das ungefähr auf der Hälfte der Gesamtstrecke lang. Kein wirklich schöner Ort. Sehr touristisch mit einem kleinen Markt und heißen Quellen, in denen man sich ein Ei kochen kann. Wir verzichteten. Weiter ging‘s im engen Minibus. Gegen 11.00 Uhr kamen wir endlich beim Weißen Tempel in Chiang Rai an. Und irgendwie war es wie erwartet: Touristenmassen, meist wieder asiatische Reisegruppen, die sich die Brücke in den Tempel hochschoben. Unfreundliche Aufseher, die durch ein Mikrophon brüllten „Don‘t stop! Walk!“ bis man endlich im Tempel ankam. Im Tempel selbst herrschte Fotoverbot. Auf der Rückwand des Tempels waren lauter fiktive Figuren, wie die Minions, Superman und einige andere Marvel Helden aufgemalt. Sehr suspekt!
    Die Hände, auf die man schaut, wenn man die Brücke in den Tempel hochläuft, symbolisieren die Hölle, während der Tempel selbst der Himmel sein soll. Deshalb darf man auch niemals die Brücke wieder runterlaufen, sondern muss auf der Rückseite des Tempels raus gehen. Da wir nicht viel Zeit bekommen hatten, liefen wir noch kurz über das Gelände. Trafen uns dann aber zum Mittagessen in einem Restaurant hinter dem Tempel. Dort gab es viele Thailändische Spezialitäten in Buffetform. Das Essen war ok, aber bisher das schlechteste Essen, das wir bisher in Thailand gegessen haben. Jetzt hieß es wieder ab in den Minibus und als nächstes zum Blauen Tempel, der auch als Paradies bezeichnet wird. Im Gegensatz zum Weißen Tempel, der von einem thailändischen Architekten gebaut wurde, um sich selbst ein Denkmal zu schaffen und um Touristen nach Chiang Rai zu locken, ist der Blaue Tempel tatsächlich ein Tempel, der für die Einheimischen gebaut und als Gebetsstätte genutzt wird und auch keinen Eintritt kostet. Dieser Tempel war zwar auch gut besucht, überraschte uns aber sehr, da er sich optisch und farblich absolut von den bisher gesehenen Thai-Tempel unterscheidet. Für uns bisher einer der schönsten Tempel und, um es vorauszunehmen, auch unser einziges Highlight für diesen Tag! Nach dem Blauen Tempel fuhren wir zum Schwarzen Haus, einem Museum, dass ebenfalls ein in Chiang Mai lebender mittlerweile verstorbener Künstler erbaut hatte. Genauer gesagt, ist es nicht nur ein Schwarzes Haus, sondern 40. Wir bekamen daher 40 Minuten für die Besichtigung. Für uns sah es eher ein bisschen danach aus, als ob jemand ein wenig Sperrmüll gesammelt, diesen schwarz angesprüht und ausgestellt hat. Zudem schien der Künstler Spaß am Jagen gehabt zu haben, konnte man doch Dutzende Krokodil- und Schlangenhäute besichtigen. Bevor es wieder Richtung Chiang Mai ging, mussten Chris und ich den Minivan wechseln, da wir die Einzigen aus unserer Gruppe waren, die nicht die Langhals-Karenfrauen, die seit jüngstem Alter Metallringe um ihre Hälse tragen, um diesen damit zu verlängern und ursprünglich gegen Tigerbisse zu schützen. Das brauchten wir nun wirklich nicht, war es doch nur ein trauriges für die Touristen zur Schaustellen der Frauen. Eigentlich hatten wir gedacht, es würde nicht mehr schlimmer gehen, aber der Wechsel in den anderen Minibus bewies das Gegenteil. Waren wir zwar nun die rumrotzenden Koreaner aus unserer Reisegruppe los, mussten wir nun in der letzten Reihe auf einer Art Notsitz Platz nehmen, auf der zwei kleine Thai-Frauen schon keinen Platz gehabt hätten. Zudem war die Lüftung über uns kaputt und konnte nicht zugemacht werden. Ergo: frieren war angesagt. In Tüchern eingewickelt, versuchten wir uns vor der Klimaanlage zu schützen. 3 1/2 Stunden Fahrt kann dann schon mal lang werden. Und es wurde noch schlimmer! Der Fahrer des zweiten Minivans war im richtigen Leben scheinbar TukTuk Fahrer und so fuhr er auch! Gas geben, Fuß vom Gas. Gas geben, Fuß vom Gas. Was war los mit dem Kerl?! Warum konnte der nicht einfach konstant Gas geben, so wie jeder normale Mensch beim Autofahren?! Leicht aggro, überlegten Chris und ich während einer kurzen Pinkelpause, ob wir unseren Fahrer k.o. schlagen, und den Minivan selbst nach Chiang Mai steuern sollten. Chance verpasst. Es ging weiter und nach 2 weiteren Stunden hatten wir es endlich geschafft. Durchgefroren, mit flauem Magen und mit auf Elefantenfußgröße angeschwollenen Füßen wurden wir im Astra Conda abgeladen. Nach einer kurzen Pause im Zimmer entschieden wir uns auf den Essensmarkt bei uns um die Ecke zu gehen und dort noch was zu Essen. Danach waren wir reif für die Kiste. Was ein Tag! Fazit: Chiang Rai hätten wir uns getrost sparen können! Und wenn Chang Rai, dann lieber auf eigene Faust reisen, evtl. mit Übernachtung, und dann gegen die Mitagszeit zum Weißen Tempel, weil dann dort nichts los ist und die meisten Touristengruppen beim Mittagessen sitzen. Schöner wäre gewesen, wir hätten uns diesen Ausflug erspart und hätten somit die Möglichkeit gehabt, die für morgen geplanten Aktivitäten zusammen zu machen. ABER: man lernt ja nie aus! Nächstes Mal wissen wir es besser!
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  • Day10

    Chiang Mai | Biking & Cooking

    January 11 in Thailand ⋅ ☀️ 24 °C

    Auf diesen Tag haben wir uns beide gefreut. Wir würden heute zwar getrennte Wege gehen, hatten aber beide tolle Sachen auf dem Programm.
    Chris wurde zwischen 8.30 / 9.00 Uhr abgeholt, um - nach wer errät‘s?! - auf dem höchsten Berg Chiang Mai‘s, dem Doi Suthep, downhill Fahrrad zu fahren. Er wählte die Tour „Numb“ bei Trailhead.
    Insgesamt war es eine Gruppe mit 6 Personen: ein Franzose, ein Amerikaner, drei Chinesen [ mit dem Kontrabass... Spaß beiseite ;-) ] und Chrissi. Die Chinesen waren bestens ausgestattet, hatten ihr Fahrkönnen aber leicht überschätzt. Bereits bei der ersten Abfahrt stürzte einer der Chinesen so schlimm, dass er sich die Rippen brach und ins Krankenhaus gefahren wurde. Da waren es nur noch 3 in der Gruppe. Die Abfahrten waren lang, allerdings wurden nur insgesamt zwei Abfahrten gefahren. Für Chris mindestens eine zu wenig, für den Franzosen bereits genug, da die Kraft in den Händen nachließ und er auch mehrfach gestürzt war. Alles in allem war Chris zufrieden mit dem Trip, er hätte sich für den für Thailand bereits gehobenen Preis aber wenigstens noch eine Abfahrt mehr am Tag gewünscht.
    Auf meinem Plan hingegen stand heute „Thailändisch kochen lernen!“. Ich hatte einen Ganztages-Kochkurs bei der „Smile Organic Farm Cooking School“ etwas außerhalb von Chiang Mai gebucht. Ich wurde um 8.40 Uhr abgeholt. Gemeinsam mit der Gruppe fuhren wir dann auf einen einheimischen Markt außerhalb der Stadt und bekamen dort ein paar der Lebensmittel, die wir teils auch verarbeiten würden, erklärt. Von dort aus ging‘s weiter zur Farm und dort wurden wir dann in Gruppen eingeteilt. Insgesamt waren wir zu Neunt: zwei Engländer, eine Australierin, drei Niederländer, eine Kanadierin, eine Amerikanerin und ich sowie unsere Koch-Lehrerin Tay.
    Für die Ganztagsgruppe standen heute insgesamt 7 Gerichte und 1 Getränk auf dem Plan, die zubereitet werden wollten. Wir bekamen einen Plan zu Gerichten aus 7 unterschiedlichen Kategorien, aus denen wir jeweils die Gerichte auswählen durften, die wir erlernen wollten. Ich entschied mich für rote Curry Paste, Pad Thai, Khoi Soi, Spicy Chicken Glasnoodle Salat sowie Spicy and Sour Soup. Als Dessert wählte ich Mango Sticky Rice und die Frühlingsrolle sowie den Herbal Drink würden wir alle zubereiten.
    Bevor wir allerdings mit Kochen begannen, ging unsere Köchin Tay zunächst einmal mit uns in den Garten und erklärte uns dort viele Kräuter, Gewürze und Gemüse, die dort alle ökologisch angebaut werden. Danach ging’s in die Küche, jeder bekam seinen eigenen Kochplatz mit den Zutaten für die gewählten Gerichte und dann legten wir unter Anweisung von Tay los. In Gemeinschaftsarbeit bereiteten wir die Füllung für die Frühlingsrollen zu. Dann füllten bzw. rollten wir unsere Frühlingsrolle und während eine Mitarbeiterin diese für uns frittierte, kochten wir unser erstes Gericht. Für mich war das Pat Thai.
    Nachdem wir unsere Gerichte fertig gekocht und die Frühlingsrollen frittiert waren, durften wir unsere Teller anrichten und verspeisen. Mmmh... war das lecker! Danach kamen wir in der Gruppe zusammen und fertigten in kleinen Gruppen unsere eigene Currypasten, insgesamt 4 verschiedene: Green Curry, Red Curry, Panaeng Curry sowie Massamam Curry.
    Aus den frisch zubereiteten Curry Pasten kochten wir dann unsere nächsten Gerichte. Für mich war das ein Khao Soi, ein für Nord-Thailand typisches Curry. Im Anschluss folgte die Spicy and Sour Soup sowie der Spicy Chicken Noodle Salat. Als alle Gerichte fertig war, durften wir die Gerichte wieder verspeisen. Zum Schluss kamen Dessert und der Herbal Drink dran. Ich hatte mich für einen Klassiker Mango Sticky Rice entschieden. Nachdem wir auch diese Gerichte zubereitet und gegessen hatten, bekamen wir noch ein Kochbuch und wurden dann zurück in die Stadt gefahren. Ein sehr gelungener Tag, bei dem ich viel gelernt habe und dies hoffentlich auch bald in DE umsetzen kann.
    In der Unterkunft angekommen, musste ich nur ein paar Minuten warten, bis Chris auch Heim kam.
    Gemeinsam ging‘s wieder in den Pool und im Anschluss tischte ich Chrissi das von mir gekochte Thaifood zum Abendessen auf. Ich hatte nämlich immer nur ein bisschen probiert und den Rest eingepackt.
    Nach dem Essen mussten wir packen. Denn morgen geht‘s mit dem Flieger nach Surat Thani und von dort in den Khao Sok Nationalpark.
    Ein letztes Mal sagen wir gute Nacht Chiang Mai!
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