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  • Day35

    Arthur Pass

    January 4 in New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C

    Eine der schönsten Eisenbahnstrecken weltweit, unter den besten 10. So war die Werbung im Internet und viele Gäste bestätigten es bei Tripvisitor. Also buchten wir von Christchurch aus einen Tagesausflug. Zuerst mit der Eisenbahn mit offenen Wagons zum Arthur Pass. Nun, es gab ein paar schöne Momente. Aber es riss mich nicht vom Hocker. Die spektakuläre Schlucht war ein Schlüchtchen, viele Tunnel, wenn die Bergwelt interessant wurde, und die Brücken hatten Geländer, also auch keine Blicke in die Tiefe. Schade.
    Am Arthur Pass wurden wir dann abgeholt mit einem Kleinbus. Der Guide fuhr und erzählte. Dort oben gibt es die Daw Falls. Ein lohnender Spaziergang, ca 20-30 min. Wir fuhren vorbei mit den Worten, „This waterfall is worth to see. It’s fall.....“
    Also, er ist 76 Meter hoch und ziemlich gewaltig. Er zeigte aus dem Bus in die Richtung und ja, man konnte im vorbeifahren ein Blick darauf werfen. In der Ferne war er
    zu erkennen. Unbeirrt fuhr er weiter zu einem tollen Aussichtspunkt. Neugierig kletterten wir aus dem Bus, gingen zum Geländer und schauten in die spektakuläre....
    Nein wir schauten zwar in die Tiefe, aber nur auf eine Autobrücke. Die Neuseeländer sind wohl sehr stolz auf diese Brücke. Ja tatsächlich, man kann aus beiden Richtungen gleichzeitig über die Brücke fahren. Und ja, es hat jede Richtung eine eigene Spur. Tolle Brücke, die muss man einfach gesehen haben. Sie hat wirklich einen Aussichtspunkt verdient. 😉

    Aussichtspunkte anlegen, das können die Neuseeländer. Meistens sind sie schon früh ausgeschildert. „In 3 km auf der linlen Seite schöner Ausblick“ so oder so ähnlich beschriftet stehen die braunen Schilder am Straßenrand. Breite Ausfahrt und Einfahrt, Parkplätze sogar für Wohnmobile.

    Ja echt vorbildlich, nur an den falschen Stellen. Oft sind wir eine super schöne Strecke mit wirklich schönen Aussichten entlang gefahren. Wir riefen im Duett ah und oh, aber leider konnten wir nirgendwo anhalten oder abfahren. Und kam dann endlich eine Aussichtstelle, dann gab es aber nichts zu sehen. Einmal schauten wir auf ein Gestrüpp, oder standen vor einer Kuhweide. Oder wie jetzt, gab es nur eine Autobrücke zu bestaunen.

    Also stiegen wir wieder in den Bus. Nun soll es in einem Restaurant ein typisch neuseeländisches Essen geben auf einer typisch neuseeländischen Hochalm.
    Ich weiß bis heute noch nicht, was das war. Vielleicht typisch neuseeländischer Humor? Es war keine Hochalm, aber ein Hotel mit Restaurant. Hm, so nannte es sich auf jedenfall. Von außen sah es schon so aus, als würde die Bude beim nächsten Windhauch auseinander fliegen. Auf dem Dach saß der hässliche Wicht mit dem Ring von den Hobbits. Jede Menge Tierschädel und kaputte Wagenräder, alte Kutschen und Merlin und .... was für ein durcheinander. Aber das schlimmste kommt noch, der Innenbereich ähnelte einer Rumpelkammer. Nein, nicht einem gepflegten Sammelsurium von Sammlerstücken, sondern wirklich altes, verstaubtes Zeug. Zugegeben, einige Stücke waren interessant. So zum Beispiel die Toilettenschüsseln im Flur. Dort lag auch schmutzige Wäsche herum. Das Essen war lieblos und ziemlich chaotisch auf dem Teller angerichtet. Und ja, wir konnten es essen ohne Durchfall zu bekommen. Aber das war es auch schon. So fuhren wir weiter an tollen Aussichten und Einblicken vorbei und hielten noch ein paar mal an seltsamen Aussichtspunkten.

    Es wurde aber besser. Am Castel Hill war unser nächster Stopp.
    Seinen Namen bekam der Hügel wegen seiner großen Anzahl von unterschiedlich großen in der Gegend verstreut liegenden Felsblöcken aus Kalkstein. Diese erinnern entfernt an eine alte, heruntergekommene Burg. Große Teile der ehemaligen Christchurch Cathedral in Christchurch bestanden aus Kalksteinen des Castle Hills.

    Im Jahr 2002 bezeichnete Tendzin Gyatsho, der 14. Dalai Lama, den Castle Hill als ein "Spirituelles Zentrum des Universums". Der Castle Hill selbst ist eines der wichtigsten Zentren der neuseeländischen Kletterszene. Des Weiteren bieten sich die zahllosen unterschiedlich großen Kalkblöcke äußerst gut zum Bouldern an. Also hier wäre ich gerne etwas länger geblieben.
    In der letzten Zeit verzeichnet das Gebiet zusätzliche Touristenbesuche, da Teile des Films „Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“ in der Nähe gedreht wurden.
    Es werden hier Reisen angeboten, die nur Drehorte von diversen Filmen besuchen. Überall stolpert man über Herr der Ringe, Hobbits oder Narnia.
    Es ging weiter zu einer Schlucht. Hier erwartete uns ein Abenteuer der nassen Art. Wir fuhren Jetboot. Das besondere, unser Fahrer drehte zwischen den Felsen das Boot um 360 Grad. Ein komisches Gefühl mit einem Affenzahn die Felsen auf sich zu kommen zu sehen. Ich habe versucht Bilder zu machen. Das ist mir aber leider nicht gelungen, an einer etwas ruhigeren Stelle konnte Herbert ein Kurzvideo drehen. Wenn ich mal wieder zu niedrigen Blutdruck habe, schaue ich es mir an. Ich glaube, danach geht es dem Kreislauf wieder gut.
    Ziemlich viel für einen Tag, aber er war noch nicht zu Ende.
    „Come back Jack“
    Wer ist Jack? Jack ist ein Hütehund der darauf abgerichtet wurde, die Schafe zu den Hirten zu treiben. Was aber erstmal richtig schief ging. 😂.Als er auf die Schafe zustürzte liefen sie erst mal alle auseinander und weg. Dann waren alle erst mal verschwunden, Schafe und Hund. Der Hirt rief „ come back Jack“ und nichts geschah.
    Irgendwann aber kam die Herde Schafe angerast, auf den Hirten zu und der Hund hielt sie im Zaun. Sehr beeindruckend. Auch die Schur der Schafe war interessant, eigentlich wollte Herbert es auch mal versuchen. Aber er zweifelte, ob es nicht doch für das Schaf eine Tortur war und lies es zum Wohle des Schafes bleiben.
    Es war ein Ausflug nur mit Startschwierigkeiten. Trotzdem würde ich diesen Ausflug so aber nicht mehr buchen. Auf eigene Faust, wäre für uns besser gewesen.
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