• Aufbruch ins Ungewisse

    11. Januar 2025 in Sri Lanka ⋅ 🌧 28 °C

    Es ist endlich so weit – der erste Tag meiner langen Reise. Die Aufregung, die mich schon in den letzten Tagen begleitet hat, ist heute kaum zu bändigen. Der Koffer ist gepackt, die letzten Kleinigkeiten wurden noch schnell erledigt, und doch fühlt es sich an, als hätte ich etwas vergessen. Aber das ist wohl nur die Nervosität, die sich in den kleinsten Ecken meines Geistes eingenistet hat.

    Die Nacht vor dem Abflug war schlaflos. Ich wälzte mich hin und her, gedanklich schon am ersten meiner Zielorte, aber auch im Kopf mit all den möglichen „Was-wenns“ beschäftigt. Ich fragte mich, ob ich alles richtig gemacht hatte, ob ich gut vorbereitet war und wie es wohl sein würde, an einem Ort zu landen, den ich bisher nur aus Erzählungen, Bildern und Videos kannte.

    Der Flug selbst war lang aber dennoch ruhig. Kaum hatte ich mich in meinem Sitz eingerichtet, folgte die Ansage, dass wir in Kürze starten würden. Die Stunden zogen sich, das Flugzeug schüttelte sich hin und wieder, und ich versuchte, mir die Zeit mit Filmen und einem Hörbuch (Monster 1983) zu vertreiben – doch der Schlaf kam nicht. Wer hätte auch erwarten können, dass man in einem engen Sitz für 10 Stunden wirklich gut schläft?

    Nun, nach unzähligen Stunden in der Luft, nach einer so sehr sanften Landung und einem anstrengenden und atemberaubenden Taxitransfer, bin ich endlich hier - in Weligama an der Südküste von Sri Lanka. Erschöpft, aber gleichzeitig überwältigt von der neuen Umgebung.

    Der Jetlag hat mich ziemlich fest im Griff, und der Blick auf die Uhr verrät mir, dass ich eigentlich mitten in der Nacht sein müsste. Trotzdem drängt es mich nach draussen – die Strassen sind fremd, die Luft riecht anders, und ich kann es kaum erwarten, all das zu erkunden. Erste Eindrücke konnte ich bereits sammeln. Doch heute wird es wohl nur noch zum Hotel gehen. Ein wenig Ruhe, dann kann ich die nächsten Tage alles in Ruhe entdecken.

    Der erste Tag einer langen Reise – voller Erwartung, voller Ungewissheit. Ich kann es kaum abwarten, was noch kommt. Aber jetzt heißt es erst einmal: Schlafen und regenerieren, denn ab morgen wartet eine neue Welt auf mich.
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