• Pilger-Biene
  • Pilger-Biene

Via Lusitana

Ostportugal wird in einer Woche unser Ziel sein, ein kaum begangener noch unentdeckter Jakobsweg mit Garantie für Einsamkeit durchs blühende Alentejo. 1100 km zum Grab des Jakobus Read more
  • Trip start
    September 19, 2025

    Vorfreude auf die Via Lusitana

    March 6, 2025 in Germany ⋅ ☀️ 1 °C

    In 7 Tagen soll es los gehen, zu Fuß durch Ostportugal von Tavira nach Santiago de Compostela mit 1200 km. Wir werden den Weg in 2 Teilen gehen Frühjahr und Herbst.

    Das andere Portugal, durch das Alentejo, das portugiesische Pendant zur Via de La Plata in Spanien. Ein Weg durch das unentdeckte Portugal, ein Caminho ohne Herbergen, allein mit GPX-Daten und einem veralteten Outdoor-Führer von 2017.
    Übrigens diesmal haben wir uns Barfußschuhe für das Wasser mit Profil gekauft für die Furtenquerungen, die uns auf diesem Weg erwarten.
    Die Füße kribbeln schon und wir freuen uns auf dieses Abenteuer. Noch schöner ist es, wenn ihr uns begleitet auf der Via Lusitana.
    Read more

  • Reise nach Tavira

    March 13, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 12 °C

    Wir starten glücklicherweise ein Zug früher nach Memmingen, den der ursprünglich geplante Zug ist ein Totalausfall.
    Gestern habe ich noch die Hochwasserlage unseres Weges geprüft und gleich ein paar Routenänderungen vornehmen müssen. Dazu die Tage mehr.
    Wir kommen entspannt in Memmingen an und gönnen uns im Marktcafe erstmal ein 2. Frühstück.
    Bei sehr ungemütlichen Regen gehts zum Airportbus.
    Wie immer ist der Flug mit Ryanair, zügig, kompetent und effizient. Beim Flug lag alles dauerhaft unter Wolken bis kurz vor Faro.
    Gepäck war genauso flott da und mit Bus und Zug ging es nach Tavira unserem Startort.
    Geschichte im Zug: da wir superpünktlich waren, klappte ein Zug eher, Ticket kostet immer 3,50 EU, beim einsteigen eher leerer Zug. 15 min. nach Start kommt der Zugbegleiter um unsere Tickets zu prüfen und dann böse Rüge, das wir im falschen Zug sitzen, das geht gar nicht Ticket für den 18:26 h Zug haben und dann schon
    17:53 h fahren.
    Frau „ Allmann“ stellte sich dann mal unwissend, zum Glück hat er uns nicht aus dem Zug verwiesen und wir durften glücklicherweise bis Tavira mitfahren. Uff, Schweiß von der Stirn Wisch…..
    In Tavira angekommen, schauten wir noch am Startpunkt an der Santiagokirche vorbei, die natürlich schon geschlossen hatte und zu pilgerunfreundlichen Zeiten morgen erst um 10:00h öffnet.
    Dann halt nicht, dann muss es morgen ohne Santiagokirche losgehen.
    Zwischenzeitlich, grummelte unser Magen schon heftig und da wir keinen Meter mehr gehen wollten, war sofort Essen in unserer Unterkunft angesagt,,20 % Rabatt gab es auch noch für Hausgäste. Das Abendessen grandios. Satt und zufrieden liegen wir jetzt im Bett, der Pilgerehemann schläft bereits und ich schreibe noch Pinguin-Stuff, des heutigen Tages. Nachti ihr Lieben🧡
    Read more

  • Tavira - VRSA

    March 14, 2025 in Portugal ⋅ 🌙 11 °C

    Die erste Nacht,, war richtig schlecht, erst hielten uns spätheimkehrende Gäste wach die klingelten und die Treppe rauf polterten und dann hatte ich Stunden ekliges Sodbrennen, das mir Hustenanfälle verursachte, weil die Magensäure bis oben an der Speiseröhre anklopfte. So garnicht fancy, zu spät und zu säurelastig gegessen….. Nun ja, irgendwann, war die Nacht glücklicherweise vorbei.
    Nach einem großen Frühstück, die Portugiesen können das, im Gegensatz zu den Spanieren, ziehen wir los. Erst zum Supermarkt Pingo Doce um Wasser und Notproviant aufzufüllen.
    Dann auf den überraschend gut mit gelben Pfeilen markierten Camino.
    Weitgehend orientiert sich der Weg am Eurovelo Radweg 1, ich tracke denn Weg und versuche für die künftigen Pilger die schönste Route zu finden.
    Zunächst gehen wir durch Salinengebiete wo Meersalz gewonnen wird, dazwischen Quintas mit Obstplantagen.
    Im Anschluss ein langes Teersträßchen an 2 riesigen Golfanlagen entlang, daneben ein Robinson-Club, wo sich der Mensch von Welt im März zum Golfen in Portugal trifft.
    Bei Cacelha Vela ein historisches Dorf mit kleiner Burg geht’s in den Dünen- Naturpark Ria Formosa, sehr schön auf kleinen Pfaden in Meeresnähe. Das Wetter ist gut gelaunt, der angekündigte Regen, begrenzt sich auf wenige Tropfen und dicken Wolken über dem Meer.
    Kurz vor dem Manta Rota, treffen wir auf einen Wohnmobilstellplatz mit unzähligen Rentern, die wohl in Portugal überwintern.
    An Holzstegen entlang gehen wir weiter bis Altetura, wo es endlich die ersehnte Mittagspause gibt mit leckerem frischen Salat, dem verlockenden Angebot der Eisdiele daneben konnten wir zum Abschluss nicht widerstehen.
    Wir waren heute nicht so in Topform nach der letzten Nacht. Bei mir bahnten sich Blasen an und Franz schmerzte die Hüfte.
    Weiter ging’s nach Monte Gordo, ein monströser Badeort mit reger Bautätigkeit, aber kilometerweiter wunderschöner Sandstrand. Mit Blick aus Meer gab es eine Pause mit Meeresrauschen und kurzem Fußbad im Meer.
    Die letzten 5 km noch, durch schönen Wald, dabei begegneten uns unzählige Jogger, ich würde eher sagen Marathonis, alle zäh durchtrainiert und ultraschnell.
    Endlich nach 30,5 km Vila Real de Santo António
    erreicht am Grenzfluss Guidana mit Blick auf Spanien.
    Heute Abend gab es beim Restaurante Green Buddha ein gesundes Abendessen, das uns einen sehr guten Schlaf schenkte.
    Read more

  • VRSA-Castro Marim-Odeleite

    March 15, 2025 in Portugal ⋅ 🌙 10 °C

    Frisch erholt mit erholsamen Schlaf starten wir wieder in den Tag, auf der Suche nach Frühstück.
    Wir werden an einem kleinen Kiosk fündig, wir frühstücken in der Sonne ein Tosta Mixta, dazu leckeren Kaffee. De Besitzerin des Kiosks spricht deutsch, sie ist vor 22 Jahren wieder in ihre Heimat zurückgekehrt, wir plauderten sehr nett miteinander.
    Beim Weg aus der Stadt, besuchten wir noch Aldi, um uns mit Wasser zu versorgen. Wir starten am grünen Fahrradweg nach Castro Marim, neben uns das Naturreservat und Vogelschutzgebiet Sapal, links von uns unzählige Salinen.
    Da ich durch die verschiedenen Wegvarianten verwirrt war, würde ich nächstesmal, die erste Etappe kürzen und dann die Variante direkt durchs Vogelschutzgebiet nehmen oder man geht 1 km rein zum Observatorium, das war uns aber Zuviel mit unseren Problemchen. Dort gibt es eine Flamingopopulation. Wir wollten es heute ruhiger angehen lassen.
    Castro Marim, hat 2 Festungen, eine Templerburg und São Sebastio, 2 schöne Kirchen hat es auch, die natürlich geschlossen waren. Castro Marim, ist die Stadt der Meersalzgewinnung in Portugal.
    Wir gönnen uns ein Kaffeepäuschen dort mit einem Pastel de Nata.
    Nach Castro Marim geht’s in die Natur im stetigen auf und ab, Franz Hüfte bessert sich und meine Zehenblasen jammern auch nicht mehr. Wir durchstreifen kleine Dörfer mit weißen Häusern, treffen Deutsche die hier zu Tageswanderungen unterwegs sind.
    In Azinhal gibt es eine Pasteleria mit tollen portugiesischen Gebäck, dort machen wir eine lange Mittagspause mit belegtem Brot und zum Dessert Walnusstorte und Käsekuchen mit leckerem Kaffee. Alles zusammen für 12,90 EU.
    Wir ziehen weiter unsere Wehwehchen sind verschwunden und wir finden uns langsam auf dem Weg ein, die Natur ist herrlich mit unzähligen Zistrosen, wildem Lavendel, Thymian, gelbe Blüten überall.
    Wir kommen bei Almada de Ouro kommen wir wieder zum Guaidiana. Dem Regen konnten wir bis auf wenige Tropfen immer geschickt ausweichen, den letzten haben wir in der Pasteleria ausgesessen.
    Wieder vom Grenzfluss weg steigt der Weg wieder 3 km an durch wunderschöne Wälder bis es genauso lang nach Odeleite hinab geht.
    Zur Pension zu Donna Gloria nochmal 1 km hinauf. Sie empfängt uns herzlich, wir schlafen heute in Betten und Möbel, Modell Gelsenkirchener Barock auf portugiesische Art, dunkle schwere Möbel.
    Alle Restaurants haben zu, leider wussten wir das nicht und standen bei A Merca vor verschlossener Tür.
    Wir mussten dann noch zu einem Restaurant was eigentlich nur durch die Schnellstraße getrennt war, die mussten wir wegen der hohen Gefährlichkeit aber mit einem Tunnel unterqueren, der 1 km entfernt war und zurück auch natürlich im Dunkeln, aber bei Vollmond. Essen war dafür toll, echte portugiesische Hausmannskost, Wildschweinragout aus dem Alentejo.
    Bei Mondeschein kehrten wir zurück und schliefen auf der Stelle ein.
    Read more

  • Odeleite - Alcoutim

    March 16, 2025 in Portugal ⋅ 🌧 15 °C

    Wir frühstücken um 8:00h leckeres Schinken-Käsetoast und sehr gutem Kaffee in der Bar von Dona Gloria, damit starten wir gut gestärkt in unseren Pilgertag. Am Ribeira de Odeleite geht es Richtung Guadiana 6 km nach dem Dorf Foz de Odeleite.
    Am Fluss, sehen wir unzählige Fischer, sie haben Picknicktische aufgebaut, an denen sie den frischen Fisch, roh genießen, Sushi portuguesa.
    Kurz vor Foz de Odeleite treffen wir Bernd und seine Frau die diesmal mit dem Mietauto unterwegs sind. Sie kommen ganz aus der Nähe unserer Heimat und Bernd ist letztes Jahr auf der Via Lusitana unterwegs gewesen. Pilger sofort unter sich, wir tauschen unsere Kontakte aus und Bernd schickt uns seine Berichte und Infos, wie schön ist das denn?
    Wir steuern das erste Café am Fluss Guadiana an und genießen Kaffee mit Flussblick. Leider geht es die nächsten 14 km zwar am Guadiana, aber an der Teerstraße entlang. Das mögen Knie und Sprunggelenk nicht.
    Nach weiteren 6 km, gibt’s im 7. Ceu einer Bar, ein dickes Käse-Schinken-Toast und ein Bier vom Fass. Dazu streifen gefühlt 20 Katzen um uns herum. Der Himmel verfinstert sich und als wir losgehen fängt es zunächst leicht zu regnen an. Schnell wird es wieder warm und mehr feucht von innen, als von außen.
    Die Straße nervt, vorallem wegen der uneinsichtigen Kurven, wo uns die Autos nicht unbedingt sofort sehen können. Wir laufen Slalom von einer zur anderen Seite und zwischendurch bete ich das ja kein Auto kommt.
    Kurz führt uns ein schöner Weg durch Olivenhaine bis zu einer Anhöhe mit Flusssicht. Ab dem Zeitpunkt regnete es aber bis Alcoutim durch, da morgen noch mehr Regen angesagt ist, reifte der Entschluss morgen in Alcoutim ein Pausentag einzulegen.
    Weiter ging’s im Kurvenslalom, die letzen 4 km mit ordentlichem Nassregen bis zu unserem Hotel mit Seeblick. Der heute nicht mehr vorgesehen war.
    Im Zimmer, wurde das Bad mit unseren nassen Sachen okkupiert und wir wärmten uns mit einer schönen heißen Dusche auf.
    Im Hotel abends haben wir noch eine schöne warme Suppe bekommen und dazu einen großen Salatteller mit Wein der Herdade Bombeira, die uns erlauben müssen, das wir übermorgen durch ihr Grundstück laufen dürfen.
    Morgen ist Pausentag mit Wäsche waschen angesagt und Regen aussitzen.
    Read more

  • Regentag in Alcoutim

    March 17, 2025 in Portugal ⋅ 🌧 14 °C

    Heute sitzen wir den angekündigten Regen aus, die meiste Zeit davon im Hotel. Am Morgen soll es noch halten und wir gehen ins Dorf unsere Wäsche waschen. Die Lavanderia geht nur mit Wertmünzen, eine größere Schwierigkeit war es den Herr der Wertmünzen zu finden. Irgendwann kam er mit seinem großen Schäferhund angefahren und die Wäschereinigung konnte losgehen.
    Wir verbrachten solange die Zeit im Café in der ein wahrer Prasselregen draußen sein Unwesen trieb. In einer kurzen Regenpause, wechselten wir zum Trockner.
    2,5 h blieb der Regen unterbrochen, in deren uns gelang, die Wäsche heil zurückzubringen und in einem Restaurant Mittag zu essen. Prato del dîa für Essen mit Getränken 28 EU.
    Nachmittag schauten wir aus unserem Zimmer dem Regen zu und ich las Bernds Berichte zur Lusitana. 19:00 h ging es zum Abendessen, neben uns saß ein liebes Schweizer Ehepaar, mit denen wir einen besonders schönen Abend verbrachten mit Geschichten aus unserem Leben, unseren Reisen und wieso pilgern anders ist wie wandern.
    Eine Pilgergeschichte und es ist immer wieder besonders anderen Menschen zu begegnen, die ähnlich empfinden.
    Danke ihr Beiden für diesen wunderschönen Abend 🧡
    Read more

  • Verrückter Tag nach Mértola

    March 18, 2025 in Portugal ⋅ ⛅ 15 °C

    Weil die Brücke über den Rîo do Vascão repariert wird und gesperrt ist, fahren wir mit dem Taxi nach Vicentes. Busse fahren gerade garnicht mehr Richtung Mértola. Taxi muss such einen Umweg fahren, da die Brücke hinter Santa Marta renoviert wird. Nebenbei sind wir nun ins Alentejo gekommen.
    Das Wetter ist heute sehr gut, zumindest soll es nicht vor 17:00 h regnen.
    Mal sehen was der Regen von gestern für die Querung der Furten bedeutet.
    In Vicentes, ein Dorf mit 10
    Häusern, einer öffentlichen Toilette und 2 kläffenden Hunden ohne Leine + Zaun, gehen wir los. Der geliebte Pilgerehemann hält die Kläffer in Schach, die wild die Zähne zeigen. Einatmen, tief ausatmen, nicht hinschauen, weiterziehen.
    Kaum die wilden Hundis hinter uns gelassen kam Furt 1, die wir mit unseren neuen Barfuß- Profil-Schuhen ohne Probleme querten. Da Furt 2 in 700 m folgte, blieben die Barfußschuhe an den Füßen. Furt 2 hatte reißendes Wasser und wir suchten lange, das richtige Stück zur Querung. Die Pilgersehefrau, war leider zu kurz für die Tiefe des Wasser und der Sog bereitete kurz Schnappatmung bis zum rettenden Ufer. Kollateralschaden, Geldbeutel nass, Pilgerbuch getauft, Rucksack nass und die Pilgersfrau nass bis Brusthöhe. Der Pilgerehemann klar von Vorteil bei 1,88 m Höhe. Dennoch, auch er aufgeschürftes Bein, nass bis zum Allerwertesten.
    Am rettenden Ufer, erstmal komplett umziehen. Wir überlegen, ob das weiter Sinn macht und wie wollen wir die Etappe fortsetzen.
    Nun bis zum nächsten Dorf mit Bar, sollte es möglich sein zu kommen. Klappte auch zum Glück, da der Fluss vor dem Dorf eine Brücke hatte.
    Die Einheimischen, sagten, das es seit 20 Jahren nicht mehr so regnete, wie aktuell.
    In der Bar von Lombardos, bekommen wir Sandwiches, kühle Getränke und leckeren Kaffee. Wir trockneten langsam wieder.
    Bis Mértola gab es jetzt mehrere Möglichkeiten, wovon uns die Variante über den GR 15 am ehesten ansprach, offizieller Wanderweg und so. Die Variante aus dem Pilgerführer war nicht möglich, da 1 der Großgrundbesitzer unsere Anmeldung nicht annehmen wollte und weil dort auch nur eine Fußbrücklein ohne Geländer drüber geht.
    Und die N122 Landstraße mit heftigem Autoverkehr, kam nicht in Frage. Also blieb der GR 15.1, angeblich Schlechtwettervariante, den es gab in dem Gebiet einen reißenden Fluss, der ohne Brücke undenkbar war zu überqueren.
    Besagter GR15.1 führte uns wirklich über Stock und Stein, keine der uns bekannten GPX Daten, entsprach diesem Weg. Wir liefen durch Portugals Wallachai ohne GPX und funktionierendes Netz, das fühlte sich nicht gut an.
    Wir folgten der Beschilderung, die sich immer wieder mal verlor. Vorbei an unzähligen Bienenstöcken, waren die Bienen, vor dem zu erwartenden Regen besonders aggressiv. Nichts half, jeder von uns erwischte 2 fiese Stiche, im Gesicht und Hand. Wir zogen uns gegenseitig die Stachel raus, nix wir weiter. Zu allem Überfluss piepte meine Garmin meinen SOS Kontakt an, nämlich den Mann der neben mir war, sein Handy kreischte laut und wir erschrecken zutiefst. Bis wir alles kapiert und zugeordnet haben.
    Wir kämpften uns weiter durch eine sehr unwirtliche Gegend, eine Machete, hätte nichts geschadet.
    Bis wir dann zum Schluss doch vor dem wilden Fluss standen, der auf keinen Fall gequert werden konnte. Also, alles wieder zurück, 4 Bienenstiche reicher und die Stimmung ganz weit unten, Bodensatz Keller oder so…..
    2,5 h später, wieder glücklich zurück auf der Straße mit extrem geschwollener Lippe und Hand. Also vielleicht doch N 122 probieren?
    Kurzer Test, nicht bestanden, die Autos rasten wie verrückt, jetzt haben wir soviel Glück gehabt. Wir wollten nicht unser Leben auf der N 122 lassen.,
    Zurück zur Bar im nächsten Dorf, ein ultranetter Portugiese, rief uns Enrico den Taxifahrer.
    Er brachte uns sicher nach Mértola.
    Im Hotel angekommen wurde unser Zimmer auf Zimmer mit Flussblick upgegradet.
    Schönes Geschenk, nach diesem irren Tag.
    Aber wir sind ins Grübeln gekommen, wie machen wir weiter, wenn die Regenwetterlage sich nicht bessert.
    Wir treffen unsere Schweizer wieder, die völlig andere Erlebnisse hatten wie wir. Wir haben nochmal einen schönen Abend miteinander und wir lassen diese heftige Aufregung des heutigen Tages, hinter uns.
    Morgen ist ein neuer Tag, da entscheiden wir weiter….. denn es soll Sturm und Regen aufziehen.
    Read more

  • Mértola - Amêndoeira da Serra

    March 19, 2025 in Portugal ⋅ 🌬 16 °C

    Nach vielem Kopfzerbrechen und fast am Innerlich kapitulieren, entscheiden wir uns heute doch die nächste Etappe zu pilgern.
    Sie zwar die meiste Zeit auf Teer, aber garantiert furtenfrei.
    Das Wetter spielt auch mit, Wind und Regen, kommen erst am Abend.

    Heute sah ich etwas, wie Quasimodo aus mit meinen Bienenstichen, alles geschwollen.

    Wir folgen erst den gelben Pfeilen und da auf dem Weg, doch noch ein Wässerchen sein soll, halten wir einen Mann an der gerade vor seinem Haus ins Auto steigt, ob es Probleme geben könnte. Nein, nein meinte er, ein sehr schöner Weg und es gibt Steinadler, Murmeltiere und Wildschweine, richtig gut da.
    Leider endet der Weg dann doch noch auf der N 122, aber zum Glück sind es nur noch 1,7 km statt 3,4 km, wie der deutsche Buchschreiber den Weg beschreibt.
    Überhaupt, das es teilweise 3 Strecken gibt für eine Etappe, das macht mich manchmal kirre.
    Landstraße Nummer 1 ist nervig und anscheinend neu geteert.
    Der Blick auf Steineichen, Zistrosen und andere Blumenmeere entschädigen dafür.
    In Corte Gafo de Cima gibts Mittagspäuschen mit Stulle oder auf Portugiesisch Sandes.
    Teil 2 bis Amêndoeira da Serra wird entspannter. Weidelandschaften eröffnen sich mit lieblicher Weite, selbst Beja ist zu sichten.
    Im Dorf angekommen, erstmal zu Donna Maria in die Bar, die Schlüssel für das Schlafgemach abholen.
    Im Haus des ADPM - Associação de Defesa do Patrimônio de Mértola dürfen wir schlafen.
    Es ist kühl im Haus, wir liegen mit Skiunterwäsche und Socken im Bett, schreiben, sinnieren, das die Via Lusitana wirklich nur für experimentierfreudige ist. Da der Fluss stark unter Wasser, müssen wir morgen mit dem Taxi weiter, no way out.
    Donna Maria verwöhnt uns mit Hähnchen, Reis und Reis, Salat + Wein für 23 EU.
    Die Lusitana und wir fremdeln noch etwas, jetzt ein Tag Regenpause, dann mal weitersehen.
    Die nächste Etappe muss mit dem Taxi/ Bus nach Beja gemacht werden. Irgendwie haben wir uns das anders vorgestellt.
    Es windet wild ums Haus und wir decken uns jetzt bis zu Nasenspitze zu zum Schlafen und träumen vom Alentejo.
    Read more

  • Beja

    March 20, 2025 in Portugal ⋅ 🌧 14 °C

    Wir haben trotz Sturm in der Nacht sehr gut geschlafen in der wunderbaren Herberge in Amêndoeira da Serra. Wir packen unsere Ruckis und Franz findet seine giftgrüne Regenjacke nicht mehr, weg und keine Ahnung wo sie ist. Das wäre ein sehr schmerzreicher Verlust bei der aktuellen Wetterlage. Bei unserer Ankunft gestern wehte im schon fast die Regenhülle weg durch den aufkommenden Wind, da er seine Jacke immer lose unter die Regenhülle steckt, ahnten wir schon Schlimmes: Regenjacke vom Winde verweht😭 Wir gehen rüber zur Bar und was hängt am Zaun der Herberge? Ein nasses giftgrünes „ Etwas“, was der gesuchten Regenjacke entsprach. OMG, wir freuen uns wie verrückt, in der Bar hören wir, das sie der Hausmeister gefunden hat. Was ein Glück, das der Wind die Jacke vor dem Sturm versteckt hat und sie nur nass geworden und nicht weggeflogen ist und dann gerade heute der Hausmeister da war. 3x soviel Glück an einem Tag.
    Donna Maria, die 80 jährige Dame, macht uns Kaffee und es gibt Gebäck dazu.
    Da nur noch 1x täglich ein Bus fährt von Mértola nach Beja um 09:25h und das Taxi uns erst um 9:00h abholen kann, ist die teuerste Investition des Tages heute, nach Beja mit dem Taxi zu kommen.
    Das Wetter ist zunächst ganz passabel, so das wir uns erstmal für eine Rundtour durch die Stadt entscheiden. Beja hat einen morbiden Charme, wir besuchen zuerst die Burg mit dem Torre und Weitsicht über den Alentejo.
    2 kleine feine Kunstmuseen. Besonders beeindruckt haben mich die Bilder der Künstlerin mit dem Bild: Geburt und den Schwimmern auf Terrakottaziegel. Sie erinnern mich an die Höhle der Schwimmer aus dem Film der englische Patient.
    Die Kathedrale beeindruckt mit Azulejos, die die Geschichte der Kreuzigung und Auferstehung abbilden, sie Jakob dem Älteren geweiht.
    Römer waren auch in der Stadt und haben ihre Spuren hinterlassen. Ebenso lebten zu bestimmten Zeiten Juden + Muslime in der Stadt und hatten eigene Viertel.
    Nach soviel Kultur war Mittagessen angesagt im Restaurante O Alentejano, einheimische Gerichte des Alentejos, wie Migas oder porco preto, das schwarze Schwein. Sehr fleischlastig die Küche, aber lecker.
    Weil wir immer noch auf Eintritt für unsere Pension warteten, besuchten wir noch obendrauf die älteste Pasteleria Bejas. Zwischenzeitlich regnete es wieder.
    Endlich konnten wir unser Zimmer beziehen und was zog Franz aus seiner Tasche? Den Zimmerschlüssel unserer letzten Herberge. 🥶
    Merde, was machen wir denn jetzt?
    Unsere Pensionswirtin um Hilfe gebeten, da der gute Mann der Organisation kein englisch sprach, ob sie uns mit portugiesisch aushelfen könnte. Konnte Sie und zwar perfekt😊
    Wir hatten nochmal Glück, einer der Mitarbeiter wohnt in Beja, holt den Schlüssel ab und bringt ihn morgen wieder zu Donna Maria.
    Oke, jetzt aber, der Pilgerehemann, machte Siesta und ich ging in Waschsalon.
    Der liebe deutsche Pilgerführer- Schreiber meldete sich, aufgrund unserer Wasserlage und bedauerte es zutiefst. Aber natürlich, kann er nichts für den Klimawandel, der gerade Portugal fest im Griff hat.
    Der Rest des Tages, leben wir so dahin, schauen stündlich nach dem Wetter, nachdem der Regen hier wieder ans Fenster prasselt und Gewitter ist auch noch dabei.
    Gute Nacht aus Beja
    Read more

  • Regenpause in Beja

    March 21, 2025 in Portugal ⋅ 🌧 13 °C

    Die Zeit steht immer noch still und wir sind immer noch in Beja. Die Bilder des Sturms an der Küste Portugals und Spaniens sind verheerend. Da sind wir hier, zwar 2 Tage außer Gefecht auf 12 qm begrenzt, aber uns geht es gut.
    Nach dem Frühstück wollten wir unsere letzte Kulturlücke von Beja schließen und das Museum Núcleo Visigótico besuchen. Unser Kulturdrang wurde sofort gebremst, da besagtes Museum vom 20-25.03 geschlossen hat, weil man eine Videoinstallation plant.
    Naja, dann gehen wir halt nochmal ins Cafe Luiz da Rocha und probieren uns durch das Sortiment.
    Portugiesisches Gebäck ist ultrasüss, dafür müssen wir die nächsten Tage ordentlich an km aufholen, damit sich diese Kalorien auflösen.
    Der Regen beginnt wieder und unser Zimmer, mit dem Namen Gonçalo M. Tavares, wird unser engster Vertrauter in Beja.
    Die französische Zeitung Le Figaro bezeichnet Tavares als „portugiesischen Kafka“. Ich muss gestehen ich kenne keines seiner Bücher, aber wohl nur 2 davon wurden ins deutsche übersetzt.
    „ Die Versehrten“ ist ein Kammerspiel der menschlichen Psyche, wohl ziemlich tief abgründig und schwer.
    Nachdem ab 12:00 h sich die Sonne durchkämpft, entscheiden wir uns den Caminho rückwärts zu gehen in Richtung Cabeça Gorda.
    Naja, so ne Stunde sind wir unterwegs, dann kehren wir wieder um und besuchen lieber nochmal das Restaurant O Alentejano und probieren heute das porco preto, das Fleisch vom schwarzen Schwein, das mit Steineicheln gefüttert wird.
    Der Nachmittag verbringen wir wieder im Trockenen und vertreiben uns die Zeit, mit Filmchen machen, lesen…..
    Read more

  • Beja - Cuba

    March 22, 2025 in Portugal ⋅ ⛅ 12 °C

    Beim Start in Beja, entschließt sich der Himmel sofort seine Schleusen zu öffnen, für uns ziemlich unerwartet, da gerade noch die Sonne hervorschaute. Wir schafften es nur bis zur nächsten Möglichkeit sich unterzustellen. Dort warteten wir erstmal den ersten Schauer ab. Tatsächlich hat er sich dann doch schnell „abgeschauert“ und wir machten einen Anlauf im Supermarkt Wasser zu besorgen.
    Es war anscheinend Markttag und der kleine Supermarkt voll. Jeder wollte fürs Wochenende einkaufen.
    Wir verlassen Beja über das Stadttor Porta de Mértola und sind ziemlich schnell im kleinen Industriegebiet von Beja. Am Ende dessen, sehen wir eine Mandelfabrik.
    Wir gehen auf einem kleinen Teersträßchen, was zur Sandpiste wird. Es ist angenehm zu wissen, das uns heute keine Flussquerung erwartet.
    Rechts und links immer wieder Mandelbäume bereits im grün, die wohl für die Mandelfabrik anbauen.
    Dazwischen unendlich viele Kamillenblüten und Weideland mit Schafen und Rinder. Der Weg erinnert an die Via de la Plata.
    Am Himmel braut es sich schwarz zusammen und in sekundenschnelle ist der nächste Regenguss da. Sobald es aufhört, kommt die Sonne raus gepaart mit Wind und wir trocknen wieder.
    Die Strecke ist eher langweilig, aber gut bei Regen.
    2 km weiter die nächste schwarze Wolkenwand, gerade getrocknet, duscht es vor São Matias nochmal über uns drüber, dazu gibts sehr unfreundlichen Wind.
    Die Schauer dauern max. 5-10 min., aber zum nass werden bis auf die Haut reicht es.
    Kurz vor dem Dorf, kommt wieder Sonne und Wind uns trocknen, fast trocken gehts in die Dorfkneipe Mittagessen. 1 h sitzen wir drin und im Fernsehen werden wieder Bilder von den Auswirkungen der Stürme gezeigt, die ganz Portugal betreffen.
    Da sind wir an unserem Ort wirklich gut dran.
    Die letzten 8 km gehts wieder an einem kleinen Teersträßchen entlang und 3 km vor dem Ziel gibts nochmal eine ordentliche Dusche.
    Die Sonne gibt alles und wir kommen fast trocken in unserer schönen Unterkunft an und wir bekommen als Upgrade die Suite. Wie haben wir das denn verdient, unglaublich.
    Sogar, die Klima heizt schön.
    Jetzt warten wir müde, auf das das Restaurant geöffnet werde.
    20 schlappe Kilometer um uns wieder einzulaufen, nach unseren Zwangspausen. Der Wettergott verspricht für morgen Regenschauer und tschüss 🌈☔️
    Den FP muss ich noch etwas ergänzen, auf Empfehlung unserer Gastgeber waren wir noch in der Adega da Lua und haben köstlichst gegessen. Käse von den Schafen des Alentejo, dann Reis mit Rebhuhn zum perfekten Abschluss TOUCINHO DO CÉU PORTUGUES.
    So fühlt sich pilgern an 😊
    Read more

  • Cuba - Viana de Alentejo

    March 23, 2025 in Portugal ⋅ 🌙 8 °C

    Wir bekommen wieder ein tolles Frühstück, das Cuba Real ist sehr empfehlenswert.
    Wir verlassen das Städtchen über Weinfelder im Rückblick sieht man sowohl Cuba, als auch Beja.
    Es sind Sonntagsspaziergänger unterwegs, das Wetter ist windig und sonnig.
    Langsam kommen wir in einen Rhythmus, es kommen uns 2 Männer mit ihren Jagdhunden entgegen, die zum Glück Maulkörbe tragen.
    Ein Mann mit dem Radl kämpft mit heftigem Gegenwind, wir bewundern in, wie er sich mit einem ganz normalen Rad ohne 21- Gänge oder so, den Berg hoch kämpft.
    Die Portugiesen grüßen alle freundlich. Wieder gibt es mehrere Varianten, wir schließen die mit 8 km Straße aus, auch wenn es dort eine schöne Römerbrücke geben soll. Muss es halt ohne Römerbrücke gehen.
    Die Lusitana folgt immer wieder alten Römerstraßen.
    Rechts und links sind zerstreut Anwesen mit Landwirtschaft, wir kommen tiefer ins Alentejo. Nach einer Weide mit einer weißen Rinderrasse, kommen wir durch eine wunderbare Landschaft mit blumigen Wiesen, mit den ersten Korkeichenwäldern, Steineichen und im weiteren wieder Olivenbäume gepaart mit Weinstöcken. Die Weinstöcke schlagen schon zaghaft aus. Die Korkeichen sind mit der Jahreszahl der letzten Schälung gekennzeichnet, den nur nach einem Zyklus von 9 Jahren darf er wieder geschält werden. Wir überqueren eine Landstraße und plötzlich wurden vehement alle gelben Pfeile durchgestrichen. Das verunsicherte uns, da auch Autos, die den Weg benutzen, hin und her fuhren, dann stoppten, wieder umkehrten und uns beobachteten. Irgendwie unheimlich, wir versuchten die Manöver zu ignorierten und unseren Weg zu gehen.
    Eine kurze Zeit später stoppte eine Frau im Auto und hatte Mitleid mit uns und wollte uns auf der Stelle mitnehmen. Wir versuchten ihr zu erklären, das wir das gerne tun, aber sie meinte: „ Your husbend looks so tired“….. Sie war so unglaublich freundlich, das wir fast mitgefahren wären, um das liebe Angebot nicht auszuschlagen.
    Es ging beständig das kleine kaum befahrene Landsträßchen dahin bis Vila Alva, Mittagspause war angesagt.
    Wir saßen 1 h und genossen die Sonne, das aufstehen viel echt schwer. Weiter ging es, nach 4 km nochmal eine Bar, nochmal ein Kaffee, der Ort Albergaria dos Fusos, lag an der Weinstraße des Alentejos. Es gab eine verfallene Grundschule, in den kleinen Dörfern gibt es kaum mehr Kinder. Der Wirt erkennt uns sofort als Pilger und stempelt uns als erster spontan die Pilgerausweise.
    Als wir aufstehen und weitergehen, zog es wieder tiefschwarz auf, schnell die Regenmontur drauf und zack ging es los, 5 Minuten hagelte es sogar, der Regen war eher kurz.
    Ein Auto hielt mit einer portugiesischen Familie, der Mann berichtete er möchte den Camino Frances gehen im Mai. Er riet uns ab morgen die Strecke zu gehen, da der Fluß den wir queren müssen, wohl zu hoch sein wird, wenn dann bitte auf der Straße gehen.
    Dieser Weg bringt täglich neue Entscheidungen mit sich und verunsichert uns, da wir die Wasser im vorab einfach nicht einschätzen können und die Einheimischen nicht wirklich vor Ort waren, sondern einfach nur abraten.
    Nach langem Überlegen werden wir jetzt bis zum Fluss gehen und wenn es halt nicht geht umkehren und das Taxi nehmen.
    Wir queren nach Hagel und Ragen das Dorf Água de Peixes, es ist ein echter lost place, nahezu unbewohnt und wirkt etwas unheimlich mit einem gutshofartigen Herrenhaus und einer Gerichtssäule.
    Danach geht es wieder auf einen immer wieder mit Wasser- und Matschpfützen durchsetzen Weg an Viehweiden entlang bis wir wieder auf die Landstraße stoßen und 2 km später in Viana do Alentejo ankommen, ebenso mit Castell und Kirche. Schließt aber leider in dem Moment, in dem wir ankommen.
    Wir beziehen unsere Unterkunft, sehr kühl und feucht, diesmal kommt wieder die Skiunterwäsche zum Einsatz.
    Schnell ins Restaurant bei Käse, Wein und alentojanischer Küche wieder aufwärmen.
    Read more

  • Caminho Flip-Flop

    March 24, 2025 in Portugal ⋅ ⛅ 15 °C

    Wir beginnen heute mit der gestern verpassten Kirchenbesichtigung.
    Da wir nicht schon wieder Taxi fahren wollten versuchten wir den Weg nach São Brás do Regedouro, mit dem Wissen, wahrscheinlich müssen wir umkehren und dann gleiche Route zurück. Etwas planlos starten wir heute.
    Zumindest lachte heute die Sonne und es wurden heute nur die Füße nass.
    Wir scheiterten aber bereits am 2. Wegtor, das war verrammelt für immer, ein Durchgang für Pilger nicht mehr vorgesehen.
    Also zurück auf die Straße, neuer Versuch an den Fluss zu kommen. Klappte gut bis zur Furt 1, die hätten wir gut queren können, allerdings führte die schon noch soviel Wasser, das wir uns nichts davon versprachen, dann auch noch vor dem Fluss Xarrama zu stehen und nicht drüber kommen.
    Also geht wieder zurück durch Weidelandschaften und Mandelbäume.
    Die Plantagen werden gerade gespritzt, das macht kein Spass.
    Dann zurück auf dem offiziellen Weg, ein Tal der Mandelbäume hinab und müssen wir nacheinander 2 Wasser queren, was zwar Zeit raubt, aber wir schaffen es, natürlich mit Beweisfotos.
    Auf der anderen Uferseite sehen wir unzählige Störche und Nester, der Weg ist eine Sumpflandschaft, die Umgebung traumhaft.
    Wir kommen an einem Hof, wieder auf einen Weg, die Babykühe erschrecken so sehr von uns, das sie ineinander rennen, das erschreckt uns und wir hoffen sehr das sich keine der Kleinen verletzt hat.
    Wir wandern jetzt durch großartige Weidelandschaften mit alten Baumbeständen, Eukalyptus, Steineichen, es duftet nach Frühling.
    Leider sehen wir außerhalb einer Weide, 3 tote Kälbchen, sie sehen unversehrt aus.
    In Aguiar angekommen gibts endlich Pause in einer Bar. Dort rufen wir ein Taxi was uns zu unserer nächsten Übernachtung bringt nach São Brás do Regedouro, wo wir eigentlich hin wollten zu Fuß, aber der Fluss Xamarra uns ein Strich durch die Rechnung machte. Nun, das schöne Wetter soll anhalten, dann sollten auch die Pegel wieder sinken.
    Unsere Unterkunft ist ein kleines Dorf das zu einer Feriensiedlung in den historischen Häusern umgebaut wurde.
    Wir haben eine kleine Ferienwohnung und wir können selber kochen, Pasta natürlich, dazu ein exquisiter Vino, der uns mit großem Erschrecken für 30 EU verkauft wurde. Als wir das Weingut googelten, sahen wir das er normalerweise dort für 27 EU verkauft wird, aber schon ausgetrunken war. Wir hatten also noch was ganz Besonderes erwischt und der Wein war es tatsächlich auch wert.
    War ein richtig schöner Abend, heute war trotz dessen das nichts nach Plan lief, ein großartiger Tag. Leckere Pasta, eine warme Wohnung, ein schönes Bett, alles …..
    Morgen, werden wir das Taxi nach Évora, weil alle Wegvarianten, entweder an der Straße verlaufen oder der Fluss gequert werden muss oder noch nie gelaufen wurden, so das wir vor unüberwindlichen Zäunen oder Gewässer stehen könnten.
    Read more

  • Évora bei Sonne

    March 25, 2025 in Portugal ⋅ ☀️ 17 °C

    Juhuu, die Sonne ist da und das erst was wir tun ist ein Kaffee in der Sonne zu trinken mitten auf dem Hauptplatz dem Praça do Giraldo mit vollem Genuss, Atmen und mit jedem Atemzug die Sonne genießen.
    Danach bringen wir unsere Ruckis zur Jugendherberge zum Parken, dann kann es losgehen zum Sightseeing.
    Die gesamte Altstadt von Évora ist seit 1986 UNESCO-Weltkulturerbe.

    Wir starten am Praça do Giraldo mit der Kirche São Antão an der mir am meisten ein Wandgemälde gefällt. Uns ziehts dann zur Santiagokirche die leider verschlossen ist, vielleicht morgen, wir sind ja noch ein Tag da. Wir gehen weiter zum römischen Tempel und dann zur Kathedrale.
    Zunächst besuchen wir das Dach der Kathedrale mit unglaublicher Sicht in den Alentejo. Innenraum der Kathedrale und Museum schließen sich an. Nach soviel Kultur braucht der Pilger wieder ein Galão und Café americano in der Sonne. Wir genießen jeden Sonnenstrahl und es macht Spaß die Menschen an den Plätzen zu beobachten.

    Évora ist die heißeste Stadt Portugals und es kann bis zu 47 Grad heiß werden, wir sitzen heute angenehm im lauen Frühlingslüftchen
    und saugen die Sonne mit jeder Faser auf.

    Unser nächstes Ziel ist die Universität, in der auch heute noch in historischen Gemäuern studiert wird.
    Évora ist die 2. älteste Uni in Portugal. Gegründet wurde die Universität 1559 durch Kardinal Henrique, der später König von Portugal wurde und sie wurde von den Jesuiten geleitet. Ab 1759 wurden die Jesuiten vertrieben und die Universität 200 Jahre geschlossen bis sie 1973 ihren Betrieb als öffentliche Hochschule wieder aufnahm. Das historische Hauptgebäude, der Colégio do Espírito Santo, beeindruckt mit prächtigen Azulejos und alten Hörsälen. Wir fühlen uns wie in einer anderen Zeit, beeindruckend.

    Nach einem weiteren Päuschen mit Salat in einem Straßencafé, besuchen wir die Igreja de São Francisco und die die berühmte Capela dos Ossos (Knochenkapelle).
    Die Franziskuskirche hat ein beeindruckendes Kreuzgewölbe.
    Die Knochen- Kapelle wurde im 16. Jahrhundert von Franziskanermönchen errichtet. Ziel war es, die Bevölkerung an die Vergänglichkeit des Lebens zu erinnern. Die Wände und Säulen sind mit menschlichen Knochen und Schädeln von etwa 5.000 Menschen bedeckt, die aus alten Friedhöfen umgebettet wurden. Über dem Eingang steht die berühmte Inschrift:
    “Nós ossos que aqui estamos pelos vossos esperamos.” was bedeutet: „Wir Knochen, die hier sind, warten auf die euren.“
    Das dazugehörige Museum hat eine der schönsten Krippenausstellungen, die wir jemals gesehen haben, die meisten aus Portugal, aber auch Erzgebirge war vertreten.

    Zurück zur Jugendherberge können wir einchecken, ich düse zur lavandería automática und der Pilgerehemann ruht derweil.
    Zum Abendessen folgen wir der Empfehlung das Restaurant Fialho zu besuchen.
    es war ein toller Tagesabschluss mit feinem portugiesischem Essen und natürlich Wein.
    Beseelt gingen wir zu Bette, wenn einem soviel Gutes widerfährt - Zitat Pilgerehemann.
    Read more

  • Best of Évora

    March 26, 2025 in Portugal ⋅ 🌙 12 °C

    Évora ist eine großartige Stadt, zuerst schauen wir uns das Nationalmuseum an. Es beeindruckt uns sehr, ich glaube wir haben noch nie soviele Marmorskulpturen außerhalb Italiens gesehen.
    Dazu kommt portugiesische Malerei oder flämische Malerei, als Auftragsarbeit. Hervorzuheben ist ein großes flämisches Retabel zum Leben der Jungfrau Maria, das ursprünglich aus der alten Hauptkapelle der Kathedrale von Évora stammt.
    2 h verbringen wir im Nationalmuseum mit Audioguide, wirklich spannend.
    Danach bekommt unser schönes Kaffee wieder ein Besuch mit Kathedralenblick.
    Wir schauen in die historische öffentliche Bibliothek, unbedingt sehenswert. Man richt förmlich die Bücher und taucht ein in die Atmosphäre der Zeit.
    Die Igreja de São João Evangelista, die wir danach besuchen, ist seit 1910 Nationaldenkmal. Im Inneren der Kirche sind Azulejos die Szenen aus dem Leben des Heiligen Lorenzo Giustiniani darstellen. Es war die Familienkirche des Grafen Melo.
    Auch mit 3 Anläufen gelang es uns nicht die Santiagokirchen besuchen zu können, sie war immer verschlossen, dann halt nicht.
    Mittagspause gabs heute mit healty food.
    Die Zeit verging schnell, wir besuchten noch den Park des Palácio Dom Manuel I. und umrundeten die sehr gut erhaltene Stadtmauer bis zum Äquadukt der Stadt.
    Nochmal Kaffeepäuschen und dann ein Power Nap.
    Zum Ende nochmal Kunst, diesmal Moderne mit Kork oder die Erzählung einer Lebensgeschichte auf Lätzchen mit Briefen und Zeitungsausschnitten aus dieser Lebenszeit. Videoinstallatationen über Flucht und Vertreibung, über Wasser und Meer.
    Ein beeindruckender Tag in dieser sehenswerten Stadt.
    Zum Abschluss des Tages gehts zu den 3 Marmelos oder Quitten, die uns mit Tapas modern interpretiert überraschen. 2 vegetarische Gegrillter Kohl mit Parmesan + Pesto oder Austernpilze mit einer Sauce aus Stout und cremiges Kartoffelpüree.
    Kräuterpolenta Dill mit Fisch + Herzmuscheln, Entenbrust an Jus mit Schwarzkohl und Kürbispürre. Dessert durfte auch nicht fehlen, Chili- Schokomousse dunkel- weiß mit Geröstem Brot und Rotweinbirne mit Mandelcreme- Lavendel, natürlich mit der entsprechenden Weinbegleitung aus dem Alentejo. Etwas Luxusfeeling nach unseren Wassererlebnissen, ein großartiger Genuss.
    Morgen pilgern wir weiter, es warten wieder Flusserlebnisse auf uns, aber laut Touristinfo machbar.
    Der Jugendherberge geben wir übrigens 5 Sterne, toller Übernachtungsort.
    Read more

  • Évora - São Miguel de Machede

    March 27, 2025 in Portugal ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir verlassen unsere schöne Jugendherberge gegen 9:00h, der Weg stadtauswärts ist angenehm ohne großen Straßen, wir kommen an Schulen vorbei, viele Arbeitende möchten in die Stadt hinein, wir raus. Es geht schnell ins Grüne, wir queren über eine Brücke den Rîo Xamarra, er führt immer noch viel Wasser.
    Durch ein Siedlung im Grünen hat ein Häuslebesitzer von Gartenzwergen, bis Jesus am Kreuz alles mögliche aufgebaut, sogar eine Giraffe.
    Wir kreuzen die neue Bahnlinie, die nur eingleisig ist, der Caminho wurde etwas verlegt.
    Nach einem Wohngebiet begleitet uns bestimmt 3 km eine Großbaustelle, das nervt gewaltig. Als wir diese hinter uns gelassen haben, wurde es wieder wunderschön, an kleinen Bachläufen entlang und wir entdecken Fußspuren, die frisch sind, in etwa Schuhgröße 43-44. Da wird es nicht doch noch ein Pilger geben?
    Zistrosen, Kork- und Steineichen begleiten uns wieder, der Rîo Degebe kommt näher, er schaut verdächtig tief und breit aus, wir zweifeln gerade richtig, ob die Touristinfo recht hatte. Nach 2 weiteren Kilometer sitzt vor der Übergangsfurt ein französischer Pilger und ist völlig verunsichert, ob der Fluss zu furten geht.
    Wir machen uns bereit, Furtschuhe an, Hosen raus, Probelauf ohne Gepäck. Juhuu, das klappt, dann jetzt live und in Farbe, nix wie über den Fluss drüber.
    Jaques ist Vizepräsident der Jakobsvereinigung von Bordeaux und wir unterhalten uns mit dem Translator. Wir steuern im nächsten Dorf die Bar an und essen dort gut und günstig.
    Nach einem Stündchen Pause geht es weiter, jetzt durch unendliche Olivenhaine und verlassen diese an einem Gehöft, jetzt wieder durch Viehweiden, am Ende durch Reben und Bohnenpflanzen bis zu unserem Ziel São Miguel de Machede.
    Dort warten wir auf Vicky und Mitch, die uns für unsere Übernachtung für die nächsten 2 Tage abholen.
    Sie bringen uns zu ihrem „ The Place“ , ein unglaublich schöner Ort am Fuße der Burg von Evaromonte.
    Ein Traumplatz mit Blick auf die Weite des Alentejos, einfach nur still sitzen und dankbar genießen.
    Read more

  • Glückshormone nach Evoramonte

    March 28, 2025 in Portugal ⋅ ☀️ 19 °C

    Was ein phantastischer Tag, es gibt ein fürstliches Frühstück und wir schauen beim Frühstück auf die Wolken die unter uns sind.
    Mitch fährt uns zurück nach São Miguel de Machede.
    Unser Start ist etwas abenteuerlich, gleich über einen Bach durch eine Weideabsperrung gehts los.
    Dafür gibt es sofort Natur pur, durch eine Schafweide, gehts durch wunderschöne Korkeichenlandschaften zu einem See, der das reinste Vogelparadies ist. Mit Vögeln, die wir natürlich nicht benennen können, aber wunderschön anzuschauen. Die Wiesen feuchteln noch sehr.
    Manchmal denke ich zwick mich oder ist das alles echt, diese wunderbare Alentejo- Landschaft.
    Eine kleine Landstraße begleitet uns ein Stückchen, bevor es durch ein Streusiedlungsgebiet, an der jeder Ecke Hund aus den Grundstücken kläfft. Ein kleiner junger schwarzer Hundi kommt uns entgegen. Er streicht um unsere Füße rum und erschrickt von unseren Stecken. Er trollt sich wieder in sein zu Hause. Halbzeit in Azaruja, in einer kleinen Bar bekommen wir überbackenes Baguett, die anderen bekommen etwas Gescheites, hätte ich auch gerne, gibts aber nicht für Pilger.
    Nun gut, Baguett macht auch satt und zufrieden.
    Der 2. Teil bis Evoramonte, geht durch Zäune + Weiden und wer hätte das gedacht, wieder Korkeichenwälder vom Schönsten. Die Bilder heute sind etwas baumlastig.
    Ein Bach schlängelt sich, der Ginster blüht bereits, Korkeichenidyll pur.
    Das Idyll wird dann jäh gestört, durch einen wild bellenden zum Glück angeleinten Hund.
    Bald sind wir auf einem Teersträßchen, was uns nach Evora Monte führt.
    Dort treffen wir Jaques unseren französischen Pilger wieder in der Bar. Ein Getränk und ein kurzer Schnack mit ihm, natürlich mit Google-translate.
    Wir steigen auf „ unsere Burg“ und besichtigen diese noch und wir bekommen eine Führung nur für uns.
    Die Burg trägt Schleife, diese Schleifen stehen für Zusammenhalt und Macht und ein Hinweis auf das portugiesische Königshaus oder auf die liegende 8, als Zeichen der Vollkommenheit.
    Als Abschlussgeschenk des Tages, gibt es nochmal einen gigantischen Sonnenuntergang.
    Beim Abendessen hören wir die Geschichte von Vicky und Mitch, wie dieser wunderbare Platz hier entstanden ist, mit Leidenschaft und Sehnsucht, etwas Neues zu schaffen.
    Tolles Essen, gigantischer Wein in dieser Kulisse, mehr geht nicht an einem Tag.
    Read more

  • Happy in Estremoz

    March 29, 2025 in Portugal ⋅ 🌙 14 °C

    Wieder ist der Pilgertag heute besonders, es fällt uns schwer von „The Place“ zu trennen, deshalb kommen wir spät los. Es gibt 25 km ohne Infrastruktur, nur Bäume, kleine Seen und herrliche Weitsichten, zurück und nach vorne, sind unsere Burgen zu sehen.
    Bis km 13 ist der Weg phantastisch, dann gehts immer wieder durch Schafweiden mit unendlich vielen Schafen, immer wieder geht die Sorge mit, da kommt ein Hütehund ums Eck geschossen.
    Ein Rimba oder portugiesischer Ribeira muss wieder gequert werden, nach der Schafweide. Danach laufen wir etwas in die verkehrte Richtung, weil wir einen gelben Pfeil sahen, den es danach beim zurück gehen irgendwie nicht mehr gab. Nun gut mit GPX hat’s dann geklappt, aber der Weg, war unwirtlich und zum Ende hat es mich Pilger- Biene in den Matsch gedonnert. Zudem mussten wir über den Zaun steigen und das mit meinen kurzen Beinen. Dem folgte ein ungemütliches Stück auf der Straße, Slalom-Pilgern war wieder angesagt.
    Deshalb entschieden wir uns dann für länger, aber ohne Straße.
    Doch diese Wege waren so abenteuerlich, erst verfolgten uns die Hundes eines heruntergekommenen Hofes kurz vor der Unterquerung der Autobahn, da der Zaun ein Loch hatte. Schnappatmung inklusive. Dann rutschte ich an einem steilen Stück so sehr aus, das mein Fuß eine Biege machte, nur dank Hanwag, blieb er unversehrt.
    Es war heiß, wir waren wohl auch etwas dehydriert, das wir uns dann langsamen Schrittes zur Burg von Estremoz hoch kämpften.
    An der Statue der Königin Isabel, brauchte ich sofort und gleich eine Pause.
    Was tun? Sofort das Sightseeingprogramm durchziehen oder Bier in einer Bar? Die Bar oder in dem Fall, eine phantastische Pasteleria mit Bier vom Fass hat eindeutig gewonnen.
    Im nachhinein muss ich sagen, wäre ein zusätzlicher Tag in Estremoz gut gewesen. Dennoch, der Blick vom Torre, war nicht dasselbe, wie von“ The Place“
    Was mir sehr gut gefallen hätte, die Besichtigung des Museums der Tonfiguren von Estremoz, auch bekannt als Bonecos de Estremoz, sind farbenfrohe Keramikfiguren, die seit dem 17. Jahrhundert in der portugiesischen Stadt Estremoz gefertigt werden. Diese handgefertigten Figuren stellen oft Szenen des ländlichen Lebens, traditionelle Berufe, religiöse Motive und regionale Feste dar. Im Jahr 2017 wurde dieses Kunsthandwerk von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
    Nun gut alles geht nicht.
    Wir hatten eine superschöne Unterkunft und Paula, konnte nur portugiesisch, aber sie war so herzlich freundlich, in den Herzen gibt es keine Kilometer.
    Zum Abendessen gabs Italiener vom Feinsten, wir trafen uns dort mit Jaques. Die liebenswürdige Besitzerin becircte uns mit ihrem Charme und es gab leckerste sardische Küche.
    Glücklich und sehr müde, schlüpften wir in unser schönes warmes Bett.
    Read more

  • An die Grenze gehen nach Fronteira

    March 30, 2025 in Portugal ⋅ 🌙 14 °C

    Als wir Estremoz verlassen, laufen schon die Vorbereitungen auf ein Radrennen heute. Von dem her, hat es glaube ich ganz gut gepasst, das wir uns Estremoz nicht mit Siegesfeiernden Radlern teilen mussten.
    Die 3 Lusitana-Optionen, bringen uns heute komplett in Verwirrung. Ich glaube wir haben uns von jeder der 3 Varianten, die blödeste Kombi rausgesucht. Teilweise unfreiwillig sozusagen, denn am Ende wurden es 39,5 km. Ein unfreiwilliger „ Louder“ , obwohl der fängt erst ab 40 km an.
    Dennoch hat uns die Unfreiwilligkeit zur Geburt zweier Schäfchen gebracht, ganz frisch auf diese Welt gepurzelt.
    Erst haben wir verpasst nicht links dem gelben Pfeil zu folgen und dann war uns der Weg versperrt durch die Quinta, der Herr der Ländereien hat unseren französischen Pilger wieder gebeten auf die Straße zurück zu gehen, der hat uns zum Glück vorgewarnt.
    Also geht es auf der wenig befahren Landstraße nach São Bento do Cortiço. Der Weg ist zwar schön, zieht sich aber ewig.
    12::30 h laufen wir pünktlich zum Mittagessen ein. Ein Hendl zu zweit mit Salat und Röstkartoffel+ Getränk 17 EU, wir sind auf dem portugiesischen Hinterland angekommen.
    Bis Santo Amaro geht es sehr angenehm auf Wirtschaftswegen, dort gönnen wir uns nochmal Schokohörnchen und Kaffee+ kühle Getränke.
    Zwischenzeitlich ist es ultrawarm. Wir folgen dem Pfeil, der erst auf einen schönen Feldweg führt, der aber im Weiteren zur Kuhweidenquerung wird von Matschloch zu Matschepampe, ätzend, den zur Straße hin geht 1. nochmal durch einen Bach und 2. müssen wir ein Gehöft queren mit 2 freilaufenden wild bellenden Hunden, der Herzkaschper ist schon wieder vorprogrammiert. Wir lassen sie erstmal Probebellen um die Stimmung abzufangen und es klang nach Hof gehört uns und wenn ihr einfach nur durchschleicht lassen wir euch durchziehen. Hat geklappt, wir werden hier noch zu Hundeflüsteren.
    Dann geht es sehr öde und weniger fancy an der Straße entlang bis 4 km vor Fronteira, da entlässt man uns auf ein Stück einer stillgelegten Eisenbahn, die Ecopista, schattig und angenehm. Leider müssen wir diese auf einen Feldweg verlassen, der zum Ende eher eine kleine Schlucht wird, der letzte Kilometer eine Qual. Nach 38 km gilt es vorsichtig ein Schritt nach dem anderen zu gehen.
    Halleluja, endlich sind wir wieder auf der Straße und wir freuen uns auf unser Hotel: es ist umwerfend, ein großes Zimmer und Bad, wir können uns ausbreiten, Duschen Beine in Hochlage, einatmen + ausatmen, nichts tun.
    Dann auf Essensuche, diese ist sehr schwierig, Café Nr. 1 weigert sich uns nur ein Sandwich zu machen, obwohl wir bei den Portugiesen Teller mit Essen sehen, übelgelaunt lassen wir uns Bier stehen und finden uns schon damit ab, das es heute Notfallnüsse gibt. Dich kurz vor unserem Hotel höre ich an der Ecke um den Kirchplatz etwas was sich wie Bar anhört. Unser Hunger treibt uns um die Ecke und der Wirt schien nur auf uns zu warten. Er machte uns Fertigpizza und Burger und nachdem er erfuhr, wie weit wir heute gegangen sind, zauberte er noch Käse und ein paar Muscheln daher begleitet vom Wein aus dem Alentejo.
    So ein lieber Mensch, wie dankbar wir sind, das es genau diese Menschen auf dem Weg gibt. Wenn ein Tür zugeht, geht ein Panoramafenster auf.
    Sehr sehr müde fallen wir in den Tiefschlaf.
    Read more

  • Ecopista + Kuhpista nach Alter do Chão

    March 31, 2025 in Portugal ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir haben richtig gut geschlafen und mussten auch auftanken für den heutigen Tag, den erneut standen uns 28 km bevor.
    Die 3 Varianten des Weges und alte Wegzeichen führen echt zur Pilgerverwirrung, heute ist Jaques, einen völlig anderen Weg wie wir gegangen, er war meist auf Teer unterwegs und wir sind bis Cabeço de Vide, sehr angenehm an der alten Eisenbahnlinie im Grünen gepilgert. Unzählige Störche und ihre Nester können wir beobachten, die Vögel zwitschern, rufen und pfeifen unentwegt, für Vogelbeobachter ist der Alentejo ein wahres Paradies. Es gibt kein Matsch, kein Querungen, wir genießen die Landschaft, ab und zu gibts ein „ Bahnübergang“ . Die Landschaft wird weitflächiger, der dichtere Korkeichenwald wird von Wiesen und Weiden mit weniger Bäumen abgelöst.
    Cabeço de Vide, ist ein netter Ort mit Burg und Historie, römischer, maurischer Geschichte und im Zuge der christlichen Reconquista wurde die Region im 12. Jahrhundert zurückerobert.
    Die Termas da Sulfúrea in Cabeço de Vide, sind für ihre schwefelhaltigen Heilwässer bekannt, deren Nutzung bis in die Römerzeit zurückreicht. Wir haben sie eher links liegen gelassen, schaut eher unspektakulär aus und etwas in die Jahre gekommen.
    Dafür ging es ab jetzt mit der Kuh-Pista los, die erste Kuhherde wurde von einem Esel gebändigt, der uns solange verfolgte, bis er die letzte Kuh vor uns geschützt hatte. 500 m Solarfelder, Gehöft wieder mit Hunden, wieder Kuhweide oder der Caminho von Kuhweide zu Kuhweide. Dazwischen ohne Kühe, eine fast steppenartige Landschaft.
    Als Kuhzaun-Verweigerer, versuchten wir eine Abkürzung außerhalb der Kuhweide, nada, neuer Zaun hochgezogen, als wieder ab durch die Kuhweide. Dieser Kuhweidenteil, war einer der anstrengendsten Wege seit Anfang an, die geschätzt 5 km Kuhweidenumrundung mit einer Mischung von Matsch oder Matsch oder einem steinigen bockelharten Weg wollte nicht enden. Erst kurz vor Alter Pedroso, ein zauberhaftes Dorf, hört das Kuhweidengedöns auf. Die letzten 4 km haben wir uns dann gegen das Naturschutzgebiet entschieden ( wir lehnen gerade alle Formen von Zäunen, Toren und Matsch ab) und für das Sträßchen hinab nach Alter do Chão mit Blick zum Naturschutzgebiet. Denn wir wollten jetzt nur noch eines: Ankommen, Füße hochlegen, Wasser trinken, den wir hatten alles ausgetrunken und es war richtig heiß.
    17:30h Zieleinlauf, Schwindel beim Pilgerehemann, den habe ich gerade noch ins Zimmer bekommen, dann schnell ein halber Liter Wasser gekippt. Voilà da ist er wieder und ist wieder fit.
    Mit Jaques gehen wir dann ins Páteo Real zum Essen, beste portugiesische Küche, neu interpretiert. Die Karamelmousse als Dessert, war dann noch das I- Tüpfelchen. Morgen gibts ein Relax-Pilgertag, es erwarten uns lasche 15 km bis Flor de Rosa.
    Read more

  • 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️ - Waschtag in Flor de Rosa

    April 1, 2025 in Portugal ⋅ ⛅ 13 °C

    Unser Relax-Pilgertag wurde zum 4 Sterne-Waschtag. Der Weg war im ersten Teil, mehr oder weniger auf der Straße, der 2. Teil war ein Weg durch ein welliges wunderschönes Tal mit Blick, vermutlich zum spanischen Scheidegebirge. Ein bißchen wie Allgäu.
    Keine Kuhzäune und nur ein Ribeira, den wir queren mussten. Das geht jetzt schon im Routinemodus, Schuhe aus, Barfußschuhe zum queren und dann wieder umziehen, kostet in allem 20 - 30 min.
    Über den nächste Fluss ging Gott sei Dank eine schöne römische Brücke, nach einem Anstieg erreichen wir Crato zur Mittagspause und treffen Jaques zufällig an der Bar.
    Nach einem Pilger-Ratsch ziehen wir weiter nach Flor de Rosa, denn heute wollen wir uns etwas Besonderes gönnen. Relaxen und entspannen im Pousada Mosteiro Santa Maria de Flor da Rosa.
    Doch zuvor, sollte unsere Wäsche noch in der Lavanderia auf Vordermann gebracht werden.
    Der Waschsalon, war bei der Tankstelle und die Waschmaschinen und Trockner standen im Freien. Das kennen wir so nicht, aber gut. Wir kommen hin, Waschmaschine mit 8 kg kaputt, Trockner kaputt, nur die 18 kg Waschmaschine war zu benützen. Was jetzt, als Dreckspatzen ins Pousada oder trotzdem waschen und wie bekommen wir die jemals trocken🤔❓🤔❓
    10 EU will der Automat für die große Waschmaschine, für die Sauberkeit tun wir Alles, also 10er rein und los gehts…. Nix geht los, da hat die Waschmaschine nur unser Geld gemopst und läuft einfach nicht. Flüchtiger Anfall von Panik der Pilgerehefrau, einatmen+ ausatmen, noch ein Versuch…. Maschine vorher verschlossen, dann mit Euronen gefüttert und tatata, sie startet. Schonmal 20 EU in saubere Wäsche investiert? Wir nicht, bis heute.
    Okay, dann erstmal ein Bica auf den Stress.
    Nach 41 min. und sagenhaft gut geschleuderter Wäsche, packen wir alles in unsere wasserdichten Packbeutel, alles doppelt so schwer wie vorher. Zum Glück nur noch 1 km zum historischen Hotel.
    Zumindest habe ich immer eine Wäscheleine dabei, ich hoffte das sich in unserem Hotelzimmer was finden würde zum festmachen.
    Wir kommen an die Lobby und die nette junge Frau, sagte mir, wir bekommen ein Upgrade, Zimmer mit Balkon, ich hätte ihr glatt um den Hals fallen können, so happy war ich. Den zwischenzeitlich scheinte die Sonne wieder auf Volltouren. Die Gute ahnte nix von unserer nassen Wäsche in den Beuteln.
    Der Weg sorgt für dich, auch diesmal wieder.
    Statt Spa, gab es Happy- Wäsche aufhängen auf unserem Balkon und die Sonne gab ihr Bestes. So das wir frisch ausgeruht und wohlduftend zum Abendessen erscheinen konnten. Den die letzten Wäschereserven befanden sich auf unseren Körpern.
    Es blieb uns aber auch noch Zeit, den historischen Teil des Klosters zu besuchen. Es wurde im 14. Jahrhundert gegründet und war ursprünglich eine bedeutende Einheit des Malteserordens in Portugal. Es diente sowohl als Kloster als auch als Festung, um die Grenze gegen kastilische Angriffe zu verteidigen. Seine Architektur vereint gotische und manuelinische Elemente, die typisch für die Militärbauten der Templer und Malteser sind.
    Es war etwas Besonderes auf unserem Weg der Via Lusitana und wir nehmen es mit als Geschenk.
    Read more

  • An der Waterfront nach Nisa

    April 2, 2025 in Portugal ⋅ 🌧 14 °C

    Der Tag beginnt mit einem Ultrafrühstück. Apropos Frühstück, Portugal ist im Gegensatz zu Spanien, ein tolles Frühstücksland, es gibt hier auch deftig und nicht nur Süßkrampf.
    Die Etappe heute sollte wieder so um die 30 km werden. Da es heute regnen wird, müssen wir immer neu justieren, ob die geplante Strecke wegen Flussquerungen auch tatsächlich so möglich sein wird.
    Am Ende wird es ein Kombi aus den Wegvarianten, schwerpunktmäßig folgen wir der Hermann Hass- Variante, vor allem im Regen-Teil.
    Doch zunächst geht es mit Sonne-Wolkenhimmel los, gleich in eine felsdurchsetzte Landschaft, die uns begeistert, dazwischen Ziegen und eine römische Brücke.
    Da der Weg uns real so beschäftigt mit seinen Herausforderungen, bleibt nicht wirklich Zeit Gedanken laufen zu lassen, der Weg erfordert jeden Tag neue Konzentration auf das bewältigen, heute, wer hätte das gedacht?
    Nässe von unten und von oben. Wir gehen nach der schönen Brücke, in ein sumpfiges Terrain, es quatscht unter unseren Füßen, dann mehrere kleine Ribeiras, die ohne Schuhe ausziehen bewältigbar sind bis Vale do Peso.
    Dann tauchen plötzlich Eukalyptuswälder auf und große Rodungsfelder von Eukalyptus, schaut eher hässlich aus. Dazwischen natürliche Gesteinsriesen.
    Ein Bauer am Rande hat dutzende Giftkanister rumstehen, das wirkt nicht sehr vertrauenswürdig. Er meinte er bekämpfe Unkraut und warnte uns noch vor dem nächsten Fluss dem Ribeira do Sor.
    Im Vorfeld des Ribeira ging es schon durch Flussgetränkte Wiesen, bis wir vor Herr Sor standen. Die Trittsteine überwuchert und nicht brauchbar, der Test durch den Pilgerehemann, endete sehr nass.
    Also alles wieder runter, Hosen aus Wasserschuhe an und? Richtig furten.

    Danach konnten wir uns gleich regenfest machen und zack gings los von oben.
    In Alpalhão gab es dann das beste Tosta mixta der Welt, heiß und fettig.
    In anbetracht der Wetterlage, entschieden wir uns dann nicht den gepfeilten Weg zu gehen, da er durch das Schwemmgebiet des Ribeira do Figueiró geht.
    Bei ordentlich Regen gehts wieder los 5 km an der N18, bei jedem LKW, bevorzugt große Holzlaster gibt es eine Dusche von der Seite, helau!!!!
    Wir waren vollgespritzt bis oben hin, aber da wir eh schon nass waren, machte das auch nicht mehr wesentlich was aus.
    Nach 5 km endlich weg von der Straße, rein in den wunderschönen Geopark der Gesteinsmonolithen und plötzlich stoppte der Regen, weißer Ginster umfing uns, flankiert von rechts und links, zauberhaft.
    Für diese unglaublichen Momente lohnt sich jeder Schritt.
    Über die Herrmann Hass- Variante gelangen wir zur Straße nach Nisa, damit wir über eine Brücke, den nächsten Fluss queren können.
    Dankbar und annähernd trocken, dreckig wie Ferkelbären, kommen wir in Nisa in unserem historischen Minihaus an. Platz genug um alles zum trocknen aufzuhängen, Wir haben ein Heizdecke im Bett uns ist warm und trocken, so fühlt sich Glück an.
    Jetzt noch ein leckeres Abendessen mit Vino aus dem Alentejo und die Welt ist wieder im Gleichgewicht. Mit Kirchenglockengeläut, wir schlafen am Kirchturm, schlafen wir ein.
    Read more

  • Alentejo auf Wiedersehen

    April 3, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir verlassen unser Pilgerhäuschen und heute sollte es uns gelingen trocken in Vila Velha de Rodão anzukommen. Es sind unsere letzten Schritte im Alentejo der große grenzübergreifende Strom Tejo trennt den Alentejo und Zentralportugal, den Beira Baixa.
    Wir entscheiden uns für die maximale Trockenvariante die 12 km in das Dörfchen Salavessa führt. Dennoch landschaftlich sehr schön, es wird gebirgiger. Leider auch hier dazwischen immer wieder Eukalyptuspflanzungen.
    Die schnell wachsenden Bäume sind lukrativ für die Papier- und Zelluloseindustrie. Die Industrie und Waldbesitzer profitieren, die Umwelt leidet.
    Leider erhöhen die Waldbrangefahr und der Boden ist nach 4 Pflanzungen kaputt. Ein Holzlaster nach dem anderen wird beladen und fährt zur Papierfabrik.
    Wir hingegen genießen den Blick auf Kapellen und Römerbrücke und Flusslandschaften.
    In der Bar in Salavessa bekommen wir ein zünftiges Käsebrot mit Käse aus Nisa. Der Käse wird aus Rohmilch von Schafen der regionalen Rasse Merina Branca gewonnen. Es handelt sich um einen sehr gereiften Käse und schmeckt würzig-scharf.
    Unser Weiterweg ist zwischen Steinmauern und dazwischen auch immer wieder historische Überreste von Steinhäuser. Der Weg zum Tejo hinab eröffnet unglaubliche Blicke auf Fluss und umgebende Berge.
    Auf einem kleinen Pfad, der durchaus Trittfestigkeit erfordert gehen wir am Tejo entlang bis zur zauberhaften Schlucht Fisga do Tejo. Dann wird der Weg breiter und steigt wieder an, sehr steinig die Füße sehr strapazierend, geht es bis zur Portas de Rodão, ein Felsdurchbruch des Tejo mit einzigartigen Blicken.
    Wir sind tief erfüllt von den Bildern des heutigen Tages, an dem wir trocken an unser Tagesziel gekommen sind.
    Einzige Sorge, dem Pilgerehemann schmerzt Knie und Sehne und wir überlegen, was tun wir morgen? Natürlich ist auch wieder heftiger Regen angesagt. Da es ein Zug nach Castelo Branco gibt und die Strecke morgen übersichtlich schön ist, wird wohl der Zug gewinnen.
    Am Abend sitzen wir im Restaurant mit Flussblick und genießen ein sehr gutes Essen mit Wein aus dem Beira Beixa und verabschieden damit unsere Zeit im Alentejo.
    Read more

  • Zugfahren nach Castelo Branco

    April 4, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 11 °C

    Zug gewinnt, Zeuge ist mein Video, was der Regen heute alles kann. Die Sehne des Pilgerehemanns meckert auch noch ziemlich heftig, es ist Ruhetag angesagt.
    Beim Frühstück treffen wir auf die Altherren-Mannschaft, deren Enduros vor dem Hotel stehen. Sie fahren 3 Tage off-road durch Portugal, heute wohl eher auf der Straße, wenn sie kein Schlammbad nehmen wollen.
    Wir trödeln zum Bahnhof und müssen mangels Café im Wartesaal auf den verspäteten Zug warten.
    In 25 min. erreichen wir Castelo Branco, statt 32 km, davon 17 km eher unschön längs der Schnellstraße.
    Der Name „Castelo Branco“ bedeutet „weiße Burg“ und geht auf eine mittelalterliche Burg zurück, die im 12. Jahrhundert von den Tempelrittern errichtet wurde. Die Überreste dieser Burg sind noch zu besichtigen, wobei am Besten wohl die Fernsicht ist von der Burg.
    Wir können erst um 15:00h in unser Apartment, wir gehen von Café zum Mittagessen ins Retiro do Caçador, der Empfehlung unseres liebsten Buchautors.
    Es gibt ein Menü mit Suppe/ Hauptgericht/Dessert/Wein/Brot für 12EU.
    Es gibt Leber, sehr lecker gemacht. Nachdem ausgezeichneten Essen, gehts wieder ins Café, bis es endlich 15:00h ist.
    Der Pilgerehemann muss sein lädiertes Bein hochlegen, die Pilgersfrau geht Wäsche waschen für nur 7 EU, richtig saubere und trockene Wäsche.
    Ich war dann noch im Jardim do Paço Episcopal, dem barocke Bischofsgarten– ein kunstvoll gestalteter Garten mit vielen Statuen, Brunnen und religiösen Symbolen. Er gehört zu den schönsten Gärten Portugals. Alle sind vertreten, die Könige Portugals, die 12 Apostel, die Jahreszeiten als Statuen, wirklich schön anzuschauen. Ansonsten ist die Stadt zwar groß, aber historisch im Gegensatz zu Évora eher klein.
    Wir sind gerade am Überlegen, wie wir weiter machen können, es braucht einen rettenden Engel oder ein Wunder für die Sehne vom Pilgerehemann. Ansonsten müssen wir abbrechen oder ich gehe und er fährt hinterher.
    Wir brauchen alle guten Gedanken, das wir gemeinsam weitergehen können.
    Manchmal kommt nachts die gute Fee daher, Wetter soll morgen nach den heftigen Regenfällen wieder gut sein, wir hoffen sehr, das auch die Sehne wieder gut wird. Unserer Stimmung tut das nicht gut.

    Wir versuchen das Beste draus zu machen und gehen am Abend schön vegetarisch zum Essen, ein feiner Genuss heute mit Rotwein aus Beira Baixa.
    Read more

  • Caminho fin a Porto

    April 5, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 15 °C

    Schweren Herzens haben wir uns heute Morgen entschlossen die Via Lusitana abzubrechen und mit dem nächsten Flug nach Hause zu fliegen. Die Schmerzen sind für den Pilgerehemann unerträglich, es erlaubt auf keinen Fall, das wir weiter wandern. Unser Herz blutet, doch manchmal muss einfach die Vernunft der bessere Ratgeber sein.
    Wir sitzen jetzt im Bus nach Porto und unser Rückflug geht am Montag. Am Busfenster vorbei ziehen unsere schönen Landschaften, die wir durchpilgert sind und die wir noch durchpilgern werden.
    Mal sehen ob wir im Herbst oder nächsten Frühling die Via Lusitana beenden werden.
    Der Weg hat uns trotz aller Herausforderungen verzaubert und wir kommen bestimmt zurück.
    Morgen werden wir in Porto noch ein Relax-Tag mit Fahrt ins Douro-Tal + Bootsfahrt machen, dazu Weinverkostung und gutes Essen, also alles was die Füße schont 😊
    Bevor Montag früh der Flieger nach Hause abhebt.
    Wir freuen uns auf die Via Lusitana Teil 2 und natürlich, schreibe ich euch von morgen und überhaupt wird es noch eine Reflektion mit Fazit von Teil 1 der Via Lusitana geben.
    Die Bilder heute sind ein paar Blitzlichter der letzten unglaublich spannenden und schönen 3 Wochen.
    Read more