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  • Day32

    Hygiene, Korruption + Radrennfahrer

    November 1, 2019 in Spain ⋅ ☀️ 24 °C

    Von Ellen und Georg wurde ich ausgesprochen warmherzig empfangen. Auch sie verfolgten in den letztenTagen meine Reise und gerne erzählte ich auch die Geschichten, die ich außerhalb des Tagebuches noch erlebt habe.

    Sie kennen Spanien seit über 30 Jahren, hatten die Entwicklung von „Calpe“ voll umfänglich miterlebt und wussten Einiges über Korruption, Bauqualität und auch Hygiene in Restaurants zu berichten. Ich versprach, in keinen spanischen Schnellimbiss (mehr) zu gehen.

    Sie empfahlen mir eine Straße entlang des Wassers und so machte ich mich auf den Weg. Sven aus Berlin verfolgte ebenfalls meine Route und machte mich auf Freunde in „Denia“ aufmerksam, denen ich dann gerne „schöne Grüße“ von Sven und Katja ausrichtete.

    Mittlerweile war es 13 Uhr, mein Thermometer zeigte 34 Grad im Schatten an, und ich wusste, dass ich das nicht lange durchhalten würde. Ich musste wieder in die Höhenlagen!

    Nach 1 Stunde war ich wieder oberhalb von 1.000 m und hatte noch 24 Grad. Fast frisch 😉

    Und da war sie wieder: Die grandiose Landschaft, in der ich völlig allein unterwegs war. Die Ortschaften wie ausgestorben: Fenster verhangen und vergittert, Türen versperrt und wirklich menschenleer.

    „Route de Cycliste“ stand auf dem Schild. Kurz vor Erreichen des Gipfels sah ich einen Rennfahrer in der Kleidung der „Tour de France“. Er begann im nächsten Augenblick mit der Abfahrt. 40 km/h waren hier erlaubt. Ich fuhr 50 und der Abstand zum Radfahrer wurde immer größer. Schneller traute ich mich nicht: Die Kurven waren uneinsehbar. Dann, an einer Geraden, gab ich Gas und holte ihn kurz ein. Er fuhr 85 km/h! Das war mir zu schnell! So fuhr er mir davon, mit nackten Armen und Beinen und einem Minihelm.

    Erkenntnis des Tages:

    Wenn das Navi sagt: „Fahr da NICHT lang“, werde ich das ab sofort glauben!
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