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  • Day 99

    The White House of the Confederacy

    May 10, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 17 °C

    Nun bin ich also doch noch ins Weisse Haus gekommen, wenn auch nur in jenes der Confederate States of America in Richmond.
    Von 1861 bis 1865 wohnte hier Jefferson Davis, der Präsident der Südstaaten. Im Gegensatz zum Washingtoner White House befand sich Davis‘ Arbeitszimmer, sozusagen das Oval Office des Südens, nicht im Gebäude selbst, sondern in der Nähe des Virginia State Capitols, das seinerseits während dieser Zeit nicht nur das Parlamentsgebäude des Staates Virginia war, sondern auch den Kongress der Konföderierten beherbergte.
    Während das White House, ein im Jahre 1818 gebautes Stadtpalais, den Vergleich mit dem Original in Washington nicht aushält, ist das Virginia State Capitol vielleicht das schönste aller 50 Staaten. Gebaut wurde es, vorerst ohne die beiden Seitenflügel, nach Plänen von Thomas Jefferson, dem späteren Präsidenten der USA, in den Jahren 1785 bis 1800. Jefferson entwarf den Bau während seiner Zeit als Botschafter in Franreich und er orientierte sich dabei an einem der besterhaltenen römischen Tempel Europas, dem Maison Carrée in der südfranzösischen Stadt Nîmes. Jeffersons Capitol sollte auch das Design des Kapitols in Washington stark beinflussen.
    In der alten Abgeordnetenkammer im Zentralbau des Capitols akzeptierte General Robert R. Lee am 22. April 1861 das Kommando über die Konföderierten Truppen von Virginia, nachdem er ein Angebot Lincolns für die Übernahme des Oberkommandis der Unionstruppen abgelehnt hatte. Diesem Moment wird heute in diesem Raum mit einer schönen Bronzestatue Lees gedacht.
    Zu den Bildern: White House of the Confederacy, privates Arbeitszimmer von Davis im White House, das State Capitol von Virginia heute, das Modell Jeffersons für den Zentralbau, die alte House Chamber, Statue von Lee in der House Chamber.
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