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  • Day1

    Auf gehts in die Herbstferien

    October 20, 2017 in Germany ⋅ 🌙 13 °C

    Die Herbsttour zu planen ist dieses Mal nicht so einfach, denn die Herbstferien sind so spät wie noch nie und reichen bis in die erste Novemberwoche. Unseren ursprünglichen Plan nach Kroatien zu fahren haben wir deshalb verworfen, denn die meisten Plätze schließen bereits Ende Oktober. Wir wollen daher in Deutschland bleiben und die Richtung vom Wetter abhängig machen. Das schönste Wetter allerdings hatten wir bereits in der Woche vor Beginn der Herbstferien , und jetzt zu Ferienbeginn sieht es überall nicht so berauschend aus. Bis zum Freitag, einen Tag vor unserem Start, wissen wir immer noch nicht, wohin. Schließlich entscheiden wir uns für den Nordosten Deutschlands und die Ostsee. Nach langem Abwägen über Stellplätze, deren Lage und Beschaffenheit in Anbetracht des evtl. regnerischen Herbstwetters, aber auch weil wir irgendwie einmal im Fernsehen auf den Ort aufmerksam geworden sind, soll unser erstes Etappenziel Ludwigsburg sein. Einen Teil der Strecke können wir auf der Autobahn zurücklegen, aber ab Hannover geht es in Richtung Celle auf der Landstraße durch die Südheide weiter. Wir fahren durch farbenfrohe Wälder und durch kleine Orte wie Eschede. Auf der B4 geht es dann in Richtung Lüneburg und Ülzen. Mathilde, unser Navi, macht uns in Uelzen auf den Stellplatz am Elbe-Seitenkanal aufmerksam. Vor zwei Jahren haben wir auf dem Weg nach Rostock zur Fähre nach Schweden eine Nacht dort verbracht ,und es hat uns gut gefallen. Ülzen mit dem Hundertwasserbahnhof und dem Weg der Steine ist immer einen Stop wert . Aber heute fahren wir weiter auf der B191 in Richtung Dannenberg/ Ludwigslust. Kilometer um Kilometer zieht sich die Landstraße schnurgerade durch den Herbstwald gen Osten, zwischendurch unterbrochen von kleinen Straßendörfer mit roten Ziegelsteinhäusern. Hinweisschilder zeigen die Richtung zu bekannten Orten, wie Hitzacker oder Lüchow. Wir erreichen Dannenberg an der Elbe. Hier genauso wie im kurz darauf folgenden Dömitz stehen Stellplätze für Wohnmobile bereit. Rechts und links der Straße sieht man die Folgen des Unwetters von vor zwei Wochen: entwurzelte Bäume und abgerissene Äste. Die gemütliche Überlandpartie fängt spätestens an zu nerven, als zwei Lkw angeführt von einem Trecker erscheinen und uns ihr Tempo diktieren. Wegen des Gegenverkehrs und einer zu engen Fahrbahn ist kein Vorbeikommen möglich. Das langsame Dahinschleichen gewährt aber Zeit und Muße, die Umgebung genauer zu beobachten. Ob es nun die Hinweisschilder zu einem der vielen Landgasthöfe sind oder das Vorhandensein von einem Stellplatz im Ort oder den Verkauf von Kürbissen und Regionalprodukten. Endlich biegt der Traktor ab, und es geht wieder in Reisegeschwindigkeit voran. Kurze Zeit später erreichen wir Ludwigslust. Einmal durch die Stadt, über die Schloßbrücke und rechts am Schloß vorbei ,und schon stehen wir auf einem nagelneu geschaffenen und gut durchdachten Stellplatz mit der Wahl, aufs Schloß zu sehen oder in den Schloßpark. 16 Plätze gibt es hier. Akkurat angelegt, wie das gesamte Umfeld, mit gepflasterten Stellflächen und einer Sandfläche zum Relaxen im Liegestuhl (Beachfeeling hinterm Schloß ;-). Die Gebühr von 5 Euro wird über einen Automaten entrichtet. Ebenso die anfallenden Stromkosten.Read more