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  • Day6

    Iseo-See Camping Corvelo

    October 17 in Italy

    Die Sonne beleuchtet den Berg gegenüber. Meran liegt in der Sonne. Ein herrlicher Wandertag kündigt sich an. Aber für uns heißt es heute Morgen Abschied nehmen von der schönen Bergwelt, von Südtirol. Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal hier. Obwohl der Campingplatz wirklich in Ordnung war, mit dem schönen Blick auf Meran, mit Pool, Hallenbad und Sauna ( extra Kosten) und dem Bus, der alle halbe Stunde hinunter in die Stadt fährt, würde ich beim nächsten Mal lieber direkt im Tal stehen wollen, um so schneller auf die Radwege von Passer und Etsch zu kommen. Es muss gar nicht direkt Meran sein. Die Fahrt den Berg hoch zum Platz ist selbst mit E- Bike anstrengend. Was wir bis lang nicht wussten: Bis Ende Oktober ist hier in der Gegend Hochsaison. Die Plätze sind voll und es empfiehlt sich unbedingt vorher zu reservieren, wenn man Stress vermeiden will.
    Wir verlassen den Platz gegen 10.00 Uhr und fahren wieder bergab, die Bremsen funktionieren noch ;-)! Unten im Tal geht es auf die Schnellstraße. Wieder durch den unübersichtlichen Doppelkreisel, aber dieses Mal in Richtung Bozen. Von Bozen aus fahren wir auf der mautpflichtigen Brenner-Autobahn bis hinter Trient. Es hat sich total zugezogen und bewölkt und das eigentlich schöne Trentino zeigt uns seine graue Herbstseite. Die Ausfahrten nennen bekannte Orte an Gardasee. An dem wir quasi entlang fahren. Die Stell- und Campingplätze am Gardasee sind im Moment stark frequentiert. Deshalb fahren wir an den weniger bekannten Nachbarsee, den Iseosee.
    Die Weinfelder rechts und links der Autobahn haben sich bereits gelb verfärbt, aber die Apfelbäume hängen noch voller Äpfel. Hinter Verona verlassen wie die Autobahn in Richtung Milano und fahren dann auf der Schnellstraße nach Iseo. Da Camping Corvelo liegt am Anfang der Sadt und die Zufahrt ist wie im Internet bereits gelesen, wirklich etwas schmal und eng. Aber durchaus machbar. Wir werden schon erwartet, freundlich empfangen und zum Platz geleitet. Auch beim Einparken des Hängers auf einem zurzeit nicht genutzten Platz gegenüber, bekommen wir Unterstützung. Und dann stehen wir..... traumhaft direkt am See.
    Hier bekommt mich die nächsten Tage keiner so schnell weg. Und deshalb reservieren wir bei der Anmeldung gleich noch zwei Tage nach. Es ist diesig, der Blick nicht klar, trotzdem nimmt uns die Sicht auf den See und das gegenüberliegende Ufer gefangen.
    Auf dem Camping sind nur die Plätze direkt am See besetzt. Es ist daher ruhig und sehr angenehm. Das eigene Restaurant und der kleine Shop haben heute geschlossen. Morgen aber steht alles wieder zur Verfügung. Wir bekommen eine Tüte Brot, das heute Morgen nicht verkauft wurde, geschenkt. Grundlage für eine ordentliche Brotzeit am See.
    Später radele ich in den 1 km entfernten Ort und bummele durch die schmalen Gassen mit den vielen kleinen Läden und Restaurants. Ich höre überwiegend italienische Stimmen. Nur wenige Touristen sitzen in den Cafes und Lokalen. Viele edle und sehr hochpreisige Läden kann ich feststellen. Am See gibt es eine Haltestelle für das Linien-Boot, das die Orte am See auf schnelle Art verbindet. Auch die keine Insel im See, den Mont Iseo, kann man so erreichen und man darf sogar das Rad mitnehmen. Am Rathaus setze ich mich für einen Aperitif in ein Straßencafe. Herrlich. Das ist Urlaub. Für den Rückweg muss ich aus dem Gewirr der kleinen, vor allem der vielen Einbahnstraßen herausfinden. Ein großer Supermarkt liegt an der Straße und ich kann noch ein paar Dinge einkaufen.
    Es ist blaue Stunde. Wir sitzen am See und beobachten, wie die Nacht hereinbricht. Überall am Berg gegenüber funkeln die Lichter der Häuser. Sie scheinen immer näher zu rücken. Es wird klarer und auch am Himmel zeigen sich die Sterne. Wir sitzen noch lange draußen. Es ist einfach nur schön.
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