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  • Day6

    Starnberg und Starnbergersee

    October 17 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Die Sonne meint es weiterhin gut mit uns. Auch heute Morgen strahlt sie wieder von einem blauen, wolkenlosen Himmel. So steht einer weiteren Sightseeing-Tour mit dem Roller nichts im Weg. Gegen 11.00 Uhr sind die Temperaturen Roller tauglich. Trotzdem heißt es:" Warm anziehen!" Die Grundtemperaturen sind eben nicht wie jenseits der Alpen in bella Italia. Aber Spass macht es trotzdem. Die Landstraße nach Drössling scheint nur für uns da zu sein. In Serpentinen mit 13% Steigung geht es weiter nach Perchting. Sattgrüne Wiesen und Wälder, durch deren Laub die Sonnenstrahlen wie stroboskopes Licht fällt, wechseln sich ab. Genau wie die Temperaturen, die im Wald merklich heruntergehen und so ein "Wechsel- Bad " für uns bereithalten Schon bald erreichen wir Starnberg und parken am Bahnhof. Gleich hinter den Gleisen beginnt bereits die Seepromenade. Aber vorher schlendern wir noch über den Wochenmarkt am Kirchplatz. Der Haxenwagen verströmt verführerischen Duft. Während ich das üppige Gemüseangebot mit den vielen Kürbissen bestaune, wird Michael von den rotierenden Haxen magisch angezogen. "Fleisch ist sein Gemüse und der beste Fisch, ist für ihn der Schnitzel!" Für den Ausgleich im Weltgefüge der Ernährungsphilosopie sorgt unsere vegane Tochter. Wie auch immer: Kurze Zeit später hat der Roller eine Haxe in Case für das Abendessen oder wann auch immer sie zum Einsatz kommen soll. Dann aber geht es zur Seepromenade, die trotz Nachsaison und Wochentag gut besucht ist. Der Steg für die Fahrgastschiffe ist bereits mit Brettern vernagelt. Aber der Blick auf den herbstlichen See mit den bunten Booten und der See-Gastronomie ist umwerfend. Wir setzen uns auf eine Bank und lassen das Bild auf uns wirken. Die Nähe von München lässt sich nicht verleugnen. Chic, Chic, die Schickeria, denke ich beim Beobachten der vorbeischlendernden Paare. Wir setzen unseren Spaziergang am See entlang fort. Aber immer wieder führt der Fuß-und Radweg, weg vom See, weil private Seegrundstücke den direkten Zugang verhindern. Irgendwann haben wir genug See gesehen und machen uns auf den Weg in die Stadt. Wenn wir uns in einer Stadt nicht auskennen, dann orientieren wir uns immer am Kirchturm. Denn, wo die Kirche ist, ist der Gasthof nicht weit, und auch sonst pulisiert das Leben meist um die Kirche herum. Also auf in Richtung Kirche. Wir mühen uns über die Treppen des Ignaz Günter Steigs hinauf in Richtung Kirchturm und landen am Starnberger Schloss. Die Bänke am Schlossgarten laden zu einer Verschnaufpause ein und bieten einen grandiosen Blick auf den See. Über die Schlossstraße setzen wir unseren Weg fort. Ziel ist das Wirtshaus Starnberg. Im Biergarten lassen wir uns "Bayrische Schmankerln" , wie Leberknödelsuppe und Obatzter schmecken. Danach sind wir gestärkt für einen Bummel durch die Stadt und die Rückfahrt zum Pilsensee. Gegen Abend unternehme ich noch eine Walkingtour und stelle dabei fest: man sollte jedem Ort eine zweite Chance geben. Denn die Enttäuschung bei meiner ersten Runde durch Seefeld wurde relativiert. Dieses Mal, etwas weiter und von einer anderen Seite durch den Ort gelaufen , finde ich nicht nur die Kirche, sondern in ihrem Umfeld auch die vermissten bayerischen Häuser mit ihren Balkonkästen und sogar einen Biergarten.
    Als ich zurück am Wohnmobil bin, hat Michael schon alles gepackt. Roller und Räder stehen fest verzurrt im Hänger. Morgen geht es weiter. Wir haben uns auf Murnau am Staffelsee geeinigt.
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