A 42-day adventure by Infaul3nzer
  • Day39

    Hawai‘i - O‘ahu Teil 2

    October 14 in the United States ⋅ ⛅ 27 °C

    Die Rückkehr auf O‘ahu begann mit einer Reise in die Vergangenheit.
    Wer auf dieser Insel Urlaub macht muss meiner Meinung nach ins Bishop Museum und das am besten am zweiten Freitag im Monat. Die kulturelle Geschichte und geologische Entstehung Hawai‘is wird hier in unterschiedlichen Gebäuden für groß und klein erklärt. Ein eigenes Planetarium befindet sich auch auf dem Gelände, in dessen Vorraum man mit kleinen Versuchen und Spielereien, vom Universum bis hin zu Naturphänomenen, wie Hurricanes alles erfahren kann. Ein besonderer Teil der Hawaiianischen Kultur dreht sich um die Mahū, die ich im ersten Teil ausführlich beschrieben habe. Rund um dieses Thema kann man sich in einem großen Haus schlau machen.
    Da ich das Glück hatte an oben beschriebenem Freitag dort zu sein, gab es noch mehr zu sehen und zu machen. Auf der großen Rasenfläche in Mitten des Geländes waren unzählige Essens-Stände und Verkäufer. So konnte der gegenwärtige Hunger gestillt werden und für die zukünftigen Heißhunger Attacken habe ich auch etwas mitgenommen. Selbstgemachte, aus lokal geernteten Früchten produzierte Aufstriche/ Dips mit denen ich doppelt glücklich gemacht wurde. Die einheimischen Bauern unterstützt und ein leckeres Mitbringsel eingeheimst. Tut dem Geldbeutel weh, aber der Seele gut.
    Das Highlight des Abends war eine Drag-Show mit Gesang, Comedy und Catwalk, zu der sich die Einheimischen, cleverer Weise, Camping Stühle mitgebracht hatten. Jetzt weiß ich zumindest etwas über die Tradition, Kultur und Geschichte dieses schönen Landes und kann guten Gewissens übermorgen abreisen.
    An Tag 2 und meinem letzten Tag auf Hawai‘i ging es nochmal Schlag auf Schlag. Morgens auf den Farmers Market, wo nochmal das gesamte Sortiment an Essen und Trinken durch probiert wurde. Dann auf die LGBTIQ+/ Gay-Parade, bei der schöner weise unzählige Vereine, Firmen und Privatpersonen mitgelaufen sind und 2 Stunden lang stolz Flagge gezeigt haben. Mich persönlich hat die Beteiligung von Kirchen und Schulen am meisten gefreut! Danach Street Art auf dem Weg zum Beer Tasting und zum Abschluss des Tages, typisch amerikanisch, in eine riesige, laute Video-Spielhalle in der Reizüberflutung sowas von untertrieben ist.
    Mit diesen Erlebnissen und unfassbaren Frontal-Lappen-Reizungen schließe ich vorerst das Kapitel USA für mich, freue mich schon auf die nächsten Stationen und Länder und verbleibe mit einem Zitat einer meiner Lieblingsfiguren meiner Kindheit:
    „Ich komme wieder, keine Frage!“
    Read more

  • Day36

    Hawai‘i - Maui

    October 11 in the United States ⋅ ⛅ 25 °C

    Ein Buchstabe weniger macht einen Unterschied von hunderten Euro und verändert meine Reiseroute in die entgegengesetzte Himmelsrichtung.
    Alle Hawai‘i Reisenden mit denen ich im Vorfeld gesprochen hatte, waren sich einig. Die schönste Insel ist Kauai. Deshalb hatte ich vor diese zu besichtigen.
    Am Wochenende vorher setzte ich mich also hin, um mit Glück einen Last Minute Schnapper zu machen. Dieser war aber leider nicht zu finden. So ist das manchmal, wenn man spontan und flexibel bleiben möchte. Mit Flug auf die Nachbar-Insel, der Unterkunft und dem Mietauto wäre ich für die 4 Tage nicht unter 1000€ weggekommen. Und das ganze ohne auch nur irgendetwas getrunken oder gegessen zu haben. Das ist auch für den Hawaiianischen Geldbeutel, der schon auf Anschlag aufgerissen war, und den ständigen Begleitgedanken „once in a lifetime“ schlicht und ergreifend nicht im Budget.
    Das ganze Thema, nicht nach Kauai zu reisen, beschäftigte mich kurz, aber ist ein paar Minuten später kalter Kaffee. Wie nach ein paar Tassen von dem auf Hawai‘i sehr beliebten cold brew coffee bin ich dann schon angeknipst und hyped auf Maui. Sollte Kauai tatsächlich noch schöner und atemberaubender sein als Maui, dann wird’s, beim hoffentlich irgendwann nachgeholten Besuch, lebensgefährlich. Denn nach den vier Tagen auf Maui bleibt bei mir die Erinnerung hängen, mich einige Male im Paradies befunden zu haben.
    Jetzt aber eins nach dem anderen, nicht dass der alte Mann durcheinander kommt und ganze Tage vergisst, wie beim vorherigen Beitrag [Hawai‘i - O’ahu Teil 1 - wer Muse hat, kann nochmal rein spickeln] geschehen, my mis-take.
    Das Mietauto am Flughafen abgeholt, all-ride-y und los gehts.
    Der erste Halt hätte alles sein können. Von Touri-Falle bis hin zu einem einmaligen Einblick in die einheimische Agrarkultur. Wie so oft war es irgendwas dazwischen. Ein geschmackvoll eingerichteter Verkaufsraum der von Merchandise Artikeln über Selbsterzeugnisse bis hin zu Maschinen(teile) alles zu bieten hatte. Neben dran ein kleines Café mit gutem Hawaiianischen Kaffee. Der vordere Bereich des Geländes war durch weitere Verkaufsläden und einem Restaurant geprägt. Dahinter wurde es dann interessant. Auf dem Plantagen-Gelände wurden alte Kleingeräte, Fahrzeugteile und größere Maschinen in die Landschaft integriert. Endemische Pflanzen und Tiere fühlen sich anscheinend sehr woh. Die Tiere haben sich an die vielen Menschen schon gewöhnt, sodass sie sich aus nächster Nähe beobachten lassen. Anschließend ging es zum Farmers Market, um sich mit frischem Obst und Gemüse aus regionaler Hand einzudecken. Diesen Stopp habe ich mir täglich beibehalten. Am Strand gab es dann zum Abschluss des Tages die 500000ste Strand-Hochzeit mit Fotoshooting, dieses Mal sogar zwei gleichzeitig und der Strand war eher von der überschaubaren Sorte.
    Auch am ersten ganzen Tag auf Maui sollte sich gleich zu Beginn des Tages etwas bewähren. Wer etwas besonderes sehen möchte muss entweder an sehr besondere/ unbekannte Orte gehen oder vor allen anderen vor Ort sein. Auch hier war es bei mir vermutlich die Mischung aus beidem, aber es hat sicherlich geholfen so früh dran zu sein, dass der Sonnenaufgang die Szenerie in herrliche Farben getaucht hat. Nach einigen Minuten am ersten Strandabschnitt entschloss ich mich dazu noch um die erste Kurve zu laufen. Sehr gute Entscheidung! Dort tauchte zwar niemand aus dem Wasser auf, aber es lag schon jemand in aller Seelenruhe schlummernd am Strand. Immer wieder schön und überraschend was seltene Tiere und eine tolle Umgebung in mir auslösen können. Um die grüne Meeresschildkröte nicht zu stören, hielt ich natürlich Abstand und verabschiedete mich mit Anstand in Richtung „Road to Hana“. By car wollte ich heute die Ostküste der Insel abfahren und änderte eher öfter als selten by accident, aber ohne Unfall, meine Route bzw. meine Stopps. Wo es zu touristisch war, zu viele Leute waren oder durch Parkgebühren Geld gemacht wurde, fuhr ich mit einem Lächeln und guten Gefühl weiter, um an einem entspannteren, schöneren Plätzchen den Augenblick einzufangen. So ähnlich auch bei meinem ersten Halt. Die Regenbogen Bäume säumen 20 Meter entlang der Küstenstraße, alle fahren daraufhin langsam, knipsen aufgeregt Bilder und flitzen weiter im Jeep, Truck oder Mustang Cabrio. Ich hab (halb)legal etwas hinter die Kulissen geschaut und bin mit einem Baum belohnt worden, den vermutlich die wenigsten sehen oder auf Bildern festhalten. Nachdem ich schon den ein oder anderen Wasserfall habe ausfallen lassen, kam jetzt eine Station dazu, die nicht geplant war. Nach mittlerweile sehr gut bekannten USA Verkaufs- und Werbestrategien hielt ich natürlich beim besten sowie selbst gemachten Bananenbrot der Welt. Weltklasse gestärkt fuhr ich weiter, hielt an Wasserfällen und Bauernständen an, um schließlich an meinem Highlight des Tages anzukommen. Da machte es auch nichts aus, dass mal wieder unverhofft oft kam und ich den besonderen „Black Sand Beach“ nicht sehen konnte. Der Grund dafür war, dass hier, wie auch schon zuvor an einigen anderen Stellen meiner Reise eine Reservierung/ ein Kartenkauf im Vorfeld von Nöten war. Das muss wohl relativ neu sein, da es keiner meiner Informanten wusste. Egal, mehr Zeit beim eben erwähnten Highlight. Schon der Pfad dorthin war toll, aber der Blick auf den „Red Sand Beach“ setzte noch einen drauf. Einfach Bild 12 anschauen, besser kann ich es nicht erklären.
    Die vorletzte Tagesstation war der erste Einblick in den Nationalpark auf Maui. Auf einer Wanderung habe ich zuerst den größten Banyan Tree meines Aufenthaltes bestaunt und bin dann in eine besondere Wald-Welt eingetaucht. Der Weg führte nämlich durch einen Bambus-Wald, der durch Licht und Wind eine fesselnde Atmosphäre gebildet hat. Ich würde es als ein neues und einzigartiges Erlebnis beschreiben. Manch andere aus meinem Hostel haben, ein bisschen übers Ziel hinaus geschossen, davon erzählt, dass sie seither andere Menschen sind und es lebensverlängernd war. Jedem das seine. Der Tag wurde dann noch durch einen Sonnenuntergang zwischen den Wolken abgerundet. Der Weg dorthin war, aufgrund der Straßen Verhältnisse ein Abenteuer, der Eintritt zum Sundowner, aber nicht teuer. Da hat sich die Jahreskarte für alle Nationalparks der USA spätestens jetzt gelohnt. Der Weg nach oben auf über 3000 Meter ü.M. führte durch dichten Nebel und Regen. Die Chance gar nichts zu sehen war da, aber hat sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet. Das erste Video zeigt einen kleinen Ausschnitt davon im Zeitraffer.
    Am zweiten ganzen Tag auf Maui war ich entlang der Westküste unterwegs. Die Wanderung hatte nochmal Schmagges, da in 2,5 Meilen auf sehr rutschigem, lehmigen, sandigen Boden 520 Höhenmeter auf dem Programm standen und das ganze bei über 30 grad Celsius. Der Ausblick und die Gespräche mit den älteren Männern waren es wert. Einer der älteren Herren war mit über 75 Jahren und seinem Krückstock hochgelaufen, whaaaat. Hut ab und weiter machen fällt einem dazu nur ein.
    Read more

    Traveler

    Ist das eine. Schildkröte 🐢???

    10/18/22Reply
    Traveler

    ohjaaaa

    10/18/22Reply
    Traveler

    WOW 🤩

    10/18/22Reply
     
  • Day29

    Hawai‘i - O’ahu Teil 1

    October 4 in the United States ⋅ ☀️ 28 °C

    San Francisco die Zweite.
    Dieses Mal nur sehr kurz, um alles wichtige zu erledigen. Daher ein unverzichtbarer Aufenthalt zur Organisation der anstehenden Zeit im Paradies Hawai‘i und einem weiteren sportlichen Highlight meiner aktiven Sportler-Zeit, dem Championscup im Beachhandball. Gerne wäre ich nochmal „auf‘d Gass gange“, aber das war zeitlich nicht drin. Danke WADA, NADO, MEO,…etc. Wenn ich eine Organisation vergessen habe, die für die lange Zeit am Bildschirm mitverantwortlich ist, um das Zertifikat zur Teilnahme am Turnier zu erhalten, dann bitte folgendes aufmerksam durcharbeiten (Mein Text zum Thema ist auch deutlich kürzer):
    Alles sehr interessant und sehr wichtig für einen sauberen, fairen Sport, den wir alle lieben, aber vieles für mich/ uns für den Moment und die aktive Teilnahme am kommenden Turnier schlicht und ergreifend (noch) nicht relevant!
    Eine Unterscheidung zwischen Spitzenathleten, die unter Dauerbeobachtung stehen, und aufstrebenden erst zukünftigen Spitzenathleten, wie wir es sind, die zum ersten Mal an einem internationalen Turnier teilnehmen, wäre sicherlich praktikabel. Sei‘s drum.

    Nach einer erholsamen Nacht geht der Blick nach vorne, auch wenn, vom nächsten Stop aus die Heimat 12 Stunden in der Vergangenheit liegt: Abflug ins Paradies Hawai‘i auf die Insel O’ahu nach Honolulu.

    Dort angekommen, wurde ich von meiner „Gastfamilie“ abgeholt. Die mir in den kommenden Tagen einen sehr persönlichen, „untouristischen“ und daher unvergleichlichen Einblick auf der Insel beschert hat, MAHALO!
    Was macht man als erstes, wenn man auf Hawai‘i ankommt? Richtig, man geht sofort in Waikiki Surfen. Tolle Bedingungen, zum ersten Mal nur in Badehose ohne Neoprenanzug gesurft, geil und zum Abschluss auf dem Brett im Wasser den Sonnenuntergang genossen, unvergleichlich.
    Erst ein paar Stunden vor Ort und schon jetzt solche unvergesslichen Erlebnisse. Wie soll das noch getoppt werden?
    Damit ich das Ein- und Auspacken nicht verlerne, habe ich die Unterkunft alle paar Tage gewechselt. Zuerst Hostel, dann „Gastfamilie“, danach Hostel auf einer anderen Insel und zum Abschluss wieder bei meiner „Gastfamilie“.
    Zwischen der ganzen Packerei gab es wenig Plagerei, aber dafür umso mehr Leckerei.
    Kulinarisch habe ich fast nichts ausgelassen und fleißig alles probiert, was mir ins Auge gesprungen ist. Und nein, es waren keine lebendigen Tiere dabei.
    Hier eine kleine Übersicht: Açaí-Bowls, Udon/ Kake, Malasadas, Poke-Bowl, Hawaiianisches Bier, Kaffee aus allen erdenklichen Ländern, Bananenbrot (natürlich jeweils das Weltbeste), Kokosnusskuchen, Taro-Gebäck, Lila Süßkartoffelpüree, Nuss-Auflauf, verschiedene Curry Gerichte und natürlich viele saisonal-regionalen Früchte frisch vom Bauernmarkt.
    Das Essen und Trinken war eine schöne Beschäftigung, aber einmal mehr war die Natur und Kultur die Facette, die alles übertroffen hat. Die Vielfalt ist beeindruckend und so besonders, das ich oft nur staunend bewunderte. Banyan Bäume, die aussehen, als wären mehrere Bäume miteinander verwachsen (wer den Film „Fluch der Karibik“ gesehen hat, kennt die Bäume), Regenbogen(farbene) Bäume ( die bunt bepinselt im Sonnenschein strahlen), Blüten in allen Farben und Formen, Strände in beeindruckenden Farbnuancen, Vulkane und natürlich die endemische Tierwelt.

    Wer genug gelesen hat, kann hier aussteigen und die Bilder anschauen. Jetzt wird’s detaillierter.

    Am ersten Tag in Honolulu wollte ich mir einen Überblick verschaffen und habe den weltberühmten Stadtteil „Waikiki“, in dem mein Hostel lag, erkundet. Der erste Eindruck: Unfassbar viele Menschen, vor allem Touris, und wenig paradiesisches.
    Nachdem ich die ersten, für mich neuen, Gerichte probiert hatte, habe ich an einem abgelegenen, kleineren Strand die Ruhe genossen und die ersten Eindrücke verarbeitet. Am Abend ging das bunte Treiben abseits der Natur und entlang der „Strand-Hauptstraße“ los. Am Anfang nett anzusehen, wurden mir die teils sehr schrägen Selbstdarsteller schnell zu viel. Eine Sache war aber doch interessant für mich, obwohl sie sehr touristisch war. Drei einheimische Sängerinnen mit Instrumenten und dazu zwei Hula Tänzerinnen haben am Strand von Waikiki die Geschichte der Insel erzählt und künstlerisch untermalt. Apropos malen. Per Zufall schlenzte ich an einer Kunstgalerie vorbei, aus der extrem gute Musik zu hören war. Also rein da und bei einem total überteuerten Hawaiianischen Bier die Atmosphäre genießen. Die Live-Band aus Bassist, Schlagzeuger und Gitarrist + Sänger in Personalunion spielte bekannte Soul, Blues und Pop Songs, die sie komplett neu interpretiert hatten - da kann man dann zurecht von Musik im Blut sprechen! Von den Boys würde ich auf jeden Fall ein Konzert besuchen.
    Auf dem Heimweg bin ich an zwei geschichtlich-kulturellen Orten unwissend und maximal blind vorbei gelaufen. Durch einen späteren Museums Besuch weiß ich jetzt, dass die Surfer Statue am Strand von Waikiki nicht nur einen symbolisch-kulturellen Charakter hat, sondern zu Ehren des ersten Hawaiianischen Olympiasiegers Mr. Duke aufgestellt wurde. Am zweiten Ort sind 4 eingezäunte, unscheinbare Gesteinsbrocken, die symbolisch für die “Mahū“ stehen. Eine tolle und sehr aktuelle Thematik, die in einer teils mystischen Geschichte überliefert wird.
    Kurzfassung: Die Mahū sind Menschen, die weder Mann noch Frau sind und denen, seit sie aus Tahiti nach Hawai‘i kamen, mit ihren heilenden Fähigkeiten den Einheimischen geholfen haben. Ihre Persönlichkeit zeichnet sich dabei vor allem durch Zurückhaltung, Hilfsbereitschaft und eine stets positive Lebenshaltung aus. Als Dankeschön der Inselbewohner zogen diese vier große Felsen, für jede heilende Person einen, aus dem Vulkan, über die Berge und bis nach Waikiki an den Strand. Dort übertrugen die Mahū ihre heilenden Kräfte an die Felsen, sodass sie nicht mehr gebraucht wurden. Sie verschwanden und wurden nie mehr gesehen. Hawai‘i ist auch heute noch ein Gebiet, das der LGBTQ+ Bevölkerung sehr aufgeschlossen ist, was sich auch an meinem letzten Tag auf O’ahu zeigen sollte. Allerdings gibt es Personen, auch und vor allem in „Entscheider-Positionen“, die dafür gesorgt haben, dass die vier Steine relativ versteckt ohne gut sichtbare Infotafel am Strand stehen. Mal sehen, wann dieses Thema auch bei den letzten Menschen ankommt.
    Am zweiten Tag auf O’ahu stand „early bird“ auf dem Programm, wobei viel early und wenig bird dabei war. Aufbruch im Dunkeln in Richtung Ostküste der Insel. Dort gab es dann, nach einer kurzen, steilen Wanderung den Sonnenaufgang über Lanikai zu bewundern. Außer Surfen und Zeit am Strand fällt mir nur noch eine Sache zu diesem Tag ein: Die, als die besten, ausgezeichnetsten und leckersten Malasadas von Hawai‘i stellten sich als, die teuersten und bei weitem nicht so gut schmeckenden Fasnachtsküchle, im Vergleich zu denen von meiner Oma Mimi, meines Lebens heraus.
    Tag drei startete mit dem Sonnenaufgang auf dem Surfbrett. Und endete nach einer ausgedehnten Sightseeing Tour durch die umliegenden Viertel am überschaubaren Hafen von Honolulu.
    Am vierten Tag ging es morgens hoch zum Vulkankrater „Diamond Head“ mit einem anschließenden Brunch-Hopping. Das Wochenende wurde dann mit einer kleinen Wanderung an der Westküste zur „Pink-Pillbox“ und einem Puertorikanischen Abendessen im Anschluss eingeläutet. Ein paar Big Waves später ging es dann ins Bett. Die großen Wellen kamen dabei mit Hopfengeschmack aus der Dose und wurden nicht gesurft. Zu Ersterem reichen die Skills für Zweites auf gar keinen Fall.
    Der fünfte Tag toppte dann noch einmal alles. Es ging mit dem Boot raus zu einer riesigen Sandbank, an der wir ankerten. Im hüfthohen Wasser wurde sich akklimatisiert und mit dem Equipment vertraut gemacht. Dann ging es ins tiefere Wasser zum Schnorcheln. Rund um die Sandbank befindet sich ein Korallenriff, das viele Meeresbewohner anzieht. Ein Grund dafür ist Schutz zu finden und zu rasten. Keine zwei Minuten im Wasser kommt uns auch schon eine riesige grüne Meeresschildkröte entgegen, wahnsinn. Das ist die erste Schildkröte, die ich im offenen Gewässer sehe. Toll zu beobachten, mit welcher Leichtigkeit und Eleganz sie durch das Wasser gleitet. Im Vergleich dazu fühle ich mich, trotz Otter-Dasein, eher unbeholfen und grobmotorisch. Nur kurz danach sehe ich in ca. 3 Metern Tiefe eine weitere grüne Meeresschildkröte, die sich im Riff auf einem kleinen Vorsprung entspannt. Außerdem entdecken wir eine Vielzahl an unterschiedlichen Fischarten. Die für mich interessanteste ist eine schimmernde Muräne. Nach einer kurzweiligen Zeit im Wasser stärken wir uns auf dem Boot und Ankern etwas weiter abseits noch einmal. Einige Schildkröten später, die offensichtlich sehr witzig sein wollten, indem sie in Seitlage an der Wasseroberfläche geschwommen sind, dabei eine Flosse aus dem Wasser gestreckt haben und bei uns instinktiv den Hai Alarm ausgelöst haben, fuhren wir mit massivem Rücken Sonnenbrand zurück in den sicheren Hafen.
    An Tag sechs war ich dann auf den Spuren der Big Wave Surfern unterwegs. An der Nordküste, wo die Surf Weltmeisterschaften im Winter stattfinden, habe ich den Profis beim Wellenreiten zugesehen und die Zeit genossen.
    Am vorerst letzten Tag auf O‘ahu war nochmal etwas Sightseeing, an bisher unentdeckten Ecken, und der Sonnenuntergang an den Klippen der China Walls auf dem Plan.
    Dann hieß es auf Wiedersehen O‘ahu.

    Die kommenden vier Tage sollten dem Erlebten, aber in nichts nachstehen.
    Read more

  • Day23

    Roadtrip - San Diego und Umgebung

    September 28 in the United States ⋅ ⛅ 23 °C

    Shortcut der Stationen am Ende meines Roadtrips:
    - Fahrt durch die Einöde und das „Wonder-Valley“ einschließlich „Trump-Land“-omg und Hollywood-Sign like -> „END OF THE WORLD“
    - Oceanside: Strand und Surfmuseum
    - La Jolla: Seelöwen und Touris beobachten
    - San Diego: 48 Stunden mit meinem Reise-Compagnon „Arminius“ -> entspannte, gute Zeit
    - Santa Monica Pier
    - Santa Barbara
    - Big Sur
    - San Francisco
    Read more

  • Day21

    Roadtrip - Grand Canyon Nationalpark

    September 26 in the United States ⋅ ☀️ 30 °C

    Der Tag startete sanft mit Klängen und Geräuschen der Tiere im Grand Canyon Nationalpark. Nach dem Sonnenaufgang ging es dafür umso brachialer weiter. Für heute hatte ich scheinbar vor mir etwas zu beweisen:

    Schafft es der Handball-Rentner noch eine „Profi-Wander-Route“ im Grand Canyon zu meistern?

    Das erste Ziel, so wie ich es den Tag zuvor geplant hatte, war der Indian Garden und soll mit Rückweg mit insgesamt 9 Meilen in 6-9 Stunden zu schaffen sein. Da ich früh losgelaufen war, war ich entsprechend zeitig bei dieser Station. Hier wollte ich noch nicht umdrehen.
    Also marschierte ich zum Ausguck auf den Colorado River (Plateau Point). Dort angekommen dachte ich: Da gehts aber noch ein ganz schönes Stück runter. Wieder zurück im Indian Garden waren 3 weitere Meilen auf dem Tagestacho.

    Danach wieder hoch den Canyon? Nein!

    Weiter gehts, und weiter heißt runter zum Colorado-River/ Beach. Nach meinem Vesper fragte ich ein paar Wanderer nach ihrer Einschätzung bzgl. des Weiteren Wegs: Wie weit zieht sich der letzte Teil bis zur Ranch und den beiden Brücken, von denen alle mir Entgegenkommenden erzählen? Wie lange ist man circa unterwegs?
    Ohne groß auf meine Fragen einzugehen, hat mir die Gruppe direkt und unmissverständlich von dem Weitergehen abgeraten und zum Umkehren geraten. Der Grund: Die Mittagshitze war schon da und sollte die kommenden Stunden ihr wahres Gesicht zeigen, dass ohne jeden Zweifel zum Dahinschmelzen ist.

    An dieser Stelle zwei FAQs von der offiziellen Grand Canyon Nationalpark-Seite:

    „Q: Can I go to the bottom and back in one day?

    A: The National Park Service DOES NOT RECOMMEND hiking from the rim to the river and back in one day.

    Q: Should I hike alone?

    A: Risks are greater for those who hike alone. There is no one to assist you if you become lost, ill, or injured. Mountain lions do inhabit the Grand Canyon. Hikers traveling alone are at greater risk of attack. Be sure to keep your group together; a good plan is to have your most skilled members at the front and rear of your group with the novices in the middle.“

    Daher war für mich klar: Ich laufe nicht nur bis zum Fluss, sondern auch noch weiter!
    Von denen sagt mir keiner, dass ich es nicht schaffen kann/ würde.

    Die Vorfreude auf alles was ich noch zu sehen bekomme beflügelte mich. Der Weg war beschwerlich und zeitweise im (gefühlten Treib-)Sand zurückzulegen und die Hitze wurde langsam aber sicher unerträglich. Der Blick auf die beiden Brücken und das Ende meines Hinweges war es diesmal auf keinen Fall wert.

    Jetzt hatte ich zwei Möglichkeiten, die ich im Schatten bei kleinem Snack, Wasser und Sonnencreme abwägen musste:
    1) Den Canyon in ca. 3 Stunden auf einer anderen, kürzeren Wegstrecke verlassen
    ODER
    2) Den gleichen Weg zurück
    Zu diesem Zeitpunkt war ich etwas über 5 Stunden unterwegs bei sehr geringer Pausenzeit und anständigem Tempo

    -> Wie ich zu Beginn des Footprints schon verraten habe, wollte ich es wissen und meinen Fußabdruck im Grand Canyon hinterlassen. Deshalb wurde es natürlich 2), also der lange Rückweg.

    Ab jetzt war ich nicht mehr wirklich positiv beflügelt und der Schalk im Nacken war so groß, dass ich auf Autopilot geschalten habe. Der Blick richtete sich nur noch selten nach oben, um die Umgebung zu beobachten oder gar zu genießen, sondern war fast ausschließlich auf den Wanderpfad gerichtet, den es zu beackern galt. Jeder Schritt fiel schwerer und schwerer, wurde kürzer und weniger kraftvoll. Das Gefühl zu überhitzen wurde immer spürbarer. In jedem noch so kleinen Eckchen Schatten zog ich die Cap ab, ließ Luft an meinen Kopf und zog sie schnell wieder auf, bevor die Sonne wieder auf die Schaltzentrale brannte. Wasser hatte ich, Gott sei dank, genug dabei und wurde alle paar Schritte dem System zugeführt. Außer den zwei weiteren kurzen Pausen mit hinsetzen und die Aussicht genießen, gab es keine schönen Momente mehr auf dem Rückweg. Vor dem letzten gut zweieinhalbstündigen steilen Anstieg vom Indian Garden zum Start- und Zielpunkt mit Unmengen an Höhenmetern habe ich meine Beine gut durch gedehnt, da einige andere Wanderer von Krämpfen auf dem Weg berichtet hatten. Auf dem Weg nach oben bewahrheiteten sich die Erzählungen und es waren dann tatsächlich viele Krämpfe zu sehen, die am Wegrand ausgedehnt wurden. Bei mir war es nur das Gesicht, das immer verkrampfter ausgesehen haben musste und vermutlich verdeutlicht hat, dass besser bald das Ende der Wanderung kommen sollte.

    Nach qualvollen letzten Kilometern die Schlucht hoch, hatte ich es nach insgesamt:
    - 35 Kilometern
    - 2300 Höhenmetern
    - 9 Stunden 40 Minuten
    geschafft.

    Altersentsprechend setzte ich mich erst einmal auf den Boden, schoss mein ganz persönliches Sieger-Selfie vor der Steintafel des absolvierten Bright Angel Trails und wusste gar nicht wohin mit meinen Endorphinen. Muss sowas wie der Rausch ähnliche Zustand gewesen sein, von dem man bei Marathon/ Triathlon-/ und-dem-ganzen-anderen-verrückten-Zeug-Finishern hört.

    Zum Abschluss des Tages habe ich mir den Sonnenuntergang mit Blick in den Grand Canyon gegönnt.

    Das passende Wort zum Tag: WAHNSINN
    Wahrscheinlichkeit es nochmal zu machen: 0,0%
    Weitere Wanderungen auf dem Roadtrip: 0
    Erfahrung und Stolz: unbezahlbar

    Neues Ziel: Entspanntere Gefilde
    Read more

    Traveler

    Unfassbar schön 😍

    10/8/22Reply
    Traveler

    Maschine

    10/8/22Reply

    Das ist ja genial, vor allem die Sonnenuntergänge [Elke Mayer]

    10/8/22Reply
    Traveler

    Bitte ab jetzt regenerieren bis Madeira!🫶

    10/8/22Reply
     
  • Day20

    Roadtrip - Arches Nationalpark

    September 25 in the United States ⋅ ☀️ 26 °C

    Die Bilder und Videos sprechen für sich. Einfach anschauen oder zusätzlich lesen, wer die Muse hat.
    So wie es gestern aufgehört hat, begann es heute nur vor dem Sonnenaufgang. Anderer Ort, andere genauso surreale Gesteinsformen/-formationen. Der Arches Nationalpark „baut“ seine Kunstwerke aus Sandstein, wohingegen die zurückliegenden „Bauten“ aus dem Bryce Canyon Nationalpark aus Lime-Stone bestehen. Die Verwitterungsformen sind sich sehr ähnlich und haben viele Überschneidungen. Man kann also sagen es finden in beiden Nationalparks einschneidende Erlebnisse statt.

    Die letzte Wanderung an diesem Tag hatte noch einmal ein Highlight mit dabei. Der Weg zu den Double-O-Arches war teilweise eine Gratwanderung, das hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei mir.
    Zum Abschluss des Aufenthaltes gab es noch einen kleinen Snack auf dem Foodtruck Festival in Moab. Das Wasser, das ich auf dem Roadtrip gespart habe, wurde hier versprüht. Damit man nicht nur im Schatten sitzt, sondern auch noch gekühlt wird, kommt die Outdoor Klimaanlage zum Einsatz (siehe letztes Bild).
    Auf zum fünften und letzten Nationalpark meiner Route.
    Read more

  • Day19

    Roadtrip - Bryce Canyon National Park

    September 24 in the United States ⋅ ☀️ 21 °C

    Tolles Ambiente zum Einschlafen und Aufwachen, aber unfassbar kalt! Nach der Mono Lake Übernachtung mit -1 Grad, die zweit(k)älteste mit 0 Grad. Zum Auftauen ging es in eine andere Galaxy. Die Formen und Formationen stehen, wie aus nassem Sand von Hand geformt, im Tal. Egal aus welchem Blickwinkel aus beobachtet, wird einem nach kurzer Zeit bewusst, warum die Macher von „Guardians of the Galaxy“ sich an diesem Areal bedient haben. Hier habe ich nicht nur die kürzeste Anreise gehabt, sondern auch mit Abstand die kürzeste Strecke zu Fuß zurück gelegt, mir von einer studierten Geologin die Prozesse zur Entstehung erklären lassen und viel Zeit mit staunen in der Sonne verbracht.
    Da ich flexibel war, entschied ich mich dazu noch weiter in Richtung Osten zu fahren. So viel schon mal vorne weg: Der Abstecher hat sich gelohnt!
    Read more

  • Day19

    Roadtrip - Zion Nationalpark Tag 2

    September 24 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Wie in einer anderen Welt, im Vergleich zum Vortag, ging es an fast gleicher Stelle los mit dem Riverside Walk. Ein idyllischer Weg führt direkt am Virgin River entlang. Am Ende angekommen entschied sich ein Großteil der Leute dazu umzukehren oder Rast zu machen und dem munteren Ankommen und Losgehen zuzuschauen. Der andere Teil ging weiter.
    Auf dem Riverside Walk hatten verblüffend viele Menschen, in meinen Augen völlig übertriebene „Touri-Vollausrüstung“ am Start. Kitschiger Holz-Wanderstab aus dem Park-Shop, wasserfester Beutel auf dem Rücken und massive, wasserfeste Wanderstiefel mit Neoprensocken. Vielfach belächelt kamen sie mir entgegen oder liefen mit mir in die gleiche Richtung.
    Zurück zum Ende des Riverside Walk und zum Anfang des IN-THE-RIVER-WALKS. Direkt beim Einstieg in diesen Teil der Wanderung, in Richtung Narrows, wurde klar, dass hier kein flacher Bach einmal, sondern ein strömender Fluss unzählige Male überquert werden muss. Und Zack, schon sind die Belächelten diejenigen, die gut und sicher auf die Reise gehen. Wasser sehr kalt und hüfttief an manchen Stellen, kein Problem. Wenn man die richtigen Stellen zum Überqueren benutzt auch machbar. Die Bodenbeschaffenheit im Fluss in Kombination mit meinen Laufschuhen, eher problematisch. Man sieht ganz selten und nur in den wirklich flachen Flusslauf Abschnitten, wo man hintritt bzw. hintreten sollte. Ergebnis am Ende des Tages waren schmerzende Zehen vom Anstoßen, Stolpern und Abrutschen und lädierte Fußgelenke durch Mehrfaches Vertreten der Füße. Zurück zum schönen Teil des Tages. Der Weg an sich war nämlich ein Highlight, weil eine Wanderung selten durch so ein Gelände geht und die Umgebung, mal wieder, sehr schön war. Auf den Bildern bekommt man einen kleinen Eindruck, was mich fasziniert hat. Der Weg aus dem Zion Nationalpark hatte noch einmal eine geologische Besonderheit zu bieten. Mehrere Verwitterungsformen und Erosionsarten führen dazu, dass der Hügel wie ein Schachbrett gemustert ist. Die Schuhe und Socken werden auf den Armaturen ausgelegt und trocknen langsam vor sich hin. Der Weg zum nächsten Nationalpark war für die gesamte Route der kürzeste.
    Read more

    Traveler

    WOW einfach nur schön 🤩

    10/3/22Reply
     
  • Day18

    Roadtrip - Zion Nationalpark Tag 1

    September 23 in the United States ⋅ ☀️ 24 °C

    Die Perspektive ist entscheidend.
    Die Dunkelheit scheint mein ständiger Begleiter zu sein. Der „kleine Spaziergang“ in Las Vegas führte dazu, dass ich um 0:30 Uhr an meiner Nächtigungsstätte eintraf. Bewusst in der Beschreibung abstrakt gehalten, da ichsüchtig dem Zeitpunkt nicht mehr wusste oder gesehen habe.
    Ort: Mitten in der Wüste
    Tageslicht: 0,0
    Himmel: unzählige bis alle Sterne + Milchstraße
    Die kurze Nacht und das frühe Aufbrechen in Richtung Zion Nationalpark haben sich gelohnt. Komplett andere Beschaffenheiten und Formationen als im Yosemite Nationalpark. Anderes Gestein, das vorwiegend sichtbar ist, andere Erosion und verdammt viel heißere Temperaturen!
    Eine anstrengende, aber lohnenswerte Wanderung brachte mich auf ein Aussichsplateau von wo aus man nur noch mit einer extra Genehmigung weiter durfte. Der letzte Teil bis zum „Angels Landing“ ist nur wenigen Leuten gestattet, die in einem Lotterysystem den Zuschlag bekommen/„sich erkauft haben“. Mein Weg ging an anderer Stelle weiter hoch. Von dort war der Blick von oben auf das „Angels Landing“ möglich. Da schmeckt die Stulle im Schatten eines sehr dürftigen, kleinen Bäumchens. Am Ende der Wanderung gab es zur Belohnung ein Eis. Drauf stand: Für die Umwelt und „echt italienisches Gelato“, zu einem echt schwindeleregenden Preis. Bekommen hab ich ein eher Slush/Crush-mäßiges Eis und einen Plastiklöffel, um das sofort davon schmelzende Eis wegzuspachteln. Durch meinen Kauf habe ich hoffentlich so einiges an die Umwelt(-Organisation) gespendet. Tag 2 sollte dann flacher und kühler ablaufen.
    Read more

  • Day17

    Roadtrip - Stars and Strips

    September 22 in the United States ⋅ ☀️ 33 °C

    Väterchen Frost brachte nach einer fesselnden sternenüberzogenen Nacht gleich die nächsten Sterne, in Form von Eiskristallen auf und gefühlt auch im Camper, vorbei. Beim Anlassen des Motors kommt die digitale Erklärung alles. Morgens 6 Uhr am Mono Lake bei -1 Grad Celsius. Auf so eine Nacht war ich nicht vorbereitet und nur dürftig ausgestattet. Nach ein bisschen Outdoor-Geschichte, rund um den Gefrierpunkt, zum Thema „Einarmige Banditen“ führte mich mein Navi zum June Lake und zu den Mammoth Lakes. Fazit: Sehr schöne Seen und mit Sicherheit tolle Wanderwege rund herum, aber definitiv viel zu kalt und nicht die passenden Klamotten für einen Ausflug zu Fuß. Also nichts wie los und Meilen machen, da einige auf dem Tagesplan standen und das nächste Ziel am darauf folgenden Tag schon besichtigt werden wollte. Die Stärkung in der Wüste war dringend notwendig, da mich die Eindrücke im Mekka der Casinos schwächen sollten. Angekommen in Las Vegas wurden mal wieder die Entfernung von „ein paar Blocks bis zum Ziel“ unterschätzt. Aber „was mer ned im Kopf hat, hat mer in de Fieß“, vermittelte uns unser Opa schon frühzeitig. Also 8,5 Kilometer bis zum Ende des Las Vegas Strips bei Tag und das selbe Spiel bei Nacht zurück zum Camper. Hängen bleiben einige Eindrücke, die sich, für mich, alle in zwei (l)(e)sse(n)(z)iellen Gedanken zusammenfassen lassen:
    - erschreckend was Menschen in der Natur, natürlich aufgrund von Nachfrage und Geldgier, mit allem was daran hängt und dadurch wird, entstehen lassen können
    UND
    - eindrucksvoll was die Natur über die Zeit erschaffen hat. Das war die letzten Tage unfassbar zu bestaunen und darauf freue ich mich in der kommenden Zeit immer wieder aufs Neue
    Read more

    Traveler

    Die Deko im Hintergrund steht dir auch gut 👍 🥳🤩

    10/1/22Reply