Reisen ist seit jeher meine Leidenschaft. Eine weitere meiner Leidenschaften ist es, die mit nach Hause gebrachten Erinnerungen in Büchern und Filmen festzuhalten. Hier könnt ihr meine Reisen und Ausflüge mit mir gemeinsam erleben. Schönes Fernweh!
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  • Day5

    Palm Beach

    October 13, 2011 in the United States ⋅ ⛅ 29 °C

    Im Netz der Monsterspinnen - Fort Lauterdale - Huge Taylor Birch State Park - Palm Beach,13.10.2011
    Donnerstag, 13.10.2011 - Fort Lauterdale - Huge Taylor Birch State Park - Palm Beach

    Heute verzehrten wir zum zum Frühstück unser gestern erworbenes Hummus, die Brötchen und die Milch. Alles war ein suuuuper Genuss. Die Milch, übrigens von Delight, würde ich immer und immer wieder kaufen!
    Das Frühstück verzehrten wir auf dem Gelände unseres Motels, direkt vor unserer Haustür. Die Sonne schien bereits so heiß, dass selbst ich mich in den Schatten verzog. Alle Achtung!!!
    Dann ging es los. Zunächst noch einmal ein Stück zurück in den Süden, rein nach Fort Lauterdale in den Huge Taylor Birch State Park. 
    Wir fanden es beide bemerkenswert, wie freundlich hier alle Leute waren. Durch den Park führt ein Hauptweg, der ca 2 Milen misst. Von diesem ab gehen so einige Pfade, einer gruseliger, als der nächste, aber dazu später.
    Auf dem Hauptweg trifft man natürlich andere Besucher des Parks, Sportbegeisterte Jogger, Radler, Skater, Rancher und Wanderer wie uns. Alle, aber auch wirklich alle dieser Leute grüßen einander und haben zumeist sogar so noch ein paar freundliche Worte zu sagen. Ein Small Talk hier und ein paar Tipps da. Kaum sahen die Leute meine große Kamera, gaben sie uns ohnehin Tipps, was wir unbedingt besichtigen müssen. Erd Turtels hier, den größten Bienenstock Amerikas da und ein schlafender Racoon. 
    Wir gingen also den Hauptpfad entlang, von dem aus wir außer einige großartige Schmetterlinge und ein paar Squirls nur viele grüne Pflanzen, Bäume, Büsche und Palmen sahen. Dann sahen wir einen Pfad, der vom Hauptweg ab ging. Natürlich nahmen wir den, in der Hoffnung, Mangroven im Wasser stehen zu sehen oder oben bereits erwähnten Bienenstock. Doch es kam anders, gaaaanz anders.
    Wir verließen also unseren schönen, großen, sicheren, betonierten Weg, um auf dem schmalen Trampelpfad unter flachen Baumkronen und an üppigen Büschen vorüber die Objekte unserer Begierde zu finden. Doch dann erfasste mich das pure Grauen. Ein Spinne! Quatsch ein Monster von Spinne in einem riesigen Netz machte es sich mitten über unserem Pfad gemütlich. Sie saß ganz ruhig in ihrem Netz und wartete gewiss nur darauf, dass ich unter selbigen durch gehe, um sich dann auf mich fallen zu lassen. Ich kämpfte mit mir. Doch in Gedanken an meine Ziele überwand ich mich und schlüpfte unter dem Netz durch, nur um vor dem nächsten Netz zu landen, in welcher ein noch viel, viel größeres Spinnenmonster prangte... Und so ging es immer weiter. Das Schlimmste war, dass die Spinnen nicht alle in einer Höhe gebaut hatten. Die einen hingen höher, um sich auf die Wanderer plumsen zu lassen, die anderen niedriger, um dem unvorsichtigen Wanderer mitten im Gesicht zu landen, wenn er einfach gerade aus lief. Nicht nur, dass ich im Hinblick auf die überall lauernden Spinnen nicht wusste, wohin ich meine Augen focusieren sollte, raschelte es unaufhörlich im Gebüsch und Pfiff ganz eigenartig in den Bäumen. Was um meine Füße kreuchte und Fleuchte beachtete ich gar nicht mehr, was schon ziemlich viel für mich bedeutete, nur um keine Spinne abzubekommen.
    Irgendwann, nach einer Ewigkeit, kamen wir aus dem Pfad des Grauens wieder hinaus und trafen auf eine nette Familie. Die Mutter, der ich vom Spinnenabenteuer berichtete, erzählte mir, dass sie auf diesem Pfad eine Schlage gesehen habe. Nur gut, dass ich das erst hinterher erfuhr...
    Diese Spinnen waren überall im Park. Und ehrlich? Man gewöhnte sich daran. Klar passte ich weiterhin intensiv auf, in keines der Netze zu rennen. Doch schüttelte mich der Anblick dieser Tiere nicht mehr so sehr.
    Da wir auf unserem ersten Rundgang den Bienenstock nicht fanden, fragte ich noch einmal nach, wo er sich befände. Mit Hilfe der uns überreichten Skizze fanden wir selbigen, natürlich wieder in einem dieser Horrorpfade, diesmal mit weniger spinnen, aber mehr Geraschel im Gestrüpp...
    Mangroven haben wir zwar unzählige gesehen, aber nicht so, wie ich sie mir vorstellte. 
    Die Erd Turtles zeigten sich und, der schlafende Racoon possierte kurz für uns, um dann weiter zu schlafen, ein Weißer Ibis stolzierte den Weg entlang und ein weiterer Racoon verschwand schnell im Unterholz, als er uns auf abgelegenen Pfaden, die nicht mehr vollständig als solche erkennbar waren, nahen hörte. Die Moskitos haben wir üppig mit unserem Blut ernährt und so einigen interessanten Libellen und Schmetterlingen waren wir auf der Spur. 
    Mit stolzgeschwollener Brust, Lektion eins meiner Inana Jones Ausbildung absolviert zu haben, ging die Fahr weiter Richtung Norden. 
    Auf dem Scenic Highway A1A entlang fesselten die Lagoonen mit den herrlichen Yachten und den noch herrlicheren Villen links des Weges unsere Blicke, während sich die riesigen Hotels auf der rechten, der Ozeanseite in der Gegend um Bocca Raton verloren und ebenfalls gegen Villen eingetauscht wurden. Riesige Villen, Paläste, Träume... Milenweit standen hier Millionenbauten, eines am anderen, vor dem nächsten, hinter dem übernächsten. Karsten fragte irgendwann fassungslos: „Sag mal, vie viele reiche Menschen gibt es denn auf der Welt?“ Das, was sich hier bot war wirklich nicht mehr real, zumindest nicht mehr fassbar. 
    Unmerklich waren wir mit einem Mal auf Palm Beach. Die Villen wurden noch riesiger, die Hecken entsprechend höher... Dennoch konnte man mehr als ausreichende Blicke auf die Bauten erhaschen. 
    Recht schnell fanden wir ein wunderschönes Motel, für 99 $ die Nacht, direkt an einer riesigen Lagoone, mit Pool, Whirlpool, Früstück und einem erstklassigen Zimmer. 
    Im Zimmer fand ich ein Heftchen für die Besucher, in welchem ein Restaurant angepriesen wurde, in welches wir auch gleich fuhren, um hier zu speisen. 
    Das Restaurant erinnerte mich mit seiner riesigen überdachten Terrasse, an deren Decken Ventialtoren die Luft angenehm kühl hielten, an eine Südstaatenvilla. Das Essen war super lecker. Karsten hatte eine Krabbensuppe, Coconut Shrimps und einen Key Lime Pie. Ich hatte einen Salat, Blackend Snapper mit Mashed Potatoes und einen Strawberry Pie. Es war wirklich sehr schmackhaft und unbedingt empfehlenswert!
    Anschließend liefen und fuhren wir noch ein wenig durch Palm Beach, wi uns die Leute um Hinblick auf die Nikon immer wieder auf die schönsten Straßen der Insel aufmerksam machten. 
    Irgendwann waren wir dann zurück in unserem Hotel, wo wir bis weit nach den Sonnenuntergang noch im Pool und anschließend im heißen Whirlpool abtauchten. 
    Ein wahrlich gelungener Tag neigt sich nun seinem Ende. Mal sehehn, was der morgige bringt...
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  • Day4

    Lost in Paradise - Fort Laauterdale

    October 12, 2011 in the United States ⋅ ⛅ 29 °C

    Mittwoch, 12.10.2011 - Miami Beach - Fort Lauterdale

    Nachdem wir unser Auto vor zwei Tagen, mit einem leicht mulmigen Gefühl, von einem Mann, der sich als Angestellter unseres Hotels ausgab, haben irgendwo in der Gegend parken lassen, baten wir heute an der Hotelrezeption darum, dass es uns zurückgebracht wird. Dabei stellte sich heraus, dass die Amis gar nicht so verrucht sind, wie einem stets Glauben gemacht werden soll. Wir bekamen unser Auto nämlich unversehrt und ohne Lösegeldforderung wieder ausgehändigt. 

    Der Tacho stand auf 17005 Meilen. Nun, dann wollen wir ihm ab sofort noch ein paar mehr verschaffen. 

    Karsten hatte das Navi gestern Abend noch fit gemacht, nicht, dass wir wieder in irgendwelchen windigen Gegenden landen. ...obwohl... Wir sind hier in Florida, da stürmt es ja regelmäßig ziemlich heftig...

    Über die A1A fuhren wir Richtung Norden. (Verkehrszeichen der A1A hier einfügen) Wir wählten die A1A, weil es die Straße ist, welche am nächsten am Ozean entlang führt. Zwar hatte das Navi andere Pläne mit uns, doch wir setzten uns durch. 

    Vorbei an riesigen Hotels mit gelegentlichen Blicken auf den Ozean ging es im dichten, aber dennoch stets zügigen Verkehr vorwärts in Richtung Norden. 
    Ich finde es lustig, dass die Ampeln hier in Miami Beach quer hängen und nicht wie sonst gewohnt senkrecht. Bild einfügen aus Ordner 2

    Unsere Fahrt führte uns durch so wohl klingende Orte wie Sunny Isles Beach und Golden Beach. 

    Schließlich, nach nur 15 Meilen, erreichten wir Hollywood. Stars und Sternchen sucht man hier allerdings vergebens. Zumindest in der Gegend um die A1A. Die flachen Häuser in dieser Gegend schienen bereits recht in die Jahre gekommenen zu sein. Am Straßenrand reihten sich ein paar schäbig anmutende Shops. 

    Veranlassung zum Anhalten hatten wir hier noch nicht. 

    In Hollywood Beach allerdings entschieden wir uns dafür, ein paar Schritte vor an den Strand zu gehen. Er war sehr sauber, weiß und breit. Im türkisen, warmen Ozean planschten kaum Badegäste. Gern wären wir hier in die Wellen eingetaucht. Doch haben wir uns das verkniffen, da wir für heute andere Pläne hatten. 

    Als wir vom Strand zurück zum Auto gehen wollten, begegneten wir einem älteren Herren, welcher sich als im Jahr 1966 ausgewanderter Ungar herausstellte. Er stand dort unter der Stranddusche und shampoonierte gerade seine Haare. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, mit uns einen kurzen, netten Plausch mit zu beginnen. So sind sie, die Floridianer - easy living!

    Kurz darauf setzten wir unsere Fahrt fort. Zum Leidwesen unserer NAVI – Dame blieben wir unserer A1A treu. Irgendwann war damit allerdings Schluss. Ein Stück nördlich von Hollywood North Beach Park nämlich zog unsere Straße eine Kehrtwende und führte zurück nach Süden. Kurz dachte ich: „Hätten wir doch auf das Navi hören sollen?“ Doch nein, es zeigte sich, dass hier die Insel Miami Beach zu Ende war und wir über eine Schleife auf der A1A von dieser herunter geführt wurden. Die Brücke, über welche wir Miami Beach nun endgültig verlassen würden, wurde heruntergeklappt, und weiter ging unsere Fahrt.

    Bereits vor einigen Meilen fiel uns auf, dass die Grasflächen, welche die Straßen säumten überall mit großen Pfützen befleckt waren. Unbestritten sind wir hier in einem sumpfigen Gebiet. 

    Bild einfügen aus Ordner 2, wo Pic-up durch tiefe Pfütze rauscht

    Weitere knapp 15 Meilen später erreichten wir Fort Lauterdale. Moderne, schlanke Hochhäuser bauten sich vor uns auf. Doch sie waren nicht das, was wir hier suchten. Wir wollten das Venice of America, das Venedig von Amerika sehen. ...und Karsten fand es. Wassergrundstücke, bebaut mir wunderschönen Häuschen und riesigen pastellfarbenen Villen, an denen Yachten vor Anker lagen ebenso wie kleine Bootchen. Hier ist es so gemütlich, dass ich Karsten immer und immer wieder zum Anhalten aufforderte, um die Schönheit auf Chip festhalten zu können. Am liebsten hätten wir eine Bootstour durch die Lagunengassen unternommen. Doch unser Parkplatz ließ Parkzeiten von höchstens einer Stunde zu. Die Tour dauerte aber 95 Minuten. So entschieden wir uns, auch hier einmal an den Strand zu gehen, der ebenfalls unfassbar schön war. 

    Langsam überkam uns der Hunger, den wir in einem legeren Restaurant an der Strandpromenade stillten. Karsten – der Matz – aß frittierten Alligatorschwanz. Sein Angebot an mich, doch einmal zu kosten, lehnte ich dankend ab. Lieber verspeiste ich ausschließlich mein sehr schmackhaftes BBQ-Hühnchen. Die riesige Limonade löschte unseren Durst hervorragend.

    Anschließend verfielen dem Drang, ein paar leichte Sommerklamotten einzukaufen.

    Fotos von den Klamotten hier einfügen

    Nun aber weiter! Wir fragten das Navi, was wir in hiesiger Gegend denn noch unternehmen könnten. Wir bekamen den Vorschlag, das Bonnett House Museum and Gardens zu besichtigen. Gute Idee!

    Auf dem Weg, der zum Bonnett House führte, saß eine riesige Exe, eine überdimensionale Eidechse, ca, 50 cm lang und entsprechend hoch. ...und das, wo ich meine soeben neu erworbenen Schlapperschuhe trug, die lediglich aus einer Gummisole und einen Gummiband durch die Zehen bestehen... 

    Das am Meer liegende Bonett Haus soll das interessanteste Gebäude von Old Fort Lauterdale sein. Es stellte sich als ein Wohnhaus des Künstlers Frederic Barlett und seiner dritten Frau heraus. Ein riesiges Anwesen aus den späten 1800er Jahren. Der Künstler malte sehr viel und richtete Häuser ein. Hiermit verdiente er offenbar ein enormes Vermögen. Allein im ersten Jahr seines Schaffens verdiente er 65.000 $, was eine extrem hohe Summe für die damalige Zeit war. Das Haus, im ursprünglichen Zustand belassen, war entsprechend riesig und sehr interessant eingerichtet. Fotografiert werden durfte leider nur in den Außenbereichen.
    Im tropischen Garten des Anwesens wuchsen einst Haubenlilien, welche Namensgebend für das Haus waren (Haube heißt auf englisch bonnet). 

    Nach der geführten Besichtigungstour durch das enorme Haus und den Garten überlegten wir, hinaus aus Fort Lauterdale zu fahren - leider, da es mir hier in den Lagunen außergewöhnlich gut gefiel!!! Wir wollten weiter nordwärts fahren, so weit wir kommen. 

    Am nördlichen Rand von Fort Lauterdale, wo die Straße rechts von riesigen und vor allem hohen Hotels und links von flachen gemütlichen Motels gesäumt war, entschieden wir uns jedoch bereits, hier zu übernachten. Wir drehten um und fanden das Sunrise Inn, welches unsere Herberge für heute Nacht werden sollte. 

    Es war noch früh genug, um doch noch ein wenig in die Wellen des Ozeans einzutauchen, worauf wir ganz verrückt waren, nachdem wir bereits so schöne Strände gesehen haben.
    Wir checkten ein und begaben uns auf den Weg, ein ausgelassenes Bad im Atlantik zu nehmen. Dies jedoch sollte sich als eine besondere Herausforderung heraus... 
    Die Strände hier in den USA sind per Gesetz zwar frei und für jeden benutzbar. Doch dieses Gesetzt wird zur Pharse, wenn es erlaubt wird, den gesamten Bereich vor den Stränden mit Hotelkomplexen zuzubauen, durch welche ein Hindurchdringen zum Strand unmöglich ist. So genau ist es hier nämlich geschehen.
    Frech, wie ich nun einmal sein kann, entschied ich, dass wir einfach durch eines der Hotels hindurch gehen, um endlich in den Atlantik springen zu können. Karsten war gar nicht wohl dabei. Als dann noch dazu ein Schild darauf hinwies, dass dieses Vorhaben verboten ist, ließ auch ich davon ab - zunächst. Wir gingen weiter entlang der Straße sowie den nicht enden wollenden, nicht einmal eine Lücke lassenden Hotelkomplexen. Schnell wurde uns klar, ein Durchkommen an den Strand wird uns über die nächsten unzähligen Meilen verwehrt bleiben. 
    Von einer nahenden Polizisten hoffte ich, dass sie unsere Rettung sein würde. Ich sprach sie an und sagte ihr, dass wir den Weg zum Strand nicht finden und fragte, ob sie uns helfen könne. Sie antwortete sehr freundlich, dass auch sie diesen Weg nicht kenne. Ich wies darauf hin, dass alle Hotels den Weg zum Strand versperren und fragte, ob wir denn einfach durch eines der Hotels nach vorn gehen sollten. Sie meinte, dass das wohl die beste Entscheidung sei. Und so taten wir es. Immerhin hat es uns die Polizei erlaubt... Hihi!
    Wir schummelten uns also durch einen Nebeneingang, der eigentlich für Rollstuhlfahrer gedacht war, in eines dieser Glötzer hinein. Karsten wurde ganz still. Ich hieß ihm, dass er sich wie ein Gast dieses Hotels verhalten sollte. Das Ding schien nobel zu sein! Wir in Badeklamotten mit Strandkleidchen, Shorts und über die Schulter geworfenes Handtuch würden mit Sicherheit auffallen, wenn wir versehentlich an der Rezeption vorbei kämen. Doch es gelang uns recht schnell, den Weg an die Poolbar zu finden und vorbei an dieser zum Strand. Endlich! Vor uns rauschte der Atlantik. Ein paar Fleckchen waren noch von der langsam untergehenden Sonne beleuchtet. An den meisten Stellen lag der Ozean bereits im Schatten, da die Hotelglötzer der Sonne den Durchgang ebenso wie uns versperrte.
    Doch dann war für uns kein Halten mehr. Wir sausten in den warmen Ozean und spielten mit den tobenden Wellen. Es war einfach wunderbar! 
    Während wir schließlich trockneten, suchten wir Muscheln und Korallen. Faszinierend, was man da hier alles findet. 
    Dann begann unser Rückweg... 
    Karsten wollte auf der Suche nach einem Weg durch die Klötzer in Richtung Süden laufen. Ich plädierte dafür, dass wir Richtung Norden laufen. Ganz weit dort vorn war nämlich ein Bootssteg. Spätestens dort würden wir bestimmt vom Strand weg kommen. Die Sonne verließ diesen Tag merklich und recht zügig. Wir mussten uns beeilen, wenn wir nicht die Nacht am Strand verbringen wollten.
    Alle Zugänge zu den Hotels, die zurück zur Straße führten, waren mit Türen und Zäunen verrammelt. Schilder verboten uns, den Strand über diese Zugänge zu verlassen. Wie denn auch ohne Schlüssel? 
    Weiter und weiter liefen wir. Es wurde immer dunkler. Nur noch wenige Badegäste waren am Strand. Doch selbst die brachen bereits langsam auf, diesen zu verlassen. 
    Langsam breitete sich die Befürchtung aus, dass wir selbst über den Steg nicht zurück in die Zivilisation kommen, dass uns selbst dort vorn die Betonglotzarmee den Weg versperrte... 
    So entschied ich, dass wir uns an eine Familie, die ebenfalls gleich den Strand verlassen will, anhängen und uns von dieser mit ins Hotel nehmen lassen. 
    Langsam und verloren mit aufgesetzten ängstlichem Gesichtsausdruck, pirschte ich mich, gefolgt von Karsten, an den alten, kleinen, runzligen Mann heran, der den Schlüssel zur Freiheit irgendwo in seiner Bermudahose verborgen haben musste. Mutter und Kinder räumten noch die Strandsachen zusammen, während der Alte bereits am Türchen stand. Er machte jedoch keine Anstalten, uns zu helfen, schaute uns nur böse und abwehrend an. Dann kam die Mutti. Mit meinem Kleinmädchenblick schaute ich ihr ängstlich in die Augen. Sie lächelte und fragte sanft: „Did you lost your way?“ Ich sagte ja und das wir unseren Weg zurück vom Strand einfach nicht wieder finden. Sie fragte, in welchem Hotel wir denn wohnen. Ich sagte ihr, dass es das Sunrise Inn auf der anderen Straßenseite sei. Da meinte sie, dass sie uns mit ins Hotel nehmen werden und wir dann rüber kämen. Ein Strahlen der Dankbarkeit nahm Besitz von meinem Gesicht und der mürrische Alte musste uns nun aufschließen. Es waren drei Türen, die er uns öffnen musste, ehe wir im Hotel waren. Drinnen wies er uns den Weg durch diesen verlassenen und schäbig erscheinenden Hochsicherheitstrackt. Rot leuchtende Exit-Schilder zeigten uns alle paar Meter, dass wir noch auf dem richtigen Weg sind. Dann erreichten wir den letzten Raum dieses Glotzes. Ein winziges Räumchen, welches durch eine Glastür zu betreten und durch die andere in die Freiheit zu verlassen war. Zwischen den beiden Glastüren stand ein Schreibtisch, der die gesamte kurze Länge des Raumes einnahm. An dem Tisch saß ein großer, schwarzer, in Polizeiuniform gekleideter Mann, der ebenfalls die gesamte Breite des Raumes auszufüllen schien. Er blickte uns grimmig an. Er wusste genau, das wir nicht hier hinein gehörten, dass wir gerade etwas ausdrücklich Verbotenes taten. Ich lächelte ihn schüchtern an, während Karsten die letzte Tür zur Freiheit einfach nicht auf bekam. Er rammelte am linken Flügel, nix. Er rammelte am rechten Flügel, nix. Mein Lächeln gefror so langsam. Shit, ich will hier endlich raus!!! Der Typ würde bestimmt gleich aufspringen und uns verhaften. 
    Dann entdeckte ich einen Knopf, auf den ich einfach drückte. Und siehe da. Die Glasfront gab uns den Weg nach draußen frei. Ich sagte zu dem schwarzen Herren noch „Bye“ und wir verschwanden. Jetzt hieß es nur noch weg, weg, weg...   

    Abends gingen wir an der Straße entlang nach Süden, bis wir ein Grillrestaurant fanden, in welchem wir unser Abendessen einnahmen. Wir wählten beide Mahi, der sehr gut schmeckte. Karsten trank dazu zwei Corona, ich einen Pino Noir und dann noch einen Cocktail, dessen Namen ich mir leider nicht gemerkt habe, von dem ich aber noch weiß, dass er recht schmackhaft war. 

    Auf dem Rückweg fanden wir noch einen Supermarkt, in welchem wir unser Frühstück für morgen kauften - natürlich Hummus mit Brötchen und Milch, eine mit Schoko-Mandel-Geschmack, eine mit Vanille-Geschmack. Für heute Abend nahmen wir uns jeder noch ein kleines Häagen Dasz mit - Caramel Cone - lecker!!!!
    Gegen 11 p.m. schliefen wir dann ein.
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  • Day3

    Welcome to the Magic City - Miami Beach

    October 11, 2011 in the United States ⋅ ⛅ 29 °C

    Die erste Nacht in Miami war für uns - dank der außerordentlich dünnen Hotelwände - sehr lehrreich. Durch diese konnten wir nämlich mühelos die intensive, mehrstündige Konversation der Zimmernachbarn mithören und dabei unsere Vokabelkenntnisse trainieren.

    Irgendwann schliefen wir allerdings dann doch ein und wachten, infolge unseres Jetlags, recht früh morgens wieder auf. 

    Von Übermüdung keine Spur, begaben wir uns sogleich auf den Weg, Miami zu erkunden. In dem Moment, in welchem wir unser hervorragend klimatisiertes Hotel verließen, prallten wir zunächst frontal gegen eine subtropische Wand aus Wärme, Feuchtigkeit und leichtem Wind. Unsere Meinungen hierzu gingen weit auseinander. Während Karsten am liebsten fluchtartig zurück ins Hotel gehuscht wäre, konnte ich gar nicht genug davon bekommen, in die Substanz dieser Wand einzudringen und mich in ihr wohlig zu entfalten. 

    Da wir allerdings nicht hier waren, um uns in Hotels abkühlen zu lassen, siegten meine Argumente, und wir begaben uns auf Tour, Miami zu erkunden.

    Reden Leute, die nicht gerade aus Florida stammen oder dort leben, über Miami, meinen sie meistens eigentlich Miami Beach. Das auf einer Miami vorgelagerten langen schmalen Barriere Insel liegende Miami Beach, ist allerdings eine eigene, selbst verwaltete Stadt und damit eine Nachbarstadt von Miami. 

    (Satelitenkarte einfügen, wo Miami & Miami Beach darauf zu erkennen sind)

    Die Besiedlung von Miami Beach begann um das Jahr 1900. Damals kaufte der aus New Jersey stammende John Collins hier eine Kokosnuss-Plantage, wo er schließlich auch Mangos und Avocados anbaute. Die Barriere Insel war zu dieser Zeit nur per Boot erreichbar. Das sollte sich ändern, als John Collins schließlich begann, eine Brücke zwischen Miami und Miami Beach zu erbauen. Dieser Brückenbau verzehrte jedoch seine sämtlichen Barmittel. Im Jahr 1913 kam Carl Fischer, Begründer und Eigentümer des Indianapolis Speedways, zur Hilfe, übernahm die Schulden von John Collins gegen einen Teil des Grundbesitzes. Auf diesem ließ Carl Fischer nun Straßen anlegen, Hotels bauen und Golfplätze errichten. Sodann verkaufte er hiesige Grundstücke an reiche Nordstaatler. 
    Anfang der 1930er Jahre, noch während der Weltwirtschaftskrise, entstand im Süden von Miami Beach, dem heutigen Stadtteil South Beach, ein Stadtviertel im Art-déco-Stil. Die Besichtigung dieses Viertesls stand auf unserem heutigen Plan.

    Entsprechend einer uns unterbreiteten Empfehlung nahmen wir den City Bus, der uns von unserem Hotel aus mitten in den Historic Art Déco District beförderte.

    Die Fahrt war kurzweilig. Ich fand es spannend, die sonnenverwöhnten Menschen im Bus zu beobachten und ihren Gesprächen zu folgen. Die verschiedenen Slangs, die allgegenwärtige Freundlichkeit und Leichtlebigkeit faszinierten mich. Hochinteressant fand ich auch die Unterstützungs- und Sicherheitsmaßnahmen, welche hier für Rollstuhlfahrer geschaffen wurden. An einer Station wollte nämlich ein solcher in unseren Bus einsteigen. Eigens für ihn fuhr der Busfahrer eine Art Laderampe herunter, so dass der Rollstuhlfahrer ungehindert in den Bus rollen konnte. Hier war ein Bereich für Rollstuhlfahrer reserviert, in welchem ausgerechnet wir uns bis dahin aufhielten. Wir wurden gebeten, diesen zu verlassen, so dass die Sitze in diesem Bereich weggeklappt werden konnten, um für den Rollstuhlfahrer ausreichend Platz zu schaffen. Sodann sicherte der Busfahrer den Rollstuhl mittels robuster Haken, und schließlich ging die Fahrt weiter.

    Als wir auf der Washington Avenue aus dem Bus stiegen, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Da stand doch tatsächlich ein knallpinkes Polizeiauto. Das musste ich fotografieren und zwar aus verschiedensten Perspektiven. Recht schnell hatte sich eine Fangemeinde um mich herum versammelt, die auch ihre Fotoarbeiten begannen. Ein quirliger Ami, ebenfalls bewaffnet mit einem Fotoapparat, grinste mich ansteckend fröhlich an und meinte, dass er die gleichen Perspektiven wählen wolle, wie ich. Meine Kamera spräche dafür, dass ich ein Auge für gute Fotos habe. Das spornte mich natüüüürlich an, mich noch ein klein wenig mehr ins Zeug zu legen. Wenn sich die Amis in der Kreativität schon von mir inspirieren lassen, muss das einfach sein. Hihihi...

    Einer weiteren Empfehlung folgend, versuchten wir nun das Welcome Center zu finden. Leider erfolglos, da ich mir die Adresse dessen nicht aufgeschrieben hatte. Selbst eine Produktionsfirma, die vor dem original Diner aus den 50’s an der Ecke Eleventh Street – Washington Avenue gerade Aufnahmen in den Kasten brachte, konnte uns nicht weiterhelfen. Gut, dann eben nach altgewohnter und favorisierter Art - auf eigene Faust. Los geht’s! 

    Vorbei am Diner liefen wir noch drei Blocks weiter in Richtung Strand, wo wir unmittelbar auf dem weltberühmten Ocean Drive landeten. 

    Wow! Hier will ich sein, hier will ich bleiben – zumindest für eine Weile. Der Ocean Drive versetzte mich in kaum zügelbare Faszination. Auf seiner einen Seite rauschten hinter einem breiten, weißen, Palmen gezierten Sandstrand unermüdlich die Wellen des Atlantiks. Auf seiner anderen Seite reihten sich, wie auf eine Perlenkette aufgefädelt, pastellfarbene zwei- bis dreistöckige Gebäude dicht an dicht aneinander. Das sind sie - die weltberühmten Häuser im Art Déco Stil, die ich einmal nur unbedingt life sehen wollte. Schon so oft dienten sie als Kulisse für Modefotografien, Filme und Fernsehserien wie beispielsweise Miami Vice und CSI Miami. 
    Ihre in himmelblau, pfirsichfarben und Pistazie getauchten Stuckfassaden sind verziert mit fließenden Linien, die an cremige Hochzeitstorten erinnern. Über den Fenstern spenden geschwungene Simse, so genannte eye browns, Schatten. Gerundete Hausecken und Portale lassen Erinnerungen an Luxusliner erwachen. Der ursprünglich aus Paris stammende Art déco Stil erfuhr in Florida eine eigene, unbeschwerte Version, welche auch Tropical Déco genannt wird. Im Hinblick auf die in Florida so gern verwendeten stilisierten tropischen Motive wie Flamingos, Plamen, Sonnen und Früchte erscheint diese Bezeichnung überaus trefflich.
    Das entspannte Lebensgefühl von Leichtigkeit und Urlaubsfreude nimmt hier einfach Besitz von jedem Vorüberschlendernden, Eintauchenden und Verweilenden. 
    An die Zeiten, als dieser District noch heruntergekommen und verrufen war, als hier noch verarmte Rentner und kubanische Flüchtlinge hausten, erinnert heute nichts mehr. Dabei liegen diese Zeiten gar nicht so lange zurück. Der Aufschwung begann 1976, mit der Gründung der heute noch aktiv wirkende Miami Design Preservation League, welche sich um den Erhalt des Historic Art Déco Distrikts bemüht. In den 1980er Jahren schließlich wurden rund 800 Häuser im Art Déco Stil in South Beach renovierten. So erstrahlten schließlich diese wundervollen Schmuckstücke im heute noch erquickenden Glanz.

    Bilder der Häuser, mit Beschreibung, Überschriften (Hotelnamen) möglichst in der Schriftart darstellen, welche auch bei realen Hotelnamen verwendet wurde.

    Das Colony:
    Das Colony wurde von Architekt Henry Hohauser, dem berühmtesten in Miami tätigen Architekt, entworfen und im Jahr 1935 erbaut. Es ist heute das meist fotografierte Hotel der Welt.

    Das Park Central Hotel:
    Auch das Park Central Hotel aus dem Jahr 1937 wurde von Henry Hohauser entworfen. Es ist in weiß, blau und grün gehalten, den Farben, welche Vegetation und das Meer verkörpern. Diese Farben waren in den 1930er und 1940er Jahren sehr beliebt. Mit seinen breiten Eckfenstern zeigt es ein typisches Element des Baustils. 

    Das Avalon:
    Das aus dem Jahr 1941 stammende Avalon zeigt exzellent die Streamline-Moderne, welche schnelles Vorwärtskommen symbolisieren soll. Hierbei sind insbesondere die Betonung der horizontalen Linien sowie fehlende Verzierungen bezeichnend. 

    Das Bacon:
    Das 1936 erbaute Bacon ist geziert von traditioneller abstrakter Dekoration und zeitgenössischer Farbgebung, welche die Dekoration besonders betont. 

    Das Imperial:
    Das 1939 erbaute Imperial zeigt Kreismotive, welche an Bullaugen eines Luxusliners erinnern. 

    Das Majestetic:
    Das Majestetic stammt aus dem Jahr 1940 und wurde von Albert Anis entworfen, dem Architekt, der auch das Avalon und das Waldorf entwarf. 

    Das Breakwater:
    Das Breakwater aus dem Jahr 1939 erinnert besonders stark an einen Luxusliner. Der zentrale Turm in der Hotelfront ähnelt einem Schiffsschornstein, die Geländer am Dach imitieren eine Schiffsreling.

    Das Edison:
    1935 wurde das Edison erbaut. Es zeigt den Mittelmeerstil, einen der drei in Miami Beach vorhandenen Art Déco Stile (Streamline-Moderne, traditionelles Art déco und Mittelmeerstil). 

    Das Charly:
    Das dreifarbige Charly aus dem Jahr 1941 zeigt eine klassische Art-déco-Komposition. Es verfügt über die holy three, die drei Geschosse, wie die meisten der Hotels am Ocean Drive. 

    Das Cleavlander:
    Das Cleavlander aus dem Jahr 1938 ist die Top Adresse South Beachs Nachtleben. Die Hotelbar wurde von Albert Anis mit den klassischen Glasbausteinen ausgestattet. 

    Amsterdam Palace - Casa Casurania – Versace Mansion:
    Am Ocean Drive 1116, Miami Beach, Florida gesellte sich das Versace Haus in diese noble Reihe, stach aus ihr heraus, da es nicht im Art déco Stil erbaut ist, und fügte sich in seiner Besonderheit gleichermaßen in die historische Häuserfront ein. Es wurde 1930 im neomediterranen Stil erbaut und ist heute eines der am häufigsten fotografierten Gebäude in Amerika. 
    1993 erwarb es der Modedesigner Gianni Versace für 3,7 Millionen US-Dollar (die Kaufpreisangaben variieren). Allmorgendlich nahm Gianni Versace sein Frühstück im News Cafe ein. Von dort aus ging er stets zurück zu seinem Haus. Auf seinem täglichen Weg wurde Gianni Versace am 15.07.1997 auf der Treppe seines Hausen erschossen. 
    Im Dezember 2009 eröffnete Barton G. Weiss dieses Gebäude als Luxushotel. Die kostenintensive Besichtigungstour der Räume hinter der Fassade stand nicht auf unserem Plan und wurde auch nicht aufgenommen.

    Einerseits könnte ich diese Straße den ganzen Tag auf und ab flanieren. Zu sehen gibt es hier immer genug. Die Häuser, extravagante Menschen, außergewöhnliche Autos, tolle Motorräder, welche nicht selten von oberkörperfreien Selbstdarstellern geführt wurden und der Ozean... Andererseits schrie unser Verlangen nach mehr von Miami! Diesem Verlangen folgend steuerten wir geradewegs auf den feuerroter Doppelstockbus zu, der da vorn auf dem Ocean Drive stand. Den zum Bus gehörenden Tour Guide fragte ich sogleich nach einer Tour durch das gesamte Art Deco Viertel, welches sich etwa von der 6th Street bis zu 23rd Street, vom Ocean Drive bis zur Meridian Avenue erstreckt. Geschäftstüchtig, wie die Amis nun einmal sind, verkaufte der gefragte uns nicht die erbetene Tour, sondern seine Spezialtour, was sich als ausgezeichnete Option herausstellte. Die sehr empfehlenswerte kommentierte Big-Bus-Tour kostete $ 39 pro Person und führte nicht nur kreuz und quer durch das Art Deco Viertel, sondern darüber hinaus durch ganz Miami Beach, rüber nach Miami, vorbei an Fisher Island bis hin zum Bayside Marketplace und zurück. An verschiedenen Stationen konnte man aussteigen und in der jeweiligen Gegend verweilen, um mit einem der nächsten Big-Bus-Tour-Busse weiter zu fahren.

    Bus - Bild einfügen

    Wir entschieden uns dafür, die Tour zunächst einmal vollständig zu genießen, uns hierdurch einen Überblick zu verschaffen und später dann an einer der passierten Stationen auszusteigen, um uns dort genauer umzusehen. Das Ticket galt ja 24 Stunde lang.

    Da wir uns ja gerade auf dem Ocean Drive im Historic Art déco District befanden, begann die Tour auch right here. Wir fuhren nochmals an all den tollen Häusern vorbei, die ich auf meiner Unbedingt-besichtigen-Liste verzeichnet hatte und bekamen zu diesen vorm Tour Guide verschiedene Erläuterungen. 

    Dann bogen wir in die Collins Avenue ein und rauschten diese hinab. Die Fahrt führte uns vorüber an schicken Hotels aus verschiedenen Jahrzehnten auf der einen Straßenseite und dem Indian Creek Miami Beach auf der anderen. Hinter dem Creek zogen riesige Villen unsere Blicke auf sich. 

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    Über den MacArthur Causewayie verlassen wir schließlich SoBe, wie hier South Beach auch genannt wird. Einen Blick auf Fisher Island zur linken und einen auf Star Island konnten wir erheischen und sehnen uns bereits jetzt danach, irgendwann einmal mit einem Bootchen um beide Prunkinseln herumzuschippern...

    An der Stellen, an welcher der MacArthur Causeway das Festland und damit Miami erreicht, wird er zur Interstate 395. Hier tauchen wir ein in die Glasfassaden-Skyscraper Miamis. 

    Bilder

    Auf dieser Rundfahrt sahen wir bereits fast alles, was wir in Miami Beach und Miami unbedingt sehen wollten. Lediglich die Coconut Crove war nicht Bestandteil der Rundfahrt. Nun, dann haben wir schon einmal einen Grund zum noch mal wieder kommen. 

    Die Welt wurde wieder deutlich bunter, als wir nach Miami Beach zurückkehrten. Im hipsten Stadtviertel der USA, South Beach, verließen wir zunächst unseren Bus, um noch ein wenig am Ocean Drive zu verweilen. Ein paar Fotos später, ja, o.k., eine ganze Menge paar Fotos später, nahmen wir im On Ocean 7, einem der vielen Straßenrestaurants am Ocean Drive platz. Während wir von hier aus die Parade der topmodisch gestylten, bronzefarbenen und super durchtrainierten vorüber flanierenden Menschen beobachteten, bestellten wir einen Cocktail. Es war eine Corona Margarita, also eine Margarita mit Bier. Ja, mit Bier! Und ja, es hat mir sooooowas von fabelhaft geschmeckt! Nachdem wir diesen Riesencocktail geschlürft und damit eigentlich schon genug Alkohol intus hatten, offerierte uns die Kellnerin einen zweiten Drink. Dieser sollte, da gerade Happy Hour war, gratis sein. Nun ja, da ich ohnehin auf den Miami Vice neugierig war und wir nur wegen der Anpreisungen der Kellnerin die Corona Margarita wählten, entschieden Karsten und ich, den zweiten Cocktail dankend anzunehmen. Wir bestellten also noch einen Kübel voll Cocktail, eben diesen Miami Vice, der eine halbe Pina Colade und eine halbe Strawberry Colada war. Ebenfalls extrem schmackhaft!!!! 

    Zur besseren Verarbeitung des ganzen Alkohols bestellten wir uns noch jeder einen Burger. Nachdem alle Kübel und Teller geleert waren, begaben wir uns erst einmal zurück ins Hotel. 

    Schon gestern Abend im Hotel berichteten uns ein paar ältere Herren vom Bayside Marketplace und darüber wie wunderschön es da sei. Auf unserer Bustour heute kamen wir dort bereits vorbei. Wir entschieden uns, zu Bayside Marketplace zurück zu kehren und hier den späten Nachmittag und Abend zu verbringen.

    Der in Downtown Miami am Biscayne Boulevard gelegene Bayside Marketplace ist ein sehr farbenfroher und lebhafter Komplex aus verschiedensten Geschäften, Restaurants und Bars. Hier befindet sich auch das Hard Rock Café Miami. 

    Obwohl wir ursprünglich am Pier 5 frischen Fisch essen wollten, blieben wir im Fastfood Court bei Lotus Express hängen, der auf den Zug Panda Express aufsprang und ebenfalls mit Orange Chicken lockte. Wer uns kennt, weiß, dass wir DA nicht vorbei kamen...

    Als schließlich die Nacht langsam über uns hereinbrach, setzten wir uns auf eine der Freiluftterrassen von Bayside Marketplace, lauschten der quirligen Lifemusik und ließen uns von Miami’s bunten Lichtern verzaubern. 

    Ein Gewitter oder besser nur seine Blitze häuften sich über den Skyscrapers von Miami und verliehen dem ohnehin beeindruckenden Ort etwas mystisches.

    Irgendwann, viel, viel später fuhren wir mit dem Linienbus zurück ins Hotel, wo wir an der Bar noch einen letzten Drink für heute nahmen. Dann fielen wir müde in unsere Betten und schliefen ein mit gespannter Erwartung auf unsere morgen anstehenden Erlebnisse.

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    Bereits während die untergehende Sonne die pastellfarbenen Häuser des Historic Art Déco Distrikts am Ocean Drive ein letztes Mal für diesen Tag erstrahlen lässt, entbrennt das Nachtleben in South Beach. Salsa Musik erschallt, kläser klirren und das Lachen der Menschen erfüllt das gesamte Gelände. Bald erleuchten all die großartigen Häuser hier im Glanz bunter Neonlichter. Die Stimmung ist einzigartig. 

    Obwohl Parkplätze am Ocean Drive rar sind, hatten wir enormes Glück und konnten einen ergattern. Mit Stativ, Foto- und Videokamera ausgestattet, stürzten wir uns in das Nachtleben.
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  • Day1

    Auf zu neuen Abenteuern

    October 9, 2011 in Germany ⋅ ☀️ 9 °C

    Die Stille der Nacht riss mich ganz plötzlich aus meinem Traum. In diesem fuhren Karsten und ich auf einem US-amerikanischen Highway dem Horizont entgegen. Zu gern hätte ich diesen Traum weitergeträumt. Doch da lag ich nun - hellwach.
    Irgendwann in dieser Nacht hatte jedoch ich einen Entschluss gefasst...
    Als das Rotkehlchen vor unserem Schlafzimmerfenster mit seinem Gesang begann und kurz darauf ein Auto die Sackgasse, in welcher wir wohnen, hinunterfuhr, stand es fest: Wir fliegen in die USA - dieses Jahr noch! Kurz darauf ertönten aus meinem Radiowecker die letzten Töne vom Rosette-Hit „Joyride“. Nun war es an der Zeit, dass ich auch meinen Ehemann Karsten von meiner Idee überzeuge.
    Doch das war leichter getan als erwartet.
    Ein paar Stunden später saßen wir im Reisebüro und buchten einen Flug nach Miami, ein Hotelzimmer für zwei Nächte in Miami Beach und für knapp einen Monat später einen Rückflug nach Frankfurt am Main.
    Von diesem Moment an blieben uns nur noch wenige Tage, unseren spontanen Road Trip möglichst perfekt durchzuplanen.
    „Fahrt in Miami die 79ste Straße bloß nicht zu weit westwärts!“ riet uns meine Angestellte, als wir uns am späten Nachmittag nicht nur in den Feierabend sondern auch in den Urlaub voneinander verabschiedeten.
    „Warum denn das nicht?“ fragte ich, mächtig gespannt darauf zu hören, was Nadine über unser Urlaubsziel in Erfahrung gebracht hatte. Sie berichtete daraufhin, von einer Sendung, welche sie am Abend zuvor im Fernsehen sah. Diese handelte von zwei Touristen, die über diese Straße in eine für Weiße weniger empfohlene Gegend in Miami gerieten.
    „Ich will doch, dass du hier gesund und munter wieder ankommst.“ beendete Nadine ihren Bericht grinsend.
    „Also gut, nicht zu weit westwärts auf Miami’s 79ster.“ versprach ich ihr.
    Daraufhin verabschiedeten wir uns mit einer Umarmung für die nächsten gut vier Wochen voneinander.
    Florida war für Karsten und mich bis dahin völliges Neuland. Dieses hieß es nun zu erkunden. Wir sind gespannt darauf, was uns erwartet. Sonne, Strand, gute Laune, eine vielfältige Tierwelt, unvergesslich schöne Momente und unendlich viele hinreißende Fotomotive wünschten wir uns.
    „Wir werden schon in keine all zu gefährlichen Gegenden geraten.“ hofften wir…
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