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  • Day5

    Life of a "Lurch" ( Amphibian )

    November 13, 2018 in Dominican Republic ⋅ ⛅ 24 °C

    Aus gegebenem Anlass, dreht sich die heutige Geschichte um eine ganz bestimmte Gattung meiner Geschlechtsgenossen.

    Es scheint fast, als müsste für einige Herren der Schöpfung, die Evolutionstheorie neu geschrieben, bzw. in Frage gestellt werden, da sich besagte Spezies entgegen dieser Theorie, in einer Art von Individualentwicklung, wieder den niedrigeren Landwirbeltieren annähert - ich bezeichne diese Gattung Männer als....."Lurche"!

    Ihr Lebensraum ist vielfältig - Lurche sind sehr anpassungsfähig und weit verbreitet. Obwohl sie alle eine Gemeinsamkeit aufweisen....., das ständige herumlurchen, gibt es doch zahlreiche Unterarten, die eine genaue Bestimmung ermöglichen - drei besonders "interessante" und häufig auftretende Formen sollen nachfolgend berücksichtigt werden!

    Der "Opferlurch" ( Urodela homo victimus ):

    Permanent geneigter Kopf, schmale nach vorne hängende Schultern und ein Selbstbewusstsein das nicht breiter ist, sind die Primärmerkmale des "Opferlurchs". Diese Gattung ist überwiegend klein im Wuchs, strahlt grundsätzlich das Leiden Christi aus und lebt scheu und meist zurückgezogen.

    Opferlurche gehören zur Familie der Singlelurche und sind besonders gefährdet, aber oft auch recht schlau, da ihr verletzliches Wesen besonders bei ihren "Fressfeinden" Aufmerksam erregt und somit stets vorausschauendes Denken und Handeln erfordert!

    Der "Wannabesocool-Lurch" ( Urodela homo 50 Centus ):

    Besagte Lebensform fällt besonders durch sein Äußeres auf und zeigt sich deutlich sozialisierter als der scheue "Opferlurch". Nicht ohne Grund.....: Der "WBSC-Lurch" weiß ganz genau das er ein Lurch ist und sucht deshalb, so die bewährte Strategie, oft die Gesellschaft von "Nichtlurchen".

    Durch seine Größe und Wuchs meist in der Gesellschaft von selbigen unauffällig, wäre er durch sein gänzlich fehlendes Charisma ( man vergißt sein Aussehen oft schon, während man mit ihm spricht ) unsichtbar, hätte er sich nicht diverse "Signalmittel" zu Nutze gemacht.

    Allen voran steht das verkehrt herum aufgesetzte Basecap, das vielleicht bei dem Ex-Rapper "50 Cent" cool rüberkam, aber nicht wenn man(n) "WBSC-Lurch" typisch, wie 5 Cent aussieht. Gerne getragen in Kombination mit einem Achselshirt, daß die untrainierten Oberarme besonders gut zur Geltung bringt. Die fehlende Ausstrahlung wird oft auch durch "aufregende" Tribal-Tattoos ersetzt, meistens auf besagten Oberärmchen flächendeckend bis zu den Schultern und wenn's ganz heftig rüberkommen soll, auch auf den dünnen Storchenbeinen!

    Tribals hin oder her - damit sehen diese Lurche höchstens wie Wicki aus, aber ganz sicherlich nicht wie die hartgesottenen Nordmänner vergangener Epochen! Der "WBSC-Lurch" gehört sehr oft zur Familie der Singlelurche!

    Der "Taschenträgerlurch" ( Urodela homo clutchus ):

    Nun ein kurzer Schwenk zur Familie der Paarlurche. Besagte menschliche Amphibie ist in einer festen, oft jaaaaahre langen Beziehung und hat sich gänzlich seinem Alphaweibchen untergeordnet.

    Tagtäglich erneuert er das Band dieser Beziehung durch devotes hinterherlurchen, vom Alphatier erhaltene Aufträge ausführen und ständiges, in welcher Form auch immer, Taschentragens mit dem Bestreben, es seiner Partnerin so recht wie nur irgendwie möglich zu machen.

    "Taschenträgerlurche" sind neben ihrer ausgeprägten Affinität zu Taschen jeder Art, am Strand sehr gut an ihren bunten, besonders "lustigen" Badeshorts und den meist viel zu großen Adiletten ( oft ein Geschenk des Alphatiers oder ihrer kreplichen Verwandtschaft ) zu erkennen, die sie obwohl die eigenen, ständig vorne überstehenden Fußzehen permanent der Gefahr ausgesetzt sind irgendwo hängen zu bleiben, mit stoischem Gleichmut tragen.

    "TT-Lurche" sind besonders bedauerswerte Kreaturen, da sie meist bei ihrem Alphaweibchen nie zu Wort kommen und irgendwie immer Resignation ausstrahlen - to be continued!

    Eine Frage hätte ich dazu noch an die Damen der Schöpfung - braucht die Welt wirklich solche Männer?! Wie immer in meinen gesellschaftskritischen Footprints, wäre die Ähnlichkeit mit lebenden oder nicht mehr lebenden Männern, oder wieoderwas auch immer, rein zufällig!

    Nachtrag:

    Tribal-Tattoos stammen ursprünglich von den Urvölkern Polynesiens ab. Das Wortspiel mit Wicki und den Nordmänner bleibt trotzdem - es passt einfach zu gut! Immerhin hatten ja die alten Wikinger ebenso einen Tattoo-Kult, auch wenn es dabei wohl mehr um die unzähligen Götter ging, die sie verehrten!
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